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Urlaub in Washington und British Columbia
Reisebericht vom 24.6.-7.7.2004 von...Susanne
1.Woche-1.Tag Donnerstag, 24. Juni 2004
Morgens um 7:30 Uhr gehts los in Richtung Frankfurt. Ohne Stau erreichen wir das NH-Hotel, wo mein Auto für die Dauer unseres Urlaubs stehen soll. Ein Shuttle bringt uns dann zum Flughafen. Bei der Sicherheitskontrolle muß mein Rucksack mehrmals durchleuchtet und dann komplett ausgepackt werden. Na klasse, fängt schon gut an... Der Grund war ein Kugelschreiber ... Ansonsten geht alles schnell und reibungslos, Wir müssen weder unsere Schuhe ausziehen oder uns sonst irgendwelcher Kleidungstücke entledigen.
Nach 8 Stunden haben wir New York und weiteren 5,5 Stunden Seattle erreicht. Die Koffer geholt und schnell zur Alamo Station. Man wird langsam müde. Wir schleppen uns zur Alamo-Station. Die nette Frau am Schalter hat uns, vielleicht um unsere Laune zu verbessern, als Upgrading einen nagelneuen, blauen Jeep Liberty überlassen. Toll !
Gegen 24.00 Uhr sind wir endlich bei Gabi angekommen. Nach einer herzlichen Begrüßung haben wir noch ein Stück Pizza verdrückt und sind dann ins Bett gefallen.
Wetter: ca. 27° C, Sonne
1.Woche-2.Tag Freitag, 25. Juni 2004
Ich bin früh wieder wach. Der Jet-Lag. Wir treffen uns mit Gabis Schwester Gina bei Shari’s zum Frühstück. Es gibt ein riesen Hallo ! Wir haben uns vor drei jahren zum letzten Mal gesehen. Nach dem Frühstück ist Erny erst mal selig und vollgefuttert.
Danach machen wir uns auf den Weg nach Seattle. Das Museum of Flight steht auf dem Plan. Ich war schon mal dort. Einiges hat sich verändert oder ist hinzugekommen. Wir haben das Vergnügen mal eine Concorde von Innen zu sehen. Na wenn wir schon nicht damit fliegen können ... Das Museum ist sehr nett gemacht und obwohl schon einige Flugmuseen gesehen, gefällt es uns sehr gut. Ein neuer Teil widmet sich der Personal Courage Wing. Kriegsflugzeuge aus dem 1. und 2. Weltkrieg. Für mich etwas zu glorifiziert. Ich mag mich nicht schämen, dass ich Deutsche bin.
Erny würde gerne einen 20 minütigen Rundflug in einem offenen Doppeldecker machen, aber da es am Boden schon windig ist, möchte ich meine Frisur nicht mit einem Flug in luftiger Höhe ruinieren....
Der Tag ist noch jung und es scheint die Sonne. Also machen wir uns nach Downtown auf zur Space Needle. Leider ist es über dem Mount Rainier bewölkt und wir können ihn nicht sehen. Schade.... Aber wir sehen, wo das Hausboot von Tom Hanks steht in „Sleepless in Seattle“. Herz, was willste mehr...
Seattle ist sehr schön und hat, wie ich finde, einen gewissen Flair. Wir schlendern noch gemütlich durch die Strassen und machen Abstecher in das eine oder andere Geschäft. Wir suchen uns einen strategisch günstigen Parkplatz, der auch noch zu bezahlen ist, zwischen der Riverfront und Safeco Fields, wo wir uns abends das Baseball-Spiel der Seattle Mariners gegen Padres San Diego ansehen. Nachdem wir uns einige Futterkrippen ansehen, die nicht sehr vertrauenswürdig sind, entscheiden wir uns fürs Fishermen’s, wo ich schon mal war. Der frische Lachs ist köstlich und wir sitzen in der warmen Sonne am Wasser. Die Welt ist schön....
