USAFreunde

Freitag  der 21 April 2006

Oldies but Goldies on Tour
Ein Besuch im...

logofmh

Besucher sind:
Eva Rüdiger+Rita Eingang Freilichtmuseum Hagen
und...
Kalle an der Cam
Kalle an der Cam

Eingang Freilichtmuseum Hagen
5 € Später war man plötzlich
im Jahre..
1809

Wir waren auch nicht alleine, der ein oder andere Frosch
wollte geküsst werden, aber weder Eva noch Rita hatten das Verlangen,
denn sie hatten ja schon Ihre Prinzen.
Frosch FLM Hagen
An Bächen und alten Häusern vorbei...
bach
Ging es zu...

den Schwerpunkten des Hagener Freilichtmuseums. Er liegt auf der Metallverarbeitung. Erze, Holz und Wasser gehörten bis zur Industrialisierung zu den wichtigsten Standortfaktoren für das Schmiedehandwerk. Dabei handelte es sich zunächst um die Verarbeitung so genannter Nichteisenmetalle, also Gold, Kupfer und Messing. Seit dem Mittelalter stand dann die Eisenverarbeitung im Vordergrund.

 

Was heute von vollautomatischen Maschinen geleistet wird, war um 1900 kraftraubende, schweißtreibende und ohrenbetäubende Handarbeit. Der grosse Sensenhammer in der Sensenschmiede bringt es zum Beispiel auf 105 Dezibel, das liegt 15 Dezibel unter dem Lärm eines Düsenfliegers. So gehörte Taubheit zu den häufigsten Berufskrankheiten.

Auch heute noch ist der Sensenhammer weit im Tal zu hören.

Doch der Sensenhammer ist nur eine der handwerklichen Attraktionen des Museums: Auch Kuhschellen können noch nach "altem Rezept" hergestellt werden; der Goldschmied arbeitet im oberen Museumsbereich, wo sich auch die Huf- und Wagenschmiede befindet.

In weiteren Betrieben zeigt das Museum, wie Messingbeschläge,
 Nägel und Bohrer gefertigt werden.
Schmied bei der Herstellung eines Nagels
wehr

Aus dem Vollen schöpfen, das konnten die Papiermacher, wenn die Lumpensammler erfolgreich gesammelt hatten. Denn Papier wurde bis ins 19.Jahrhundert hinein aus gebrauchten Kleidungsstücken hergestellt. Ein unglaublicher Gestank war das, wenn die Lumpen eingeweicht und zerfasert wurden. Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts stieg die Nachfrage nach Papier, es konnten nicht mehr genug Lumpen herbeigeschafft werden. Holz wurde nun allmählich zum wichtigsten Rohstoff.

In grossen, wassergefüllten Bottichen, den Bütten, werden die Lumpenfasern eingeweicht. So entsteht ein flüssiger Brei - die Grundlage für das Büttenpapier. Der Papiermacher schöpft die Fasern mit einem rechteckigen Sieb, dabei entstehen das Wasserzeichen und der Bogen, der auf einer Filzmatte abgelegt wird. Wie das vor sich ging, zeigen die Mitarbeiter im Museum. Büttenpapier gibt es übrigens auch heute noch. Es gehört zu den teuersten Papiersorten.

 

   Bereits im 14. Jahrhundert entstanden die ersten Holztafeldrucke. Es waren die Blockbücher mit Text und Bild. Erst Johannes Gutenberg entwickelte um 1440 das Drucken mit beweglichen Lettern mit den drei Arbeitsschritten:
 1. giessen der Schrifttypen,
 2. setzen der Lettern
 3. drucken.
So konnten Texte schnell zusammengesetzt werden, es entstanden neue Berufe
wie Setzer und Drucker.

Papierherstellung FLM Hagen
haus
In der Geschichte der Gewerbe - vor der Industrialisierung - hatte das Holz einen sehr hohen Stellenwert. Holz war als Rohstoff unentbehrlich und allgegenwärtig: Als wichtigster Energieträger wurde es als Brennstoff in Eisenhütten und zur Glasherstellung verwandt. Selbstverständlich hatte es auch eine grosse Bedeutung im Bergbau, bei der Papierherstellung sowie als Baustoff für Holz- und Fachwerkhäuser.

