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Northwest 2009

Fr 22.05.2009, 1.Woche, 1.Tag, Berlin – Seattle
Diese Tour beginnt etwas ruhiger als die bisherigen. Der Abflug ist erst für 13:15 geplant und so haben wir noch Zeit ganz in Ruhe zu Hause zu frühstücken. Renate bringt uns zum Flughafen. Um zehn sind Koffer und Travellers im Auto und wir starten. Es ist nicht viel Verkehr. Viele haben wohl brückenfrei und so sind wir nach einer gemütlichen Stunde in Tegel. Kurze Verabschiedung und ab zum Gate D85. Der D-Terminal ist so gut wie leer. Check-in beginnt erst 11:45, die Wartezeit vergeht recht schnell. Mit unseren Reservierungen hat alles geklappt. Um zwölf sind wir die Koffer los. Den Abschluss-Imbiß gibt’s diesmal am S-Bahnwagen.

Etwa um eins beginnt das Boarding. Wir fliegen diesmal mit Scandinavian Airlines. Die hatten einfach den besten Preis. Unser Zubringer nach Kopenhagen ist eine kleine CRJ 900 NG und sieht aus wie nagelneu.


80 Passagiere, 2–2 – Bestuhlung und großzügige Beinfreiheit. Der Abflug ist pünktlich auf die Minute und sofort verschwinden wir im dichten Wolkenhimmel. 50 Minuten später haben wir die Ostsee und die Südspitze Schwedens überquert und landen in Kopenhagen – Kastrup, dem internationalen Flughafen der dänischen Hauptstadt. Aussteigen erfolgt am Terminal A Gate 22. Für den Weiterflug müssen wir zum Terminal C Gate 33. Die Entfernung beträgt geschätzte 3 km. Ist aber kein Problem. Lange Laufbänder helfen die weiten Wege zu bewältigen. Der Airport gefällt uns gut. Hier waren einige Designer erfolgreich mit von der Partie. Typisch skandinavisch.


Da der Connectionflight erst 15:50 startet, haben wir die Ruhe weg und besichtigen den geschmackvoll eingerichteten CPH-Airport. Auf dem Weg muss lediglich der Pass einmal gezeigt werden, weitere Kontrollen gibt’s nicht. Halb vier werden wir gebeten, jetzt in unseren Flieger zu steigen. Die Stimmung auf dem Flughafen scheint uns fast schon amerikanisch. Cool, lässig und keine Hektik. Der A 340-300 bietet in der Economy eine 2-4-2 Einteilung. Wir haben 40 A und B. Die Beinfreiheit ist angenehm und alle Plätze haben Inseat Entertainment. 15:50 heben wir mit unendlich viel Anlauf ab. Der große, ebenfalls fast neu aussehende Airbus braucht die komplette Startbahn. Sofort geht’s wieder in die dichte Wolkendecke. Platz ist hier drin für ca. 250 Leute. Besonders voll ist es nicht. Teilweise sind ganze 4er Reihen unbesetzt.

Traditionell stellen wir die Uhren um. 16:00 mitteleuropäischer Sommerzeit auf 7:00 pacific time. Beim persönlichen Kinoprogramm ist für jeden Geschmack etwas dabei. Um alle interessanten Filme zu sehen, reicht die Flugzeit von etwa 9,5 Stunden nicht aus. Als Extra gibt’s 2 Außenkameras. Eine nach unten, eine nach vorn. Recht schnell gibt’s einen ersten Snack und Getränke. Auch Wein und Bier und gratis. Wenig später folgt die Abfütterei. Schweinegeschnetzeltes mit Kartoffeln und Brokoli.

Dazu läuft für mich im Kino „Gran Torino“. Vielleicht eher was für Eastwood Fans … Zum Essen gibt’s wieder Bier und Rotwein. Wenn man sich (wie wir) traut, soviel man will. Wir werden von einem älteren Steward bedient, der total gut drauf ist und seine Laune auch an die Passagiere weitergibt. Danach vertreib ich mir die Zeit mit Musik und Lesen. Uti schläft dank Rotwein seit einer Weile. Wir sind fast in nördliche Richtung gestartet, haben Norwegen überflogen und Island im Süden liegen gelassen. Zu „Heart of the Sunrise“ und „Firth of Fifth” im Musikkanal breitet sich unter uns bei gleißendem Sonnenlicht Grönlands fantastische Gletscherwelt aus.

Danach schaffen wir beide etwas zu schlafen. Etwa drei Stunden vor der Landung sind wir wieder wach und laufen ein bisschen im Flugzeug rum. Ganz hinten ist ein Büfett aufgebaut. Wraps, Süßigkeiten und Getränke soviel man möchte. Wir halten uns hier eine Weile auf, kommen mit anderen Passagieren ins Gespräch und sind für die letzten Flugstunden gut gerüstet. Als wir die nördlichen kanadischen Rockies überfliegen, dauert’s nicht mehr lange und unser Reiseziel kommt auf dem Flightmap in Sichtweite. Über der noch dicht verschneiten North Cascade Range gibt’s noch mal Cafe und Sandwiches. Dann beginnt der Landeanflug. Nachdem wir in relativ geringer Höhe den Großraum Seattle Tacoma mit einer großen Schleife passiert haben, setzt der Pilot den großen Airbus erstaunlich weich auf. Es ist 16:30 und Seattle empfängt uns mit 23°C und knalliger Sonne. Die Einreisekontrollen nehmen wenig Zeit in Anspruch. Fast ohne Anstehen sind wir in 10 min durch. Hier werden alle 8 Finger und beide Daumen gescannt. Der Officer sieht auf seinem Monitor, dass wir öfter sein Land besuchen und heißt uns herzlich willkommen. Auf dem Gepäckband warten schon unsere Koffer. Eine U-Bahn bringt uns zum Mainterminal. Hier haben alle gängigen Autovermieter einen Schalter in der Haupthalle. Bei Alamo ist es zu unserer großen Freude total leer. Wir legen unseren Voucher und ausgefüllte Vordrucke mit allen für die Autovermietung wichtigen Daten (Driverslicense, Hoteladresse usw.) vor. Dazu Führerschein und Kreditkarte. Zu unserer Enttäuschung teilt uns die Dame mit, dass es hier keine Choiceline gibt und die Midsize SUV Line so gut wie leer sei. Nur noch zwei Toyota RAV4 sind da. Damit könnten wir uns sogar anfreunden, wenn die nicht beide den kleinsten 2,0 l Motor hätten. Da man hier also definitiv ein Auto zugewiesen bekommt, kann man kein anderes auswählen. Dass so wenig kleine SUVs da sind, liegt vielleicht auch am Memorialday Weekend. Standart SUVs sind ausreichend vorhanden, aber ohne Zusatzkosten ist nichts zu machen. Mit viel Quatscherei und einigen Telefonaten vereinbaren wir ein Upgrade für 171 + tax und bekommen dafür einen Jeep Grand Cherokee 4x4. 11.000 Meilen auf dem Tacho, dunkelblau und Sirius Satellitenradio. Bei der Ausfahrt werden die Verträge mit den Nummernschildern verglichen. Der Equinox Trick funktioniert hier also nicht. Wir haben aber absolut keinen Grund zum jammern. Hätten wir den großen Jeep schon von Deutschland aus haben wollen, wär’s erheblich teurer geworden.

Unser Hotel, das Radisson liegt auf der anderen Straßenseite. Wir bekommen einen schönen Kingsize Room nach hinten raus. Die Fenster lassen sich öffnen, W Lan und Parking ist free. Frisch geduscht fahren wir essen und einkaufen. Dennys ist gleich nebenan, nach Safeway müssen wir etwas suchen. Um neun sind wir wieder am Radisson. Wir stellen die elektrisch verstellbaren Härtegrade der Matratzen von soft auf firm und schlafen sofort ein.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 24 / 39
Übernachtung: radisson seatac airport, seattle, washington $64 ****
Sa 23.05.2009, 1.Woche, 2.Tag, Seattle – Port Angeles
Ab 3:30 gilt: Schlaflos in Seattle. Tagebuch, Internet und Weatherchannel unterhalten uns beim Wachwerden. Der Wetterbericht zeigt, dass es im ganzen Land regnet. Nur ganz oben links ist ein sonniges Memorialday Weekend vorhergesagt. Um fünf sitzen wir im gleichen Dennys wie gestern Abend und frühstücken für 12$.

