USAFreunde



USA - Südwesten / Juni 2005
Flitterwochen von Melanie und Robin

hochzeit

1.  Stuttgart > Santa Ana / Los Angeles
Nach vielen Stunden Vorbereitung und Reiseplanung, Recherchen im Internet und
in zahlreichen Reiseführern haben wir bereits im Januar unsere Reise gebucht.
Wir wollten nicht in Los Angeles direkt landen, weil wir einen Freund im Süden
von LA haben und der uns vom Flughafen abholen wollte - und da der John Wayne Airport in Orange County nur etwa 10min von seiner Wohnung entfernt ist, haben wir uns für einen Flug mit Delta Airlines über Atlanta entschieden. Aufgrund der frühen Buchung konnten wir uns für unseren Mietwagen bei Alamo (viertriger Intermediate) einen satten Rabatt sichern.
Wir haben die Reiseroute festgelegt und somit auch alle Hotels und Motels vorgebucht.
Ich wollte einfach nicht zu viel Zeit mit einer Suche nach einer vernünftigen Bleibe verbringen.An einigen Orten hat sich das auch bezahlt gemacht, weil die guten Quartiere ausgebucht waren.
Unsere Nachbarn waren so freundlich, uns am 1. Juni zum Flughafen zu fahren.
Um in Stuttgart in das Flugzeug zu gelangen, wurden wir zweimal kontrolliert, beim zweiten Mal sogar mit Schuhe ausziehen. Meine Kameras wollte aber niemand sehen! Der Flug mit Delta nach Atlanta war angenehm, aber nicht wirklich toll, da die Technik (Kopfhöreranschluss, Fernsehbild) ziemliche Macken hatte. In Atlanta wurden wir noch einmal kontrolliert, ebenfalls mit Schuhe ausziehen. Dies steht im krassen Gegensatz zum Rückflug, wo wir nur in Los Angeles kontrolliert wurden.
(In der Kameratasche hatte ich übrigens noch eine brennbare Flssigkeit....)
Also, wenn jemand in Amerika was anstellen will, muss er  wohl in den USA an Bord gehen

In Atlanta hat es ganz schn geregnet, doch je mehr wir nach Westen kamen, desto schöner wurde es. Meine Frau flog das erste Mal mit einem Flugzeug, und war wirklich begeistert, obwohl sie vor dem Flug ganz schön aufgeregt und ängstlich war.
In Santa Ana holte uns mein Freund John vom Flughafen ab -
das Wetter war angenehm, aber es war bewölkt.
Am nächsten Morgen durften wir unseren Mietwagen abholen, ein goldener
GrandAm, der im Kofferraum nur mit Mühe und Not unsere beiden Koffer und
zwei Taschen aufnehmen konnte - aber es ging.
Nachmittags haben wir uns dann noch mit Proviant eingedeckt, das wir u. a. in einer von unserem Freund geliehenen Eisbox auf dem Rücksitz untergebracht haben - so hatten wir auf der Reise immer kühle Getränke und Lebensmittel. Alternativ kann man solch eine Box auch recht günstig erwerben - es lohnt sich wirklich, da man Eis zum Kühlen ja überall bekommen kann.



2. Los Angeles > Grand Canyon
Am Freitagmorgen haben wir uns dann auf den Weg nach Las Vegas gemacht und sind unterwegs in Barstow zum Shoppen gewesen. Die Outletcenter dort sind aber letztendlich nicht so toll, wie die in Las Vegas oder Gilroy, die wir später besucht haben.
In Las Vegas war nur Übernachtung angesagt. Wir waren etwas außerhalb in den "Tuscany Suites and Gardens". Sehr angenehm, große Zimmer und nicht so anonym, wie ein riesiges Hotel, obwohl die Anlage sehr groß war. Das Essen im Hotelrestaurant war lecker und wurde mit einem 10$-Gutschein gesponsert. Am nächsten Morgen machten wir uns bei schönem Wetter auf, den Hooverdamm zu überqueren und über die Route 66 zum Grand Canyon zu fahren. Der Hooverdamm hat uns eher enttäuscht - ist halt Beton. Interessanter waren da schon die Schilder mit den Tierchen (Reh, Elch etc), die nun überall auftauchten und uns im Lauf der Reise immer wieder zu Witzen bewegten. Denn dort, wo die Schilder waren, konnten wir nie Tiere sehen - nur immer da, wo man es nicht unbedingt erwarten konnte. Die Route 66 sind wir nur das Stück bei Seligman gefahren, wo wir auf Souvenirjagd gingen und auch zu Mittag gegessen haben (u.a. labberige Pommes).
 Das teuerste Eis unseres Lebens kauften wir dann noch an einer Tankstelle - zwei Eis aus dem Tiefkühlfach für 8 Dollar!!

