USAFreunde



Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen.
Uns führte unsere Reise dieses Jahr wieder in unser Lieblingsurlaubsland,
den USA, doch dieses Mal haben wir uns nicht nur auf die
Vereinigten Staaten konzentriert, sondern habe
ich noch einige schöne Plätzchen in Kanada mit eingebaut.
Tja und zum Erzählen haben wir natürlich allerhand und damit
möchte ich jetzt gleich einmal beginnen:


www.usa-freunde.de_Usa_Kanada


****3. August 2009****
WASHINGTON D.C. - USA

Wir versuchen jedes zweite Jahr in die USA zu reisen und das ist auch gut so,
denn schließlich muss alles perfekt vorbereitet sein
und das braucht schon seine Zeit (nein, sparen müssen wir gar nicht ;-D).
Dieses Mal habe ich zum ersten Mal nichts über ein Reisebüro laufen lassen,
sondern habe alles selbst gebucht, Hotels, Mietwagen,
Flug und daher war ich schon sehr gespannt, wie das alles laufen würde.
Zwei Jahre sind also vergangen, in denen wir Hotelbewertungen gelesen,
Ausflugsziele erkundschaftet, Voucher zusammengetragen,
Reisebrochüren angefordert und Fluglinienangebote verglichen haben,
doch endlich war es soweit.

Mein Schwager brachte uns zu einer christlichen Zeit,
nämlich 8.00 Uhr morgens, auf den Wiener Flughafen,
wo wir gegen Mittag eine bis auf den letzten Platz gefüllte Maschine
der Austrian Airlines bestiegen (warum die AUA so dermaßen
in Schwierigkeiten ist, verwundert mich immer wieder).


usa-freunde.de_Wien_Airport


Der Nonstop-Flug verlief problemlos und so sind wir gegen
15.00 Uhr Ortszeit in Washington D.C. gelandet. In der Rekordzeit von
25 Minuten sind wir vom Flugzeug ausgestiegen, zum Zoll gegangen,
eingereist (keinerlei komische Fragen beantwortet),
Koffer geholt und zum Alamo-Shuttel gedüst.
Die Einreise in die USA wird ja oft als ziemlich problematisch beschrieben,
aber wir hatten noch kein einziges Mal Probleme, so auch heuer nicht.
Für die Mietwagenfirma Alamo haben wir uns entschieden,
weil sie recht günstig den Equinox anbietet.
 Da aber fast keine Station
in den USA dieses Auto auch tatsächlich stehen hat,
sind die Chancen recht gut,
gratis auf einen SUV upgegradet zu werden.

 



Das hat auch dieses Mal gut geklappt und wir konnten aus
der SUV Choiceline so aus insgesamt sieben Wagen auswählen.
Da wir dieses Mal nicht vorhatten, irgendwelche Dirt Roads oder
schwierige Strecken zu fahren, haben wir uns für einen
weißen Toyota RAV4 entschieden. Ein geniales Auto,
das ich auch gerne zu Hause haben möchte.
Es hat uns sicher die vier Wochen begleitet und nicht einmal Mucken gemacht.
Platz war in Hülle und Fülle und so konnten wir unsere
zwei Riesenkoffer, zwei Sporttaschen und vier Rucksäcke
gut verstauen und für eine noch zu kaufende Kühlbox war auch noch Platz.

Nachdem wir uns mit dem Auto vertraut gemacht,
unser Hotel in das mitgebrachte Navigationssystem (TomTom 930T)

 



eingegeben und noch mit demPortier von Alamo gescherzt haben,
ging es in Richtung Washington D.C.. Gleich auf unserem ersten
Weg machten wir Bekanntschaft mit dem Mautsystem im Osten.
Ich weiß ja gar nicht, wie viel wir in Mautgebühren abgelegt haben
in den vier Wochen, aber wenig war es ganz sicher nicht.

Nach ungefähr 40 Minuten und dem allerersten Eindruck
vom Washington Monument kamen wir dann in unserem Hotel,
dem Holiday Inn Capitol, direkt hinter dem Air & Space Museum
(das wir aber leider nie von Innen gesehen haben,
was ein Wiederkommen unumgänglich macht) an.
Das Hotel war einwandfrei, die Lage ohnehin perfekt
und da es über einen Kühlschrank verfügte, machten wir uns gleich auf,
um einen Supermarkt zu finden. Nach einiger Sucherei
haben wir auch einen Safeway gefunden und da ich diesen noch
vom Westen her kenne und mich immer geärgert habe,
weil ich kein Mitglied war, dachte ich, der sei wohl überall
in den USA zu finden und ließ mir gleich mal eine Clubkarte ausstellen,
um mir viel Geld in diversesten Orten zu sparen.
Tja, einen Safeway haben wir dann leider nie wieder gefunden,
aber ich hebe die Karte auf,
 im Westen werde ich sie schon wieder brauchen können.

Danach ging es nicht anders und wir mussten noch ins Pool.
Meine Tochter würde im Leben nicht schlafen gehen,
ohne vorher im Pool gewesen zu sein und so machten
wir uns auf den Weg aufs Dach, wo man einen
herrlichen Blick auf das Capitol erhaschen kann.
Endlich ging es dann ins Bett und wir haben
gut bis zum nächsten Tag durchgeschlafen.


****4. August 2009****
WASHINGTON D.C. - USA

An diesem Tag war unser erster offizieller
Urlaubstag, denn es ging auf Entdeckungsreise.
Zuerst spazierten wir gemütlich zum naheliegenden,
im klassizistischen Baustil gehaltene, Capitol,
das wirklich beeindruckend war. Wir besichtigen
die bekannte Westseite, die dem Washington Monument
und noch weiter weg dem Lincoln Memorial gegenübersteht.
Das Capitol ist Sitz des Kongresses und hier
finden Sitzungen des Senates und des Repräsentantenhauses statt.

Washington D.C.0006

 
Von diesem Blickwinkel aus wurde uns aber auch klar,
dass es unmöglich ist, alles, was wir sehen wollten,
zu Fuß zu erreichen, da Washington D.C.
einfach zu weitläufig ist. Daher haben wir
uns ein Ticket für den Hop on, Hop off Bus gekauft
und sind so die nächsten Stationen abgefahren.
Beeindruckt haben uns unter anderem die
mächtigen Memorials der ehemaligen Präsidenten Jefferson,
Roosevelt und Lincoln.


www.usa-freunde.de_Washington D.C
 

www.usa-freunde.de_Washington D.C_6


Hier in Österreich kann man von Glück sagen,
wenn man irgendwo eine Statue bekommt
als wichtiger Staatsmann, aber in den USA ist
eben einfach alles größer, bedeutender, mächtiger!
Nachdem wir unsere Füße auch noch in den Brunnen rund bzw.
inmitten des World War II Memorials gehalten hatten,
gingen wir zu Fuß weiter, um einerseits das
Washington Monument ganz genau unter die Lupe zu nehmen
und andererseits dem Wohnsitz des mächtigsten
Mannes der Welt einen Besuch abzustatten,
dem an der Pennsylvania Avenue 1600 liegende Weißen Haus.
Sowohl von der Vor- als auch von der Rückseite schaut
es genauso aus, wie man es aus all den Filmen bekannt ist.
Ich habe auch nicht erwartet, dass es größer ist,
wie ich oft gelesen habe - beeindruckend ist es allemal.


www.usa-freunde.de_Washington D.C_5
 

www.usa-freunde.de_Washington D.C_2


Von hier aus haben wir dann wieder den Bus genommen
und es ging, vorbei am FBI Building zur Union Station.
Dort haben wir uns von der Atmosphäre des
riesigen Bahnhofes einfangen lassen,
denn der Großteil der Leute kommt hier
nicht her, um etwa zu verreisen oder anzukommen,
sondern um einen Flanier- und Gourmettempel
der besonderen Art zu genießen. Die riesige Halle,
verziert mit Gold, Marmor und zahlreichen Statuen
ist ebenso beeindruckend wie die Geschäfte,
die sich hier aneinander reihen.
Einen Besuch kann ich auf jeden Fall empfehlen,
auch, da an der Vorderseite eine Kopie der
sich in Philadelphia befindlichen Liberty Bell befindet.
Nun war es aber gut mit Sightseeing,
wir haben uns vom Bus direkt vor das
Air & Space Museum bringen lassen und sind
direkt ins Hotel gegangen, wo die Kinder
natürlich noch eine Abschlussrunde im Pool drehen mussten.

Washington ist auf jeden Fall eine Stadt,
die ihresgleichen sucht. Nirgends
sind Sehenswürdigkeiten und Polizisten
so aneinandergereiht, nirgends sonst fahren
Sightseeingbusse im Minutentakt und wirklich
nirgends wird Patriotismus so offen zur Schau
gestellt und gefeiert wie hier.

 
www.usa-freunde.de_Washington D.C_4
 


****5. August 2009****
HARLEY DAVIDSON FACTORY / AMISH COUNTY - USA

Trotz eines kleinen Jetlags waren wir pünktlich beim Auschecken
und haben uns aufgemacht, die den großen weiten Osten zu erkunden.
Unser erstes Ziel lag an diesem Tag in York, Pennsylvania.
Hier gibt es eine große Harley Davidson Fabrik und Führungen
in der Fertigungshalle sind gratis. Da mein Göttergatte
bekennender Harley Fan ist, musste dieser Stopp natürlich sein.
Obwohl wir zuvor alles genau eruiert hatten, hatten wir übersehen,
dass Kinder erst ab 12 Jahren in die Fabrik dürfen. Was also tun,
wenn Claudia und Angelina erst 11 und 9 sind?


 




Ich würde sagen,
das ist ein klarer Fall von Notlüge. Hat auch gut geklappt
und nachdem wir unsere Flip Flops
gegen feste Schuhe getauscht hatten
(wie gut, dass im Auto rund 5 Paar Schuhe für jeden warteten)
ging es nach einem kurzen
 Einführungsfilm los in die „Heiligen Hallen“.


