USAFreunde



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Di 06.05.2008, 2.Woche, 13.Tag, Fruita – Escalante

Donut-Toast-Bagel-Breakfast, der Cafe geht so.
Outchecken, bei Shell tanken und im Citymarkt alles
nötige für unseren heutigen BBC-Abend kaufen.
Halb neun sind wir auf der I-70 und verlassen eine
Viertelstunde später Colorado.
Die Präriedogs rechts und links der Autobahn grüssen wir auch wieder.
Wir halten kurz am Visitorcenter bei Thompson Springs
und holen uns dort Karten zum Goblin Valley State Park.
Etwa halb elf verlassen wir die Interstate und fahren
die Utah 24 South bis zum Abzweig des State Parks.
Dort kostet’s $7 Eintritt per Vehicle und es ist meines
Erachtens das Geld auch wert.

 



 
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Wir unternehmen einen kleinen
Rundgang im brennend heissen Valley
und holen uns danach noch
 Shirts und Karten im Visitorcenter.
Direkt anschliessend geht’s zum Little Wild Horse Canyon.
Nach 10 min Offroad, die auch mit
PKW oder Womo zu bewältigen wären,
sind wir am Trailhead.
Oberhalb der San Rafael Swell
sind dunkle Gewitterwolken aufgezogen.

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Trotzdem (und mehr als leichtsinnig!)
lassen wir uns die Chance nicht entgehen
und machen einen etwa zweistündigen
Hike in den Canyon.
 
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Wer Platzangst hat,
für den ist nach 20 min Schluß.
 Ca. 80 cmbreit ist der Slotcanyon an dieser Stelle.
Wir gehen noch ein ganzes Ende weiter.
Leider werden die Wolken immer dunkler.
Immer wenn am Himmel ein Flugzeug vorbei zieht
 und wir es nicht sehen können, überlegen wir,
 ob es nicht auch eine Flashflood sein könnte.

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Da die Zeit für den kompletten Loop nicht reichen wird und
die Eindrücke schon so überwältigend genug sind,
drehen wir irgendwann schweren Herzens um.
An der Parking Area machen wir einen Lunch und fahren
dann zurück zum Highway 24.
Rechts und links der Strasse sehen
wir kleine Sandsturmtornados,
die uns bis Hanksville begleiten.

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Von hier geht’s ohne Unterbrechung
westwärts bis zum Visitorcenter
des Capitol Reef Nationalparks,
wo wir eine kurze Pause einlegen.
 
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Dann über Torrey zu einem der schönsten
 Scenic Byways im Südwesten,
dem Utah-Highway 12.
Unterwegs sehen wir noch, dass „unser“
Comfort Inn von 2006 inzwischen
closed ist und zum Verkauf steht.
Jetzt geht’s in die Boulder Mountains auf fast 10.000 ft.
Von hier oben gibt’s tolle Views auf’s Capitol Reef.

 


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Wir passieren Boulder und danach die faszinierende
 Calf Creek Recreation Area.
Immer wieder beeindruckend, selbst von der Strasse aus.
Etwa 18:00 erreichen wir Escalante und nach einigen Suchen
finden wir die Zufahrt
zum von Deutschland gebuchten Slot Canyon Inn.
Liegt fünf Meilen südlich der Stadt am Escalante River.

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Joette empfängt uns freundlich, präsentiert uns nicht
ohne Stolz ihre Herberge und führt uns
zu unserem Spooky-Gulch-Appartment.
Eine Two-Bedroom-Suite mit Kitchenette, Terrasse und Grill.
Wir laden die Autos aus, schmeissen den Grill an und
geniessen bei untergehender Sonne
die Ribeye-, Sirloin- und T-Bonesteaks.
 

 

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Abends wird’s dann frischer, aber mit langen Hosen,
warmen Pulli und kaltem Bier lässt sich’s gut aushalten.
Selbstverständlich gibt’s hier „fernab der Zivilisation“
auch ein gut funktionierendes W-Lan.
Die ganze Anlage macht einen sehr gepflegten und vor allem
geschmackvollen Eindruck.
In vielen Kleinigkeiten sieht man die Liebe zum Detail.
Es gibt 6 Zimmer, 2 Suiten und eine etwas separat auf einer
Anhöhe gelegene Hütte, namens Isaac Riddle Cabin.
Dadurch dass wir uns die Kosten für die Suite teilen können,
ist es gar nicht mal sooo teuer.
Der $-Kurs tut ein Übriges zur guten Laune.
Um zehn reicht’s für alle. Wir duschen nacheinander
und freuen uns auf die Betten. 

Gefahrene Meilen / Kilometer:  300 / 483

Übernachtung:  slot canyon inn, escalante, $117   ****

 

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Mi 07.05.2008, 2.Woche, 14.Tag, Escalante (Golden Cathedral)

Um sieben sind wir wach. Wer unbedingt was zu meckern braucht,
die Betten sind etwas weich und es ist relativ hellhörig.

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Wir gehen zu unserem allerersten Bed & Breakfast Frühstück.
Alle anwesenden Gäste sitzen an
 einem riesigen Tisch und nebenan
in der gemütlichen Küche bereitet Joette das Essen.
Jeder kann sich holen, was er will und ab acht gibt’s
noch frisch zubereitete Leckerlies.
Neben den üblichen Toast, Donuts, Cerealien gibt es jede
Menge frisches Obst und Säfte.
Als warme Zutat werden heute leckere
Buttermilch-Nuss-Banana-Pancakes gereicht.
Das relativ abgehobene Publikum haut sich die Taschen voll
und berichtet von erfolgreich
bezwungenen Wahnsinns-Hikes
wie Emeraldpools oder Riversidewalk im Zion.
Trotz des Geschwafels der
 „Hardcore-Hiker“
sind wir angenehm überrascht
vom Bed & Breakfast.
Gefällt uns ausgesprochen gut.
Jetzt packen wir unsere Wanderklamotten,
fahren tanken und hauen in Escalante
zu erstaunlich günstigen Konditionen die Coolbox
noch mal voll Steaks.
Danach zur Hole-in-the-Rock Road und auf dieser
erstmal 16 Meilen bis zum Abzweig Little Egypt.

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Die Strasse ist in gutem Zustand, nur die
Waschbrett-Passagen nerven ein wenig.
Die folgenden 10 Meilen nach dem
Abzweig haben es dann in sich.
Erst Waschbrett und Sand, etwa ab Meile fünf wird’s dann felsig.
Für normale PKW und SUV ohne HC ist hier wohl Schluß.
Wir können’s uns nicht erklären, wie ein Honda Accord und
ein Van es bis hierher geschafft haben.
Am Trailhead angelangt, schnüren wir die Schuhe und los geht’s.
Erst den Hang steil hinunter, dann immer etwas links vom in der
Ferne sichtbaren Round-Dome.
Nach etwa 15 min bin ich mir nicht mehr sicher,
das Auto verschlossen zu haben. Also noch mal hoch und kontrollieren.
Schon jetzt merke ich sofort, dass es der Anstieg in sich hat.
Was soll das erst heute Abend werden?
Nach ca. zwei Stunden und Überquerung diverser kleinerer Canyons
sind wir am Rim des Escalante Canyons angelangt.
 