 



3DCD10F9_Seite_02_Bild_0001


Die Ankunft im Grand Canyon war so gegen 15 Uhr - trotz Zeitumstellung waren wir so früh da. Unser Quartier war die Yavapai Lodge, etwa 15 min vom Canyonrand entfernt (empfehlenswert, aber recht teuer). Es war auf unserer Reise die einzige Unterkunft, die bei unserer (zugegeben zu frühen Ankunft) noch nicht bezugsfertig war. Also haben wir nachmittags eine kleine Wanderung zum South Rim gemacht. Natürlich haben wir uns nach Bezug des Quartiers am Abend den Sonnenuntergang angesehen. Nachdem die Sonne weg war, wurde es sehr schnell kühl, und beim Sonnenaufgang war es ekelhaft kalt, sodass Melanie kurz davor noch im Auto verweilte.
Der Sonnenaufgang ist aber bei weitem nicht so schön gewesen, wie der Untergang.

Bild2500


3. Grand Canyon > Chinle
Auf dem Weg vom Grand Canyon nach Süden (Flagstaff) machten wir einen lohnenden Umweg in das Wupatki Nat. Mon. (indianische Ruinen) und Sunset Crater (vulkanische Gegend). Auch wenn man anfangs eine recht öde Landschaft durchquert, machen doch die schneebedeckten San Francisco Mountains im Hintergrund jeden neuen Blick interessant. Man kann sicher ein bis zwei Tage in dieser Gegend verbringen, wenn es nicht zu heiß ist. Für uns war allerdings nur die Durchfahrt angesagt, und außerdem blies ein extrem starker Wind, der uns die nächsten Tage begleitete.
Über Flagstaff ging es dann zum Meteor Crater. Ich wollte dieses riesige Loch, das wir schon vom Flugzeug aus sehen konnten, unbedingt besichtigen. Als größte Abzocke unserer Reise empfanden wir die 12 Dollar Eintritt pro Person, um ein Loch in der Erde zu sehen. Na gut, man hat ein riesiges Besucherzentrum gebaut, mit Ausstellungen und Kinofilm - aber die Hälfte des Preises hätte es auch getan. Weiter ging es Richtung Holbrook, noch mit Zwischenstopp an einer Trading Post am Freeway - doch auch hier, viel zu hohe Preise.
In Holbrook waren wir schon am Nachmittag und konnten glücklicherweise im Wigwam Motel einchecken, wo wir ein deutsches Paar trafen, das mit dem Motorrad unterwegs war. Ich fuhr am späten Nachmittag noch allein in die Painted Desert, um ein paar Fotos zu schießen - der Wind dort war fürchterlich.