Typisch für Westfalen waren die Löffelschnitzerei und die Holzschuhmacherei. Die Löffelschnitzerei des Freilichtmuseums stammt aus dem westfälischen Wunderthausen im Wittgensteiner Land.

Zur Löffelschnitzerei verwendet man das Stammholz von Buche oder Ahorn. Auf die entsprechende Länge gesägt, höhlt der Schnitzer den Löffel nach einer selbstgefertigten Schablone mit einem Hohlmesser aus. Anschließend wird der Löffel mit einem anderen Messer geschabt und poliert. Diese Aufgabe übernahmen zumeist Frauen und Kinder.

   Für die Holzschuhe wird ein Holzblock - aus Pappeln oder Weiden - auf die gewünschte Schuhlänge geschnitten. Der Holzschuhmacher formt den Rohling und macht dann mit dem sogenannten Pfahlmesser die Schnitzarbeit. Zuerst erhält der Schuh die äußere Form. Eingespannt in die Werkbank, höhlt der Schuhmacher schließlich die Schuhe aus und formt die Innensohlen mit dem Räumhaken und dem Formmesser. Gelegentlich schmücken die Holzschuhe auch Zierschnitzereien.

Sägewerk FLM Hagen

 

Die beiden Werkstätten wurden
 in einem der ältesten Fachwerkhäuser
 Hagens errichtet, das bis zu Beginn
des 20. Jahrhunderts noch als
Schreinerei genutzt und in
den sechziger Jahren im
Freilichtmuseum
 wieder aufgebaut wurde.

 

 

 

Neben der Nahrung gehört natürlich auch die Kleidung zum menschlichen Grundbedürfnis. Pflanzliche Naturfasern und Tierhäute waren die "Rohstoffe", aus denen Kleidung hergestellt wurde. Dadurch entstanden einige der ältesten Handwerke: die Gerberei und die Kürschnerei.

Die Pelzverarbeitung folgte im 19. Jahrhundert dem Modetrend, Pelze nicht mehr rein als wärmendes Innenfutter zu verwenden. Erstmals in Paris trugen Herren der vornehmen Gesellschaft Mäntel mit dem Pelz nach außen. Auch Pelz-Muff oder Pelz-Mütze setzten sich als modisches Accessoire durch. So gehörten die Pelzgerberei und die Kürschnerei seinerzeit zu den lukrativsten Gewerben.

 

In einem Wohnhaus aus Wetter, das seit 1974 auf dem Museumsgelände steht, sind die Weißgerberei der Firma Hartmann & Sohn aus Herdecke sowie die Kürschnerwerkstatt der Familie Wolff aus Hagen eingerichtet.

Mit der Einfuhr des Färbematerials Indigo nach Europa etablierte sich die Blaufärberei im 16. Jahrhundert als traditionelles Druckverfahren für Stoffe. Die Blaufärberei ist in einem im 18. Jahrhundert ursprünglich in Hohenlimburg erbauten Wohnhaus untergebracht.

In der Werkstatt demonstrieren Museumsmitarbeiter das Verfahren:

Eine farbabweisende Masse wird mit Druckformen auf den Stoff aufgedruckt. Beim anschließenden Färben mit Indigo bleibt das Muster weiß stehen.

Auf dem Museumsgelände finden man darüber hinaus noch eine Sattler-, Polster- und Schumacherwerkstatt sowie die Seilerei. Die Seilerbahn im Gebäude des Freilichtmuseums ist 72 m lang und entspricht damit der Ausstattung einer mittelgroßen Handseilerei.

Seilerei
gerben
werkstatt
Voller Arbeits-Eindrücke kommt auch
der kleine Hunger nicht zu kurz...
wuerstchen
Das Fernsehen hat schon auf uns gewartet und
wer den WDR3 kennt, kennt auch dieses Auto
“daheim & unterwegs - unterwegs in NRW“

Morgan WDR3 daheim und unterwegs

Morgan

daheim+unterwegs im FLM Hagen

So langsam lassen wir den Tag ausklingen
und wie man sieht...
gut gehts mir. O-Ton Eva ;-)
Es hat gefallen und es ging zurück...
eva-rüdiger-rita
nach...
dortmund

dortmund