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Otto on Tour


Die Ruhrtalbahn bietet nostalgische Zugfahrten vom Eisenbahnmuseum Dahlhausen in Bochum bis nach Hagen an, während der Saison auch einmal im Monat mit einem Dampfzug.
In diesem Jahr wird auch wieder eine Weiterfahrt von Hagen nach Ennepetal mit dem Schienenbus – dem sogenannten „Teckel“ – angeboten.

Link zur Ruhrtalbahn:
http://www.ruhrtalbahn.de/index.html

In Kombination mit einem Besuch der Klutert-Höhle in Ennepetal lässt sich dies zu einem tollen Tagesausflug kombinieren.

Link zur Kluterthöhle:
http://www.kluterthoehle.de/?page=home

 



Am Sonntag, den 2.9.2007 habe ich mich mit ein paar Freunden/innen vom Niederrhein und den Stammtischlern Uli und Volker gegen 8:15 Uhr in Dahlhausen getroffen, um diese Kombination aus Zugfahrt und Höhlenbesichtigung in Angriff zu nehmen.



Der Dampfzug nach Hagen wurde von der Lokomotive 38 2267 - der "preußischen P8" - angetrieben, die Waggons der 1. bis 3. Klasse stammten aus der Zeit von 1903 bis in die fünfziger Jahre.

Die Dampfzugstrecke im Überblick:



Die Dampflok auf dem Gelände des Eisenbahnmuseums Dahlhausen.
 
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Die Waggons von außen.
 
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Innenansichten der Wagen.
 
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Lustige Schilder gab es auch wieder.
 
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An jeder Station traten alle Schaffner (es gibt für jeden Waggons einen) hinaus und sorgten dafür, dass alles problemlos ablief.
 
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Ansichten während der Fahrt.
 
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In Hagen stieg man um in den „Teckel“, der einen nach Ennepetal brachte.
Der „Teckel“ ist ein „Uerdinger Schienenbus“ mit Motorwagen und Beiwagen aus der Zeit von 1956 bis 1961. Dabei sollten diese Fahrzeuge eigentlich nur so 15 Jahre halten....

 



Zwar hatte der Dampfzug schon 45 Minuten Verspätung, aber anders als bei der DB war das hier kein Problem – man wartete geduldig aufeinander.
 
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Innenansichten des Schienenbusses
 
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Der zweite Waggon
 
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Der Fahrzeugführer
 
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Die Fahrt ging von Hagen Hbf über Gevelsberg Poeten, Gevelsberg Nirgana bis nach Ennepetal Kluterthöhle.
 
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Erstaunlich ist, dass der „Dackel“ dabei teilweise mitten durch die Städte fährt, dann aber äußerst langsam, da die Anwohner an ihren Ausfahrten nicht unbedingt mit einem Zug rechnen.
 
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Die gut 2 Stunden Aufenthalt in Ennepetal bis zum nächsten Programmpunkt haben wir zunächst durch eine klitzekleine Besichtigung überbrückt – es gibt so einige Ausstellungsstücke des Straßenindustriemuseums anzuschauen.
 
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Nach einem Gruppenbild haben wir uns erst mal gestärkt.
 
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Für Uli und Volker ging es danach mit der Ruhrtalbahn schon wieder zurück nach Bochum, der Rest machte sich auf zur Kluterthöhle
 
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Die Kluterthöhle ist eine der größten Natur- und Schauhöhlen Deutschlands mit über 350 Gängen und ungefähr 5500 m Länge. Entstanden ist diese Höhle vor ca. 370 Mio. Jahren und wahrscheinlich Mitte des 16. Jahrhunderts entdeckt worden. Die Temperatur beträgt konstant 10°C.

Man kann diese Höhle ganz „normal“ besichtigen; das ist dann eher ein Spaziergang und man holt sich schlimmstenfalls ein paar dreckige Schuhe. Wir hatten aber eine Erlebnisführung gebucht.
http://www.kluterthoehle.de/?page=erlebnis


Für diese muss man erst mal alte Kleidung und feste Schuhe bzw. Gummistiefel anziehen. Benötigt wird auch eine Taschen-/Stirnlampe und ein Helm, den man aber auch an der Höhle kostenlos ausleihen kann. Unser Höhlenführer Marco hat amüsiert von einem Lehrer erzählt, der mit seiner Klasse im Anzug auftauchte und dies auch total in Ordnung fand. Das hat er wohl bitter bereut...

 



Ein Höhlenzwerg vor dem Höhleneingang...
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...und seine Kumpels.
 
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Essen bzw. Trinken ist verboten, sogar Kaugummis sind vorher zu entsorgen, damit sich keine Schimmelpilze bilden können.

Sämtliche Bilder aus der Höhle musste ich nach bearbeiten, bei den teilweise auftretenden Lichtreflexionen war ich leider machtlos...

 



Der Einstieg zur Erlebnisführung war etwas beschwerlich, was auch als ein Test für die körperliche Fitness diente, aber zu Beginn der Tour war das alles recht harmlos.
 
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In der sogenannten „Kathedrale“ hat unser Guide etwas zur Entstehung der Kluterthöhle erzählt, und auch, das er unserer kleinen Gruppe von Erwachsenen etwas mehr vom Höhlensystem zeigen kann, als dies bei größeren Gruppen bzw. Kindern möglich wäre.
 