3DCD10F9_Seite_03_Bild_0001
 
Das Wigwam Motel ist nicht gerade ein tolles Motel, was Ausstattung und Komfort betrifft, aber mal in einem Wigwam zu schlafen, vor dem ein Oldtimer steht - warum nicht. Es war eins der wenigen Motels, wo wir abends noch draußen sitzen konnten, um ein Schlückchen kalifornischen Wein zu trinken. Zu Essen waren wir bei einem Mexikaner, der im Internet oft gelobt wurde - doch der war eher schlecht.
Am nächsten Morgen fuhren wir in den Petrified Forest, um uns die versteinerten Bäume und die indianischen Felsmalereien/Ruinen anzuschauen. Das sollte man einmal gesehen haben, aber es zieht mich sicher nicht mehr dort hin. An einem historischen Punkt passierte es dann: meine Frau knickte um, weil sie ein paar Leuten auf dem schmalen geteerten Weg ausgewichen ist. Die Park Ranger waren schon vor Ort sehr zuvorkommend und haben ihre Hilfe angeboten. Wir fuhren aber selbst zum Visitor Center und baten dort um Hilfe.
Nachdem wir uns von einem Park Ranger einen Verband und Eis geben ließen, hat er uns auf unserer Route ein Indianer-Hospital in Gonado empfohlen, wo wir zur Sicherheit den Fuß röntgen lassen sollten etc. Die ganze Aktion im Hospital, wo wir übrigens erstmal eine halbe Stunde Angaben über unsere persönlichen Daten machen durften (incl. Arbeitgeber), kostete etwas über 250 Dollar und dauerte etwa 3 Stunden - da hat sich die Reisekrankenversicherung schon gelohnt. Die von mir geforderten Unterlagen (Röntgenbilder) haben wir bis heute noch nicht erhalten. Der Service war übrigens überaus freundlich; letztendlich war es nur eine starke Bänderdehnung, die meine Frau für die nächsten drei Tage beim Gehen stark einschränkte, weswegen ich ein paar Sachen allein machen musste. Somit kamen wir leider auch etwas später in Chinle im Holiday Inn an (sehr empfehlenswert, auch sehr gutes Restaurant, allerdings mit der schlimmsten Chlor-Cola meines Lebens). Den North Rim machte ich dann noch allein so gegen 4:30 pm. Es hat sich gelohnt, auch wenn der Canyon teilweise im Schatten lag. Diese grandiosen Aussichten in den Canyon, einfach superb (der erste Punkt ‚Ledge Ruin Overlook’ war leider gesperrt).
Dazu gab es noch einen höllischen Wind,
 die vielen blühenden Kakteen und das golden glänzende Gras in der Abendsonne!

3DCD10F9_Seite_04_Bild_0001



4. Chinle > Moab
Am nächsten Morgen gab es dann ein verkürztes Programm am Südrand des Canyons. Was könnten die Indianer hier Geld verdienen, wenn sie Eintritt verlangen würden… Wir machten uns dann auf dem Weg zum Monument Valley, wobei wir die größere Hauptstrasse bei Many Farms verließen, um über Rough Rock und Chilchinbito nach Kayenta zu fahren. Eine empfehlenswerte Strecke mit wenig Verkehr und netten Aussichten. Wir machten einen Abstecher auf die beim Monument Valley liegende Trading Post, die von Touristen übersät war. Das Valley selbst ließen wir aus, weil wir ziemlich kaputt waren und es noch Wäsche zu waschen gab. Als wir dann in Mexican Hat unser Motel (direkt am Fluß) erreichten, trafen wir wieder die Motorradfahrer aus Deutschland - die Welt ist klein! Abendessen und Frühstück gab es in dem Cafe am Motel (war ganz gut, vor allem auch günstig und das Indian Fry Bread.... hmmmm, fettig und süß).
Nun stand die Strecke über Goosenecks, den Mokee Dugway und The Needles Overlook nach Moab an. Die Goosenecks sollte man mal gesehen haben, aber letztendlich ist diese Stelle des San Juan River nur eine sehr extreme Ausprägung vieler anderer Flußcanyons des Südwestens. Viel geiler war der Mokee Dugway, ein Stück Schotterstrasse das sich die Klippen hinaufschlängelt, und wo man einen Wahnsinns-Blick auf das Valley of the Gods und in der Ferne auch das Monument Valley hat. Sicher ist diese Stelle auch etwas für eine Aussicht am Abend. Ich war da nun schon ein zweites Mal am Morgen.
Weiter ging es durch ein großes Waldgebiet, vorbei an den Bears Ears (markante bewaldete Hügel). Natural Bridges haben wir ausgelassen, weil ich da schon mal war und es nicht so interessant fand. Da wir wieder mal gut in der Zeit waren, beschlossen wir, gegen Mittag zum Needles Overlook zu fahren. Das war eine gute Entscheidung. Weil es eine lange Sackgasse bis dorthin ist, war der Aussichtspunkt über die Canyonlands recht leer, oder besser, wir waren sozusagen allein. Leider ist der Punkt mittags nicht sehr attraktiv, vor allem zum Fotografieren nicht. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass man dort grandiose Sonnenuntergänge erleben kann.
Als wir in Moab ankamen, wurde das Wetter schlechter - Wolken zogen auf. Der lokale Supermarkt hat zum Vergleich zu 2000 reichlich an Angebot zugelegt! Unser Quartier war das Best Western Greenwell Inn für zwei Nächte. Unser geplanter Besuch des Delicate Arch am Abend musste aufgrund des Wetters ausfallen - keine Sonne mehr (ein echtes Trauerspiel). Abendessen gab es bei Eddie McStiffs Pizza - hervorragend gut!