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Unter uns sehen wir, wie der Fluß sich,
gesäumt von einem grünen Band,
durch den Canyonground schlängelt.
Weiter rechts ist eine große Schleife zu erkennen,
 wo sich der Eingang zum Neon Canyon befinden soll.
Erstmal heißt es: Wie runterkommen?
Wir suchen fast eine Stunde nach Möglichkeiten,
die uns aber durchweg als viel zu gefährlich erscheinen.
Irgendwann entdecken wir an der
 Seitenflanke zum Fency Canyon
doch noch eine Art Weg.
Über die große Düne gelangen wir zum Flussbett.
Nun gilt es, sich zehn Minuten durch’s Dickicht zu schlagen,
dann stehen wir am Ufer des Escalante River.
Ca. 10 m breit und eine nicht zu unterschätzende Strömung.
Schuhe, Socken und Hosen aus und
ab durch’s maximal 1 m tiefe Wasser.
Barfuß über die Steine balancierend
und sich ständig gegen die Strömung stemmend bewältigen wir
paarlaufend auch dieses Hindernis.

 

Die Europäische Reiseversicherung


Am anderen Ufer alles wieder anziehen und weiter
Das Ganze erfolgt allein auf dem Hinweg noch zweimal
und hält natürlich gewaltig auf. Abgesehen davon ist es
natürlich fast unmöglich, sich keinen Sand mit in die Socken zu holen.
Das soll sich später noch bemerkbar machen …
Zehn Minuten nach der letzten Flussquerung finden
wir im dichten Gestrüpp den Abzweig zum Neon Canyon.
An einer kleinen Lichtung machen wir eine kurze Rast
und gehen dann in den angenehm kühlen Canyon.
 
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Zu allem Überfluß erscheinen am Himmel dunkle Wolken und es
wird selbst hier unten in der engen Schlucht merkwürdig windig.
Nach etwa eineinhalb Meilen kommt unser heutiges Tagesziel
in Sichtweite, die Golden Cathedral.
 
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Die beiden Durchbrüche mit dem darunter liegenden
See sind sehr schön anzusehen.
Leider ist aufgrund der fehlenden Sonne kein ideales Fotolicht.
Wir bleiben eine ganze Weile und machen eine ausgiebige Rast.
Halb vier machen wir uns auf zum Rückweg.
 
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Die Flussquerungen nerven noch mehr und der Sand in
den Schuhen hat schon angefangen zu arbeiten.
Die Aufstiege haben es in sich und sämtliche Wasservorräte
sind kurz vor dem finalen Aufstieg zum Trailhead aufgebraucht.
Mit dem Wissen, dass ausreichend Wasser im Auto ist,
schaff ich mit letzter Kraft die Kletterei.
Der Sand in den Schuhen hat dafür gesorgt, dass ich denke,
beide Fußsohlen seien eine einzige Blase.
Die rückwärtigen Aussichten auf den Escalante Canyon
entschädigen für die Mühe.
Die jetzt tolle Beleuchtung, lässt schöne Fotos zu.

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Die Tour war schätzungsweise 10 Meilen lang und für uns
alle eine der anstrengenderen Sorte.
Wieder am Trailhead angelangt, ins Auto und ab
auf den Rückweg nach Escalante gemacht.
Der Trailblazer bringt uns über alle Hindernisse
der Hole-in-the-Rock zum Highway 12 und halb acht
sind wir wieder im Slot Canyon Inn. Duschen, warme Klamotten
an und Steaks auf den Grill.
Das Budweiser schmeckt heute noch besser und die Steaks,
inklusive A1-Sauce sind vorzüglich.
Viel brauchen wir heute alle nicht und so ist etwa
um zehn nur noch schlafen angesagt.

Gefahrene Meilen / Kilometer:  81 / 130

Übernachtung:  slot canyon inn, escalante, $117   ****


Do 08.05.2008, 3.Woche, 15.Tag, Escalante – St.George

Um acht sitzen wir wieder bei Joette am Tisch.
Komischerweise sind wir die einzigen.
Heute gibt’s zu allem üblichen noch Joette’s
American Pizza, eine Art Veggie Omelette mit Teigboden.
Nach dem Frühstück packen wir die Klamotten in die Cars,
verabschieden uns erst von Joette und ihrer schönen Anlage
und danach wieder mal von Bine und Matti.
Die nächsten fünf Tage trennen wir uns wieder und
werden uns erst am Montagabend im Yosemite wieder sehen.
Schnell sind wir über den Bryce- und Red Canyon
am Highway 89 und folgen diesem bis Kanab.

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Dort machen wir einen Stopp am Tourist Information.
Die Dame ist recht maulfaul und auf meine Frage,
wie der Strassenzustand zum Toroweap Point ist, antwortet sie,
dass es last night heavy rainshowers gab und diverse Abschnitte
nicht passierbar sind. „Na toll!“
Falls wir’s doch probieren wollen,
dann nur auf eigene Gefahr und mit viel Zeit. Wie sonst?
Um zwölf stehen wir am Abzweig auf dem Highway 389.
Toroweap 61 miles, kein Service, kein Telefonempfang,
schlechte Strasse, Flashflood Gefahr und der Himmel mehr als bewölkt.
Entgegen jeglicher Vernunft probieren wir’s trotzdem.
Die ersten 30 Meilen ist die Road in relativ gutem Zustand,
von Regenschäden keine Spur.
Der Boden sieht aus, als wenn es eine Woche nicht geregnet hat.

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Später in Sichtweite des Mount Troumble wird es bergig
und steiniger, so daß etwas Strassenleserei erforderlich ist.
Der Himmel ist zwar noch cloudly, aber dunklere Wolken
sind nur noch entfernt sichtbar.
Kurz vor dem Nationalpark-Schild des Grand Canyon gibt’s
noch eine heftige Sandpassage,
die ich im Regen nicht erleben möchte.

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Bleibt noch zu erwähnen, dass durch die recht flotte Offroaderei
Staub ohne Ende durch alle Ritzen auch ins Fahrzeuginnere
drängt. Wir, unsere Koffer, die Kühltasche,
 alles sieht aus wie ein Aschkasten.
Das kleine Visitorcenter ist leider geschlossen, RR sind open.
Jetzt sind’s noch acht Meilen bis zum Colorado.
Die letzten vier sind dann wieder Autokletterei auf Felsabschnitten.
Obwohl das Fahren die ganze Aufmerksamkeit erfordert,
fällt uns die Kakteen-Vielfalt auf.
Die meisten blühen gerade und bieten herrliche Anblicke.

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13:45 sind wir da, außer uns noch zwei ältere Damen,
die mit einem Riesen-Toyota hier her getrudelt sind.

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Gewaltig, wie die Canyonwände hier steil nach unten fallen.
Wir stolzieren eine Weile am Abgrund und
machen natürlich unzählige Fotos.
Nach Westen hin kann man trotz Gegenlichts
sehr gut die Lava-Falls erkennen.
Hier gab’s vor Urzeiten schon mal einen
 (natürlichen) Staudamm.
Der Colorado-River hat ihn weg gespült.

