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Ruhrgebiet1


Das Ruhrgebiet ist mit etwa
5,3 Millionen Einwohnern und einer
Fläche von etwa 4.435 Quadratkilometern
der größte Ballungsraum Deutschlands
und der drittgrößte Europas.


 




Es ist nach dem Fluss Ruhr benannt
und stellt den dicht besiedelten
Zentralraum des deutschen Bundeslandes
Nordrhein-Westfalen dar.
Mit seinem Umland bildet es die Metropolregion
Rhein-Ruhr, in der über
10 Millionen Menschen leben
und der ein Gebiet von fast
10.000 Quadratkilometern zugerechnet wird


 




Im Allgemeinen sind die „Grenzen“
auf den 1920 gegründeten Siedlungsverband
Ruhrkohlenbezirk zurückzuführen,
dem heutigen Regionalverband Ruhr (RVR).
Zum RVR gehören die kreisfreien Städte
Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg,
Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne,
Mülheim an der Ruhr und Oberhausen
sowie die Kreise Recklinghausen,
Unna, Wesel und der Ennepe-Ruhr-Kreis.
Der Begriff „Ruhrgebiet“ ist jedoch
keine offizielle Verwaltungsbezeichnung.
Die genauen Grenzen sind interpretationsabhängig
und die Städte und Kreise gehören
auch den Landesteilen Rheinland und Westfalen an.


Auf einer Karte betrachtet
könnte man das Ruhrgebiet für eine
einzige Großstadt halten,
da es, zumindest in der
Nord-Süd-Ausdehnung, keine erkennbaren Grenzen
zwischen den einzelnen Städten gibt.
So ist das Ruhrgebiet als polyzentrische
Städtelandschaft zu bezeichnen.
Der Raum ist gekennzeichnet durch
seine ähnliche stadt- und wirtschaftsgeografische Entwicklung

Das Ruhrgebiet wird im Jahr
2010 unter der Kurzbezeichnung RUHR.2010
neben Pécs (Ungarn) und
Istanbul Kulturhauptstadt Europas sein.



 




Die RuhrTriennale, die Ruhrfestspiele,
die Extraschicht und ähnliche Großveranstaltungen
zeugen von einer lebendigen Kulturszene
im Ruhrgebiet. Aufgrund der hohen Dichte
kultureller Einrichtungen bewarb sich das
Ruhrgebiet unter Führung der Stadt Essen
erfolgreich als Kulturhauptstadt Europas 2010:
Die Kraft von RUHR.2010 ist die Fähigkeit
zum Wandel durch Kultur.


Die Kulturhauptstadt Europas präsentiert
das Ergebnis eines mehrjährigen und tief
greifenden Wandlungsprozesses des Ruhrgebiets.
Hunderte Kulturinstitutionen, Künstler
und Kulturschaffende in der Metropole Ruhr
sind seit Jahren die Basis dieses Wandels
und bilden eine der reichsten
Kulturlandschaften Europas.
RUHR.2010 zeigt anhand ausgewählter
Projekte den erreichten Stand und ist
ein vorläufiger Höhepunkt der stetigen
Entwicklung. Das Ziel ist, durch gezielte
Auswahl von Projekten das dauerhafte
Kulturangebot weit über 2010 hinaus in
Europa zu etablieren. Mit der Kraft der
Kulturhauptstadt Europas setzt das Ruhrgebiet
seinen Aufbruch fort.


Die „Route der Industriekultur“,
die ähnlich den in Deutschland bekannten
 Wein- oder Burgenstraßen konzipiert ist,
steuert die wichtigsten industriegeschichtlichen
Stätten des Ruhrgebiets an und dient als
Ausgangsbasis für die Vermarktung des
Ruhrgebiets als Tourismusregion.

Im Ruhrgebiet befinden sich zahlreiche
Technik- und Industriemuseen wie das
Deutsche Bergbaumuseum in Bochum, das Museum
der Deutschen Binnenschifffahrt in Duisburg,
das Umspannwerk Recklinghausen,
die Deutsche Arbeitsschutzausstellung in Dortmund,
das Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen
in Bochum und die dezentralen Museen
Westfälisches Industriemuseum und
Rheinisches Industriemuseum.


 




Außerdem gibt es auch im Ruhrgebiet
mehrere Kunstmuseen wie das Museum Folkwang
in Essen, das Lehmbruck-Museum und
Museum Küppersmühle in Duisburg,
die Ludwig-Galerie im Schloss Oberhausen
oder das Museum am Ostwall in Dortmund.


Ähnlich vielfältig ist die Theaterlandschaft
im Ruhrgebiet. Zu den bekanntesten
Schauspielbühnen gehören das renommierte
Schauspielhaus Bochum und das Grillo-Theater
in Essen. Auch das Musiktheater ist mit
reicher Tradition im Ruhrgebiet vertreten,
so das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen,
die Deutsche Oper am Rhein in Duisburg,
das Aalto-Theater in Essen und das
Dortmunder Opernhaus
mit der angeschlossenen Kinderoper.
Daneben gibt es zahlreiche Konzerthäuser
wie beispielsweise das Konzerthaus
Dortmund und Amateurbühnen
wie die Waldbühne Heessen in Hamm.

In Bochum wird seit 1988 das
erfolgreichste Musical der
Welt Starlight Express in einem eigens
dafür gebauten Theater gespielt.
Darüber hinaus haben sich zwei
Musicalspielstätten der Stage Entertainment
in Essen und Oberhausen etabliert.

 
Log_Henrichshuette


eintritt_henrichshütte1


des ersten Hüttendirektors Carl Roth
ihren Namen nach dem Grafen Henrich zu
Stolberg-Wernigerode (1772–1854).
Sie war eines der traditionsreichsten Hüttenwerke
des Ruhrgebietes, bekannt für ihren Edelstahl.