5. Moab > Torrey
Das Frühstück am nächsten Morgen im Pancake-house war eher nicht so gut, entgegen der Lobhuldigungen im Internet.
Es folgte ein Tag im Arches NP, die Wolken rissen ein wenig auf, sodass mir ein paar recht schöne Fotos gelungen sind. Wir konnten noch einer Frau helfen, die beim Parkplatz des Devils Garden Trail ihren Mann 'verloren' hatte. Der saß irgendwo auf einem Stein am Trail und wartete auf sie, und war ganz überrascht, als wir ihm mitteilten, dass sie bereits am Parkplatz auf ihn wartet. Am Nachmittag stand Shopping auf dem Programm und das Hoffen auf das Wetter, um am Abend zum Delicate Arch zu gehen, doch daraus wurde leider wieder nix - naja, dann das nächste Mal! Bei irgendeiner Moab T-Shirt-Company haben wir für etwa 100 Dollar eingekauft - später habe ich dann gemerkt, dass der Coupon, den ich aus einer Werbung vom Supermarkt hatte, genau für diesen Laden 15% Rabatt offerierte - MIST - ich hab’s nicht gemerkt, weil der Laden irgendwie zwei Namen hatte.

3DCD10F9_Seite_05_Bild_0001


Das Abendessen gab es beim 'Fiesta Mexicana' ganz in der Nähe, das echt spitzenmäßig war (auch nett eingerichtet!). Am nächsten Morgen ging es zunächst zum Dead Horse Point. Es war windig und recht wolkig, die La Sal Mountains waren leider nicht zu sehen. Ein kurzer Anruf in Deutschland versicherte uns aber, dass wir trotzdem besseres Wetter hatten als die Daheimgebliebenen.


3DCD10F9_Seite_06_Bild_0001

Auf der Fahrt Richtung Green River kamen wir dann durch ein mächtiges Gewitter. Na Prima - ist zwar schön in der weiten Landschaft mal ein Gewitter zu erleben, aber das musste ja auch nicht unbedingt sein. Auf dem Weg zum Goblin Valley besserte sich das Wetter aber gewaltig, so dass Hoffnung aufkam. Das Goblin Valley ist ein Paradies für Kinder. Man kann sich einfach durch die Steinformationen hindurchbewegen und sich phantastische Gebilde anschauen. Trotz des hohen Sonnenstandes war es recht interessant. Interessant auch, dass dort eine komplett geteerte Strasse hinführt.... irgendwo hatte ich anderes gelesen! Weiter ging es Richtung Capitol Reef. Ich finde die Strecke dorthin auf der 24 recht interessant. Im Capitol Reef wurde es aber etwas unangenehm - überall waren Schwärme von kleinen nervigen Fliegen - was auch an der Front unseres Autos sichtbar war. Immer, wenn ich mal das Auto verließ, um etwas zu fotografieren wurde ich attackiert... nichts wie weg hier. Also fuhren wir zu unserem Motel (Best Western Capitol Reef Resort) und legten uns noch an den Pool. Hier gab es keine Mücken, aber es war auch recht windig. Abends waren wir gegenüber beim Rim Rock Restaurant zum Essen - echt empfehlenswert!
Der Abend war extrem schön - wir hatten ein Zimmer mit Ausblick auf die Wildnis - und wir konnten draußen sitzen. Erst nach einer Weile bemerkten wir etwa 5m von uns entfernt einen Hasen zwischen den Felsen sitzen, der sich dort auch nicht von vorbeilaufenden Gästen verscheuchen ließ. Auch das Vogelzwitschern war toll - ein Vogel klang echt wie ein klingelndes Handy!