 




Die Führung war wirklich beeindruckend - sogar für mich als
nicht Harley Davidson Fan. Es ist unglaublich,
wie aus einem Stück Blech ein ganzes Motorrad wird.

 
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Danach ging es weiter ins Amish County.
Wir wollten eine Kutschenfahrt direkt zu einer
Working Farm in Pennsylvania machen und da kam uns
Ed’s Budgy Ride gerade recht. Das war vielleicht ein surreales Erlebnis.
Die Hauptstrassen sind völlig vermarktet,
 aber biegt man in eine Seitenstrasse,
sieht es aus wie bei uns,
massenweise Maisfelder und andere Äcker
und zwischen den Riesenvans, die da vorbeidüsen,
der eine oder andere Pferdekutschenwagen.

 



 Einer davon war unserer,
mit einer weiteren Familie aus Illinois sind wir also zu einer
Farm eines Amish Ehepaars gefahren. Die beiden hatten
11 Kinder und alle sind in der Community geblieben.
Es wird hier natürlich sehr viel untereinander geheiratet,
was vor allem gesundheitliche Probleme verursacht,
aber bei ihnen ist alles gut.

 Dennoch ist es der Wahnsinn,
ich könnte das nicht, denn Frauen haben hier keine Stimme,
der Ehemann ist der Master und er und die Söhne müssen
am Tisch zuerst bedient werden. Aber sie scheinen glücklich zu sein.
Wir haben unglaublich viel gelernt und erfahren,
etwa, dass es in 16 US-Staaten Amish Communities gibt,
die nicht, wie oft angenommen, aus Deutschland oder den
Niederlanden kommen, sondern aus der Schweiz.
In Pennsylvania befindet sich die zweitgrößte Anzahl an Amish People,
nur Ohio hat noch einen größeren Amish Anteil.
Die Kinder besuchen zwar eine Schule, aber keine öffentliche.
Sie werden zumeist von einer
unverheirateten Amish-Dame unterrichtet,
diese Sonderstellung der Schulpflicht scheint auch das Überleben
der Amish zu sichern,
denn hier wird nur unterrichtet, was „sein darf“
und Kinder bekommen keinen Zugang zu
wissenschaftlichen Erkenntnissen
oder anderen Lebensoptionen.
Aber wie gesagt, sie scheinen gut damit klar zu kommen
und vielleicht sind sie sogar glücklicher ohne all die
Modernisierungen und digitalen Eindrücke,
denen wir uns kaum erwehren können.


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Genächtigt haben wir als Zwischenstopp in Williamsport,
keine wirklich schöne Gegend,
aber eben gut liegend auf dem Weg in Richtung Norden.



****6. August 2009****
LETCHWORTH STATE PARK, NEW YORK - USA

Nach einem leckeren Frühstück im Fairfield Inn Williamsport,
das ich jedem nur empfehlen kann, ging es weiter
nördlich zum Letchworth State Park. Dort habe ich mich mit
meiner Brieffreundin Sarah, deren Mann Butch und deren
Tochter Angel Rose getroffen. Der Letchworth State Park
ist wunderschön, grün durch die vielen Laubbaume
(was im Herbst ein einzigartiges Farbenspiel zur Folge haben wird)
und gut ausgeschildert. Es ist natürlich sehr gut,
wenn man mit jemandem unterwegs ist, der jährlich zumindest
einmal vor Ort ist und so haben wir die Lower,
Middle und Upper Falls schnell
 gefunden und auch besichtigt.
Während sowohl die Middle und
 die Upper Falls sehr einfach zu erreichen sind,
muss man zu den Lower Falls
knappe 130 Stufen hinunter gehen -
und diese dann selbstverständlich auch wieder hinauf,
aber das klappte ganz gut und die
 Aussicht ist im ganzen Park wirklich traumhaft.

 
Letchworth State Park0001


Letchworth State Park0002


Letchworth State Park0003


Nach einem lustigen und gesprächigen Tag,
 hat uns Sarah
noch zu sich nach Hause eingeladen
und da erfolgte dann die Ernüchterung.
Sie wohnen in einem Haus, besser gesagt in einer
Bruchbude mit 5 Hunden und 4 Katzen.
 Der Geruch dort war kaum auszuhalten,
überall lagen Büschel an Hundehaaren herum
und generell war einfach alles verwahrlost.
Wir waren wirklich geschockt - sogar die Kinder -
aber wir haben tapfer bis 22.00 Uhr durchgehalten.
Danach haben wir uns verabschiedet, um im riesigen
Walmart Supercenter mit 24 Stunden Betrieb einkaufen zu gehen.
Bei Walmart muss man aufpassen. Nur das Supercenter hat alles,
angefangen von Obst und Gemüse, über Gebäck bis hin zu frischer Wurst und Käse.
In den üblichen Walmarts ist das nicht zu finden.

Als wir dann gegen 23.30 endlich in unser
Hotel Best Western Crowne Inn & Suites kamen,
kam der nächste Schock. Hier hat man sich wohl
an Sarah ein Beispiel genommen, denn das Bett
und das Badezimmer waren übersäht mit Haaren.
Nein, nicht einfach ein Haar da und ein Haar dort,
sondern wirklich Büscheln von Haaren.
Vor dem Bett lag ein Büschel,
das gerade noch in meine Hand passte,
es war einfach ekelerregend.
Also bin ich um kurz vor Mitternacht das allererste Mal
überhaupt in meinem Leben zur Rezeption
gehirscht und habe mich beschwert.
Man hat sich zwar entschuldigt und uns neue Bettüberzüge gegeben,
aber gut schlafen konnte ich dennoch nicht.
Mir graust heute noch,
also kann ich euch das Best Western Crowne Inn & Suites
in Batavia auf keinen Fall empfehlen,
nur das wirklich leckere Frühstück
am nächsten Tag hat uns einigermaßen versöhnt.



****7. August 2009****
NIAGARAFÄLLE; ONTARIO - KANADA

Heute ging es zu einem Ort, der sich als eines der
Highlights unserer ganzen Reise entpuppen sollte -
die Niagara Fälle.


Niagarafälle0001



Die Einreise nach Kanada war schnell erledigt,
doch da wir bereits um 10.00 Uhr dort waren,
gab es natürlich noch kein Zimmer für uns. Also haben wir unser
Gepäck abgegeben und machten uns zu Fuß auf Richtung Fälle.
Die Lage unseres Hotels Country Inn war sehr gut,
nahe der Vergnügungsmeile Clifton Hill und in etwa 10 Minuten
waren die Niagara Fälle zu erreichen.


 





Niagarafälle0003


Niagarafälle0004



Bereits der erste
Anblick war überwältigend. Die Fälle sind zwar nicht hoch,
aber unglaublich massiv und wasserreich.
Der Niagara River, der den Eriesee mit dem Ontariosee verbindet
und die östliche Begrenzung der Niagara-Halbinsel bildet,
stürzt hier 58 Meter in die Tiefe. Dabei werden die Fälle
durch die oben gelegene Insel Goat Island (zu Deutsch Ziegeninsel)
in zwei Teile gespalten. Aus diesem Grund gibt es einerseits
die American Falls und andererseits die Canadian Falls,
doch nur von Kanada aus ist es möglich, beide Fälle auf einmal zu sehen.
Wer die Fälle von den USA ansehen möchte,
der bleibt auf die American Falls (mit seitlichem Blick) beschränkt.
Die Fälle waren schon jetzt beeindruckend, wenn man aber bedenkt,
dass allerhöchstens die Hälfte des tatsächlichen Wassers
auch wirklich dort hinunterstürzen darf (der restliche Teil
wird umgeleitet und zur Stromgewinnung eingesetzt),
dann muss hier, bevor alles touristisch und ökonomisch vermarktet wurde,
eine gigantische Natur geherrscht haben.


Niagarafälle0005


Natürlich wollten wir so nah wie möglich an die Fälle heran
und daher war eine Fahrt auf der „Maid of the Mist“ unumgänglich.
Peter, Claudia und mir hat es auch wahnsinnig gut gefallen,
aber Angelina hat die ganze Fahrt über geweint.
Sie dachte wohl, die Fälle brechen über ihr zusammen.
Es war aber ein überwältigendes Gefühl,
als wir uns den tobenden Canadian Falls näherten,
Wind blies dir um die Ohren, Wasser schoss dir ins
Gesicht und das Boot ging mit den Wellen einher,
und plötzlich kam durch den Lautsprecher:
„Yes, ladies and gentlemen, these are the Niagara Falls!“.


Niagarafälle0002


Aus Rücksicht auf Angelina haben wir dann
die Journey behind the Falls gestrichen und
sind zum Clifton Hill gegangen. Dort  haben wir den
Ausblick auf die Fälle vom Skywheel aus genossen,
haben einiges an Geld in der Spielhölle verspielt
und eine Runde am Minigolfplatz gedreht.
Danach ging es kurz zum Baden ins Hotel, bevor wir uns
abends wieder aufmachten, um die beleuchteten Niagara Fälle
und vor allem das Feuerwerk zu bestaunen.
Alles in allem ein wirklich gelungener,
erlebnisreicher und atemberaubender Tag!


Niagara bei Nacht0002


Niagara bei Nacht0003


Niagara bei Nacht0004


Niagara



****8: August 2009****
TORONTO; ONTARIO - KANADA

Nach nur einem Tag kehrten wir den
Niagara Fällen den Rücken und machten
uns auf in die Stadt, von der wir uns
sehr viel erhofft hatten - Toronto.
Leider zeigte sich Toronto nicht gerade freundlich,
eher grau in grau, doch es regnete nicht
und so beschlossen wir, bei unserem ursprünglichen
Plan zu bleiben und mit dem Boot auf die
Toronto Islands zu fahren.
Die Toronto Islands sind eine Inselgruppe,
die südlich der Harbourfront liegt und
ein eigenes Stadtviertel im Old Toronto bildet.
Alleine der Ausblick auf die Skyline
von Toronto ist hier die Überfahrt wert.
Die Insel ist durch seinen Vergnügungspark,
seine Sandstrände und dem alten Leuchtturm
Gibraltar Point Lighthouse auch für
Touristen ein großer Anziehungspunkt.