Eva_Rita_Henrichshütte_Hattingen


Trotz wechselnder Eigentumsverhältnisse
(1930 bis 1963 Ruhrstahl, 1963 bis 1977 Rheinstahl,
ab 1977 Thyssen AG, usw.)
blieb der Name Henrichshütte stets bestehen.

Beginnend im Jahre 1987 wurde die Henrichshütte
stillgelegt (1987 Hochofen 3 und Walzwerk,
1993 Stahlwerk, 2003 Schmiede).


Eingang_Henrichshütte


Gründung und erste Jahre 
Die Henrichshütte wurde am 13. Oktober 1854
durch das königliche Oberbergamt
zu Dortmund konzessioniert. Beantragt
hatte die Konzession der Hüttenmeister
Carl Roth, der im Auftrag seines Arbeitgebers,
des Grafen Henrich zu
Stollberg-Wernigerode handelte.


Eingang_Henrichshütte_Hattingen


Der Graf besaß zu diesem Zeitpunkt
bereits mehrere Hüttenwerke im Harz,
deren Betrieb aber wegen der zu Ende
gehenden Rohstoffe nicht mehr rentabel war.
Hinzu kam die Einführung des koksbefeuerten
Hochofens – eine Technik, die in England entwickelt
worden und den bis dahin üblichen,
mit Holzkohle befeuerten Hochöfen
weit überlegen war – auf dem Kontinent.


Infos


Henrichshuette


Die Holzkohle–Hochöfen des Grafen waren aus
diesem Grund nicht mehr konkurrenzfähig.
Da die Steinkohle zu einem wesentlichen
Rohstoff geworden war,
konnte das Ruhrgebiet seine Position
als für Hüttengründungen bevorzugte Region,
da dort sowohl Eisenerz, als auch hochwertige
Fettkohle zur Koksproduktion vorhanden waren,
weiter ausbauen


Unfall_Verhüttung_1950


Gegen erbitterten Widerstand wurde
1987 im Zuge des allmählichen Niedergangs
der Kohle- und Schwerindustrie
im Ruhrgebiet der letzte Hochofen
der Henrichshütte stillgelegt.
Der letzte Abstich fand am 18. Dezember 1987 statt.


Henrichshütte


Der Hochofen II wurde nach China verkauft
und 1990 demontiert. 1993 wurde das
Stahlwerk geschlossen, die letzten
662 Arbeitsplätze gingen verloren.
Der Schmiedebetrieb der Henrichshütte
nutzte danach noch einige Jahre Teile
des alten Stahlwerks mit einem LD–Konverter
und 2 Elektrolichtbogenöfen.
2004 wurde auch dieser letzte aktive Teil
der Henrichshütte geschlossen.


Schaugiesserei_Henrichshütte


Heute ist das 70.000 m² große Gelände
der Henrichshütte neben einigen neuen
Gewerbeansiedlungen und neuen Parkflächen
einer der acht Standorte des LWL-Industriemuseums
und Teil der Route der Industriekultur


Hochofen


Gebläsehalle Henrichshütte Hattingen


Halle_Heinrichshütte


Heinrichshütte_2


Siemens_Anlage_Heinrichshütte


Rüdiger_on_Tour


Heinrichshütte_3


Heinrichshütte_4


Generator in der Gebläsehalle.
Hier wurde Strom erzeugt.
Außerdem standen hier die
Gebläse mit denen die die Luft
in das Rohrleitungssystem gepumpt wurde.


Heinrichshütte_5


Rita_Henrichshütte


Steuerpult_Henrichshütte


Heinrichshütte_6


Kasino-Henrichshütte


Door_to_Heaven


Heinrichshütte_7


Sitzgruppe_Henrichshütte


Ver_schaukelt_Henrichshütte


Henrichshütte_Borussia_Dortmund


Strandidylle_Henrichshütte


Henrichshütte_Strand


Henrichshütte_Beach


Beachparty


Henrichshütte_im Sommer


Henrichshütte_Chillen


Henrichshütte_Aufgang


Hochofen_HenrichshütteHenrichshütte_8


Aufzug_HenrichshütteAufzug_1


Hochofen_Henrichshütte_1


Förderband


Eva_beim Füttern


Umleitung


Tonnen


Henrichshütte_11


Henrichshütte_12Henrichshütte_13


Henrichshütte_14Henrichshütte_Gasometer


Gang zum Hochofen 3.


Henrichshütte_WegHochofen_Henrichshütte_2


Äußerer Aufgang zur Gichtbühne am Hochofen.
Da haben Eva und ich schon ein wenig schlucken müssen.
Es war verdammt hoch.


Henrichshütte_15Henrichshütte_16


Henrichshütte_17


Henrichshütte_18


 Converterbirne, Walzwerkswelle, Transportgestell


Henrichshütte_19


Sichtbühne_Henrichshütte_1


Henrichshütte_20


Henrichshütte_21


Henrichshütte_22


Henrichshütte_23


Henrichshütte_25Henrichshütte_24


Feuer_im_Revier


Feuer_im_Revier_1


Der Besuch lohnt auf alle Fälle und man gut und gerne
ein paar Stunden hier verbringen.


Alles ist begehbar und kann  erkundet werden,
auch die ehemalige Gießhalle
wo das Eisen abgestochen wurde.
Ein Gang durch das Areal der Henrichshütte
führt über viele Treppen in die Höhe,
aber es gibt einen Fahrstuhl.
Jeden Sonntag um 11 Uhr 30 wird
eine öffentliche Führung durch die sehenswerte
Anlage angeboten.


Für das leibliche Wohl wird auch gesorgt.


 



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