Wir lassen uns wieder viel Zeit und nutzen den 24/7 Service gern. Danach geht’s auf die Interstate 5 nordwärts bis kurz vor Everett.

Trotzdem es Samstag und recht früh ist, herrscht schon erstaunlich viel Verkehr. An der Autobahn verbringen wir eine Stunde im Walmart. Für ca. 100$ kaufen wir Proviant, Getränke und eine kleine 12$-Kühltasche. Dann zur Fähre Kingston – Edmond. Die Überfahrt kostet 21$ und dauert 45 min. Die Fähre ist riesig und so früh nur minimal ausgelastet.

Es gibt Foodstores, Restrooms, TV und (kostenpflichtiges) WLan. Drüben angekommen fahren wir bis kurz hinter Port Gamble, um dann feststellen zu müssen, dass die Hood Canal Bridge wegen Bauarbeiten gesperrt ist. Also heißt das jetzt für uns, den Hood Canal bis zur Südspitze nach Union zu fahren und am Westufer wieder hoch. Ein Umweg von fast 200 km. Da uns aber niemand drängt, genießen wir die Küste, machen einige Cafe Pausen und unterwegs diverse Fotostopps.


Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite. 70°F und wolkenloser Himmel.

Etwa um eins erreichen wir die kleine Hafenstadt Port Angeles an der Nordküste der Olympic Halbinsel. Tanken erstmal für 2,49$ bei Safeway den Jeep voll und fahren dann zu unserem von Priceline zugewiesenem Hotel, dem Red Lion Inn am Hafen. Hier, direkt vor unserem Fenster legen die Fähren nach Vancouver Island ab. Entsprechend viel Betrieb ist hier. Das Hotel macht nicht den neuesten Eindruck. Unser Zimmer mit 2 Queensizebeds und Kühlschrank ist aber blitzsauber und komfortabel. Sogar einen Balkon gibt’s. Wie fast überall hier, hängt auch in unserer Lobby ein „No Vacancy“ Schild. Die normale Roomrate beträgt 179+tax. Wir haben 68 bezahlt. Wir nehmen einen kleinen Imbiss und fahren dann zum Visitorcenter des Olympic Nationalparks, oberhalb von Port Angeles.

Versorgen uns mit Infos zum Park und kaufen uns einen neuen Nationalpark Pass. Danach fahren wir die Hurrican Ridge Road bis zum Ende. Hier oben liegt noch Schnee. Wir suchen uns ein geschütztes sonniges Plätzchen und genießen einfach nur das fantastische Panorama auf die Gipfelkette.


Nach einem Rundgang durch den Souvenirshop, geht’s wieder für 30 km bergab. Unterwegs gibt’s tolle Aussichten auf die Juan de Fuca Strait und die Nordküste der Olympic Peninsulina.

Um sechs sind wir wieder im Red Lion. Da wir ziemlich knülle sind, beschließen wir erstmal eine kurze Siesta zu machen und schlafen beide ohne Unterbrechung bis früh um fünf durch.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 261 / 421
Übernachtung: red lion inn, port angeles, washington $68 ****
So 24.05.2009, 1.Woche, 3.Tag, Port Angeles – Ocean Shores
Nach einer heißen Dusche checken wir um sechs aus. Das Red Lion kann man empfehlen. Ist besser, als es von außen aussieht. Wir verlassen Port Angeles westwärts und finden nach fünf Minuten im Fairmont Restaurant ein geeignetes Breakfast Diner.

Außer ein paar älteren Herren sind wir hier die einzigen. Es gibt scramble-onion-mush-pepper-cheese-hush-tormato. Die ansässigen Farmer treffen sich zum Morgencafe. Jeder kommt einzeln mit einem großen Pick Up vorgefahren. Bestellen brauchen sie nichts. Die Waitress weiß schon bescheid. Gestärkt machen wir uns auf den Weg zum Lake Crescent. Hier startet unser erster Hike. Herrlich, wie der See in den Bergen liegt. Es ist noch empfindlich kalt, als wir zum Trailhead starten. Auch hier wird auf Warntafeln erklärt, wie man sich bei Bärenbesuch verhalten soll. Nach einem Tunneldurchgang unterhalb des Highway befinden wir uns mitten im tiefen dunklen Wald. Uns fallen sofort die riesigen Fichten auf. Die erreichen hier fast die Dimensionen von Mammutbäumen. Nach und nach wird der Wald immer dichter und grüner. Als wir den Barnes Creek erreichen, ist auch die Sonne über den Bergkamm geklettert. Um den Fluss zu überqueren nutzt man gefallene Fichten, an die Geländer genagelt sind.

Nach einer knappen Stunde sind wir am Ziel, den Marymere Falls. Ein schöner Anblick!

Nachdem wir die Fälle ausgiebig und von allen Seiten abgelichtet haben, geht’s auf den Rückweg. Durch die intensive Sonneneinstrahlung ist der Weg kaum wieder zu erkennen. Die kleine Rangerstation am Seeufer ist leider nicht offen.

Die Weiterfahrt am Seeufer bietet tolle Aussichten. Uns fällt immer wieder auf, wie kristallblau das Wasser hier schimmert. Danach immer am Sol Duc River entlang, vorbei am Lake Pleasant zum Abzweig des Highway 110. Die Stichstrasse führt uns über Mora zum Rialto Beach an die Pacific Coast. Obwohl das Wetter sehr neblig und wolkenverhangen ist, reisst uns die Kulisse vom Hocker.

Völlig naturbelassene Treibholzstrände mit gigantischer Felskulisse im tosenden Ozean.

Trotzdem es extrem ungemütlich ist, genießen wir die Stimmung. Auf der anderen Seite der Quillayute River Mündung, am First Beach sitzt noch sehr fotogen der amerikanische Wappenvogel vor James Island.

Nach einer Stunde haben wir genug vom rauen ursprünglichen Meeresklima. Zurück zur 101 und ein paar Minuten später laufen wir in Forks ein. Hier ist der halbe Ort im Vampirfieber. Die TV Serie „Twilight“ ist hier zu Hause.

Danach ist es nicht mehr weit bis zum Abzweig der Upper Hoh Road. Inklusive Stau am Nationalpark Eingang dauert die Fahrt bis zum Visitorcenter eine knappe Stunde.

Memorialday Weekend und Sonntag, entsprechend voll ist es heute. Wir machen die zwei üblichen Hall of Moses- und Spruce Trails.

Auf den Wanderungen verläuft sich alles und wir sind größtenteils allein. Hall of Moses macht seinem Namen alle Ehre.

Wir genießen den kurzen Rundweg genüsslich. Wir erfahren, dass die Douglas-Fichten hier die zweithöchsten Bäume der Welt sind. Sie überragen sogar die Sequoias in der Sierra Nevada. Nur die redwoodigen Küstenmammuts sind noch höher.
 
Am Ufer des unbändigen Hoh River laufen wir wieder zu unserem Auto.

Nach knapp drei Stunden beenden wir den Aufenthalt im Visitorcenter und fahren wieder die knappe Stunde zur 101. Diese führt uns wieder zur Küste. An einem der Kalaloch Strände parken wir den Jeep, gehen runter zum Beach und machen eine längere Rast.

Hier verbringen wir fast zwei Stunden mit sonnen, schreiben, malen und fotografieren.

Das Wetter ist hier ungleich besser als vor vier Stunden am Rialto Beach. Ausgeruht fahren wir weiter zum Lake Quinault. Davor gibt’s noch einen Stopp an der Ranger Station Kalaloch.