Wir haben fast fünf Stunden auf den
Toronto Islands verbracht, bevor uns
einsetzender Regen zur Heimkehr zwang.
Aber es war ohnehin in Ordnung,
 mal etwas auszuspannen.


****9. August 2009****
TORONTO, ONTARIO - KANADA

Der zweite Tag in Toronto begann mit
einem opulenten Frühstück in unserem
Hotel Westin Harbour Castle.
Die Rezeptionistin hat sich vertan
(da kamen wir aber erst später drauf)
und hat uns anstelle des Continental
Breakfasts, das nur aus Croissants und Bagel
samt Kaffee und Saft, bestehen sollte,
im „Mizzen“ eingebucht und so haben wir
ein Frühstück genossen, das einfach überwältigend war.
Erinnerte irgendwie an das Riesenbuffet
im MGM in Las Vegas und war bestimmt das
mit Abstand beste Frühstück unserer Reise.

Danach machten wir uns auf, um die Stadt zu erkunden.
Da die Hop on Hop off Tour hier eindeutig zu
teuer war (obwohl sie für eine Woche gegolten
hätte und damit wieder billig war),
machten wir uns mit der U-Bahn auf den Weg.
Zuvor aber haben wir noch dem CN Tower
einen Besuch abgestattet.
Hier sollte sich ja in schwindelerregender
Höhe eine Glasplattform befinden,
die wir unbedingt sehen sollten.
Aufgrund des schlechten Wetters
gab es keinerlei Wartezeiten und so
waren wir schnell bei besagter Plattform angekommen.
Enttäuschend war aber,
dass diese Plattform wirklich minimal war,
zwei Felder, die höchstens drei Meter lang waren,
sollten alles sein, was wir zu sehen bekamen.
Die Aussicht von oben wäre bei Schönwetter
auch sicher atemberaubend gewesen,
aber da hatten wir leider Pech.
Anderseits hat sicher selten jemand Blitze
und Donner direkt am CN Tower erlebt -
wir schon!
Die Abfahrt allerdings war gigantisch.
Da der Lift schneller abwärts ging,
als die Regentropfen,
 sahen wir den Regen quasi davon fliegen,
das war wirklich witzig.
Unten angekommen beschlossen wir,
uns ein Taxi zu holen und zurück zum Hotel zu fahren.
Doch also wir ins Freie traten,
war kein Regentropfen mehr zu sehen -
und so sollte es auch für den restlichen
Vor- und Nachmittag bleiben.
Daher hatten wir die Gelegenheit,
neben dem berühmten Rogers Center,
ein Baseball Stadion der Superlative,
auch noch das Schlösschen Casa Loma
sowie das neue und alte Rathaus und
das Legislative Building zu besichtigen.


Toronto0002


Toronto0001


Natürlich musste auch in Besuch im
Eaton Center, einer riesigen Einkaufsmall,
auf dem Plan stehen.


Eaton Center


Am Abend allerdings gab es ein Gewitter,
das im nächsten Tag im Wetterkanal
als das heftigste der letzten Jahre beschrieben wurde.
Uns war es egal, wir saßen gemütlich auf der
Fenster Bank in dem wasweißichwievielten Stock
und genossen die zahlreichen Blitze über dem Ontariosee.


****10. August 2009****
1000 ISLANDS; ONTARIO

In der Früh machten wir uns nach einem
gemütlichen Frühstück im Zimmer auf. um nach
Gananoque zu fahren. Gananoque ist quasi
das Tor zu den 1000 Islands, wobei oftmals
auch die weitaus größere Stadt Kingston als
Ausgangspunkt gewählt wird.


1000 Islands 10001


Da wir aber ohnehin genug Städte am Plan hatten,
beschlossen wir, etwas weiter den
Ontariosee entlang zu fahren und eben
in Gananoque zu übernachten.
Die 1000 Islands, die in Wahrheit
aus 1864 Inseln bestehen, befinden sich in
der Grenzregion zwischen Kanada und den USA,
kurz bevor der St. Lorenz Strom beginnt.
Die beste Möglichkeit, diese Inseln zu erkunden,
ist natürlich per  Boot. Wir haben lange überlegt,
für welche Tour wir uns entscheiden sollten,
denn das auf dem amerikanischen Boden
befindliche Boldt Castle gilt als große
Touristenattraktion in den 1000 Islands.


1000 Islands 10002


Da der Ausflug dorthin aber fünf Stunden
dauern sollte und mit zahlreichen
Einreisebestimmungen verbunden war,
beschlossen wir, eine einfache Tour
durch die umliegenden Inseln zu machen.
In Gananoque gibt es im Grunde genau eine Linie,
die verschiedene Touren anbietet,
die Gananoque Boat Line und wenn man sich
vorab Broschüren von der Homepage
www.visit1000 islands.com bestellt,
findet sich hier ein Gutschein daran,
der den Preis etwas nach unten drückt.


Die Fahrt am Ontariosee war sehr schön und
es ist in mir der Wunsch erwacht,
hier doch auch ein Häuschen und ein
kleines Boot zu besitzen.
Als ich allerdings hörte, dass die
Temperatur des Sees in dieser Gegend
selten auf mehr als 13 °C steigt,
hat sich dieser Wunsch doch wieder etwas relativiert.
Abends haben wir noch die Dämmerstimmung
am Sandstrand genossen und selbst
die Wassertemperaturen konnten die
Kinder nicht davon abhalten, schwimmen zu gehen.
Da ich eher der Thermalwasserliebhaber bin,
habe ich mich mit einem Buch in den Schatten
gelegt und einfach nur gelesen und gefaulenzt.


****11. August 2009****
OTTAWA, ONTARIO - KANADA

Der kurze Abstecher in die Natur war
schnell vorbei und schon ging es weiter zur
kanadischen Hauptstadt Ottawa. Ich habe mir
von dieser Stadt nicht viel erwartet,
aber ich wollte sie auf jeden Fall sehen,
da es eben die Hauptstadt ist.
Unser Hotel war zentral gelegen und die
große Einkaufsmall Rideau Center lag gleich gegenüber.
Das war auch gut so, denn ich habe meine
bequemsten geschlossenen Schuhe in Toronto vergessen
und so musste Ersatz her, was zum Glück
auch wunderbar klappte.
Nach dem Einkaufsbummel ging es dann
zu Fuß zum Parliament Hill,
wo die grünen Kupferdächer der gotischen Bauwerke
schon von weitem leuchten.
Der Hügel liegt zwischen dem Stadtzentrum
und dem Ottawa Fluss und das Regierungsviertel,
das aus den Teilen Center Block,
East Block und West Block, besteht,
gilt als Hauptsehenswürdigkeit.
Mit dem 92 m hohen Peace Tower verfügt
das Parlamentsgebäude auch über einen
der höchsten Türme der Stadt.
Das überhaupt höchste Gebäude der
Stadt ist nur um 20 m höher.


Ottawa0001


Ottawa0003


Ottawa0004


Ottawa0005

 
Nachdem wir alle Bauwerke von außen besichtigt haben,
begaben wir uns auf die andere Straßenseite,
um das „Changing of the guards“,
eine Wachablöse wie in London mit
Militär und Dudelsackspieler, bestaunen zu können.

Da wir aber nicht nur das Regierungsviertel
besichtigen wollten, ging es von hier
aus weiter zum modern gehaltenen Rathaus,
vor dem gerade eine Feuerübung stattfand.
Da es zu regnen begann, standen wir,
wie sämtliche Rathausmitarbeiter,
für eine Viertel Stunde unter dem schützenden
Dach der City Hall, bevor wir uns
 auf den Weg ins Hotel machten.

Das Wetter änderte sich bald und
so hatten wir auch abends noch die Gelegenheit,
einerseits die Aussicht auf den Rideau River
und den dazugehörigen Sonnenuntergang
und andererseits die Ottawa Locks,
eine Schleusenanlage, die mithilfe von
8 Locks einen Höhenunterschied
 von 24 m zu bewältigen hat,
zu genießen.


Ottawa0002


Ottawa0006


 Da es am Abend richtig lau war,
entschieden wir uns, durch den Major’s Hill Park
zu schlendern und auch noch der ältesten Kirche der Stadt,
der Basilica Notre Dame, einen Besuch abzustatten.
Leider war es uns aufgrund der
fortgeschrittenen Stunde nicht mehr möglich,
einen Blick in das Innere zu erhaschen,
aber von außen sieht sie mit ihren
silbernen Spitztürmen ziemlich edel aus.

Zurück geht es dann durch den immer noch
belebten Byward Market und wir waren wirklich froh,
mit dem Novotel ein so lagegünstiges Hotel gefunden zu haben.

Ottawa war für uns die schönste Stadt in Kanada,
dennoch lohnt es sich meiner Meinung nach nicht,
hier viele Tage einzuplanen.
Hat meinen einen ganzen Tag Zeit,
denn genügt das auf jeden Fall,
um die Highlights der Stadt zu besichtigen
- und zwar ganz ohne Stress.


****12. August 2009****
MONTREAL, QUEBEK - KANADA

Als letzte Stadt in Kanada haben wir
uns Montreal ausgesucht. Kurz überlegten wir auch noch,
Quebec zu besuchen, aber das ging sich
zeitlich einfach nicht mehr aus.
So blieb Montreal unsere letzte Stadt in Kanada.
Die Anreise in die zweitgrößte Stadt Kanadas
(nach Toronto) gestaltete sich eher schwierig,
der Verkehr war ziemlich hektisch und
wieder einmal wurde uns bewusst,
dass wir ohne unser Navigationssystem
 aufgeschmissen wären.