Unsere Plätze im Stadion sind schnell gefunden. Mitten in der prallen Sonne, die um 19.00 Uhr noch sehr viel Kraft besitzt. Kein Wunder, dass sie billig waren... Das Stadion ist nicht ausverkauft. Die Mariners spielen im Moment eher schlecht. Nach der Hymne geht es los. Also, so recht haben wir das Spiel nicht verstanden, haben aber immer mitgejubelt, wenn die anderen gejubelt haben. Wenn Erny meinte etwas verstanden zu haben, wurde aber immer durch unverständliche Spielzüge eines Bessern belehrt... und plötzlich wars aus. Haben wir gar nicht bemerkt. Entweder wir lassen uns mal die Regeln erklären oder wir gehen zum Football (wobei wir da die Regeln auch nicht kennen...). Auf jeden Fall haben die Mariners wieder mal verloren... Interessant war es aber.
Ungefähr eine Million Autos haben mit uns den Parkplatz verlassen und wir brauchen fast eine Stunde, um die Stadt verlassen zu können.
Um 23.00 Uhr sind wir wieder zuhause. Gabi schläft schon. Die Katzen nicht ....
Wetter: ca. 28° C, Sonne
1.Woche-3.Tag
Samstag, 26. Juli 2004
Wir versuchen Peter und den Rest der Truppe telefonisch zu erreichen. Irgendwie will es nicht gelingen. Mit Tricks komme ich dann doch zu ihm durch. Wir verabreden uns für nachmittags in Seattle.
Schon am frühen morgen ist es angenehm warm. Wir fahren mit Gabi nach Lakewood, wo wir schon zum Frühstück Lachs und Shrimps schlem-men. Nach einem kurzen Abstecher ans Wasser und einen Blick auf die Narrow Bridge bringen wir Gabi nach Hause und düsen wieder nach Seattle.
Der Hammering Man am Art Museum, diverse Shops und der Pike Place Market müssen für unsere Besichtigungstour herhalten. Erny hat den scheinbar einzigen Hot Dog Stand in Seattle aufgespürt. Immer der Nase nach ...
Gegen 15.00 Uhr treffen wir Peter, Nicole, Holger und Ela aus der „Selbsthilfegruppe“ an „Seattle’s Best Coffee“ am Pike Place Market. Die Welt wird immer kleiner... Die Vier haben einiges zu berichten und es war sehr nett sie zu sehen. Nach einigen Fotos haben sich unsere Wege wieder getrennt. Wir sind langsam wieder zum Auto und begeben uns auf die Heimfahrt.
Abends sind wir mit Gina, Nick und Gabi bei TJI Friday zum Dinner verabredet. Erny genießt seinen ersten Hamburger in diesem Urlaub. Ich hatte Chicken. Sehr lecker....
Wetter: ca. 28° C, Sonne
1.Woche-4.Tag
Sonntag, 27. Juni 2004
Gabi macht uns an diesem Morgen Frühstück. Dafür, dass sie praktisch nie kocht, ist es sehr gut. Scrambled Eggs, Speck und English Muffin. Yummy…
Unser Sachen sind gepackt, Gabi gibt uns noch eine Kühltasche mit Getränken und Fressalien mit (damit wir nicht verdürsten und verhungern..), dann geht es los in Richtung Kanada. Wir haben Zeit und entschließen uns deshalb hinter Seattle die Interstate bei Everett zu verlassen und über Whidbey Island zu fahren. In Everett werfen wir noch wehmütig einen Blick über die Zäune der Boeing Werke. Es ist Sonntag und geschlossen.
Mit der Fähre setzen wir rüber zur Insel. Natur pur. In Coupeville machen wir Halt und begeben uns zur Nahrungsaufnahme an einen Hot Dog Stand. Nicht, dass wir schon wieder Hunger haben – sie rochen einfach verlockend... Um der Völlerei eins drauf zu setzten, schiebe ich noch ein köstliches Eis hinterher. Coupeville ist die zweitälteste Siedlung des Bundesstaates Washington und wurde 1852 gegründet. Der Stadtkern besteht aus schönen alten und kleinen Häuser. In den meisten sind Kunstgewerbe-Geschäfte untergebracht.
Weiter geht es zum Decreption Pass., eine enge von starker Meeresströmung beherrschte Durchfahrt zwischen Whidbey und Fidalgo Island. Die Aussicht von den Brücken ist berauschend und wir können uns kaum von dem Anblick trennen.