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Die ganze Szenerie macht auf uns einen
fast schon zu gewaltigen Eindruck.
Wir sind uns einig, dass uns die „kleineren“
Sehenswürdigkeiten doch mehr liegen.
Ein unvergesslicher Anblick ist es natürlich trotzdem.
Während der ganzen Zeit müssen wir uns gegen
Schwalben-Attacken wehren. Die fliegen einem hier
mit affenartigem Speed nur wenige Zentimeter am Kopf vorbei,
als wenn sie ihr Revier gegen Angreifer verteidigen wollen.
Nachdem wir die Impressionen wirken lassen haben,
entern wir einen der Picnicplätze
und bereiten uns einen Lunch aus der Coolbox.
In dieser Atmosphäre sehr lecker.

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Dann geht’s wieder zurück. Nach ca. 15 mls nehmen wir
den Abzweig nach Colorado City.
Hier geht’s durch teilweise sehr tiefe Sandabschnitte,
wo ich manches mal vorher nicht weiß,
ob wir da überhaupt durchkommen.
Aber der Trailblazer mit zugeschalteten
Allrad wühlt sich erfolgreich überall durch,
auch wenn die ursprünglich weisse Außenlackierung
nur noch zu erahnen ist.
Etwa um fünf kommt Colorado City in Sichtweite
und kurz danach sind wir wieder in der Zivilisation.
Entgegen der Aussage der Tourist-Info-Tante
gab’s keine frischen Regenschäden
und der von ihr für afternoon vorhergesagte
Thunderstorm ist auch nicht eingetreten.
Die manchmal irreführenden Aussagen
 dieser Mitarbeiter in Ehren,
aber die Hinweise dieser Frau
waren schlicht falsch.
Sowas ist uns in diesem Jahr mehrmals und
 sogar in Nationalparks aufgefallen.
Wenn sie’s nicht wissen, sollen sie lieber gar nichts sagen.
Der Highway 389 bringt uns schnell nach Hurricane.
Von dort via Utah 12 und Interstate 15 nach St.George.
Hier finden wir dank Room Saver das Super 8
mitten in der Stadt für $42+.
Große Zimmer, Kühlschrank und Mikrowelle.
Bei schöner Abendsonne und noch immer erstaunlicher Hitze,
liegen wir um sieben am Pool zum sonnen, schwimmen
und hot tuben. Um acht geht’s zum Büfet Chinesen,
 etwa 300m weiter.
Natürlich nicht zu Fuß …

All you can eat and drink für $10 pro Person.
Uns erwartet ein sehr großes Angebot
und neben allen üblichen Bekannten
gibt’s hier auch Seafood, Obst und Nachspeisen im Überfluß.
Hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Wieder zurück im wirklich empfehlenswerten Super 8 gibt’s
noch Tagebuch, E-Mails, TV und Bud,
bevor wir um elf den Tag beenden.

Gefahrene Meilen / Kilometer:  301 / 485

Übernachtung:  super 8, st.george, $49   ***

 

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Fr 09.05.2008, 3.Woche, 16.Tag, St.George – Las Vegas

Um sieben stehen wir am Büfet des Hotelfrühstücks.
Geht so, wohl auch weil wir so früh da sind.
Danach heißt es erstmal, das Auto einigermaßen zu entstauben.
Um acht ist Start. Es folgt sogleich die schon lieb
gewonnene Schussfahrt durch die Virgin Gorge.
Ankunft in Nevada, also Uhren umstellen.
Halb acht sind wir in Mesquite.
Ich setz Uti im Walmart ab und will tanken fahren.
Vor zwei Wochen $3,50, jetzt $3,80!
Da gibt’s nur eine Minimalspritze, in der Hoffnung,
dass es in Las Vegas günstiger ist.
Beim Walmart dauert’s etwas länger als sonst,
wir kümmern uns gleich um die Geschenke
für die Daheimgebliebenen.
Halb elf sind wir wieder auf der Interstate.
Schon seit gestern abend in St.George fällt uns
 der Radiosender 97.1 angenehm auf.
Echt erholsam, nach der ganzen
 Cowboy-Duselei mal wieder
Yes, Cream oder die Allmans zu hören.
Da wir morgen ganz früh weg wollen,
hab ich gestern paar Hotels im äussersten
 Nordwesten von Las Vegas ausfindig gemacht.
Wir lassen uns von TomTom zum Hampton Inn
am Cascade Valley Drive lotsen.
Sind punkt zwölf da und beim Anblick des nagelneuen Hotels
auf eine deftige Rate gefasst.
Aber mit AAA bekommen wir hier ein schönes Zimmer
mit zwei Queensize, Refri und Micro für $89+.
Erstmal alles auf’s Zimmer und einen kurzen Lunch.
W-Lan funktioniert, wie in allen Unterkünften bisher einwandfrei.
Um eins fahren wir zum Strip, parken schwarz in
irgendeiner Nebenstrasse am Wynn
und wollen uns um Inga’s Juicy-Klamotten kümmern.
Bei der Größe der Fashion-Show-Mall ist das nicht in 10 min getan.
Irgendwann sehen wir im Saks-Fifth-Avenue die Juicy Ecke,
finden was passendes und dann nichts wie raus hier.
Freiwillig würde uns hier niemand reinkriegen …
Zurück zum hoffentlich noch nicht abgeschleppten Auto und
jetzt noch ab zum Beltz Outlet am South Las Vegas Boulevard.
Dabei machen wir Bekanntschaft mit dem Strip-Afternoon-Stau.

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Macht absolut keinen Spaß und der Anblick der
zahlreichen Baustellen erfreut uns auch nicht gerade.
Erst am Las-Vegas-Schild gibt’s wieder bessere Laune.

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An unserem altbekannten Outlet gibt’s wenigstens Parkplätze,
dafür (wie hier überall) Menschenmassen ohne Ende.
Wir verabreden uns, in zwei Stunden wieder am Auto zu sein.
Ich bin eigentlich schon nach 10 min fertig.
Als wir halb fünf das Gelände mit fast leeren Taschen verlassen,
sind wir uns einig, dass wieder alles preislich angezogen hat.
Die Rennerei hat selbst Uti nicht allzu viel Freude bereitet.
Allein im Canyon bringt uns definitiv entschieden mehr!
Wir fahren noch bei 7-eleven für $3,60 tanken und kämpfen
uns dann durch den Stau in den Nordwesten von Las Vegas.
Wieder im Hampton heißt es Cafe und Cookies fassen und ab an den Pool.

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Danach gibt’s ein Roomdiner und nach Tagebuch und Internet geht’s
heute schon vor zehn in die Queensizebeds.