Montreal 10001


Dieses Mal lag unser Hotel,
das Square Phillips, leider nicht zentral
und so dauerte es gute 20 Minuten,
bis wir zum Hafen kamen.
Dort bzw. in der Umgebung befinden
sich allerdings die meisten Sehenswürdigkeiten
und so kann ich euch nur empfehlen,
euch in Hotel in Hafengegend zu suchen,
obwohl unser All-Suite-Hotel eines
der besten auf der ganzen Reise war.

Montreal selbst liegt am Sankt Lorenz Strom
im südwestlichen Teil von Quebec, also dort,
wo Französisch die Amtssprache ist.
Das Stadtbild, das man am besten vom Mont-Royal
aus bestaunen kann, wird wie in Toronto
und ganz zum Gegenteil von Ottawa von Hochhäusern geprägt.
Da wir bereits seit einiger Zeit die
Touristenbusse, die sowohl zu Land als
auch zu Wasser fahren, bewundern,
haben wir uns entschlossen,
uns hier ein Ticket zu leisten,
was allerdings im Nachhinein als
ziemlicher Reinfall zu bewerten ist.
Erstens haben wir leider einen Bus erwischt,
bei dem die Fenster zu fahren, d.h.
Fotografieren war sehr schwierig,
und zweitens war die Tour eher langatmig und fad
und vom Wasser aus konnte man auch
nur einen kurzen Blick auf die Skyline werfen.
Daher hier wirklich der Tipp:
Spart euch das Geld. Flaniert stattdessen
am alten Hafen entlang,
stattet dem IMAX Kino einen Besuch ab
oder bestaunt die silberne Kuppel des Marché Bonsecours.
Leider sind von der über 40 km langen Hafenstrecke
für Touristen gerade mal 2 km zugänglich,
aber dennoch lässt es sich hier gut verweilen.
Generell hat uns die Stadt allerdings
nicht so gut gefallen, weshalb wir uns bald wieder
nachdem wir einem herrlichen Magier
bei seinen Kunststücken bestaunt,
die Kirche Notre Dame besucht und durch Chinatown gewandert sind


Montreal 10002


auf den Rückweg machten,
um die letzten Montreal Stunden am Pool zu genießen.


****13. August 2009****
LINCOLN, NEW HAMPSHIRE - USA

„Die Heimat ruft“, so lautete die Überschrift für diesen Tag.
Die Wiedereinreise in die USA stand bevor
und davor hatten wir doch etwas Bammel.
Wir hatten nämlich eine vollgefüllte Kühltasche
und wollten die Lebensmittel nicht wegwerfen,
allerdings darf Essen nicht in die Staaten eingeführt werden.
Egal, wir wollten es versuchen und hatten auch Glück.
Am Zoll haben wir eine richtige Plaudertasche erwischt,
die sich sehr gefreut hat, Österreichern zu begegnen.
Der Zollbeamte erklärte uns, dass „The Sound of Music“,
der ja von der österreichischen Trapp Familie
handelt, sein Lieblingsfilm ist,
dass er in Vermont gedreht wurde,
wo wir überall Drehorte finden,
was uns so an Österreich und den USA gefällt
und so weiter und so fort. Hinter uns
standen keine Autos und so hatte er
es auch nicht besonders eilig. Egal,
er hat nur geplaudert, aber nichts kontrolliert,
daher konnten wir alles ins Land bringen,
was wir so hatten und haben uns sehr gefreut.

Unser erster Stopp waren die White Mountains
in New Hamphire, genauer gesagt die kleine
Stadt Lincoln. Dort war das Wetter zwar nicht so toll,
wir haben uns aber dennoch entschlossen,
in den bereits fix eingeplanten Wasserpark zu gehen.
$ 120 Doller hat uns als Familie der Spaß gekostet
und das Wasser war mal wieder so eisig kalt,
dass ich kein einziges Mal hineingegangen bin.


Wasserpark

 
Den Kindern hat es aber natürlich wahnsinnig gut gefallen,
sie haben sämtliche Rutschen der Anlage
getestet und wollten am Abend gar nicht nach Hause gehen.
Für uns war es wichtig, auch immer wieder
etwas für die Kinder zu unternehmen,
damit auch sie etwas vom Urlaub haben,
denn in Wirklichkeit interessierten sie
die Städte nicht sonderlich und
so war dieser Tag eine gute Möglichkeit für die beiden.

Unser Comfort Inn Hotel war auch günstig gelegen,
direkt gegenüber der Minigolfanlage und
der Abfahrt einer Scenic Railroad,
daher kann ich das Haus wirklich nur empfehlen.



****14. August 2009****
LINCOLN, NEW HAMPSHIRE - USA

Dieser Tag war ganz für’s Wandern reserviert.
Gut, so richtige Wanderungen wie im Südwesten
gab es für uns heuer nicht wirklich,
aber dennoch wollten wir ein bisschen etwas tun.
Zuerst fuhren wir in die im
Franconia Notch State Park liegende
Flume Gorge und haben dort gut und
gerne zwei Stunden verbracht.


Flume und Basin0001


Flume und Basin0003


Flume und Basin0004


Die etwas mehr als 3 Kilometer lange Gorge,
auf Deutsch würde man sagen Klamm,
war beeindruckend und hier stehen
auch zwei der vielen Covered Bridges,
also überdachte Brücken, die so
typisch sind für diese Gegend.


Covered Bridge__www.usa-freunde.de.


Danach setzten wir unsere Fahrt fort
und hielten bei diversen Aussichtspunkten
wie etwa dem „The Basin“.


Flume und Basin0005


Danach ging es in die andere Richtung,
denn ich wollte auch noch den „Lost River“
erkunden. Diese Klamm war zwar auch schön,
doch leider habe ich die Warnungen
am Parkeingang falsch übersetzt.
Ich habe das mit den „1000 steps“,
also den tausend Stufen, schon gelesen,
dachte aber, ich verstehe da was falsch
und die meinen sicher tausend Schritte oder so.


Lost River


Gut im Nachhinein kann ich sagen,
sie meinten wirklich tausend Stufen,
die es da munter rauf und runter ging.
Zum Glück gab es am Weg zahlreiche Höhlen,
die die Kinder erkundschaften konnten,
was mir wiederum Zeit zum Verschnaufen gab.
Aber egal, ich habe es heil überstanden
und kann einen Abstecher dorthin wirklich empfehlen.


Franconia



****15. August 2009****
NORTH CONWAY, NEW HAMPSHIRE - USA

Da wir die White Mountains noch nicht verlassen,


White Mountains _1


aber den Ausgangspunkt wechseln wollten,
ging es an diesem Tag in das eine Stunde
entfernt liegende Touristenstädtchen North Conway.
Wir fuhren den Kancamagus Highway entlang,
der bestimmt die landschaftlich schönste Strecke
in den White Mountains darstellt.
Wieder einmal tut es mir sehr leid,
dass wir nicht im Herbst da sind,
denn Laubbäume säumen die Straße links
und rechts und bei der Foliage muss es
hier einfach traumhaft schön sein.

Heute steht mit Storyland in Glen ein
weiterer Höhepunkt für die Kinder auf dem Programm.


Storyland0001


Der Vergnügungspark ist vor allem für
Kinder bis 12 Jahren geeignet und bietet alles,
was das Kinderherz höher schlagen lässt.
Da sämtliche Rides gratis sind,
versuchen wir hier, soviel wie möglich
zu ergattern und das gelingt auch gut,
denn die Warteschlangen halten sich in Grenzen.

Über Storyland thront das große Cinderella Schloss,
wo man die schöne Maid auch in Person treffen kann.
Selbst meine ältere Tochter hat es sich nicht nehmen lassen,
noch für ein Foto mit Aschenputtel zu posieren.
Ansonsten gibt es Piratenschiffe,
einen eher harmlosen Rollercoaster,
einen Wasserbahn, einen Wilden Fluss
(ich war mal wieder die einzige,
die völlig durchnässt ausgestiegen ist) und vieles,
vieles mehr.

 Für mich persönlich war der
Höhepunkt aber der Zirkus und hier genauer
gesagt die „Quick Change Performers“.
Vielleicht habt ihr es schon irgendwo
im Fernsehen oder auf youtube einen Ausschnitt gesehen,
ich war jedenfalls restlos begeistert!
Wenn ihr also Kinder habt, in der Gegend
seid und einen Tag mal abschalten wollt,
dann eignet sich Storyland in Glen auf jeden Fall.
Eine Alternative wäre noch die Santa Village,
wo das ganze Jahr über Weihnachten ist,
doch dafür war dann leider keine Zeit.


Storyland0002


Die normalerweise kurze Fahrt von Glen
nach North Conway gestaltete sich dann endlos.
Es war unglaublich, wie viel Verkehr in
dieser klein Stadt war und der Stau wollte
einfach kein Ende nehmen. So kamen wir ziemlich
geschlaucht in unserem Hotel, dem Hampton Inn, an.
Dieses Hotel war Angelinas Wahl,
denn es beherbergte einen Wasserpark mit
insgesamt 4 Rutschen und das war gerade das
richtige für unsere kleine Maus.
Wenn ihr die White Mountains besuchen wollt,
empfehle ich aufgrund meiner jetzigen Erfahrung,
eher in Lincoln zu übernachten,
doch natürlich kommt es darauf an,
was ihr machen wollt und welche
Ausgangslage wofür am besten ist.