Nach einigen Einreiseformalitäten passieren wir die Grenze nach Kanada zügig und sind am frühen Abend in Vancouver. Das Silvia Hotel, das Anja uns empfohlen hat, ist auch schnell gefunden, direkt am Strand an der English Bay. Wir machen uns etwas frisch und fahren zu Anja und Keith, die schon auf uns warten. Endlich lernen wir auch Lina kennen, die Tochter der beiden, die ein paar Tage zuvor ihren ersten Geburtstag gefeiert hat. Keith grillt Wild-Lachs – wir sind in Kanada ! Köstlich...
Wetter: ca. 28° C, Sonne
1.Woche-5.Tag
Montag, 28.Juni 2004
Wir begeben uns auf eine Selfguiding-Tour durch Vancouver. Mit den Unterlagen einer Trolley-Tour fahren wir die Strecke mit Stops ab. In Gastown übermannt uns der Hunger auf ein Frühstück. Im Cafe Luna werden wir fündig und bestellen Kaffee, Paninis und Thuna-Sandwich. Weiter geht’s durch die Stadt in den Stanley Park. Wir lassen das Auto stehen und laufen durch den Park zu den Totem-Pfählen. Auf unserer Tour kommen wir wieder am Hotel vorbei, wo das Auto geparkt wird. Wir laufen am Strand entlang zur Anlegestelle für die Wassertaxis und setzen rüber nach Grandville Island, wo wir Anja treffen sollen. Nach einen kleinen Snack zur Stärkung machen uns auf den Weg zurück zum Hotel, um das Auto zu holen. Anja will mit uns zum Cypress Provincial Park. Über West-Vancouver geht’s in die Berge. Am ersten Aussichtspunkt halten wir. Von dort kann man über ganz Downtown-Vancouver und das Fraser Valley sehen. Grandios ! Wir fahren noch höher, lassen das Auto stehen und wandern einen Trail entlang. Kein Mensch dort, nur die Natur und wir. Leider sehen wir keinen Bären, nur Bärendung.
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Es geht zurück in die Stadt nach Gastown
und wir machen Pläne für ein gemeinsames Abendessen. Lina macht uns einen Strich durch die Rechnung und Keith kann nicht kommen. Also zurück zum Hotel und von dort zu Fuß ins „Boathouse“ direkt an der Bay. Wir bringen Anja nach Hause und verbringen den Abend am Strand. Mit uns warten Hunderte auf den Sonnenuntergang. Einfach nur schön.
Fazit, wieder mal ein toller, warmer Tag, aber ich habe jetzt einen Sonnenbrand und drei Blasen an den Füssen...
Wetter: ca. 28° C, Sonne
1.Woche-6.Tag
Dienstag, 29. Juni 2004
Bei Anja und Keith gibt es Frühstück heute. Danach verlassen wir Vancouver schweren Herzens wieder. Der Abschied von Keith und Anja fällt nicht schwer, weil sie einen Tag nach mir für 6 Wochen nach Deutschland kommen.
Wir fahren mit der Fähre von Tsawassen nach Swartz Bay auf Vancouver Island. Die Überfahrt ist sonnig aber frisch. Wir passieren kleine und grössere Inseln und sehen den Seehunden im Wasser zu.
In Victoria, der Hauptstadt von British Columbia, parken wir im Empress Hotel. Leider können wir uns nur einen Parkplatz und kein Zimmer dort leisten... Wir machen uns auf den Weg zur Tourist Information, wo wir uns nach einem Zimmer erkundigen. Die Dame dort empfiehlt uns das Days Inn außerhalb von Downtown. Klasse, nehmen. Peter und Co. haben dort auch genächtigt und fanden es gut. Wir laufen noch ein wenig durch den Inner Harbour und machen eine Führung durch das Parliament Building. Am späten Nachmittag checken wir ins Hotel ein. Das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut – unser Zimmer ist schön. Nach einer kleiner Ruhepause für Erny und Kartenschreiben für mich, fahren wir zurück nach Downtown. Wir laufen noch ein wenig durch die Strassen und entscheiden uns dann für ein Dinner in der Spaghetti Factory. Wir nehmen noch einen kleinen Schlummertrunk in einem Pub und fahren zurück zum Hotel.