Beim Stempeln in Uti’s Skizzenbuch ist die Ranger Grandma völlig begeistert von den Aquarellen. Als wir ihr erzählen, dass wir schon seit Jahren zu zweit durch das Land fahren, fragt sie uns ernsthaft wie das gehen soll, ohne Reiseführer. Am Lake Quinault macht das kleine Visitorcenter Sonntags leider schon früher zu. In Amanda Peak genehmigen wir uns noch mal einen Cafe und machen uns dann auf zur heutigen Schlussetappe zur Küste nach Ocean Shores. Wir brauchen für die 80 Meilen etwa zwei Stunden. Ocean Shores entpuppt sich als Seebad ohne Bademöglichkeit. Meilenweite breite Strände, zum schwimmen ist das Wasser viel zu kalt. Wir finden schnell unser Days Inn. Beim Check In von Priceline Buchungen wollen sie neuerdings immer unsere Adresse. Brauchten wir früher nie angeben. Das Hotel ist mehr als okay. Großer Raum mit 2 Queensizebetten und Kühlschrank. Sonnenuntergang wollen wir heute am Meer erleben. Um dort hin zu gelangen, fahren wir erstmal die ca. 1 km lange Beachroad durch so was Ähnliches wie Dünen. Der Strand selbst ist dann dank Ebbe eine halbe Meile breit und so lang man sehen kann. Man fährt mit dem Auto in Sundown Position und genießt selbigen im geheizten SUV.

Spektakulär ist es nicht gerade, aber besser als im Hotelzimmer.

Zurück im Days Inn gibt’s ein paar Budweiser und danach schlafen wir geschafft ein.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 315 / 507
Übernachtung: days inn, ocean shores, washington $79 ***
Mo 25.05.2009, 1.Woche, 4.Tag, Ocean Shores – Ashford
Wir schlafen schon bis sieben. Dann gibt’s Frühstück im Hotel und um acht reiten wir ab. Über Hoquiam und Aberdeen sind wir bald in Olympia. In Lacey stoppen wir, frischen im Walmart die Vorräte auf und tanken den fast leer gefahrenen Jeep wieder voll. Danach geht’s wieder in die Mountains. Am Alder Lake machen wir eine kurze Rast und erreichen zur Mittagsstunde Ashford, am Fuß des Mount Rainier. Hier gefällt uns die kleine feine Nisqually Lodge am gleichnamigen River. Da noch immer Memorialday Weekend Preise gelten, kommen wir nicht umhin, 105$ für’s Zimmer zu bezahlen.


Einchecken und sofort die fünf Minuten weiter fahren zum Nationalpark Eingang.

Hier gibt’s wieder den üblichen Feiertags-Stau. Nach zehn Minuten warten sind wir durch. Unseren ersten Stopp machen wir am Longmire Museum, unterhalb der Ramparts. Vorbei am Cougar Rock stoppen wir ein nächstes Mal an den Christine Falls.

Das reichlich vorhandene Schmelzwasser lässt den kleinen Wasserfall fast überlaufen.

Am Ricksecker Point hat hat man nach Südwesten einen schönen Blick zum Paradise River, während in nordöstlicher Richtung der Nisqually Gletscher zu erkennen ist. Bevor wir das Paradise Valley auf 5400 ft erreichen, besuchen wir noch die fast zugeschneiten Narada Falls Am Henry M.Jackson Memorial Visitor Center liegen noch schätzungsweise 5 m Schnee. Da heute Memorialday-Montag ist, geht es hier auf dem riesigen Parkplatz wie in der Innenstadt einer Metropole zu.

Nach ausgiebigem Besuch des Besucherzentrums gehen wir auf der Schneedecke den Nisqually Vista Trail. Das Wetter ist zwar etwas bewölkt, aber sonnig. Alle paar Minuten geben die vorbei ziehenden Wolken Blicke auf den in der Sonne leuchtenden Gipfel des Mt Rainier frei.


Wegen des ständigen Einsackens schlaucht die kleine Wanderung mehr als erwartet. So sind wir nach etwa einer Stunde froh wieder am Parkplatz zu sein. Im Store gibt’s noch Karten, dann machen wir uns auf den Rückweg nach Ashford. Etwa halb sieben sind wir zurück in der Lodge. Es gibt Hotelcafe und –cookies auf der Wiese. Wir rücken uns die Gartenmöbel in die Abendsonne und bleiben bis zum Einbruch der Dämmerung draußen. Erst als es dunkel und mittlerweile auch frisch geworden ist, gehen wir in unseren vorgeheizten Room, nehmen noch ein heißes Bad und schlafen ein.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 251 / 405
Übernachtung: nisqually lodge, ashford, washington $105 ****
Di 26.05.2009, 1.Woche, 5.Tag, Ashford – Portland
Das Hotelfrühstück ist völlig okay. Obwohl fast alle Zimmer belegt sind, haben wir hier so gut wie niemanden gesehen. Vielleicht sind wir auch nur zu früh dran. Um acht ist Abfahrt. In Morton halten wir an der Post. Die Karten nach Deutschland kosten mittlerweile 98 Cent. Briefmarken mit dem Betrag gibt’s kaum. Also stückeln oder gleich einen Dollar raufkleben. Es folgt der White Pass Scenic Byway, mit seinen vielen Viewpoints. Dann haben wir eine Abkürzung von Salkum nach Toledo genommen, immer am Cowlitz River entlang. Der St. Helens war zwar obenrum in dichte Wolken gehüllt, aber hat uns trotzdem gewaltig beeindruckt.


Wir haben uns viel Zeit genommen und auch den Film angesehen.


Irre, was hier abgelaufen sein muss. Auf der Weiterfahrt nach Portland haben wir in Woodland einen Safeway/Starbux Stopp eingelegt und danach hat Hr. Jeep uns daran erinnert, dass ihm der Sinn jetzt nach frischem Öl steht. Da wir noch ca. 3-4000 Meilen unterwegs sein wollen, sind wir zum Portland International Airport zu Alamo. Da wir keine Adresse hatten, war's nicht ganz leicht zu finden. Endlich angekommen, sagt uns die Dame am Return, dass wir uns entweder ein anderes Auto aussuchen könnten oder den Ölwechsel irgendwo selbst organisieren sollten und das Geld dafür erstmal auslegen müssen. Ein Mechaniker sei nämlich jetzt (16:30) nicht mehr da. Aber sie könne das nicht entscheiden. Also wurde ich ins Office zu einer älteren Mitarbeiterin namens Poppy übergeben. Diese bot mir einen Toyota Highlander an, den wir aber nicht wollten. Das nächste Angebot war ein Chevrolet Traverse. Der hatte kein Satellitenradio. Vor dem Office stand ein Saturn Outlook mit großen Werbe-Pappschildern. Ganz in weiß und nagelneu. Keine Chance, der wird gar nicht vermietet. Außerdem sei es eine ganz andere Wagenkategorie. Bis hier verlief der Tag also eigentlich normal. Nachdem Poppy mit uns alle Varianten durch hatte, bat ich sie noch mal über den Saturn nachzudenken, wir haben doch noch soviel zu fahren und kommen von so weit her. Also ruft sie den Manager an, kommt 10 min später wieder und drückt uns die Schlüssel in die Hand. Ich helfe noch, die ganzen Reklameschilder zu entfernen. Dann machen wir den Vertrag und räumen die Autos um. Der Cherokee war ja alles andere als eng, aber der Outlook ist noch mal eine ganze Ecke größer.