Gefahrene Meilen / Kilometer:  199 / 320

Übernachtung:  hampton inn, las vegas, $94   ****


 

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Sa 10.05.2008, 3.Woche, 17.Tag, Las Vegas – Porterville

Um sechs aufstehen, halb sieben sitzen wir beim
großzügigen Hampton-Breakfast
mit frischem Obst, Joghurt und Eye-Opener-Cafe.
7:00 sind wir auf dem Highway 95, halten in Indian Springs
zum Scheiben waschen und in Amagosa Valley am RR.
Das Fort Amagosa, wo wir schon öfters gut und günstig gefrühstückt haben,
ist mittlerweile closed.
Ein Tipp an alle anderen RR-User: Die Tanke gegenüber
hat die besseren Rooms als die RR-Area am Abzweig.
Danach geht’s schnurgerade Richtung Death Valley Junction.
An der Boarderline Nevada/California gibt’s jetzt ein
relativ großes Casino-Hotel.
Interessant für Leute, die möglichst früh im Death Valley sein,
aber nicht dort übernachten wollen.
Am Nationalpark-Schild werden die üblichen Fotos gemacht.

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Dann parken wir am Zabriskie Point.
Etwas Morgensonne ist zum Fotografieren noch übrig.
Sehr viele Leute sind auch noch nicht hier.

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Wir fahren weiter, vorbei am Furnace Creek Inn
und am Abzweig nach Badwater.
An der Furnace Creek Oase machen wir halt
und visiten das gleichnamige Center.
Wie immer um diese Jahreszeit geht’s hauptsächlich darum,
ob der Tiogapass offen ist. Wenn nicht, wo lang?!
Uns interessiert diese Frage diesmal nicht. Ich laß’
mir vom Ranger die Route durch die südliche High Sierra erklären.
Danach verlassen wir das Visitorcenter und verlassen
vorbei an den großen Sanddünen das Tal.
In Panamint Springs machen wir eine Cafe-Pause
 und gönnen uns Eiskreme.
Hier finden wir auch die bisher teuerste Tankstelle der USA.

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Ich kann mich erinnern, dass die Gallone vor vier Jahren
hier knapp unter $3 gekostet hat.
Damals unvorstellbar teuer und wir meinten,
man müsste ja beknackt sein, hier zu tanken …
Nach den Bergauf und Bergab-Passagen kommen irgendwann
die Reste des großen Salzsees im Owens-Valley in Sichtweite.
Kurz vor der California 395 halten wir am Visitorcenter
und lassen uns Maps für die Alabama-Hills aushändigen.
In Lone Pine biegen wir an der Whitney-Portal-Road ab,
folgen dieser drei Meilen und biegen dann auf die Movie-Flat.
Hier sind wir im Nu mitten in den Alabama-Hills.

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Golden Brown Rocks, welche die tollsten Formationen bilden.
Und alles vor der Kulisse der schneebedeckten Sierra Nevada.
Wir machen eine herrliche Rundwanderung, vorbei an diversen Arches.
Besonders gut hat uns der kleine Heart-Arch gefallen.

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Am Nationalpark-Pass-Arch machen wir eine Fotoserie und
kommen aus dem Staunen nicht mehr raus.
Diese Area verdient definitiv einen längeren Besuch!

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Zurück in Lone Pine gönnen wir uns im High Sierra Cafe Salad und Cafe.
Dann geht’s die 395 südwärts. Unterwegs fallen uns
die riesigen Joshuas mit ihren fetten Fruchtständen auf.

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An der Shell in Pearsonville müssen wir tanken.
Seit wir heute früh California erreicht haben,
ist uns unangenehm aufgefallen,
dass der Preis fürs billigste Regular um die $4 liegt.
So auch hier.
Wir kommen nicht drumrum,
für $4,01 voll zu tanken.
Bei Inyokern verlassen wir die 395 und fahren
ab jetzt auf dem Highway 178 westwärts.
Sollte jemand Gefallen an Joshua Trees finden und
der gleichnamige Nationalpark ist gerade nicht in Reichweite,
dann ist er/sie hier richtig. Etwa zehn Meilen fährt man
fast durch einen Wald von Joshuas.
In der schon tief stehenden Sonne ist das sehr schön anzusehen.
Nach einiger Zeit erreichen wir den Lake Isabella.
Auch hier ist sehr gut zu erkennen,
dass ca. 10m zum normalen Wasserstand
fehlen. Auch sonst reißt uns der Anblick nicht gerade vom Hocker
, hatten wir uns mehr erhofft.
Jetzt geht’s über Glenville und Woody in endlosen Serpentinen
bergab aus der Sierra Nevada raus.
Dabei wird Uti so schlecht, dass wir nur noch sehr langsam fahren
können und mehrere Pausen machen müssen.
Etwa um acht erreichen wir den Highway 65,
der uns schnurgerade eine halbe Stunde
später in Porterville einlaufen lässt.

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Hier gibt’s diverse Unterkünfte und wir lassen
 uns von tomtom zum Motel 6 bringen.
Der Zimmerpreis ist mit $54+ okay.
Wir wollen nur noch schlafen. Glücklicherweise sehen
wir uns die Rooms meist vor dem Check Inn an.
Bettwäsche ist nicht sauber und es riecht nach Tabakqualm.
Haben wir keine Lust drauf, also weitersuchen.
Die in dieser Situation sehr praktische Suchfunktion
des Navis will uns zum Best Western an Stadtrand führen.
Als wir fast da sind „stolpern“ wir über ein soeben eröffnetes
Holiday Inn und nicken uns übereinstimmend zu.
Mit AAA bekommen wir das Zimmer für $89+ angeboten.
Ein wirklich großes Kingsizebed und alles (TV, Refri, Micro, Bad) nagelneu.
Kurz nach neun checken wir ein.
Zum „auf Bude essen“ fehlen uns jetzt die Lust und der Nerv.
Also fahren wir die 200m zum Dennys und hauen uns
für $25 die Bäuche voll.
Halb elf sind wir wieder im Hotel.
Nach dem Duschen ist nur noch schlafen angesagt.

Gefahrene Meilen / Kilometer:  526 / 847

Übernachtung:  holiday inn, porterville, $96   ****

So 11.05.2008, 3.Woche, 18.Tag, Porterville – Fresno

Heute ist der seit Tagen in allen Radiostationen
angekündigte Mothersday.
Wir haben in dem komfortablen Kingsizebed und bei
weit geöffnetem Fenster bis nach acht geschlafen.
Der gestrige Tag war daran wohl nicht ganz unschuldig.
Das Holiday-Inn-Complementary-Breakfast
 ist wie immer ausgezeichnet.
Sogar Scrambled Eggs und ausreichend
 frisches Obst ist im Angebot.
Etwa um neun checken wir aus,
 füllen die Cafe-Becher und
machen uns auf die Socken Richtung Sequoia.
In Lindsay gibt’s für $3,80 noch mal relativ günstigen Sprit.
Danach halten wir an einer der recht vielen Verkaufsstände
und holen uns für einen Dollar ein Tüte frisch gepflückter Orangen.
Die werden gleich im Anschluß während
der Fahrt verputzt und schmecken vorzüglich.
Vorbei am Kaweah-Stausee erreichen wir Three Rivers,
passieren unsere geliebte Lazy-J-Ranch
und sind kurz danach am Nationalparkeingang.

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Ein paar Minuten weiter erwartet uns das Vicitorcenter.
Spätestens hier merken wir, dass heute Sonntag ist, es ist total voll!
Nun folgt die ewige Kurverei bis hoch zum Sequoia-Museum.