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Im 2. Weltkrieg wurde die Höhle auch als Bunker genutzt; den damals angelegten Notausgang hat man wieder zugemauert, da er dem Klima schadete; die Höhle wird wegen der guten Luft auch für Therapiezwecke z.B. für Lungenkranke genutzt. Somit müssen die vorhandenen Fledermäuse den einzigen Ein- und Ausgang für ihre nächtlichen Exkursionen nutzen.


Dann wurde es auch schon mal beschwerlicher; man konnte nicht mehr gebückt gehen, auch nicht auf Händen und Knien krabbeln – man musste regelrecht auf dem Bauch vor sich hin robben. Und es war immer wieder glitschig und matschig

 


 
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Wasser bzw. Gewässer gibt es da unten auch. Hier der „Königssee“...
 
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...in denen ein Besucher mal seine Goldfische freigelassen hat. Diese konnte man erst wieder beseitigen, indem man einen Hecht aussetzte. Der hat die Goldfischlis vertilgt und war leichter wieder einzufangen.
 
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Ein leicht fließendes Gewässer.
 
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Hier erklärte Marco denjenigen, die keine Gummistiefel an hatten, wie man trockenen Fußes über diese Pfütze kommt. Teilweise waren die Pfützen bis zu 40 cm tief.
 
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Es wurde weiter gekrabbelt oder geklettert (um keine nassen Füße zu bekommen) oder gekrochen.
 
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Manchmal war Teamarbeit angesagt. Unser Guide hat sich insbesondere über diese Hilfsaktion amüsiert.
 
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An diesem Bild kann man durch die Korallen- und Muschelversteinerungen erkennen, dass sich die Höhle vor Jahrmillionen auf dem Boden eines Meeres befand.
 
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Watch Your Head
 
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Man begeht auch Teile der “Normalführung”; hier wurde für Halloween gerade ein Bereich umgestaltet.
 
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Diese Aufschrift sorgte natürlich für Gelächter (R.I.P.   OTTO   We miss you!!)
 
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Dann kam der schwierigste Teil der Tour, der sogenannte Fuchsbau. Hier muss man mehrere Meter durch eine wirkliche niedrige Spalte kriechen. Das war anstrengend, und einer von uns ist hier gescheitert. Nachdem er trotz Ausatmens nicht mehr weiterkam, fand er die bedrückende Enge mehr als nur lästig und hat aufgegeben. Durch andere Gänge wurde er von Marco zu einem Treffpunkt gebracht und wir Restlichen mussten ein kurze Zeit auf das Abholen warten.


 
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Therapie- bzw. Spielplatz für kleine und große Kinder.
 
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Die Kluterthöhle ist keine Tropfsteinhöhle, aber so einiges hat sich auch hier im Laufe der Jahrtausende herausgebildet. Das meiste wurde aber in früheren Jahren durch Unachtsamkeit und Vandalismus zerstört.
 
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Versteinerte Fossilien
 
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Tropfsteingebilde
 
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Diese Wand hat einer als „Abhustwand der Bronchialkranken“ bezeichnet – pfui Deivel...
 
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Man glaubt es kaum, aber hier unten wächst sogar was.
 
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Nach 2 Stunden (etwas länger als angekündigt) war für uns die Erlebnisführung beendet. Wir hatten unseren Spaß und fanden es trotz der Anstrengungen, mit denen wir nicht so unbedingt gerechnet hatten, sehr schön – einer von uns mit leichten Einschränkungen.


Die Klamotten waren natürlich versaut, aber wir waren darauf vorbereitet und hatten genug zum Wechseln dabei.
 
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Fazit zur Höhlentour:
Die Erlebnistour war beschwerlicher, als wir erwartet hatten, aber super. Wer sich nicht fit fühlt oder auch etwas beleibter ist, sollte nur die Normaltour machen. Auch wenn man in Gummistiefeln nicht so gut gehen kann, an einigen Stellen werden sie benötigt. Das hängt aber vom jeweiligen Guide ab, welche Route dieser einschlägt, und auch, ob es in den Tagen vorher viel geregnet hat. Handschuhe sind m.E. von Vorteil, da die Finger recht schmutzig werden und man Probleme mit dem Fotografieren bekommen kann. Das Abwischen an der schmierigen Hose nervt auf die Dauer. Und ein paar blaue Flecken sollte man einkalkulieren.

 



Nach dem Säubern und Umziehen haben wir noch kurz am Markt die Eisdiele besucht und dann ging es mit der Ruhrtalbahn zurück nach Bochum.

Der „Teckel“ in Ennepetal
 
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Die Dampflokomotive im Hagener Hbf.
 
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„Love Me, Tender....“
 
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Der originellste Schaffner
 
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Die Rückfahrt war denn eher beschaulich,...
 
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...wir haben sie mit ein paar Bier ausklingen lassen.
 
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Ein letztes Bild im Eisenbahnmuseum, dann war eine lange aber sehr unterhaltsame Tour zu Ende, die uns wirklich viel Spaß gemacht hat.
 
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Kleine Kostenaufstellung:
100 € Erlebnisführung, 12 € Umkleidekabine, Trinkgeld 10 €, Dampfzug p.P. 18 €, Teckel p.P. 9 € - machte zusammen bei sieben Personen pro Nase 45 €.