Happy verlassen wir die Alamo Station. Alle anwesenden Mitarbeiter wünschen uns gute Fahrt und machen den Eindruck, als wenn sie sich mit uns freuen. Erst jetzt fällt uns auf, dass wir den Jeep mit leerem Tank abgegeben haben. Der des Saturn ist natürlich voll. Könnte man sich dran gewöhnen. Statt zu tanken, tauscht man das Auto. Die Fahrt in unser Hotel in Downtown verläuft trotz Rush Hour dank tomtom problemlos.
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17:20 sind wir am Silver Clouds Inn, checken ein, bekommen für die nächsten drei Tage einen schönen Room mit Kingsize, Kühlschrank, Micro, WLan und Free Parking. Roomrate 189+tax. PL hat uns bei 65 den Zuschlag erteilt. Obendrauf gibt’s noch den Hinweis, dass der General Manager wie jeden Dienstag ab 17:30 einen kleinen Empfang für alle Hotelgäste gibt. Also den weißen Saturn ins Parkhaus, Klamotten aufs Zimmer und runter zum Empfang. Shawn heißt uns herzlich willkommen. Es gibt Salat und Sahne Ravioli mit Pilzen und Bohnen. Dazu verschiedene Weine und eine Auswahl an regionalen Bieren. Wir lassen’s uns die nächste Stunde gut gehen und torkeln danach abgefüllt aufs Zimmer. Eigentlich wollten wir abends noch in eine Kneipe oder ähnliches. Sind aber beide zu müde. Nebenbei erwähnt zeigt sich das Wetter hier in Portland von seiner besten Seite. 80°F und sonnig. Goodnight!
Gefahrene Meilen / Kilometer: 216 / 348
Übernachtung: silver cloud inn, portland, oregon $74 ****
Mi 27.05.2009, 1.Woche, 6.Tag, Portland
Ab sieben wird gegenüber gepresste Luft durch Schläuche gedrückt und zum Hämmern benutzt, was mit Geräusch verbunden … Geschlafen haben wir bis dahin sehr gut. Das Fenster musste allerdings zu bleiben. Ist einfach zu viel Verkehr nachts vorm Hotel. Das includierte Silver Cloud Breakfast ist fast schon üppig. Cafe, Tea, Säfte, frisches Obst, heiße Waffeln, gescrambelte Eier, Toast, Bagel, Muffins, Joghurts … Halb neun sitzen wir im Outlook und lassen uns vom Navi quer durch Portland zur Columbia River Gorge bringen. Klappt trotz des gewaltigen Verkehrsaufkommens sehr gut. Um neun verlassen wir kurz hinter Troutdale die Interstate und fahren auf den Historic Columbia River Scenic Highway. Eine herrlich angelegte historische Strasse, die einen zu den Highlights der Columbia River Schlucht geleitet. Der erste Stopp findet am Vista House am Crown Point statt, das wie ein Vogelnest auf einen Felsvorsprung gesetzt wurde.

Im innen mit Marmorplatten verzierten und mit Bleikristall verglasten Gebäude kann man oben auf die Aussichtsterrasse gehen oder sich ins Untergeschoß zu Giftshop, Art Galery und Restrooms begeben. Oben haben wir einen schönen Panorama View auf den Lauf des riesigen Columbia River. Der nächste Stopp lässt nicht lange auf sich warten und heißt Latourell Falls.

Liegt fast direkt an der Strasse. Es folgt ein Halt am Bridal Vail mit zwei kleinen Hikes von je 1,5 Meilen zu den Falls und den tollen Viewpoints auf den Columbia River.


Dann fahren wir durch zur Multnomah Lodge.

Hier parken wir den Outlook, lassen uns im Visitorcenter eine kleine Wanderkarte geben und machen uns auf die Socken. Erst auf dem Trail 442, etwas oberhalb des Highways zu den Wahkeena Falls.
 
Dann in recht steilen Serpentinen zum Lemmons Viewpoint.

Von dort immer am Wahkeena Creek entlang auf dem Trail 420 zu den Fairy Falls.


Ich bin schon nach zehn Minuten total durchgeschwitzt. Die steilen Anstiege sorgen aber dafür, dass man hier oben nur wenige Leute trifft. Oben angekommen laufen wir durch angenehm schattige Abschnitte ostwärts zum Multnomah Creek. Hier gleicht die Umgebung schon fast einem Regenwald. Wir machen kurze Stopps an den Ecola Falls und Weisendanger Falls.


Obwohl wir beide ziemlich platt sind, beeindrucken uns die üppige Vegetation und die rauschenden übervollen Wasserfälle.

Nach etwa vier Stunden erreichen wir den Aussichtspunkt oberhalb der Multnomah Falls. Hier steht man direkt über der Wasserfallkante.

Obendrein eröffnet sich ein schöner Panoramablick auf die River Gorge. Danach geht es in langen Serpentinen an der Ostflanke runter zur Benson Bridge.

Uti hat wie immer ihre Kniebeschwerden. Die Brücke bietet den schönsten Blick des ganzen Trails. Der Multnomah fällt äußerst fotogen 330 Fuß ins Tal.

Wir genießen, machen Fotos und begeben uns dann ins Visitorcenter. Hier gibt’s T-Shirts, Karten und Patches. Dann suchen wir uns einen Platz in der Sonne mit Blick auf die Falls und machen die nächsten zwei Stunden Urlaub. Etwas zu knabbern, kalte Drinks aus unserer 12$ Coolbox, Tagebücher schreiben, relaxen und einfach nur den schönen Blick genießen. Um fünf holen wir uns die kleinste Portion Vanilla Chocolate Eiskreme, die dicke für uns beide reicht. Dann gibt’s noch Stativ Fotos von den jetzt abends ungleich besser beleuchteten Fällen.


Danach schwingen wir die müden Leiber ins Auto und fahren mit einem Zwischenstopp an den Horsetail Falls

zum Premium Outlet Troutdale. Liegt direkt auf dem Weg und in 20 min sind wir da. Das Outlet hält nicht den Erwartungen stand und so sind wir nach kurzer Zeit wieder verschwunden. Einmal quer durch Portland landen wir 19:00 im Silver Clouds Inn, duschen, verarzten die müden Knochen und gehen zu Fuß (!) um die Ecke ins Industrial Cafe. Eine kleine Szene Kneipe lediglich 500 m vom Hotel. Es gibt Hawaii Ribs mit Cesars Salad und Knoblauchkraut als Tagesangebot für 9$. Dazu reichlich Irish Stuff, Indian Pale Ale und nette Gespräche mit den umliegenden Tischen. Alles schmeckt heute super lecker und die Rechnung beträgt nur 27$. Abgefuttert torkeln wir halb zehn wieder zum Hotel und sind froh, dass es einen Elevator gibt. Abschließend gibt’s Rheumasalbe satt und eine schnelle Gute Nacht …
Gefahrene Meilen / Kilometer: 91 / 147
Übernachtung: silver cloud inn, portland, oregon $74 ****
Do 28.05.2009, 1.Woche, 7.Tag, Portland
Heute lassen wir’s gemütlich angehen, schlafen bis nach acht, frühstücken ewig lange und verlassen erst um zehn das Hotel. Einmal die 23. Strasse lang, dann rechts die Berge hoch und schon sind wir am Eingang des International Rose Test Garden.

Bei wunderschönem Sommerwetter verbringen wir hier die nächsten drei Stunden inmitten der blühenden Rosen. Die ganze Anlage ist wie ein kleiner Park angelegt und ohne Eintrittsgebühr zu besuchen.

Wir kommen aus dem Staunen gar nicht heraus.

Rosenarten mit den tollsten Namen, von denen wir vorher noch nicht mal was gehört hatten.



Unser Favorit ist die schwarze Rose.


Hier gibt’s auch noch einen Walk of Fame der anderen Art. Auf dem Queenswalk wird seit 1914 die jährliche Rosenkönigin verewigt.

Sie wird ausgesucht aus den 14 Highschools der Area. Alle Einwohner Portlands sind wahlberechtigt und zahlen einen Cent für ihre Stimme. Die Kandidatin mit dem höchsten „Marktwert“, wird die Rose Queen.

Es gibt eine Freilichtbühne mit Rängen im Grünen, wo regelmäßig kulturelle Veranstaltungen stattfinden.

Uns gefällt’s hier ausgezeichnet.