6. Torrey  Bryce Canyon
Der nächste Morgen ließ nichts Gutes erahnen. So erwartete uns nicht nur stürmisches, sondern auch regnerisches Wetter bei der Fahrt nach Boulder. Ein echtes Elend - jetzt bin ich schon ein zweites mal auf dieser Strecke und habe wieder Pech mit dem Wetter. Dafür hatten wir aber Glück mit den Tieren. An einer Stelle konnten wir im Wald eine Horde Truthähne beobachten.
Weiter ging es bei dem elenden Wetter über Escalante Richtung Bryce Canyon. Wir wollten nur noch in unser nächstes Quartier - außerdem war es nicht nur regnerisch, sondern auch recht kühl. In Tropic haben wir zu Mittag gegessen - recht schlecht. Und nachdem wir am Bryce Canyon die Touristen-Shops und das Visitor Center bei strömenden Regen hinter uns hatten, checkten wir in der Bryce Canyon Lodge ein (etwa 600m von Canyon - recht empfehlenswerte Unterkunft). Direkt an der Eingangstür der Unterkunft saß ein großer Nachtfalter.
Dann machten wir eine kurze Fahrt bis zum Ende der Strasse im NP. Immer wieder gab es Regenschauer, und als wir uns auf den Rückweg machten, hat es sogar kurz gegraupelt. Prima. Nach 2h im Zimmer riss aber pünktlich zum Sonnenuntergang der Himmel wieder auf. Schnell die Kameraausrüstung eingepackt und durch die schlammigen Wege zum Canyonrand gehetzt. Melanie ließ ich in der Lodge schlafend zurück.
Die Hetze hat sich dann doch noch gelohnt, auch wenn die nächste Hiobsbotschaft wartete: Navajo Loop Trail wegen Erdrutsch gesperrt.
Das Morgenprogramm gestaltete ich allein. Ich bin aber eher zu früh aufgestanden und durfte dann erstmal mit einem Handtuch die Frontscheibe des Autos freikratzen. Dann ging es zum Sonnenaufgang an den Bryce Point, wo ich der Erste war - doch ich musste noch mal ins Auto zurück, weil es so bitterkalt und windig war, dass ich von noch einen Schlafsack holte, um mich zu schützen. Aber es hat sich gelohnt, zumal in den fernen Tälern noch Nebel lag - das sah einfach toll aus! Und außerdem waren die Wolken weitgehend verschwunden.


3DCD10F9_Seite_07_Bild_0001


7. Bryce Canyon  Springdale
Nach dem Morgenprogramm war ich recht kaputt, sodass wir beschlossen, den Park recht schnell zu verlassen. Wir wollten über Cedar Breaks nach Zion fahren, doch wie sollte es anders sein - am 12. Juni war der Park noch wegen zu viel Schnee gesperrt! Also sind wir irgendwie über die 143 weit nach dem Panguitch Lake nach Süden in Richtung der 14 abgebogen. Eine sehr tolle Strecke - überall Wald und Wiesen - blumenübersät! Auf der 89 Richtung Mount Carmel Junction wurde es dann endlich wärmer. Und ab da hatten wir wieder richtig tolles Wetter - Sonne und Wärme satt!
Nun standen zwei Tage im Zion NP an. Das war für uns dann auch einer der schönsten Parks der Reise. Wir waren im Best Western Zion Park Inn untergebracht - mit der Shuttlebus-Haltestelle direkt vor der Tür. Am nächsten Morgen brachen wir dann zu einer größeren Tour auf, die uns an die Narrows führte und zu anderen kleineren Aussichtspunkten -Angels Landing haben wir ausgelassen - so sicher waren wir mit dem umgeknickten Fuß nicht, dass wir uns das zutrauten.
Auf dem Weg zu den Narrows waren Truthähne, ein Reh mit einem Kitz direkt am Weg und natürlich wieder reichlich dieser kleinen Nagetiere zu sehen. Die Narrows selbst waren wegen dem recht hohen Wasserstand nicht begehbar -leider. Am Nachmittag bin ich dann noch allein zum Canyon Overlook - einer schönen kleinen Wanderung, die oben kurz vor dem Tunnel beginnt. Es war sehr heiß, aber es hat sich gelohnt - immer wieder gab es Blumen zu fotografieren - und ein kleiner kolibriähnlicher Vogel (es war definitiv kein Kolibri), der sich wohl vom Harz der Zapfen ernährte. Hier muss man mit dem Parken etwas Glück haben, denn direkt am Trailhead vor dem Tunnel gibt es etwa nur 8 Parkplätze. Entsprechend wenig Leute befinden sich dann auch auf dieser Wanderung. Zurück im Hotel legten wir uns eine Weile an den Pool und gingen anschließend zum Pizza-Essen.
3DCD10F9_Seite_08_Bild_0001


arrow_links
2 Teil