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Wir nehmen den Abzweig zum Moro-Rock
und schon an einer der ersten Kurven
sehen wir an einer Lichtung termingerecht zum Muttertag
Frau Bear-Mother und ihren Nachwuchs.
Auto stoppen, Tele auf die Kamera und auf Position.

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Wir verbringen etwa eine Viertelstunde bei den beiden.
Nach all den Jahren unsere ersten frei laufenden Bären.
Beim Moro-Rock machen wir den Trail bis oben auf den Gipfel.
Bei den anwesenden Menschenmassen
 ist es nicht gerade ein Super-Vergnügen.

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Danach zurück zum Museum, dort einen Spaziergang über
die Meadows und dann ab zur Grant Grove.

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Hier gefällt’s uns wieder am besten.
Wir lassen uns viel Zeit für den Loop und geniessen
den majestätischen Anblick der uralten Riesen.

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Jetzt heißt’s wieder in Serpentinen bergab. Uti wirft nach
der Vortageserfahrung schon vorher ’ne Tablette ein.
So kommen wir nach schneller Fahrt um vier in Fresno an.
Aus dem Roomsaver haben wir uns diesmal
das Americas-Best-Value-Inn im Nordosten rausgesucht. Couponpreis $59.
Für 65 bekommen wir unseren Wunschroom, direkt am Pool
und verbringen die nächsten drei Stunden
bei voller Sonne mit SSB (schwimmen-schreiben-budweiser).
Später am Abend fahren wir noch in den Walmart.
Wir merken schnell, dass es kein Superstore und an Food
nur eine „Überlebensauswahl“ da ist.
Uti holt paar Klamotten, dann fahren wir zu Food-Maxx,
was sich als günstiger Discounter für Lebensmittel herausstellt.
Hier bekommen wir u.a. günstige Steaks für die nächsten Tage.
Halb elf sind wir wieder im Hotel.
Während wir am Tage den Eindruck hatten in einer Geisterstadt
zu sein, sind die Strassen voller Leute und alles ist hell erleuchtet.
Liegt vielleicht auch daran, dass die Temperaturen jetzt erträglicher sind.
Nach paar Drinks am Pool ist Mitternacht Schluß für uns.

Gefahrene Meilen / Kilometer:  191 / 308

Übernachtung:  americas best value inn, fresno, $69   ***

 

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Mo 12.05.2008, 3.Woche, 19.Tag, Fresno – El Portal

Wiederum super bis um acht geschlafen, dann gibt’s ein
Hotelfrühstück eher im unteren Durchschnitt.
Um neun checken wir out und starten.
Nach paar Ampeln gibt’s inmitten von 4-$-Tankstellen
eine für 3,81, wo wir noch mal so viel wie möglich reinhauen.
Dann geht’s auf den Freeway 41 und nach
nicht ganz einer Stunde haben wir via Oakhurst
den Eingang zum Yosemite Nationalpark erreicht.

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Nochmal eine Stunde weiter sind wir am
Abzweig der Glacier-Point-Road.
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Diese fahren wir 16 mls hoch und stellen
den Trailblazer auf dem riesigen Parkplatz ab.

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Trotzdem es hier recht voll ist, verläuft sich alles
ein wenig und wir geniessen die tolle Aussicht
auf den östlichen hinteren Teil des Valleys.

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Auf der Rückfahrt treffen wir Bine und Matti im Gegenverkehr.
Die Wiedersehensfreude ist groß
und wir verabreden uns zum Grillen im Park.


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Am Merced River erwartet uns eine Baustelle, die den vorderen
westlichen Teil des Yosemite-Valleys im Stau ersticken lässt.
Wir fahren noch zum Visitorcenter und kommen
zur selben Ansicht wie zuletzt vor drei Jahren: Zu viele Leute hier unten!

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Halb vier fahren wir zur Picnic-Area an der Fußgängerbrücke,
suchen uns Tisch und Grill nahe am Fluß
und geniessen ein wiederum vorzügliches Barbescue.
Dauert bis halb sechs, dann ziehen am Himmel dunkle Wolken auf
und es wird mit einem mal sehr windig.
Wir packen zusammen, löschen den Grill und fahren zum Parkexit.
Noch die etwa zehn Meilen am Merced River entlang
und kurz nach sechs sind wir an der Cedar Lodge.

11_cedar_lodge

Von Deutschland für zwei Nächte gebucht. War auch gut so,
denn es ist alles ausgebucht.
Eigentlich halten wir die Anlage für überteuert,
aber hier gibt’s nicht viele Alternativen.
Wir bekommen Room 531, die anderen beiden ein Zimmer fast unter uns.
Danach treffen wir uns zum gemütlichen Beisammensein,
tauschen die Erlebnisse der letzten Tage aus
und leeren dabei Vermouth und Budweiser.
Um zehn fallen wir berauscht und geschafft in
die Queensizebeds der großen Rooms,
nicht ohne vorher noch alles Essbare aus den Autos zu holen,
„Bärenalarm!“


Gefahrene Meilen / Kilometer:  179 / 288

Übernachtung:  cedar lodge, el portal, $142   ***



Di 13.05.2008, 3.Woche, 20.Tag, El Portal (Yosemite)

Dank Ruhe und frischer Luft gut bis um acht geschlafen.
Dann gehen wir zum Hotel-Büfet-Frühstück.
Kostet $10 pro Person plus Getränke und ist auch
dank des vielen Obst gar nicht so verkehrt.
Nachdem wir uns viel Zeit gelassen haben, packen wir
die Wandersachen ins Auto und fahren in den Park.
Schon der Anblick des tosenden, in der Sonne funkelnden Merced,
versetzt uns in gute Laune.
Wegen der Baustelle dauert’s diesmal entschieden länger,
bis wir die Parking-Area Curry-Village erreichen.
Wir stellen das Auto ab, fahren mit dem kostenlosen Shuttle
zur Station 17 und laufen dann zum Mirror-Lake.
Hier wollen wir heute den Lake-Loop machen,
3 Meilen ohne nennenswerte Höhenunterschiede,
eigentlich mehr ein Spaziergang.
 
1_yose_1

Bei schönstem Sonnenschein erreichen
 wir den See unterhalb des Half Dom.

2_mirror_1

3_mirror_2

Blickt man zurück, kann man hoch
 oben den Glacier Point erkennen.
Der Trail um den See ist recht einfach,
 hat aber durchaus auch seinen Reiz.

4_mirror_3

5_mirror_4

Bei den Mirror-Meadows machen wir eine ausgiebige Rast
und nutzen das tolle Wetter zum Sonnenbaden.
Nach knapp fünf Stunden sind wir wieder an der Busstation,
fahren mit dem Shuttle zum Auto
und dann zur Wiese vor den Yosemite-Falls.
Bei schöner Beleuchtung gibt’s hier noch paar Fotos
mit den Wasserfällen als Hintergrund.