Wetter: ca. 25° C, Sonne
1.Woche-7.Tag
Mittwoch, 30. Juni 2004
Morgens fahren wir los den Westcoast Highway entlang. Haben uns ein wenig mehr davon versprochen. Man sieht das Meer vor lauter Bäumen nicht. Wir fahren bis Port Renfew, wo wir gegen 12.00 Uhr endlich etwas zum Frühstücken finden. Mir ist mittlerweile durch die vielen Kurven schlecht und wir beschließen, dass ich weiter fahre. Bis dahin war die Fahrt ziemlich unspektakulär. Außerdem ist es kalt geworden. Der Körper schreit nach Socken, Pullover und langen Hosen. Und Port Renfew ist auch nicht spannender. Ein Supermarkt, ein Cafe und ein paar Häuschen, die aussahen als hätten sie schon bessere Zeiten erlebt. Ich fahre also weiter. Und das ist gut so, denn die Strasse ist jetzt unbefestigt und es macht Spass die Dirt Road zu fahren. Erny ist etwas neidisch, aber mir ist ja schlecht... Rechts und links sehen wir abgeholzte Waldhänge. Kein Problem, wenn man wieder aufforstet, was aber nicht ganz so aussieht. Die Strasse oder wie man es nennen will, wird immer schlechter. Haben wir genug Wasser und Nahrungsmittel dabei, falls wir liegen bleiben ?? Als wir endlich wieder auf befestigte Wege stoßen, ist von dem blau unseres Autos nichts mehr zu sehen. Überall Staub.
Wir kommen zum Lake Cowichan, wo es sehr heiß ist. Also Socken, Pullover und lange Hosen wieder ausziehen. Am Visitor Center lassen wir uns über die Gegend aufklären und entscheiden uns dafür weiter zu fahren. Das Örtchen Duncan hört sich vielversprechend an. Duncan – die City of Totem Poles. Wir sehen auch einige und machen ein Päuschen. Eis essend sitzen wir auf einer Wiese und genießen die Wärme.
Vergeblich suchen wir die im Reiseführer beschriebene Native Heritage, wo wir mehr über das Leben der Natives erfahren wollten. Auch als wir nachfragen, werden wir nicht fündig. Kennt kein Mensch hier. Scheinbar ist es wohl nicht so sehr bekannt... oder interessant.
Also zurück nach Victoria, wo wir die 19.30 Uhr Fähre nach Port Angeles nehmen wollen. Wir checken zeitig ein. Man muß sowieso 1,5 Stun-den eher da sein und außerdem spart man weitere Dollars für einen Parkplatz. Wir gehen nochmals durch die Straßen und Hafen von Victoria als es Zeit wird zum Auto zurück zu kehren. Wieder mal füllen wir eine Zollerklärung aus und können dann aufs Boot. Die Überfahrt ist sehr wellig, was mir wieder leichte Übelkeit bereitet. Gut, daß wir nicht beim Whale Watching waren...
Wir haben uns die Einreise problematischer vorgestellt. Nur ein freundlicher amerikanischer Zollbeamter fragt uns über unsere Absichten aus und weist uns den Weg zu den Motels. Es ist inzwischen 21.30 Uhr und es ist fast dunkel. Wir entscheiden uns für das Portside Inn. Glück gehabt, es erweist sich als sehr schön und wir bekommen sogar noch einen 10% Rabatt für das letzte Nichtraucherzimmer. Der nette Mann an der Rezeption empfiehlt uns auf unsere Frage hin, wo wir so spät noch speisen können, das Restaurant nebenan, „The Bushwhacker“ und ruft sogar noch dort an, damit sie ihre Töpfe für uns stehen lassen. Wieder gibt es Lachs. Erny meint, er sehe schon aus wie ein Fisch, was ihn aber nicht davon abhält eine Fischplatte zu bestellen.
Wetter: ca. 27° C, Sonne, an der Küste nicht mehr wie 18° C, aber auch sonnig
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