Danach gehen wir die ca. 200 m zum Eingang des Japanese Gardens. Hier kostet’s 8$ pro Person Eintritt. Ein paar Schritte durchs Admission Gate und wir sind in einer anderen Welt.


Wir gehen zum Pavillion mit einem reizenden Flatgarden,

dann durch die Blauregenpergola und über die Mondbrücke zu den oberen und unteren Teichen.


Anschließend besuchen wir den kleinen Teegarten und gehen über die Zickzackbrücke zu den himmlischen Wasserfällen, die aber jetzt zur Mittagszeit leider völlig im Gegenlicht verschwinden. Von hier führt unser Weg durch den interessanten Naturgarten mit Wasserspielen zum Sand- und Felsgarten.

Nach zwei Stunden sind wir wieder an einem der schönsten Restrooms von Portland. Abschließend gehen wir zur Eastside des Pavillion und genießen den spektakulären Blick auf Downtown Portland mit dem schneebedeckten Mount Hood im Hintergrund.

Mittlerweile ist es 16:00 und wir haben Hunger. In unserer Lieblingsgasse, der 23. Strasse, finden wir im Tara Thai ein kleines asiatisches Restaurant.
Es gibt Chicken auf Lemongrass mit Reis und Erdnusssauce zum günstigen Angebotspreis. Danach fahren wir um die Ecke zum Hotel, machen uns kurz frisch und wollen eigentlich nach Downtown. Aber eigentlich gefällt uns unsere Region hier so gut, dass wir gar nicht hier weg wollen. Zehn Minuten später sind wir wieder in der 23. Strasse und schlendern durch diverse Stores, Shops und Bars. Abendessen gibt’s im Roses Restaurant and Bakery. Die ganze Szenerie erinnert uns angenehm an San Franciscos Castro Viertel. Portland ist eine offene liberale Stadt und wir haben uns hier mehr als wohl gefühlt. Um zehn sind wir wieder im Silver Clouds Inn. Mit Sutter Merlot und eiskalten Buds lassen wir unsere Portlandtage ausklingen.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 29 / 47
Übernachtung: silver cloud inn, portland, oregon $74 ****
Fr 29.05.2009, 2.Woche, 8.Tag, Portland – Seaside
Halb acht ist der Lärm draußen nicht mehr zu überhören. Ein letztes Mal genießen wir das Silver Cloud Breakfast. Dann werden die Klamotten gepackt und wir verabschieden uns von Portland. In Beaverton stoppen wir am Safeway und frischen die Vorräte noch mal auf. Die Kundenkarte spart uns fast 20% und kostet nichts. Bis zum Urlaubsende kommt ein stattliches Sümmchen zusammen. Der Highway 26 bringt uns über den Sunset Summit im Tillamook Forest recht schnell in Richtung Küste. Unser geplanter Abstecher zum Saddle Mountains State Park muss leider ausfallen. Wegen Bauarbeiten ist die Zufahrtsstrasse gleich am Highway Abzweig gesperrt. Um elf erreichen wir den Highway 101. Von dort sind’s nur noch fünf Meilen nach Seaside. Hier hat uns Priceline das Shilo Inn zugewiesen. Obwohl’s noch viel zu früh ist, versuchen wir schon einzuchecken. Leider noch nicht möglich, erst ab 15:00. Also stoppen wir für etwa eine Stunde am Seaside Outlet Center. Außer ein Paar Zumiez-Klamotten gibt’s aber keine Beute. Danach fahren wir die Küste nordwärts bis nach Astoria. Unterwegs halten wir am Fort Clatsop, welches zum Lewis & Clark National Park gehört.

Karten, Patches und Infos satt. Dazu einen Rundgang durch den Nachbau des historischen Forts.

Wie schon oft fällt uns angenehm auf, wie viele Schulklassen sich in den Parks rumtreiben. Bei der Einfahrt nach Astoria träume ich ein bisschen und erst als ein Spurwechsel nicht mehr möglich ist, realisiere ich dass wir uns auf der Zufahrt zur Astoria Bridge befinden. Da wenden nicht möglich ist, bleibt uns nichts anderes übrig, als bis nach Washington rüber zu fahren. Der Columbia River ist hier an der Mündung in den Pazifik über drei Meilen breit.

Drüben machen wir ein paar Fotos und fahren dann wieder zurück.

In Astoria setzen wir uns outside ins Cannery Cafe, direkt am Wasser. Es gibt Salat und die beste Clam Chowder im Ort. Generell hat uns Astoria nicht sonderlich begeistert. Hätten wir uns schöner vorgestellt. Wieder in Seaside checken wir erstmal ein. Das Shilo Inn macht von außen einen relativ abgewrackten Eindruck. Innen ist aber alles top. Wir bekommen einen riesigen Room mit Wohn- und Schlafbereich, Kühlschrank und Microwelle. Völlig neu und geschmackvoll möbliert mit einem Kingsizebed mit einem großen Flatscreen davor. Wir hauen den Kühlschrank voll Getränke und fahren runter zum Beach. Dort erwartet uns als Überraschung ein alles verschlingendes Nebel-Wolken-Gemisch. Die Sichtweite beträgt maximal 100 m. Also verlassen wir schnell diesen Ort und fahren die zehn Meilen südwärts zum Ecola State Park.

Glücklicherweise ist hier noch wolkenlos sonniger Himmel. Drei Dollar Eintritt per Vehicle und ab zum Viewpoint.

Hier gibt’s sehr schöne Aussichten auf die umliegenden Strände, die vorgelagerten Inseln und das offene Meer.

Der Höhepunkt ist aber der Blick zum Cannon Beach mit dem Haystack Rock als Hintergrund. Die von Nordwesten anrückende Nebelfront legt sich sehr fotogen an die bis zur Küste reichenden Berge.


Danach fahren wir runter zum Indian Beach, der Teil des State Parks ist.





Hier verbringen wir fast eine Stunde mit Blick auf die Felsinseln, bis die Temperaturen so ungemütlich werden, dass wir uns wieder auf den Heimweg begeben. Nach acht sind wir wieder am Shilo Inn. Der ganze Ort ist eine dicke Nebeldecke gehüllt und es ist empfindlich kalt. Also die Roomtemperatur auf 75° einstellen und eine heiße Dusche. Dann ein Abendmahl aus unseren Vorräten. Nach TV und Internet beenden wir kurz vor Mitternacht den Tag.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 181 / 292
Übernachtung: shilo inn, seaside, oregon $76 ***
Sa 30.05.2009, 2.Woche, 9.Tag, Seaside – Coos Bay
Weil es ringsum sehr ruhig war, haben wir gut geschlafen. Das Shilo Breakfast ist gar nicht so schlecht, es gibt sogar Obst. Um neun checken wir aus. Heute wollen wir den ganzen Tag an der Küste südwärts fahren. Erster Stopp am Rockaway Beach. Nebel!

Über Garibaldi und Bay City kommen wir nach Tillamook, der Käsehauptstadt Oregons.


Bei Shell wollen wir den Outlook voll tanken. Selbstbedienung gibt’s in Oregon nicht. Man lässt die Scheibe (natürlich elektrisch) runter, reicht die Kreditkarte, alles andere macht der Bedienboy. Über 20 Gallonen passen rein, war also ganzschön leer. Ich gebe einen Dollar Tip. Mir fällt aber auf, dass ich der einzige bin, der Trinkgeld gibt. Dann ab zum Cape Lookout.

Wir nehmen den Three Capes Scenic Highway. Dauert zwar entschieden länger als der 101, führt aber immer an der Küste entlang. Einen längeren Stopp legen wir am Cape Kiwanda Beach ein.


Trotz der tief hängenden Wolken, geben wir die Hoffnung nicht auf, dass sich der Nebel irgendwann verziehen wird. Wir grasen einen State Park nach dem anderen ab. Immer wieder das gleiche Spiel, Nebel, Nebel, Nebel. Einzig am Cape Perpetua ist die Sicht ein wenig besser. Hier bleiben wir auch eine Weile und besuchen das Visitorcenter. Danach folgt ein Picknick am Driftwood Beach.