****16. August 2009****
NORTH CONWAY, NEW HAMPSHIRE - USA

An diesem Tag stand die Fahrt auf den
Mount Washington an. Wir wollten das
unbedingt machen, denn wann kommt man
schon so bequem auf einen Berg mit fast
2.000 Metern? Das Wetter war auch annehmbar,
obwohl es leider etwas nebelig war und somit
die Fotos nicht so genial gelungen sind,
aber die Fahrt hinauf war es für mich allemal wert.
Man bekommt sogar eine CD, die man
sich während der Auf- und Abfahrt anhören kann,
um so alles Wissenswerte über den Mount Washington
zu erfahren. Quasi als Trophäe gibt
es dann auch noch einen Sticker mit der
Aufschrift „This car climed the Mount Washington“,
aber leider durften wir das ja nicht auf unser Mietauto kleben!


Mount Washington0001



Mount Washington0002


Da wir nach der Abfahrt noch genügend Zeit
hatten, habe ich meinen eher nicht so darüber
begeisterten Mann überredet, doch noch
hoch zum Mount Washington Hotel zu fahren.
Er dachte, dass es viel zu weit sei,
um durch die „Pampa“ zu fahren,
aber er wurde eines Besseren belehrt.
Erstens ist schon alleine der Blick
von der Straße aus auf das majestätisch
daliegende Hotel eine Wucht und zweitens
fährt man durch den Crawford Notch State Park
und der hat dann doch das eine oder andere
Highlight, wie etwa die Silver Cascade, zu bieten.


Silver Cascade


Alles in allem also wieder ein weiterer gelungener Tag.


****17. August 2009****
BAR HARBOR, MAINE - USA

Nach vier Tagen in den White Mountains,
wo man gut und gerne auch eine Woche oder
länger verbringen könnte, ging es für uns
an diesem Tag weiter - und zwar endlich ans Meer.
Die Fahrt nach Bar Harbor war ziemlich lange
und so haben wir am ersten Tag dort nicht
mehr viel unternommen.
Wir checkten im Bar Harbor Motel ein,
das ich, wie alle anderen Hotels,
vorab über’s Internet gebucht hatte
und fuhren mit dem Island Shuttle
direkt in den Fischerort Bar Harbor.
Der Shuttle wurde uns empfohlen,
weil Parkplätze in der Innenstadt rar sind
und damit lagen wir auch genau richtig.
An diesem Tag haben wir nicht viel gemacht,
außer herumgeschlendert und daher gibt
es hier nicht viel mehr zu berichten.


Acadia NP0003



 ****18. August 2009****
BAR HARBOR, MAINE - USA

Heute machten wir uns auf, um den
Acadia Nationalpark zu besuchen.
Es gäbe vom Hotel aus einen direkten
Zugang zum NP, aber wir haben beschlossen,
doch mit dem Auto zu fahren.
Nachdem wir uns ein Ticket für den Park im
Tourist Office geholt hatten, das zu
unserem Erstaunen 7 Tage gültig war,
ging es entlang der insgesamt 43,2 km langen
Park Loop Road in den Nationalpark.
Am Sand Beach suchten wir uns einen Parkplatz,
denn von hier aus geht der insgesamt vier
Meilen lange Ocean Drive Trail weg.


Acadia NP0004


Dieser sehr leicht zu gehende Wanderweg
führt über das Thunder Hole zum Otter Point
und wieder zurück. Das Problem bei diesem Weg,
der schön angelegt ist, ist, dass man
direkt neben der Straße geht und das
finde ich persönlich sehr störend.
Die Aussicht auf diesem Trail ist aber
wunderbar und die vier Meilen vergehen
wie im Flug, denn man hat immer etwas
zum Staunen und zum Fotografieren.


Baum Acadia


Nach etwa der Hälfte des Weges kommt
man zum Thunder Hole, wo das Meer bei
guten Bedingungen ein tosendes Geräusch machen soll.
Überall wird es als Touristenhöhepunkt beschrieben,
aber wir haben leider nicht viel donnern gehört.
Möglicherweise ist es auch nur bei Flut ein Erlebnis,
wer weiß! Auch der Otter Point ist nicht spektakulär,
aber man hat ebenfalls einen tollen Ausblick über die Gegend.


Acadia NP0001


Nach etwa zwei Stunden waren wir
wieder zurück beim Sand Beach,
doch anstatt die zweite geplante Wanderung
von hier aus zum Great Head zu machen,
haben wir uns entschlossen, am Sand Beach zu chillen,
denn die Hitze machte uns allen doch sehr zu schaffen.
Bereits am Eingang steht,
dass das Schwimmen nur für die Tapfersten möglich ist,
weil das Wasser auch an warmen Sommertagen
nicht mehr als 10 °C hatte. Tja,
ich in meiner Großspurigkeit habe dann
demjenigen von meiner Familie ein riesiges Eis versprochen,
der sich ins Wasser traut.
Gut, um eine lange Geschichte kurz zu machen:
Ich war die einzige, die keines bekam.
Sowohl mein Mann als auch meine Töchter
stürzten sich in die Fluten,
ich bin gerade mal bis zu den Knöcheln gekommen.
Die spinnen ja, 10 °C!.

Peter holte dann mit den Kindern das Rieseneis,
doch beim Nachhausekommen gab es dann eine sehr,
sehr unangenehme Entdeckung. Meine Kinder hatten
Viecher in den Haaren. Welche genau,
das wissen wir bis heute nicht, aber verhalten
haben sie sich wie Läuse.
Es war einfach unglaublich.
Vor allem auf Claudias Kopf wimmelte es
nur so von lebenden kleinen Insekten und
natürlich hatte um 22.00 Uhr in einem Kaff
wie Bar Harbour keine Apotheke mehr offen.
So haben wir Haare nass gemacht,
alles so gut wie möglich rausgekämmt
und dann die Haare in ein Handtuch eingewickelt.
Schon alleine, wenn ich darüber schreibe
juckt es mich schon wieder!
Na dann, gute Nacht.



****19. August 2009****
BAR HARBOR, MAINE - USA

Dieser Tag wäre eigentlich für’s
Ausspannen einkalkuliert gewesen, aber anstatt
dessen stand ich pünktlich um 8.00 Uhr
morgens vor der Apotheke.
Die komischen Tierchen habe ich „eingefangen“
und in einem gut verschlossenen Taschentuch mitgebracht,
doch der Apotheker war ratlos.
Er meinte, Läuse seien es nicht,
aber er hat so etwas noch nie gesehen.
Mittlerweile war der Kopf meiner kleinen Tochter
aber schon von Nissen übersät und so sagte ich ihm,
ich möchte ein Shampoo, das alle Tiere tötet,
egal wie. Das habe ich dann auch bekommen und
so verbrachten wir den Vormittag mit shampoonieren,
auswaschen, kämmen, shampoonieren, auswaschen, kämmen,…

Die größte Strafe für die Kinder war allerdings,
dass sie nicht mehr ins Pool durften.
Die Leute vom Bar Harbor Motel waren klasse,
sie haben uns unterstützt wo sie konnten,
nur die Putzfrau hat sich geweigert,
in unser Zimmer zu kommen. Irgendwie verständlich,
aber wir konnten schließlich auch nichts dafür.

Zu Mittag mussten wir dem Spuk ein Ende bereiten,
denn wir hatten bereits zu Hause per Internet
eine Fahrt zur Walbeobachtung gebucht und
die wollten wir natürlich nicht versäumen.
Es sollte eines der schönsten Erlebnisse des
gesamten Urlaubs werden. Vorsorglich habe
ich schon Kaugummis gegen Seekrankheit gekauft,
nachdem mir auf unserer Kreuzfahrt schlecht geworden
ist und so konnten wir die fast einstündige Fahrt
aufs offene Meer richtig genießen.
Das Boot hatte einen ganz schönen Zahn
drauf und schaukelte wie wild,
aber uns hat das zum Glück nichts gemacht.
Ungefähr eine Stunde hatten wir dann Zeit,
die Wale in der freien Natur zu beobachten
und das war einfach gigantisch.
Selten habe ich mich mit der Natur
so verbunden gefühlt wie in diesem Augenblick.
So eine Tour kann ich jedem empfehlen
und die Fotos sind auch richtig gut geworden!


Whales0004


Whales0003


Whales0002


Whales0001


Den Abend haben wir dann bei einem Essen
mit Meerblick verbracht. Insgesamt waren
wir nur dreimal essen (Mc Donald’s nicht mitgerechnet),
ansonsten haben wir vom Supermarkt gelebt,
aber hier wollten wir uns ein Restaurant gönnen,
denn mein Mann wollte unbedingt einen Lobster essen.
Man kann jetzt von der Zubereitung des Hummers halten,
was man will, aber wir wollten es auf
alle Fälle einmal versuchen.
Einen ganzen Hummer wollte ich dann 
doch nicht verdrücken uns so habe ich mir
einen Meeresfrüchtesalat mit Hummerschwanz,
Jakobsmuscheln und Garnelen bestellt,
das war vielleicht lecker,
mir läuft noch jetzt das Wasser im Mund zusammen.
So haben wir den Tag gut ausklingen lassen,
bevor es am nächsten Morgen ab geht in die nächste Stadt!


****20. August 2009****
BOSTON, MASSACHUTTES - USA

Ein Stopp in Boston, der Hauptstadt Massachuttes,
musste sein, weil es verkehrstechnisch sehr günstig
zwischen Bar Harbor und Cape Cod lag.
Außerdem wurde dort eine meiner Lieblingsserien
gedreht „Crossing Jordan“ und daher freute
ich mich schon sehr auf unseren Besuch.
Vielen ist Boston vor allem durch die
„Boston Tea Party“ von 1773 ein Begriff.
Durch Proteste wegen erhöhter Teesteuer
wurde damals der Unabhängigkeitskrieg ausgelöst.