6_yosemite_falls

Nun aber zur Lodge, wo wir etwa halb vier eintrudeln.
In die Badesachen und für die nächsten
 zwei Stunden an den Outdoorpool, herrlich!
Danach packen wir Steaks und Bud
in die Kühltasche, gehen zum Fluß
und bereiten uns in der zur Lodge
gehörenden Picnic-Area ein herrliches BBC.
Wir richten uns den Sitzplatz in der Abendsonne ein,
schmeissen den Grill an
und geniessen ein letztes mal die
 Ribeye-Steaks und das kühle Bier.

7_bbc_1

8_bbc_2

Als die Sonne hinter den Bergen verschwindet,
sind Hunger und Durst befriedigt.
Im Room 531 tauschen wir zu diversen Absackern noch
unsere gesammelten State-Quarter untereinander aus.
Danach ist halb elf Feierabend.

Gefahrene Meilen / Kilometer:  41 / 66


Übernachtung:  cedar lodge, el portal, $142   ***



Mi 14.05.2008, 3.Woche, 21.Tag, El Portal - Vacaville

Halb acht sind wir wieder beim Breakfast-Büfet und lassen
 uns noch mal insbesondere das viele Obst schmecken.
Vor allem die frischen Erdbeeren haben’s uns angetan.
Danach die Klamotten ins Auto,
Check out und wir trennen uns wieder mal.
Wir verlassen die High Sierra über den Highway 140,
stoßen in Merced auf die California 99,
um dann kurz vor Stockton in Richtung
San Francisco abzubiegen.
Kurz vor der Bay fahren wir
wieder nordwärts bis Vallejo.
Dort hab ich ein großes Outlet im Hinterkopf.
Als wir nach einiger Sucherei
kein Outlet finden,
frag ich nach und man sagt uns,
dass es hier auch gar keins gibt.
Das von uns gesuchte ist in Vacaville,
etwa 20 mls nördlich von hier.
Da hab ich wohl mal wieder
was mit den Städtenamen
durcheinander gebracht.
Also in die Karre und ab nach Vacaville.
Über die Interstate 80 sind wir schnell da.
Die Vacaville  Premium Outlets sind riesig.
Ähnlich wie letztes Jahr in Castle Rock ist
alles von aussen begehbar.
Hier wollen wir aber erst heute abend einkehren.
Wir suchen uns ein Hotel in der Nähe und finden i
m Quality Inn and Suites für $62+ eine geeignete Unterkunft.
Gegen 14:00 legen wir uns für paar Stunden an den Pool.
 Nach der Fahrerei tut das Relaxen gut.

1_q_inn 

Um fünf gibt’s einen kleinen Snack und Cafe, dann fahren
wir die zwei Meilen zum Einkaufscenter.
Für uns das bisher größte Outlet. Ca. 120 Stores und
alle sehr großzügig angelegt.
Und was für uns das angenehmste ist: Fast kein Publikum!
Trotzdem so gut wie alles erheblich günstiger
als in Las Vegas ist, gähnende Leere.
Kann man ohne Probleme weiter empfehlen.
Wer auf seiner Route San Francisco von Norden anfährt,
kann hier seine Einkäufe in aller Ruhe erledigen.
Günstig und völlig stressfrei.


 



2_outlet_1

3_outlet_2

Bis um neun dauert die Einkauferei, begleitet vom
schönsten Sonnenuntergang der ganzen Tour.

4_outlet_3

Wir lassen uns beim Chinafood
zwei Teller zusammenstellen,
suchen uns outside einen Tisch
und geniessen das leckere Essen.
Danach noch zum Quickstop tanken.
Ohne Zip-Code geht hier gar nichts
und nach paar erfolglosen Eingaben
komme ich nicht drumrum, zum Casheer zu gehen
 und $40 im voraus zu bezahlen.
Dafür gibt’s knapp elf Gallonen
und die sollten bis zur Wagen-Rückgabe reichen.
Wieder im Hotel ist es noch immer sauheiß und zum schlafen
müssen wir mal wieder die Air-Condition durchlaufen lassen.
Halb zwölf ist Ruhe im Schiff.

Gefahrene Meilen / Kilometer:  287 / 462

Übernachtung:  quality inn and suites, vacaville, $69   ***



Do 15.05.2008, 4.Woche, 22.Tag, Vacaville - San Francisco

Nachdem wir bis um acht geratzt und auch das übliche
Toast-Bagel-Cafe-Hotelfrühstück
hinter uns gebracht haben,
verlassen wir Vacaville und fahren
 die Interstate 80 südwärts.
30 min später sind wir via California 37, vorbei
an Vallejo und Novato am Highway 101 angelangt.
Wir folgen dieser hier als Autobahn ausgebauten
Strasse bis kurz vor San Rafaell,
um dort in den ersten und einzigen richtigen Stau
 der diesjährigen Tour zu geraten.
Auf allen fünf Spuren in Richtung San Francisco
geht’s nur noch im Schritttempo.
Wir brauchen ca. eine halbe Stunde bis zum next exit
und lassen uns dann vom Navi durch die Wälder und Hügel,
vorbei am Nicasio Reservoir und der Nordeinfahrt
zum Laurel-Canyon zum Highway 1 bringen.
Das erweist sich als Glücksgriff.
Die wunderschöne Landschaft entschädigt
 für das bißchen Stau.
Nachdem wir Olema passiert haben,
fahren wir durch dichte alte Eukalyptuswälder.

1_eukalyptus

Als nächstes erwartet uns die Bolinas-Lagune
 und der Stinson-Beach.

2_bolinas

3_stinson

Danach erreichen wir den Abzweig
 zum Mt.Tamalpais State Park.
An der Ranger Station bezahlen wir $6 Eintritt
und fahren dann zum East Peak hoch.

4_tamalpais_1 

Dort stellen wir den Wagen ab und gehen den Plankenweg zum Gipfel.
Oben angekommen, haben wir einen herrlichen Rundumblick.
Die nördliche Hälfte der San Francisco Bay liegt uns zu Füßen.

5_tamalpais_2 
  

 

Opodo.de - und die Reise beginnt



Blickt man in die andere Richtung, präsentieren sich
 Alpine- und Bone Tempe Lake.

6_alpine_lake 

Leider ist mal wieder Mittagslicht (ist mittags hier so üblich!),
was zum fotografieren nicht gerade ideal ist.

7_panorama_mt 

Faszinierend indes ist, wie die riesigen rotköpfigen
 Turkey Vultures um uns kreisen.
Sie werden oft mit Adlern verwechselt und sehen
 denen auch zum täuschen ähnlich.

8_turkey_vulture_1 

9_turkey_vulture_2

Danach geht’s in einer steilen Abfahrt zum
 Muir Woods National Monument.

 
10_muir_woods_1
Eintritt für uns als NP-Pass Inhaber natürlich frei.
Herr Ranger am Einlaß ist trotzdem nicht davon abzubringen,
uns eine Rechnung unter die Nase zu halten.
Zu zahlender Betrag: $0,00!

 
11_muir_woods_2

12_muir_woods_3


Der Park ist nicht schlecht. Wenn man jedoch gerade im Sequoia war,
haut’s einen nicht wirklich um.
Südwärts fahren wir nun zum Pacific Shoreline Highway
und dieser führt uns etwas nördlich von Sausalito wieder zur 101.
Einige Minuten später kommt die Golden Gate Bridge in Sichtweite.
Die Überfahrt ist noch immer ein Moment, wo nicht viel gequatscht wird.

