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25.06 Heute gibt’s Stadtbesichtigung in Shanghai.

Als erstes nehmen wir uns ein Taxi zu einem dieser berühmten Eingangstore
 zum alten shanghaier Zentrum. Von dort geht’s über die Zickzackbrücke


in den Yuan-Garden. Viel sagen kann man dazu nicht. Ist ein bisschen vergleichbar mit dem Japanese-Tea-Garden in San Francisco. Habe einfach mal ein paar Bilder dazugestellt.




Weiter geht’s durch das Antiquitätenviertel
durch einfache Seitenstrassen ins French Quarter. Zu den Seitenstrassen muss man sagen, dass hier die Leute in den typischen zweistöckigen Wohnhäusern leben.
 jedes 5. Haus hat draußen an der Strasse einen Wasseranschluss, an dem die Leute ihr Wasser holen können. Das Waschbecken darunter hat einfach ein Loch und was den Abfluss runtergeht, landet auf der Strasse und von dort irgendwann im Gulli. Geht man eine Querstrasse weiter, ist man im absoluten Nobelviertel. Diese Klassenunterschiede sind schon sehr heftig.
Vom French Quarter


über die Nobeleinkaufsstrasse geht unser weg dann zum berühmten Fakemarkt. Heute kaufen wir aber noch nichts. Nur mal testen, was wir so verhandeln können. Eingekauft wird dann morgen. Pustekuchen. Das ist ein Vorhaben, was sich bei der ersten Verhandlung in Luft auflöst. Aber wir lernen schnell. Nichts, was hier angeboten wird, darf die 10eurogrenze überschreiten – auch nicht die Echtleder-Guggi-Tasche… Nach drei Stunden Füße plattlaufen ist es dann auch Zeit, ins Hotel zu gehen. Eine Dusche ist bitter nötig. Zum Abendessen suchen wir uns im Reiseführer noch ein Restaurant und lassen uns hinfahren. Leider gibt es das Restaurant nicht mehr und so müssen wir uns etwas anderes suchen. Wir finden auch etwas und nach einem etwas reichlicheren Mahl, als gestern, machen wir beim Rückweg noch einen Spaziergang über nie Nanjing-Road. Sieht aus, wie in Las Vegas – nur die Casinos fehlen. Die Leuchtreklame ist aber schon da.



Zufrieden und satt gehen wir ins bett, nachdem wir die wirklich penetranten Werber von Bierbars und Ladybars, Rolexverkäufern und Bettlern abgewimmelt haben.
26.06 Heute geht’s nochmal in die Stadt. Wieder laufen wir etliche Kilometer und machen das eine oder andere Foto. Sehr imposant ist das Stadtentwicklungsmuseum, in welchem es auch ein Modell von Shanghai im Jahre 2020 gibt. Die Stadt hat momentan 16 Mio. Einwohner. Für 2020 sind 35 Mio. prognostiziert…


Danach gehen wir dann aber nochmal auf den Fakemarkt.



Gestern haben wir uns noch eine Liste zusammengestellt, was wir alles brauchen: Ein Deutschlandtrikot von „adidas“ ist für 7 Euro in unseren besitz übergegangen. Für Freundin und Frau brauchen Sohn und Vater jeweils noch eine Handtasche, natürlich „echtes Guggi“. Turnschuhe wechseln für 3,50 Euro den Besitzer und ein Chanelkleid für 10 – inklusive Minirock einer anderen Firma… so geht es weiter. Bei einem Fotostativ für 3,50 Euro macht man auch nicht viel kaputt, sollte es in drei Wochen nicht mehr gerade stehen. Und in diesem Stil geht es weiter… Das Stativ müssen wir aber noch testen, also geht’s nach dem Einkauf erstmal ins Hotel, abladen und duschen. Dann wollen wir unseren letzten Abend nochmal fein ausklingen lassen und reservieren im French Quarter bei einem Chinesen. Superlecker, kann ich nur sagen – und da die Karte auch mal mit englischen Zeichen versehen war, wussten wir auch, was wir vor uns hatten. Nach dem Essen probieren wir noch das Stativ aus und fotografieren am Bund die Prachthäuser aus der Kolonialzeit und das gegenüberliegende Ufer.



 Und danach sind wir komischerweise beide froh, dass wir morgen wieder heimkommen. Sobald es dunkel wird hat man als Europäer einfach keine ruhe mehr. Alle 10 Sekunden kommt einer an, nimmt einen am Arm und versucht einen, mit sich in eine Bierbar, Ladysbar oder sonstirgendeine bar zu zerren. Man wird nicht nur penetrant angesprochen, sondern muss sich wirklich auch körperlich wehren. Dazu kommen noch die Bettler und Ramschverkäufer die uns zum Schluss wirklich so auf den Nerv gehen, dass ich sogar einem mit dem Stativ drohe. Aber das soll auch der einzige fade Beigeschmack bleiben, denn die positiven Erinnerungen überwiegen bei Weitem. Also, jetzt erst mal ab ins Bett. Morgen geht’s wieder heim
27.06 Aufstehen und packen ist angesagt, irgendwie wirkt die Reise jetzt schon ein bisschen unwirklich. Das Taxi bringt uns nach dem letzten Frühstück dann zum Maglev – dem Transrapid

 fahren wir zum Flughafen und von dort aus geht es wieder zurück in die Heimat


Vielleicht kommen wir wieder


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