Da wir für diese Stadt aber nur einen halben
Tag Zeit hatten und auch das Wetter nicht
sonderlich schön war, beschlossen wir,
nur den touristisch interessanten
Freedom Trail zu gehen. Diese etwa
4 Kilometer lange, großteils aus
roten Pflastersteinen gelegte Spur
führt durch die Altstadt an den
wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei.
Der Trail beginnt am Boston Common,
einem recht überschaubaren Park und endet,
einmal den Charles River überquerend,
am Bunker Hill Monument. Witzig war,
dass sich die Kinder eingebildet haben,
dass sie nur auf der roten Spur gehen
und keinen Zentimeter abweichen dürften.
Das ging auch so lange gut,
bis wir an einen Brunnen kamen,
die Spur plötzlich aufhörte und erst
am Ende des Brunnens wieder anfing.
Man spürte förmlich, wie die Köpfe
der Kinder arbeiteten,
schlussendlich haben sie sich aber doch
dagegen entschieden,
durch den Brunnen hindurch zu gehen. ;-D


Boston


In Boston hat unser Navigationssystem
allerdings doch etwas versagt und so
mussten wir dreimal umkehren,
bevor wir unser Hotel, das Doubletree Guests
am Charles River, beziehen konnten.
Dieses Mal hatten wir eine Suite und es war toll,
endlich einmal an einem Tisch zu sitzen
und zu Abend zu essen. Ein üblichen Hotelzimmern
gibt es normalerweise zwei, höchstens drei Sitzgelegenheiten
und so musste immer zumindest einer am Bett
sitzen beim Mittag- oder Abendessen.

Bosten an sich hat mich allerdings nicht überzeugt und das,
obwohl sie als eine der kulturell
interessantesten Städte der USA gilt.
Naja, vielleicht hat der einsetzende Regen
mein Touristenauge getrübt,
aber ich fand die Stadt nun nicht sehr überwältigend.



****21. August 2009****
DENNISPORT, CAPE COD, MASSACHUTTES - USA

Bevor wir uns auf den Weg machten,
um endlich ein paar Tage Sonne,
Sand und Meer schnuppern zu können,
machten wir uns noch auf, um die weltberühmte
Harvard University in Cambridge zu besichtigen,
da unser Hotel fast gegenüber lag.
Insgesamt 8 von 44 Präsidenten brachte
die Harvard University hervor,
darunter auch der Aktuelle, Barack Obama.
Ich fand es sehr interessant, am Campus
herumzuschlendern und ein wenig blutete mir das Herz,
dass ich nur ein Kolleg-Studium und kein
Universitätsstudium abgeschlossen habe.
Gut, vielleicht wäre ich für Harvard 
auch nicht schlau genug gewesen,
aber so ein Studentenleben hatte sicher etwas für sich.
Auf halbem Weg nach Cape Cod blieben
wir noch in Plymouth stehen und statteten
zuerst der Mayflower II und danach der
Plimouth Plantation einen Besuch ab.


Mayflower II


Hier erfuhren wir sehr viel über die ersten Siedler,
die sogenannten Pilgrims und das Leben,
das sie nicht wirklich im Einklang mit
den amerikanischen Ureinwohnern führten.


Plimoth0001


Plimoth0002


Danach sind wir weiter nach Dennisport
auf der Halbinsel Cape Cod.
Je weiter wir der Insel aber kamen,
als wir ankamen, regnete es sogar.
Jetzt hatten wir endlich unser Strandmotel,
das zwar nicht sonderlich schick,
aber dafür herrlich gelegen war,
und nun dieses miese Wetter.
Tja, da ließ sich an diesem Tag nichts machen,
außer noch schnell einkaufen zu gehen
und den Abend vor dem Fernseher zu verbringen.



****22. August 2009****
DENNISPORT, CAPE COD, MASSACHUTTES - USA

Leider war uns auch am heutigen Tag die
Wetterfee nicht hold. Der Vormittag hatte
aber noch einige Sonnenstunden
und so habe ich mir an den Füßen
einen massiven Sonnenbrand geholt.
In den Nachrichten lief aber mit der Zeit immer öfter,
dass die Strände von Cape Cod und Martha’s Vineyard
nun wohl bald aufgrund von
Hurrikan Bill geschlossen werden würden,
und so entschlossen wir uns noch schnell dazu,
mal ein bisschen die Natur zu besichtigen,
schließlich schaute noch hie und da
ein Stückchen blauer Himmel aus dem
dichten Sumpf von Wolken heraus.
Also führen wir nach Eastham,
wo ich mir einige leichte Wanderungen ausgesucht hatte
und genossen die Natur.


Cape Cod0001


Cape Cod0002


Das Wetter wurde allerdings immer schlechter
und nun wurde es wirklich ernst
mit den Strandschließungen
und wir beschlossen, zurück zum Motel zu fahren.
Dort angekommen, klarte der Himmel
kurzzeitig noch einmal auf
und wir nutzten die Gelegenheit,
nochmals schwimmen zu gehen,
bevor der Wind dann doch ganz schön heftig vorbeizog.
Vom Desasterszenario, das im TV veranschlagt wurde,
war in Dennisport allerdings dennoch nichts zu spüren.



****23. August 2010***
NEW YORK CITY, NEW YORK - USA

An diesem Tag hieß es, früh aufzustehen,
denn eine lange Fahrt nach
New York City stand uns bevor.


Skyline New York


Nach einigen Pausen auf sogenannten
Service Areas, also Raststationen,
kamen war am frühen Nachmittag in Manhattan an.
Die Fahrt bis dorthin war sehr gut,
aber vor allem in Downtown Manhattan wurde es
dann schlimm und die Durchfahrt durch
den Holland Tunnel schien eine
„Mission impossible“ zu werden.


Nach gefühlten 10 Stunden kamen wir
aber doch durch und kurz darauf
kamen wir bei unserem Hotel,
dem Hyatt Regency Jersey City, an.
Obwohl es schon 15.00 Uhr war,
hatte man noch kein Zimmer für uns zur
Verfügung und so schauten wir
uns erstmal die Stadt an.
Dort war im Grunde die Hölle los,
denn die Immigranten von Puerto Rico
feierten ein riesiges Fest.
Also schlenderten wir durch die aufgebauten Stände,
hörten uns fremdländisch klingende Musik
an und genossen den Trubel.
Nachdem wir schließlich unser Zimmer doch bezogen hatten,
ging es mit der Path Train,
deren Station genau gegenüber dem Hotel lag,
zurück nach Manhattan.
Die Path Train hielt am World Trade Center,
zumindest die Station heißt noch so,
denn bekanntlicherweise gibt es das WTC,
so wie wir es kannten, ja seit 2001 nicht mehr.
Natürlich haben wir uns den Ort des
Schreckens auch angesehen,
aber außer einem riesigen Loch,
das wohl immer noch wie eine
tiefe Wunde über Manhattan klafft,
und einigen Baukränen war nichts zu sehen.

Ich bin schon sehr enttäuscht,
dass man nach 7 Jahren nur wenige
sichtbare Wiederaufbauspuren erkennen kann.
Das WTC 8 ist bereits fertig gestellt
und steht am gleichen Platz wie das erste Gebäude,
das ebenfalls 2001 mit WTC 1, 2 und 3 eingestürzt ist.
Die WTC 4, 5 und 6 waren so schwer beschädigt,
dass sie damals in weiterer Folge
abgerissen werden mussten.
Gut, Nummer 7 steht also,
aber ansonsten passiert am

Ground Zero nicht sehr viel.
Hie und da sieht man Straßenverkäufer,
die versuchen, mit Videos, Gedenkbüchern
oder Souvenirs noch ein paar Cents zu erhaschen,
doch ansonsten ist von der Tragödie
des 11. Septembers nicht mehr viel zu sehen.
Den besten Blick auf die Baugrube bekommt man,
wenn man zum überdachten Durchgang
des World Financial Centers geht.

Ansonsten gestaltet es sich ziemlich schwierig,
durch die Planen eine gute Sicht zu bekommen.
An diesem Tag kamen meine Kinder
zum ersten Mal in ihrem Leben mit dem Wort
„Terrorismus“ in Berührung.
Angelina konnten die Tragweite
der damaligen Ereignisse weder
begreifen noch realisieren,
aber Claudia interessierte sich sehr dafür,
weshalb die Straßenverkäufer auch
mit uns ihr Geschäft gemacht haben,
da wir eines der Gedenkbücher kauften,
um mit ihr den tragischen Tag
 rekonstruieren zu können.

Nachdem wir doch einige Zeit am
 Ground Zero verbracht haben,
gingen wir noch weiter zum Rathaus
und ein Stück zur Brooklyn Bridge.
Einsetzender Regen verhinderte jedoch,
dass wir die Brücke schon an diesem Tag
überquerten und so fuhren wir zurück
zum Hotel und genossen die Abendstunden
mal wieder am Pool.



****24. August 2009****
NEW YORK CITY, NEW YORK - USA

Heute hieß es früh aufstehen,
denn die Tickets zur Freiheitsstatue
habe ich bereits von zu Hause aus gebucht
und unsere Fähre ging um 10.00 Uhr.
Zuvor genossen wir noch ein herrliches Frühstück
mit Blick auf eben diese Statue und
die Skyline von Manhattan. Ein Vorteil,
wenn man in New Jersey wohnt, ist,
dass man auch die Fähre zu Ellis Island
und der Statue of Liberty in New Jersey
besteigen kann. Das kann ich wirklich
jedem nur empfehlen, denn während
wir sowohl bei der Hin- als auch bei
der Rückfahrt fast alleine auf dem Boot waren,
waren die Boote, die vom Battery Park in
Manhattan und wieder retour überfall und die Schlangen,
die sich für dieses Boot anstellten,
unübersichtlich lang. Wir aber genossen alles im Eiltempo.
Nachdem wir durch die Sicherheitskontrollen,
die an einen Airportterminal erinnern, kamen,
konnten wir uns schon mit einer Fähre
früher auf den Weg machen, um endlich
auch die Freiheitsstatue von der Nähe zu sehen.
Schade nur, dass wir uns für Ellis Island
nur eine Dreiviertelstunde Zeit nehmen konnten,
denn dieses Museum über die
amerikanische Einwanderung ist etwas,
wofür Museumspädagogen in den Himmel
gelobt werden sollten. Hier entstand eine
detailreiche, übersichtliche Ausstellung
über die Zuwanderung und man könnte Stunden
mit den vielen sowohl positiven als
auch negativen Geschichten der Menschen,
die einst ihr Glück im fernen Amerika suchten,
verbringen. Einzigartige Erinnerungsstücke
reihen sich hier an moderne Erkenntnisse
und Statistiken und ich weiß genau,
dass ich schon alleine wegen Ellis Island
noch einmal nach New York muss.

