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Ein Wochenende In Hamburg

WE-Trip vom 16.-17.4.06
von...Buff

Kleiner Hamburg-Trip

Anreise von Neuss nach Hamburg per PKW. Dauer ca. 4 ½ Stunden.

Viel Verkehr aber keine Staus.

Wir waren so gegen 11:00 Uhr in Hamburg und sind dann direkt zu den Landungsbrücken in Sankt Pauli gefahren und haben dann direkt eine Hafenrundfahrt mit einer alten Barkasse gebucht. Das Wetter war leider nicht berauschend.

Bewölkt mit einzelnen Schauern, ein grauer Tag.

In der Barkasse konnte man entweder im beheizten Inneren, oder draußen sitzen.

Bei schönem Wetter wird das Dach geöffnet, das war allerdings heute nicht möglich.

Wir haben aber trotzdem draußen Platz genommen, damit wir ein paar Fotos ohne störende Scheibe machen konnten.

Der Kapitän hat dann über die Geschichte des Hafens geplaudert und etliche statistische Daten genannt. War sehr interessant. Untermauert wurden die Anmerkungen durch zahlreiche Witzchen wie „Unsere Barkasse ist älter als die Titanic“ und „Das ist meine erste Fahrt als Schiffsführer, schimpfen Sie also nicht, wenn wir einen leichten Crash haben“.

 

Leider waren im Hafen keine großen Pötte, weil Ebbe war. Der Hamburger Hafen ist halt ein Gezeitenhafen, also müssen die wirklich großen Schiffe draußen,
 sozusagen in der Warteschleife bleiben.

 


Container-Zubringerschiff
Hier sieht man ein kleineres Container-Zubringerschiff
Eine Container-Verladestation

Eine Container-Verladestation

Schiffe im Trockendock

Ein paar Schiffe gab es doch zu sehen, hier z.B. im Trockendock

Die Barkasse fährt auf der Hafentour auch durch die Speicherstadt,
was die größeren Rundfahrtschiffe nicht können.

Die Speicherstadt ist die flächenmäßig größte Ansammlung
von Lagerhallen in Europa.

Toll wie ein Teil davon jetzt zu Wohnungen oder Büros umgewandelt, bzw. neu gebaut wird. Das Projekt Hafencity soll noch ca. 20 Jahre dauern, bevor alles fertig ist.
Speicherstadt
Ein Blick in die Speicherstadt, links neu, rechts alt.

Nach der Bootstour ging es zum Einchecken ins Mercure-Hotel City. Ein gerade neu renoviertes ehemaliges Novotel. Schöne Zimmer und leckeres Frühstücksbüffet.

Anschließend sind wir dann mit der S-Bahn zum Jungfernstieg gefahren und waren dann ein bisschen shoppen. Das Zentrum von Hamburg ist sehenswert, allerdings gibt es im Moment zahlreiche Baustellen. Die Stadt  bereitet sich voll auf die Fußball-WM vor.

Aus diesem Anlass sind in der ganzen Stadt große Tore verteilt,
die abends blau leuchten.
Fußballtore auf der Binnenalster
Eines dieser Fußballtore auf der Binnenalster

 

Am zweiten Tag ...
...sind wir wieder zum Jungfernstieg gefahren und haben dort in einen Doppeldeckerbus zur Stadtrundfahrt Platz genommen. Man kann für 13 Euro den ganzen Tag rumfahren, an den verschiedenen Haltepunkten aussteigen und später in einem anderen Bus die Runde fortführen. Die Stadtrundfahrt wird natürlich von einer Reiseführerin begleitet, die die Fahrt sehr informativ untermalt.

Zollschiff am Anleger des Zollmuseums
Ein ehemaliges Zollschiff am Anleger des Zollmuseums

Sehr interessant war auch das Zollmuseum. Hier wurde die Historie der Zollarbeit am Hafen dargestellt. Unter anderem wurden zahlreiche Beispiele für Verstecke von Schmuggelwaren gezeigt.

Nach der Stadtrundfahrt sind wir dann noch eine Tour mit der Barkasse von der Binnenalster über die Außenalster und etliche Kanäle gemacht.

Weil seit Anfang März die Schleusenwärter streiken, konnten wir aber nicht
die geplante Fleet-Tour machen.

Unglaublich wie viele Kanäle es in Hamburg gibt. Hamburg  hat übrigens die meisten Brücken von allen europäischen Städten. Es gibt mehr Brücken als in Venedig, London und Amsterdam zusammen.

An der Außenalster und teilweise auch an den Kanälen gibt es sehr viele protzige Privatvillen und auch Konsulate.
Die Quadratmeter-Kaufpreise sollen teilweise bei 10.000 Euro liegen.

Zum Abschluss waren wir dann noch im Portugiesenviertel zum Essen.
Im ausgesuchten Lokal kam ein spanischer Gitarrenspieler zu den Tischen.
Man konnte sich dann ein portugiesisches, spanisches oder lateinamerikanisches
Lied aussuchen, das der Spanier auch perfekt rüberbrachte.

Landungsbrücken
Ein letztes Bild von den Landungsbrücken. Hinten links ein großes Fußballtor

Fazit: Trotz des eher schlechten Wetters hat sich der Kurztrip gelohnt. Wir haben sehr viel gesehen und  wollen die Reise vielleicht noch mal irgendwann im Sommer bei besserem und vor allem wärmeren Wetter wiederholen.