Am Heceta Lighthouse bleiben wir eine halbe Stunde.


Der Highway 101 führt uns nun durch diverse schön anzusehende Städtchen. Lincoln Beach, Newport und Flowrence gefallen uns gut und wären wohl auch einen längeren Besuch wert. Kurz nach sieben kommen wir über die große McCullough Memorial Bridge nach Coos Bay. Ziemlich geschlaucht finden wir das komfortable Red Lion Inn. Bekommen ein großes, ruhig gelegenes Zimmer mit Kühlschrank, Microwelle und auf Wunsch 2 Queensizebetten. Die offizielle Roomrate beträgt 159$ plus Steuern. Wir haben, dank Priceline 76$+ bezahlt.
Danach fahren wir kreuz und quer durch die überraschenderweise fast menschenleere Stadt. Wer wohnt hier? Im Kozy Kitchen gibt’s heute abend Prime Ribs und Steaks. Kostet 40$ inklusive Tax and Tip und ist sehr lecker.

Erst nach zehn sind wir zurück. Uti nutzt noch die Guest Laundry. Ich schau mir Charles Bronson in Death Wish 3 an, mit Werbeunterbrechungen alle acht Minuten. Halb eins ist Ende im Schacht …
Gefahrene Meilen / Kilometer: 249 / 401
Übernachtung: red lion inn, coos bay, oregon $76 ****
So 31.05.2009, 2.Woche, 10.Tag, Coos Bay – Crescent City
Bis um neun geschlafen. Die Betten sind super, die Adresse kann man sich merken. Zum Frühstück fahren wir wieder ins Kozy Kitchen. Geht schnell, schmeckt und kostet alles zusammen 20 Dollar. Um zehn brechen wir auf zum Golden and Silver Falls State Park. Liegt etwa 30 Meilen nordöstlich von Coos Bay. Nach 20 Meilen erreichen wir erstmal den Millicoma Myrtlewood Corridor State Park. Die ab hier unbefestigte Strasse ist gesäumt von übergroßen Myrte Bäumen. Auch mit normalen PKW ist die Fahrt hierher kein Problem. Nach etwa 50 min Fahrzeit sind wir am Ziel und wir sind die einzigen. Die Trails zu den Falls sind angenehm kurz.

Auch die Sonne hat ein Erbarmen und lässt sich für kurze Zeit hier blicken. Wir gehen zuerst zu den Silver Falls. Der fließt oben über eine Rundung und stürzt dann etwa 60 m ins Tal.


Etwa 20 min später stehen wir am Fuß der Golden Falls, die etwa aus der gleichen Höhe nicht minder spektakulär in die Tiefe rauschen.



Danach geht’s wieder return nach Coos Bay auf den Highway 101, der uns bei Bandon wieder zur Küste führt.



Nach unzähligen Stopps in diversen Küsten State Parks kommen wir über Gold Beach nach Brookings. Hier gibt’s Futter für’s Auto an der Tankstelle und die Passagiere im Onion Grill. Anschließend dauert’s nicht mehr lange und wir erreichen die Stateline zu California. Um vier sind wir im Golden State. Als erstes fällt uns auf, dass der Sprit hier um 30 Cent teurer ist. Nach etwa fünf Minuten verlassen wir den Highway 101 und biegen nach links erst auf den 197 und 10 Meilen später auf den 199 ab. Kurze Zeit später erreichen wir das Hiouchi Information and Visitorcenter des Jedediah Smith Redwood State Parks. Eine der Rangerinnen verpasst uns eine ausführliche Detailbeschreibung für die nächsten Tage.

Wir folgen dem Highway noch für zwei Meilen, um dann nach rechts in den State Park einzufahren.

Schlagartig fallen uns die Dimensionen der Bäume auf. Vorige Woche im Olympic standen wir zwischen riesigen Fichten, aber die Grant Sequoias hier sind um einiges dichter und höher. Sie haben zwar nicht den Stammdurchmesser ihrer Geschwister in der Sierra Nevada, sind aber höher. An der Stout Memorial Grove stellen wir das Auto ab und machen einen wunderschönen Rundgang durch die höchsten Bäume der Welt.

 

In der langsam einsetzenden Dämmerung wirken die Riesen majestätisch und fast schon unheimlich. Wir fahren die elf Meilen lange unbefestigte Howland Hill Road quer durch den Park.

Es ist ein Riesenerlebnis und den Besuch auf jeden Fall wert. Erst kurz vor acht kommen wir in Crescent City an. Diesmal hat uns Priceline ins Best Western Northwoods Inn geschickt. Für 65$+ ist das Hotel okay. Mehr dürften die auch offiziell nicht dafür verlangen. Am Office werden gerade die letzten freien Rooms vergeben, zu unverschämten 199$ + tax. Die spinnen. Im Zimmer gibt’s abgewohnte einfachste Motel 6 Ausstattung plus 60 Dezibel-Kühlschrank-Lautsprecher. Glühbirnen sind nur in jeder zweiten Leuchte und dann auch nur gefühlte 15 Watt. Im TV zwei Schleier-Programme, Internet funktioniert nicht. Wenigstens ist die Bettwäsche sauber … So bleibt uns endlich mal Zeit, die Fotos zu übertragen sowie Tage- und Skizzenbücher auf Vordermann zu bringen. Wirklich einladend ist Crescent City auch nicht gerade. Auch das kalte neblige Wetter trägt seinen Teil dazu bei. Wir trösten uns mit Merlot und Bud und sind in Gedanken bei den Redwoods … good night.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 219 / 353
Übernachtung: best western northwoods inn, crescent city, california $76 *
Mo 01.06.2009, 2.Woche, 11.Tag, Crescent City – Redding
Geschlafen haben wir wider Erwarten gut. Die beiden Queensizebeds waren recht neu. Frühstück gibt’s von 6 – 10 Uhr mit einem Coupon im Northwoods Restaurant. Dort ist das Bedienpersonal mit dem Massenandrang schlicht überfordert. Eigentlich bekommt jeder Hotelgast nach Vorlage seines Coupons einen Teller und kann sich dann am Büffet bedienen. Erst sind keine Teller da, dann kein Personal. Und ohne abgegebenen Coupon trauen sich die Amis nicht an den Tellerstapel. Also warten sie in einer akkuraten Reihe, dass jemand zum Coupon-Abgabe erscheint. Da wir nicht so viel Zeit verschwenden können, nehmen wir uns zwei Teller und ernten unverständliche Blicke. Das Angebot selbst ist nicht schlecht. Sogar Obst, Scrambled Eggs, Ham und Sausages sind da. Halb neun verlassen wir das Best Western. Nochmal würden wir hier nicht halten. Das Wetter heute ist noch schlechter als gestern. 38°F und Sichtweite von unter 50 m. Wir sind trotzdem tapfer durch die Del Norte Coast Redwood und Prairie Creek Redwood Stateparks gefahren. In letzterem haben wir auch noch den Newton B. Drury Scenic Parkway gemacht. Die Sicht wird eher noch schlechter. Am Kuchel Visitorcenter machen wir einen Stopp.

Der Highway 101 führt hier direkt am Pazifik entlang. Sicht und Temperatur ändern sich nur geringfügig. Die Strecke bis Eureka verläuft größtenteils an der Küste. Nach und nach verschwinden erst die Redwoods und dann der Nebel. Kurz vor Eureka verlassen wir den Highway 101 und damit das Meer. Ab jetzt bringt uns der California Highway 299 ostwärts. Schnell windet sich die Strasse in beträchtliche Höhen. Nach etwa einer Stunde sind wir mitten im Trinity National Forest. Die Road führt immer am Trinity River entlang und bietet tolle Aussichten.