13_ggb 

Auf der San Francisco Seite die Toll-Fee von mittlerweile $5 bezahlen,
sich rechtshaltend zur Ausfahrt Golden Gate Park
 orientieren und der 101 folgen.

14__101 

Quer durch die westlichen Stadtteile fahren wir
ohne Probleme fleißig durch bis zum Airport
und sind etwa 14:30 an der verabredeten Unterkunft,
der Travelodge Airport North.
Sold Out! In der nächsten Stunde klappern wir etwa
zehn Hotels am South Airport Blvd ab, alle sold out!
In Airportnähe findet angeblich irgendeine Conference
statt und daher dieses Dilemma.
Bine und Matti waren so schlau, sich gestern einen Room in der
Lodge zu reservieren und warten jetzt am Pool vergeblich auf uns.
Glücklicherweise bekommen wir noch eines der letzten Zimmer
im Quality Inn für relativ teure $89+.
Check In, rein in die Badesachen, die 300m zur Travelodge,
um uns dort wie normale Gäste an den Pool zu legen.
So verbingen wir zu viert den Nachmittag, erholen uns bei
(für diese Jahreszeit viel zu heißen) 35°
und geniessen das warme Poolwasser.

15_travelodge 

Wir haben den Eindruck, dass der
Travelodge-Pool von allen möglichen Leuten,
aber am wenigsten von den Hotelgästen genutzt wird.
Trifft ja auch auf uns zu.
Um sechs fahren wir wieder zum Quality Inn. Hier gibt’s keinen Pool.
Wir nehmen auch den letzten
Rest aus dem Auto und sind mal wieder „begeistert“,
was sich in den letzten drei Wochen so angesammelt hat.
Um sieben holt Matti uns ab. Wir nehmen alle
noch übrigen Getränke aus dem Refri mit.
Stopfen alles in Bines Kühlschrank
 und gehen nebenan zum ihop Abendessen.
Es gibt Prime-Ribs, die hier preiswert sind
 und gar nicht mal so schlecht schmecken.
Danach richten wir uns einen Tisch am Pool
 zurecht und bei Budweiser, Oak-Creek-Redwine
und immer noch 90°F geniessen wir den Sonnenuntergang.
Danach gehen wir zu Fuß(!) die 300m zu unserem Hotel.
Nach zehn werden noch paar EMails erledigt
 und danach legen wir uns ein vorerst letztes Mal
in die erholsam harten Queensizebeds.

Gefahrene Meilen / Kilometer:  184 / 296

Übernachtung:  quality inn and suites
at the airport, san francisco, $98   ***

 

Expedia.de


Fr 16.05.2008, 4.Woche, 23.Tag, San Francisco – Berlin

Sieben Uhr heißt’s Aufstehen!
 Um acht sitzen wir zu viert im ihop neben der Traveloge.
Es gibt noch mal irgendeine Starter-Combo
für jeden und Cafe bis zum Abwinken.
Danach zum Quality Inn, Koffer packen,
aus checken und zur Travelodge.
Hier verbringen wir noch eine Stunde
bei schönstem Sonnenschein am Pool.
Um elf fahren wir die drei Meilen
 zur Alamo-Rentalcar-Return-Station,
stellen die Chevies ab,
nehmen alles Persönliche raus,
 bekommen eine Quittung
in die Hand gedrückt und das war’s.

 

 

www.easyCar.de


Ab zum Airtrain, der uns schnell zum Terminal
1G des San Francisco International Airport bringt.
Dort stellen wir uns in der Check-In-Schlange der
United-Economy-Gates an.
Ausser uns werden parallel an denselben Schaltern United Flüge
nach Mexico-City, London und Taipeh abgefertigt.
Daher gibt’s eine relativ große Schlange,
aber in 30 min sind wir dran.
Wir bekommen die Boardcards nur für den Transatlantik-Flug
nach Frankfurt,
aber wenigstens unsere seit 9 Monaten reservierten Plätze.
Gepäck wird durchgecheckt,
aber Bordkarten für den Lufthansa-Inlandflug in
Deutschland können sie uns hier nicht ausstellen.
Sollen wir uns in Frankfurt drum kümmern.
Beim Anstehen zum Security-Check werden alle
noch vorhandenen Wasservorräte „eingepumpt“.
Danach kann man das gleiche Wasser völlig überteuert neu erwerben.
Hoffentlich hat das bald ein Ende!
Im Bistro gibt’s noch ein Sandwich. Dann gehen wir zum
Gate G94 und beobachten das geschäftige Treiben
des Abfertigungspersonals. Als fast alle eingestiegen sind,
gehen auch wir zum Boarding,
marschieren durch bis zum Ende der 747-400 und
nehmen unsere Seats 59H und J ein.
Vorletzte Reihe, 2er Sitz rechts außen mit ca. 40cm Abstand
zum Fenster und der Möglichkeit, die Beine schräg auszustrecken.
Sehr angenehm! Bine und Matti sitzen direkt hinter
uns und sind mit ihren Plätzen auch zufrieden.

 




14:20 hebt United Airlines 900 mit eine halben Stunde Verspätung ab.
Wir starten in Richtung Pacific
und machen anschließend eine Schleife über die
Golden Gate Bridge mit Panoramablick auf San Francisco.

3_sf_2 

Danach geht’s fast direkt in nördliche Richtung
 über Sacramento,
Oregon und später Calgary
mit wunderbarer Sicht auf die kanadischen Rockies.

4_canadien_rockies 

Gleich nach dem Start gibt’ Getränke und Snacks.
Alkoholika kosten durchweg $5.
 Nach einer Stunde gibt’s Pasta or Beef.
Wir ordern letzteres, was sich nach dem Auspacken
als Hackfleisch entpuppt. Egal.
Im Bordkino (kein In-Seat) läuft „The Great Debaters“,
Audio auch in deutsch.
Es gibt auch die Möglichkeit, XM-Satelliten-Radio zu hören.
Aber erstens nur stark eingeschränkte Senderauswahl 
und zweitens sind die Headphones wie aus Pappe.
Zweiter Film „Book of Secrets“, Mt.Rushmore-Schwachsinn!
Als Drittes: „Mad Money“ mit Diane Keaton, Queen Latifa und einer
(entgegen meiner sonstigen Sympathien)
bezaubernden Katie Holmes. Der Film ist echt lustig.
Zwischendurch gibt’s immer wieder Drinks und Snacks.
Wem’s nicht reicht, der kann sich auch was holen.
Dadurch, dass wir zu relativ früher Tageszeit so weit
nördlich sind, wird’s draussen nicht dunkel.
Irgendwann stellen wir die Uhren wieder auf
Mitteleuropäische Sommerzeit, also neun Stunden vor.


Sa 17.05.2008, 4.Woche, 24.Tag, Ankunft Berlin

So wird aus 22:00 sieben Uhr früh und laut Bordcomputer
sind es nur noch drei Stunden und vier Minuten bis Frankfurt.