Die Fahrt zur Freiheitsstatue war
dann auch ein Erlebnis,
denn die grüne Dame kam immer näher
und von keiner Sehenswürdigkeit haben
wir so viele Fotos gemacht, wie von der
Statue of Liberty.


New York0002


Leider waren bereits um 11.00 Uhr
so viele Leute auf der Insel,
dass es zwei Stunden gedauert hätte,
auf den Sockel der Statue zu kommen.
Seit heuer ist es auch wieder möglich,
bis zur Krone zu gehen, aber wir haben trotz
vorab Internet Buchung keine Tickets
mehr ergattern können.
Daher haben wir uns entschlossen,
auch die Sockelbesichtigung sein zu lassen
und einfach den ohnehin besseren Blick von unten zu genießen.


New York0003


Gegen 13.00 Uhr ging es dann wieder retour
nach New Jersey und für uns war es wieder
einmal Zeit, einen Supermarkt zu finden.
Das machen wir immer im gleichen Verfahren.
Wir fahren durch die Gegend und suchen am
Straßenrand nach einem „Grocery Store“.
Auch in New Jersey haben wir einen gefunden,
drin bekamen wir aber ein ungutes Gefühl,
denn die Leute sahen uns teilweise ganz komisch an.

Erst da bemerkten wir, dass wir die einzigen Weißen
unter etwa 200 Schwarzen waren.
Naja, ich rühme mich selbst ja als nicht
rassistisch und vollkommen vorurteilsfrei,
aber das war dann doch eher ungewöhnlich,
um nicht zu sagen „ungut“.

Nachdem uns im TV immer von schwarzen Gangs
und Straßenschlachten erzählt wird, hat unser
Unterbewusstsein wohl doch so eine Art Angst entwickelt.
Also suchten wir schnell zusammen, was wir so brauchten,
bezahlten einen wirklich niedrigen Preis für das,
was wir eingekauft hatten, und weg waren wir.


Den Nachmittag verbrachten wir dann wieder
in Manhattan. Wir kauften uns ein 48 Stunden
Hop on Hop off All-Loops Ticket und los ging’s.
Unser erster Stopp für diesen Tag war der Central Park,
denn ich wollte unbedingt John Lennon’s
Gedenkstätte „Strawberry Fields“ sehen.


New York0004


Wir hatten einen Plan, der uns aber nichts gebracht hat,
weil im Central Park keine Wegweiser zu finden sind.
So kam es, dass dies das einzige Mal
während unserer Reise war,
wo wir ins hoffnungslos verlaufen hatten.
Irgendwann beschlossen wir,
einfach zu einem Rand zu gehen,
die 72. Straße zu suchen und dann
nach Strawberry Fields Ausschau zu halten.

Das klappte zum Glück auch und so konnten
wir das im Boden eingelassene Memorial mit der Aufschrift
„Image“ auch finden. Die Stimmung dort war einerseits
sehr besinnlich, andererseits auch rührend,
denn ein junger Mann hatte seine Gitarre
mitgebracht und einige umstehende Passanten
sangen mit ihm Beatles Songs. War wirklich nett.


New York0005


Danach ging es noch zum See und zu
einigen Brücken, die wir von Filmen her kannten,
bevor wir wieder Richtung Sightseeingbus gingen.
Auch im Central Park könnte man gut und
gerne einen ganzen Tag verbringen.
Es gibt dort einen Vergnügungspark,
zwei riesige Seen, viele romantische Plätze,
die Möglichkeit, Boot zu fahren oder mit
einem Radtaxi oder mit einer Pferdekutsche
den Park zu besichtigen,
aber wir hatten ja natürlich mal wieder viel
zu wenig Zeit und daher war
 unser nächster Stopp der Times Square.

Es war noch hell und obwohl der
Times Square jetzt schon beeindruckend war,
beschlossen wir, mit dem Bus mal eine ganze Runde
(Dauer 2 Stunden) zu fahren, alle Sehenswürdigkeit
mitsamt den detailreichen Schilderungen der
Guides anzusehen und danach den Square am Abend anzusehen.
Dieses Vorhaben wurde fast vereitelt,
denn auf unserem Weg zur Busstation
kamen wir in eine Menschenmasse und konnten
weder vor noch zurück. Eine Berühmtheit sollte kommen,
doch die konnte keineswegs so wichtig sein,
wie unsere Nachttour mit dem Bus. Egal,
wir konnten ohnehin nicht weg und so warteten wir ca.
20 Minuten, bis sie endlich aus einem Bus stieg.
Sie, das war Britney Spears, und dieses
kurze Intermezzo sollte für Claudia das
Highlight unseres gesamten Urlaubs werden.

Ich persönlich fand’s eher schlimm.
Sie kam mit einem Bus, winkte kurz,
schmiss sich in einen Sightseeingbus und weg war sie.
Das ganze hat vielleicht drei Minuten gedauert
und hat nicht dazu beigetragen, meine zuvor
gebildete Meinung über diese Dame zu verändern.

Sie hätte ja wenigstens am offenen Bus stehen
bleiben und runterwinken können,
jeder hätte ein Foto bekommen und
wäre zufrieden gewesen, aber das war zuviel verlangt.
Naja, wie gesagt, Claudia konnte ihr Glück kaum fassen,
doch ich finde es eher bedenklich,
wenn Britney Spears ein Vorbild für meine Tochter ist.

Zum Glück haben wir es zu unserer Tour
doch noch geschafft und so genossen
wir Manhattan mal bei Nacht, die Strecke
führte vorbei am Flatiron Building,


New York 20002


am Rockefeller Center,
am Empire State Building,


New York 20001


am Woolworth Building,
an diversen, einem gewissen Herrn Trump gehörenden,
Gebäuden, am Battery Park, am Hafen und noch
an vielen anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Zurück am Times Square war dort natürlich die Hölle los,
alles war beleuchtet, die Stadt schien zu glühen.


New York30001

 
So etwas kann man nur schwer beschreiben,
das muss man erlebt haben, aber wir waren wirklich
mehr als begeistert.
Danach kauften wir noch einen Jahresvorrat an
M & Ms im riesigsten M & Ms Geschäft,
das ich je gesehen habe und dann ging’s gegen 23.00 Uhr
mit der Subway zurück zur Path Station.
Völlig erschöpft fielen wir am Abend ins Bett
und schliefen in Sekundenschnelle ein.



****25. August 2009****
NEW YORK CITY, NEW YORK - USA

Am Programm stand eigentlich das
WTC Tribute Museum doch gerade am
Dienstag öffnete das erst um 12.00 Uhr
und so lange konnten wir keinesfalls warten.
So gingen wir zuerst zur Trinity Church und
danach bestiegen wir am Hafen unseren Bus,
der uns nach Brooklyn bringen sollte.
Von dort aus gingen wir dann die Brooklyn Bridge
hinüber nach Manhattan.
Ich habe zuvor in vielen Berichten gelesen,
dass man es auf alle Fälle von dieser Seite aus gehen sollte,
denn so hat man Manhattan immer im Blick
und das ist sicher auch richtig so.


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Den Einstieg zur Brooklyn Bridge darf
man aber nicht versäumen, denn im Grunde
beginnt das schon viel früher,
als die eigentliche Brücke.


New York30002


Mittlerweile gab es einen Verkaufsschrei,
den ich schon nicht mehr hören konnte.
Überall, wo man in New York hinkommt, hört man
„Cold water, one dollar“
und das machte mich mit der Zeit echt schon wahnsinnig.
Aber egal, wir sind also gut über die Brücke gekommen
und in der Nähe des Rathauses wieder
in den Bus gestiegen, der uns zum
Rockefeller Center brachte.
Wir haben beschlossen,
die ellenlange Schlage beim
Empire State Building zu meiden
und stattdessen der Aussichtsplattform
am Rockefeller Center einen Besuch abzustatten.
Das Rockefeller Center an sich erstreckt
sich über drei Straßen und besteht aus
21 Hochhäusern. Mit 70 Stockwerken und 259 Metern
ist das GE Building das höchste
des gesamten Komplexes und hier
befindet sich auch die Aussichtsplattform.
Es wäre gelogen, würde ich euch weismachen wollen,
dass die Auffahrt billig ist,
aber der Ausblick ist einfach gigantisch.


New York30004


Während sich auf der einen Seite das
Empire State Building über die Stadt erhebt,
sieht man auf der anderen Seite die grüne
Lunge Manhattans, den überdimensionalen Central Park.
Ich kann euch versichern,
dass der Blick über die Stadt den Preis wert ist.

Danach ging es weiter zum
Empire State Building, zum UN Gebäude
und zurück zum Central Park,
wo wir den Bus für eine Rundfahrt im
„Uptown Manhattan“ bestiegen.
 Diese Fahrt dauerte auch zwei Stunden,
kann aber mit der Faszination,
die der Downtown Loop bietet,
meiner Meinung nach nicht mithalten.