Als wir die Wetterscheide überqueren ist die Temperatur auf 80°F gestiegen und es ist schönster Sonnenschein. Je weiter wir fahren, umso besser wird das Wetter. In Weaverville halten wir erst an der Ranger Station und dann am Garden Cafe zu Salat und Cafe.


Von hier aus ist es nur noch eine Stunde bis zu unserem heutigen Tagesziel Redding. Man rollt fast nur noch bergab. Am Visitorcenter des Whiskeytown Lake stoppen wir ein nächstes Mal.

Die Rangerin feut sich, mal jemand zum Quasseln zu haben. Halb vier sind wir in Redding.

Ich hatte die irrtümliche Vorstellung, dass es sich um ein kleines Nest an einer Highway-Interstate-Kreuzung handelt. Irrtum! Population 100.000 und alles auf einer riesigen Fläche verteilt. Aus dem Roomsaver haben wir uns das La Quinta am Hiltop Drive rausgesucht.

Der zuverlässige Holländer Tomtom führt uns schnell hin.
Ursula am Office ist erstmal über den Coupon-Preis erstaunt, geht dann ins Hinterzimmer und kommt mit 'ner Schere in der Hand zurück. Ein sichereres Zeichen, dass Coupons akzeptiert werden, kann’s nicht geben. Als ich sie auf ihren Vornamen anspreche, kommen wir schnell ins Gespräch. Sie wohnte in ihrer Kindheit in Kiel und Berlin kenne sie auch. Und sie kann zwar nicht mehr viel Deutsch, versteht aber so ziemlich alles was wir sagen. Ups! Zum Schluss steht als Roomrate 65 statt 75$ wie im Roomsaver. Solche Smalltalkes bringen fast immer was und machen einfach Spaß. Auf Wunsch bekommen wir noch einen Room mit direktem Zugang zum Pool. Alles ziemlich neu, zwei Queensizebeds und Kühlschrank. Man öffnet die bis zum Boden reichenden Gartenfenster und fällt fast ins Wasser. Die nächsten drei Stunden verbringen wir bei 90°F mit relaxen, schwimmen, hot tuben, budweisern und internetten.

Abends fahren wir zum Big K Mart und kaufen paar Klamotten. Das Diner gibt’s im Grand Büfet gegenüber, einem all-you-can-eat China Temple für 11$ pro Person.

Reichlich gestopft sind wir halb elf wieder im La Quinta und schlafen sofort ein.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 218 / 351
Übernachtung: la quinta inn, redding, california $78 ****
Di 02.06.2009, 2.Woche, 12.Tag, Redding – Klammath Falls
Etwa zu um acht schaffen wir’s zum Hotelfrühstück. Man kühlt hier nicht nur die Speisen und Getränke, sondern bringt gleich den ganzen Breakfastroom auf Kühlzellentemperatur. Checkout und auf dem Highway 44 immer ostwärts. Schon nach wenigen Minuten Fahrt kommt unser erstes Tagesziel in Sichtweite. Wie ein Tempel erhebt sich der Lassen Peak in die Wolken. Die Anfahrt dauert eine Stunde. Am Eingang zeigen wir unseren Nationalpark Pass vor. Die 80$ haben sich schon jetzt gelohnt.

Im Internet haben wir schon gestern erfahren, das die Strasse durch den Park nur bis Hot Rock offen ist. Wir halten im Historic Vistorcenter und verbringen dort fast eine halbe Stunde mit den Rangerinnen.



Dann fahren wir die Scenicroad bis es nicht mehr weiter geht. Zurück halten wir erst am Campgroundstore und dann an der Entrance Station. Hier machen wir einen gemütlichen Hike am Ufer des Manzanita Lake. Es gibt schöne Fotos vom See mit dem Lassen Peak im Hintergrund.



Danach geht’s weiter über die Highways 44 und 89 nach Burney. Im Ort gibt’s für uns außer Safeway und Post noch eine kräftige Regendusche. Jetzt sind’s nur noch 10 Meilen bis zu unserem nächste Ziel, dem Mc Arthur Burney Falls State Park. Eine Viertel Stunde später sind wir da. Eintritt 6$ per Vehicle inklusive Insassen. Auto auf dem Parkplatz abgestellt und 50 m weiter kann man schon die Wasserfälle sehen.

In außergewöhnlicher Breite fällt der Burney hier 130 feet in die Tiefe.

Trotz einer offensichtlich anrückenden Gewitterfront wollen wir noch den Falls Loop laufen. Eine etwa zwei Meilen lange moderate Wanderung in der Umgebung der Fälle.


Obwohl wir das letzte Ende schon im Regen loopen, bereuen wir’s nicht. Abschließend gibt’s noch Besuche von Parkstore, Rangerstation und Restrooms. Danach bringt uns der Highway 89 bei heftigem Gewitter mit beeindruckenden Querblitzen nach Norden. Wir wollen nach Mount Shasta, der gleichnamige Gipfel weist uns den Weg. Im Ort laufen wir einmal die Mainstreet auf und ab. In der T-Shirt-Factory bekommt Uti ihr Shastahemd. Dann auf der Interstate 5 bis Weed. Hier führen wir in der Visitorinformation interessante Gespräche über alles Mögliche.


Danach gibt’s eine Pause bei Dos Amigos Mexican Food Salat und Hühnersuppe.

Von hier bringt uns der Highway 97 mit großartigen Blicken auf den Shasta in Richtung Oregon.


Nach Überqueren der Stateline

fällt uns erstmal auf, dass der Sprit in Oregon hier in Grenznähe teurer als in California ist. Nicht mehr lange und wir erreichen Klammath Falls. Halb sieben stehen wir vor’m Holiday Inn Express. Sind wir immer wieder gern, aber 129 Triple-A-Rate sind uns zu teuer. Daneben entdecken wir ein Comfort Inn. Mit 111+tax auch nicht gerade günstig. Dank 5 min Smalltalk mit Shirley einigen wir uns schließlich auf 74$ plus Steuern. Dafür gibt’s zwei Queensizebeds, Kühlschrank, Mikrowelle und die Waschmaschine gleich am Treppenhaus. Nach der langen Kutscherei haben wir heute Lust auf Steaks. Nebenan ist auch gleich ein Sizzlers. Man bezahlt am Eingang sein ausgewähltes Gericht und das gewünschte Getränk. Kann sich dann zusätzlich am Büfett bedienen und bekommt das gewählte Gericht an den Tisch gebracht.

Für uns gab’s Steaks und die waren nicht schlecht. Mit 34$ ist die ganze Geschichte auch noch preiswert. Wieder zurück im Hotel erledigt Uti noch die Wäsche und ich kümmere mich um ein Quartier für morgen. Bei Priceline gibt’s für 50$ Gebot das 3* Shilo Inn and Suites. Happy darüber und in Vorfreude auf den morgigen Tag genehmigen wir uns noch paar Bud und beenden um Mitternacht den langen Tag.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 284 / 457
Übernachtung: comfort inn, klamath falls, oregon $81 ****
Mi 03.06.2009, 2.Woche, 13.Tag, Klammath Falls – Bend
Gut geschlafen, weil Fenster auf. Dank Waschmaschine gibt’s saubere Klamotten. Das Comfort Inn Breakfast ist einwandfrei. Um neun checken wir aus. Bis zum Abzweig zum Craterlake fahren wir den Highway 97 immer am Klammath Lake entlang. Der Himmel ist bewölkt und im Westen sind einzelne Vulkankegel zu erkennen. Wir nehmen den Abzweig und nach durchfahren einiger verschlafener Nester erreichen wir den Südeingang des Crater Lake Nationalparks.

Erst jetzt seh ich, dass die Tankanzeige nur noch auf 25% steht. Durchfahren des Parks und wieder zum Highway? Könnte knapp werden. Am Bezahlhäuschen erklärt man uns, dass die Ostseite des Sees noch gesperrt ist. Die Scenic Road an der Westseite ist aber geöffnet und seit gestern ist auch der Nordausgang open. Erstmal kommen wir aber nicht drumherrum, an der sauteuren Nationalpark Tankstelle etwas Benzin zu kaufen. 3,79$ per Gallone, da wird nur für 10 Dollar getankt. Jetzt aber ab zum Crater Lake. Wir erreichen die Caldera Rim und sind schwer beeindruckt.