1_united



Nach dem vierten Film („The Bucket List“)
sehen wir auf der eingeblendeten Karte,
dass wir gleich die holländische Grenze erreicht haben.
Es ist mittlerweile um neun, die Crew gibt noch ein Minifrühstück
aus und der Pilot kämpft mit/gegen heftige Turbulenzen.
Leider empfängt uns das europäische Festland mit
einer dichten Wolkendecke,
in die wir etwa über Duisburg eintauchen.


 
Zehn Uhr landen wir in Frankfurt und stehen erstmal
eine halbe Ewigkeit auf dem Vorfeld.
Dann dauert’s noch mal ewig, bis alle raus sind.
Im Fraport werden wir gleich wieder mit
deutscher Herzlichkeit empfangen.
Bei der Passkontrolle kennen die Beamten weder ein
„Guten Tag“, noch ein Lächeln.
Und wenn man den Pass zurück in die Hand gedrückt
bekommt und „Danke“ sagt, fühlen sie sich verarscht.
Bei der Vorkontrolle zum Security-Check
 für den Weiterflug sagt man uns,
wo wir uns um unsere Lufthansa-Tickets
zu kümmern haben.
Nicht ohne den Hinweis
 „Hoffentlich haben sie genug Zeit mitgebracht!“
Irgendwann gibt’s die Tickets.
Angeblich hatten wir Sitzplätze reserviert.
Hatten wir definitiv nicht!
Die jetzt zugewiesenen Seats sind zufällig die gleichen,
wie für den Transatlantik-Hinflug in der 747 …
11:30 beginnt das Boarding,
 eigentlich sollten wir jetzt schon in der Luft sein.
Die A 300-600 hat eine 2-4-2
 Bestuhlung und bietet erstaunlich viel Platz.
Fünf nach zwölf heben wir ab.

 

Recht schnell gibt’s noch einen Drink, dann beginnt
auch schon wieder der Landeanflug.
13:00 setzen wir in Tegel auf. Die 150 Passagiere des
Airbusses scheinen das Flughafenpersonal zu überfordern.
Jedenfalls dauert es fast eine Stunde,
bis die ersten Koffer auf dem Gepäckband erscheinen.
In der Zwischenzeit ist sogar der Airbus wieder abgeflogen.
Von unseren privaten Taxifahrern Kesy und Bonzo
werden wir herzlich willkommen geheissen.
Danach heißt es Abschied von unseren Reisebegleitern
Bine und Matti zu nehmen.
Etwa halb drei trudeln wir in Wandlitz ein.
Inga begrüßt uns und nimmt hocherfreut ihre Geschenke entgegen.
Kater Flemming ist wie immer erstmal eingeschnappt.
Trotzdem wir totmüde sind, halten wir
noch bis abends halb zwölf durch.
Den Jetlag gibt’s diesmal mit paar Tagen Verspätung …

dblflagbar500
Fazit

Eigentlich war alles etwas anders gedacht.
Wir wollten den Urlaub in einem Strandhotel in Southern California beginnen.
Unser Losglück betreffs der Wave hat uns
zu einigen Änderungen veranlasst.
Somit war Los Angeles dann etwas „weit vom Schuß“,
Las Vegas wäre weitaus günstiger gewesen.
Obwohl wir diesmal nicht so viel fahren wollten,
sind doch wieder tausende Meilen zusammen gekommen.
Der Trailblazer war für diese Tour genau richtig.
Bequem auf langen Strecken; Platz, Power u
nd entgegen allen Befürchtungen einen relativ kleinen Durst.
Einzig das recht schwammige Fahrverhalten
bei schnellerer Fahrweise und
das hoppelige Hinterteilverspringen
bei flotteren Geländeabschnitten
ist/war gewöhnungsbedürftig.
Ansonsten war’s ein zuverlässiges Arbeitstier.
Designmäßig vielleicht nicht auf dem neuesten Stand,
aber gleiches trifft ja auch auf die beiden Insassen zu.
Zwei Dinge haben wir als sehr angenehm empfunden.
Erstens, dass wir zu viert mit zwei Fahrzeugen unterwegs waren,
uns auch mal für paar Tage getrennt haben
und somit immer Neuigkeiten auszutauschen hatten.
Und zweitens, dass wir in Page auf Stammtischler getroffen sind.
Die Wanderungen zur Wave und zum
Escalante Canyon werden
wir noch eine Weile im Gedächtnis behalten.
War einfach nur toll.
Ein Besuch des Toroweep
sollte man sich genau überlegen.
Ob der immense Aufwand für den
tollen View gerechtfertigt ist,
muß jeder für sich selbst entscheiden.
Bei 200 km Shotter sollten alle Insassen nicht nur
physisch offroad-tauglich sein.
Was uns immer weniger Sympathien
 entlocken kann, ist Las Vegas.
Für uns hat die Glitzerkulisse ihren Reiz verloren.
Ist aber (wie alles) Ansichtssache.
Warum wir an den Alabama-Hills in den Vorjahren aus
Unkenntnis schon mehrmals vorbeigefahren sind,
bleibt wohl unser Geheimnis.
Sequoia und Yosemite waren mal wieder beeindruckend,
die Menschenmassen mal weg gedacht.
Die von uns besuchten Sehenswürdigkeiten in der
Golden Gate National Recreation Area sind meines Erachtens
mehr was für Tagesausflüge von San Francisco aus.
Die Flüge waren diesmal nicht ganz so beschwerlich.
Noch nie ist bei einem Rückflug die Zeit so schnell vergangen.
Lag sicherlich auch an den relativ komfortablen Plätzen.
 
Schweren Herzens haben wir uns vorgenommen, den Südwesten
nun erstmal für ’ne Weile sein zu lassen.
Wenn’s dann zum Jahresende an die Urlaubsplanung für 2009 geht,
wird man sehen, wie stark der Wille ist.

Zum Ende noch paar Zahlen.
Wir waren insgesamt 4354 Meilen (7010 km) unterwegs.
Haben 198 Gallonen (740 Liter) Sprit verfahren und
dafür $730 bezahlt.
Unser Chevrolet Trailblazer LT mit 4,2 V6
hat sich zu unserer allgemeinen Überraschung
mit 10,6 Liter auf 100 km begnügt.
Die Hotelpreise lagen zwischen $49 und $175,
was einen Durchschnitt von $96 (62€) ergab.
Weil eigentlich fast alles teurer geworden ist,
haben wir 20% mehr Dollars als im Vorjahr ausgegeben.
Dank $-Kurs ist der Euro-Betrag annähernd wie 2007.

Abschliessen möchte ich meinen kleinen Reisebericht diesmal
mit einem Zitat aus einem Buch,
welches uns Anregung und Wanderführer in einem war und
auch irgendwann wieder sein wird.

„Bei allem Spaß am Fotografieren sollte man eines nicht
vergessen: die Liebe zur Natur! Die Erinnerung an
großartige Naturerlebnisse bereichert doch letztlich
mehr als das großartigste Bild. Daher kann ich nur raten,
gelegentlich die Kamera auch mal wegzulegen,
einfach nur zu schauen und still zu genießen.“                                     

Peter Felix Schäfer – Wandern im Südwesten der USA


 



Southwest-2008New-England-2008