Aber man erfährt viel über Stars,
die hier ihre Wohnungen haben und man
kommt an Museen vorbei,
die ich unbedingt einmal besuchen möchte,
z.B. das Museum of Modern Art,
das Solomon R. Guggenheim Museum oder
die Frick Collection. Ja und auch das
Air & Space Museum auf einem Flugzeugträger
steht beim nächsten Besuch auf der Liste.

Tja und dann war es irgendwie schon wieder
spät am Abend und nachdem wir nochmals
dem Times Square einen Besuch abgestattet hatten,
ging es schweren Herzens zurück nach New Jersey.
Es hieß Goodbye New York, we’ll see us soon.



New York0001



****26. August 2009****
PHILADELPHIA, PENNSYLVANIA - USA

In knapp zwei Stunden schafften wir
die Strecke Jersey City - Philadelphia
und dort bekamen wir auch gleich
unser Zimmer im Hampton Inn Philadelphia City Center.
Pünktlich um 12.00 Uhr holte uns meine
Brieffreundin Bikki zu einer Stadtbesichtigung ab.
Ich muss zugeben, dass ich mich für
diese Stadt am wenigsten vorbereitet habe,
denn ich wusste, dass ich quasi einen
persönlichen Guide haben werde.
Bikki brachte uns zuerst zur Cityhall,
einem wirklich eindrucksvolles, viktorianisches
Gebäude am Penn Square, das den Mittelpunkt
des historischen Stadtkerns bildet.

Danach gingen wir in die Nähe des Museum of Art,
wo die Zufahrtsstraße mit Fahnen
aller Länder der Welt beflaggt ist.
Bekannt wurde das Museum aber vor
allem durch die „Rocky“ Filme,
da es als Kulisse gedient hatte.

Bevor wir uns bei einer Runde Minigolf
etwas ausruhen konnten, ging es noch zur
Independence Hall und zur Liberty Bell.


Philadelphia10002

 
Die Führung in der Independence Hall ist gratis,
doch die Tickets müssen vorab im gegenüberliegenden
Visitor Center abgeholt werden.
Das Pennsylvania State House,
das in Independence Hall umbenannt wurde,
um Touristen in die Stadt zu locken,
ist Schauplatz wichtiger historischer Ereignisse.
1776 wurde hier die Unabhängigkeitserklärung
angenommen und 1787 traf sich hier die
Philadelphia Convention,
die die Verfassung der Vereinigten Staaten hervorbrachte.


Philadelphia10001


Danach gingen wir in einem typischen
amerikanischen Diner zum Abendessen,
bevor uns Bikki zu sich nach Hause einlud.
Aufgrund meiner Vorerfahrungen mit
Sarah am Beginn unserer Reise,
wusste ich gar nicht so recht,
ob ich mir das zumuten sollte,
bin aber froh, dass ich es doch getan habe.
Bikki wohnte nämlich in einem Luxusappartement
mit eigenem Concierge und 24 h Service,
also das ganze Gegenteil zu dem,
was wir zuvor bei Sarah erlebt hatten.



****27. August 2009****
STERLING, VIRGINIA - USA

Der letzte ganze Tag in den USA brach heran.
Gegen Mittag erreichten wir den
National Zoo in Washington D.C.,
den wir in den ersten Tagen ausgelassen
hatten und gönnten uns ein paar schöne Stunden
mit Tigern, Elefanten, Bären und Robben.
Die Anlage ist sehr schön und das Beste am ganzen Park ist,
dass der Eintritt frei ist.
Danach wollte Peter noch unbedingt zum Pentagon.
Der Verkehr dorthin war beängstigend,
weil wir gerade zur Rush Hour fuhren
und auch in der Umgebung fanden wir
keinen Parkplatz, an dem wir stehen bleiben durften.
Also ließ mich Peter kurz aus dem Auto springen,
um Fotos zu machen. Genau zwei habe ich zusammen gebracht,
bevor ein Militärangehöriger mich schon aufforderte,
das Gelände sofort zu verlassen,
ich fotografiere eine „protected area“ und das sei verboten.
Gut, ich habe also meine Füße in die
Hände genommen und habe mich von
diesem geschützten Areal verabschiedet.
Aber immerhin, zwei Fotos habe ich,
vielleicht kann ich die ja teuer an
irgendeinen Spion verkaufen.

Danach sind wir nur mehr ins Hotel,
um die letzten USA Stunden noch einmal
in aller Ruhe zu genießen.
Das Fairfield Inn by Mariott ist ein schönes Haus.
Es liegt in Sterling, Virginia und
ist vom Dulles Airport gerade mal 4 Minuten entfernt.
Noch schnell online eingecheckt
und auch tatsächlich 4 Sitze nebeneinander
ergattert und damit und dem Planschen
im Pool ging der Tag auch schon zu Ende.


****28. August 2009****
DULLES AIRPORT, STERLING - USA

Es war sehr günstig, dass wir
erst zu Mittag aus dem Hotel auschecken mussten,
so blieben wir bis zum Schluss im Zimmer,
haben ferngesehen, gespielt und uns noch
einmal entspannt. Danach hieß es,
Abschied nehmen von unserem uns lieb
gewordenen Mietauto bevor uns
der Airport Shuttle zum Flughafen brachte.
Gegen 13.00 Uhr mussten wir lesen,
dass der Austrian Airlines Schalter erst um
14.40 Uhr geöffnet wird,
daher haben wir uns erstmal ein
leckeres Mittagessen gegönnt.
Die nächsten Stunden vergingen vor allem damit,
dass wir im Duty Free noch nach
Souvenirs für zu Hause Ausschau gehalten haben.
Gegen 17.30 Uhr konnten wir dann die Maschine besteigen,
doch es dauerte noch über eine Stunde,
bevor wir starteten,
denn das Warten auf Passagiere von Anschlussflügen
und ein heftiges Gewitter in
New York brachte einiges an Zeitverzögerung mit sich.


****29. August 2009****
WIEN, ÖSTERREICH

Dadurch, dass unsere Flugroute
nunmehr noch über Grönland,
sondern mitten durch den Atlantik verlief,
konnten wir eine Stunde Flugzeit sparen
und kamen pünktlich um 8.40 Uhr in Wien an.
Natürlich haben wir keine einzige Minute
geschlafen und so waren wir den ganzen Tag
über ziemlich groggy. Tapfer haben wir
aber bis Abends durchgehalten,
bevor wir ins Bett gingen, um dem Jetlag
vorzubeugen, was glücklicherweise gut funktioniert hat.


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****FAZIT****
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Man kann von den USA halten,
was man möchte und ich denke,
bei keinem anderen Land gehen die Meinungen
derart auseinander wie von den USA.
Natürlich gibt es mal jede Menge Klischees:
die Amerikaner sind viel zu oberflächlich,
fastfoodversessen, übertrieben patriotisch
und natürlich verschmutzen sie mit
ihren Riesenkübeln auch noch die Umwelt.
Amerikaner sind prüde, konservativ,
doppelmoralisch und kriegsfreundlich.
Sie halten nichts von Mülltrennung,
die Regierung mischt sich überall ein
und lässt einen sogar am Flughafen die Schuhe ausziehen,
die Toiletten haben an der Klobrille
komische Auslassungen und egal wie
intensiv man auch sucht,
man wird kein gescheites Gebäck finden.
Außerdem liegt dort die Wurzel des Übels
 „Wirtschaftskrise“.

Doch die USA ist auch ganz anders.
Es ist ein Land der Superlative.
In keinem anderen Urlaubsland wird
man als Tourist so herzlich empfangen,
nirgendwo anders fragt man dich im Fahrstuhl,
wie es dir geht, nirgendwo anders hilft
dir jemand, die Karte zu lesen,
ohne, dass du ihn darum bittest.
Die USA ist ein Land der extremen Naturvielfalt.
Gletscher findet man hier ebenso wie die Wüste.
Meer gibt es hier ebenso wie Berge.
Einsame Orte und Buchten stehen
gigantischen Städten gegenüber.
Besonders im Westen reiht sich ein
Nationalpark an den andern und jeder
ist in seiner Besonderheit einzigartig.
Amerikaner sind herzlich, locker und schaffen es,
alles in Ruhe zu bewältigen.
Da gibt es vor keiner Sehenswürdigkeit ein Gedränge,
jeder wartet, bis er dran ist.
Amerikaner haben einen lebendigen,
auch selbstironischen Humor und sie sind tolerant.
Sie haben die Nachbarschaftshilfe quasi erfunden,
spenden Unsummen im Jahr und
setzen sich für jeden ein, der Hilfe braucht.
Die Einwohner der USA haben es geschafft,
aus einem multikulturellen
und multinationalen Einwandererstaat
die „Vereinigten Staaten“ als Gesamtidentität aufzubauen.

Ich denke, entweder liebt oder
hasst man die USA. Gehasst wird
sie normalerweise nur von Menschen,
die noch nie „drüben“ waren.
Wir sind begeisterte USA Reisende
und solange ich mich auf meinen Füßen bewegen
und es mir finanziell leisten kann,
wird immer wieder mal eine Reise in
dieses Land gehen. Jeder muss sich
seine eigene Meinung bilden,
doch für uns sind die Vereinigten Staaten
von Amerika auf jeden Fall etwas Besonderes.

Von Kanada haben wir bestimmt nicht gerade
die attraktivste Ecke gesehen und
wir haben uns in diesem Land auch
immer ein bisschen fremd gefühlt.
Ich bin zwar froh, dass ich die Städte gesehen habe,
aber mich wird wohl eher nichts mehr in diese Gegend führen.

Eine Kombinationsreise USA und
Kanada gerade auf diesem Teil
des nordamerikanischen Kontinents
kann ich aber auf jeden Fall empfehlen.
Es liegt sehr günstig und einmal
 sollte man das schon gesehen haben!

Für uns war es wieder einmal ein
lohnenswerter und ereignisreicher Urlaub,
den wir nicht missen möchten!


 




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