Hier oben liegen noch 2-3 m Schnee und nur die Strassen sind beräumt. Teilweise ist noch nicht mal der Zugang zu den Restrooms möglich.

Wir machen einen Stopp am Visitorcenter und fahren dann bei zwar bewölktem aber sonnigem Himmel alle Viewpoints der Westseite des Sees ab.



Blickt man mal nicht zum See sondern nach Westen, eröffnet sich ein großartiger Blick auf die Cascade Range.

Am Nordeingang verlassen wir diesen Park.

Hat uns nachdrücklich beeindruckt. Über kleine Verbindungsstrassen sind wir schnell wieder am Highway 97. Dieser führt schnurgerade nach Norden. Etwa 20 Meilen vor Bend machen wir Halt am Newberry National Volcanic Monument.

Eintritt für uns als NP Pass Inhaber frei. Nach Infos, Karten, Stempel und Patches im Visitorcenter fahren wir zur Lavabutte hoch und machen dort einen kleinen Rundgang um den Crater.

 
Dann geht’s schnurstracks nach Bend. Nach einem kurzen Shopstop im Walmart fahren wir einmal quer durch die Stadt zum Shilo Inn Suites im Norden.

Eine riesige Anlage. Zum ersten Mal haben wir ansatzweise das Gefühl, als Pricelinekunde etwas anders behandelt zu werden. Als ich sage, dass wir einen Room mit zwei Betten möchten, meint er, dass das aber alles Fireplace Suiten seien. Ich: „na und!“. Also bekommen wir ein Zimmer mit Kamin statt für 159 für 50$. So soll es sein!Klamotten auf’s Zimmer. Da es zu regnen begonnen hat und auch schon fast um sechs ist, beschließen wir heute nirgendwo mehr hinzufahren. Außer die 200 m zu Applebee’s. Hier gibt’s Steaks mit Shrimps und Blue Cheese für’n schmalen Taler. Es schmeckt hervorragend und wir können Applebee’s auf jeden Fall weiterempfehlen. Gekostet hat der ganze Spaß 31$. Die haben wir gern ausgegeben. Mittlerweile hat das Unwetter immer größere Ausmaße angenommen. Zurück im Shilo machen wir’s uns vorm Kamin gemütlich. Schreiben Karten und E-Mails, speichern Fotos, kucken TV, trinken Wein und Bier und schlafen irgendwann ein.

Gefahrene Meilen / Kilometer: 176 / 283
Übernachtung: shilo inn suites, bend, oregon $63 ****
Do 04.06.2009, 2.Woche, 14.Tag, Bend – Redmond
Es war sehr ruhig und die Betten waren superbequem. Also haben wir bis halb neun durchgeratzt. Das Shilo Breakfast ist das bisher beste der Tour. Eingenommen wird’s im Shilo Restaurant. Man gibt am Eingang einen Coupon ab, den man beim Einchecken bekommen hat. Am Büfett gibt’s alles, was man sich wünscht. Wir lassen uns viel Zeit und checken etwa um zehn aus. Eigentlich ist laut Wettervorhersage ein verregneter Tag. Daher wollen wir sehen, dass wir so weit wie möglich in Richtung Hells Canyon kommen. Als wir losfahren sieht’s gar nicht so schlecht aus. Also fahren wir in Redmond erstmal zu den Cline Falls. Ein kleiner State Park an den Stromschnellen des Deschutes River. Bei immer besser werdendem Wetter eine gute Einstimmung in den Tag. Was spricht also dagegen, dem Smith Rock doch noch einen Besuch abzustatten. In 15 min sind wir da und sofort fasziniert.

Der kleine State Park erinnert uns ungemein an den Garden of the Gods in Colorado Springs.


Das Thermometer zeigt 75°F und Wolken sind nur entfernt zu sehen. Wir bezahlen am Auto die 3$ Eintritt per Vehicle, ziehen Wanderschuhe an und machen uns auf die Socken. Schon nach wenigen Minuten sind wir gefangen von der wunderbaren River-Sandstone-Kombination. Wir laufen zur Crooked River Footbridge, die hier unten den gleichnamigen Fluss überquert.

Danach immer am Ufer entlang. An der Morning Glory Wall können wir Climber bei der Arbeit beobachten. Für die ist das hier ein Kletterparadies. Bei den Dihedrals / Christian Bros entdecken wir auch den in keinem vernünftigen Park fehlenden Balanced Rock.

Wir überlegen einen Moment abzukürzen und den Asterisk Pass zu überqueren, folgen dann aber weiter dem River Trail.


Unterwegs gibt’s tolle Aussichten.

Nach dem großen Crooked Loop kommt bald das Wahrzeichen des Parks, der Monkey Face Rock in Sichtweite.

Eine ziemlich hohe Felsnadel, die ganz oben von einem affenkopfähnlichem Gipfel gekrönt ist.

Nach ca. 3 Meilen verlassen wir den Wanderweg am Ufer des Flusses. In der Ferne hören wir Gewittergrollen und es wird recht schnell merkwürdig windig. Beim Aufstieg zum Monkeyface wird’s immer dunkler und uns wird schnell klar, dass das Gewitter in Kürze den Park erreichen wird.

Der 300 m Höhenanstieg am Stück lassen mich wieder pusten wie eine Dampflok. Die anrückende Gewitterfront treibt uns förmlich hoch. Als wir fast den Grat bei 3400 ft erreicht haben, fängt es an zu schütten. Noch kein wirkliches Problem, die Blitze sind noch ein ganzes Stück entfernt. Oben am Gipfel führt der Trail etwa eine halbe Meile auf der Misery Ridge entlang. Und pünktlich schlagen auch die ersten Blitze neben uns ein. Verängstigt und fast schon im Dauerlauf erreichen wir den Red Wall Abstieg und stellen uns erstmal unter einen Felsvorsprung. Die Donnerschläge sind überwältigend und ganz wohl ist uns beiden nicht. Als wir denken, dass das Gröbste vorbei sei, versuchen wir weiter den Abstieg zu bewältigen. Da geht’s aber erst richtig los. Wir schaffen’s gerade noch, in eine kleine Ein-Mann-Höhle, in der aber schon 2 Leute kauern. Zusammengepfercht passen wir alle vier gerade so rein. Es geht nicht um Regenschutz. Mittlerweile gibt’s bei stockdusterem Himmel Hagelschlag mit Körnern groß wie Eicheln. Dazu Blitz und Donner in gewaltigen Ausmaßen. Die Temperatur ist von 30°C auf gefühlte Null gefallen. Obwohl bis auf die Socken durchnässt, sind wir froh, hier in dem Felsloch zu sitzen.

Der ganze Zauber dauert etwa eine halbe Stunde, in der wir uns ausführlich mit unseren Höhlenbewohnern unterhalten. Die beiden sind in unserem Alter, wohnen in der Umgebung und sind oft hier. Sie sagen uns, dass diese Wetterumschwünge hier völlig normal seien. Man müsse immer damit rechnen. Es gebe öfters Unfälle, weil manche Wanderer die Gefahren unterschätzen. Vor kurzem wurde ein junger Mann von einer Schlammlawine mitgerissen und erst Wochen später im Fluss gefunden. Als Hagel und Gewitter vorbei sind, gehen wir im Dauerregen den restlichen Abstieg zur Footbridge. Immer mit einem Auge den Blick nach oben, dass sich auch ja keiner von den großen Felsbrocken löst. Überall haben sich gelblich braune Schlammwasserfälle gebildet. Beeindruckend, wie schnell sich diese liebliche Umgebung in so eine gewaltige Wilderness verwandeln kann. Wieder am Auto angekommen pellen wir uns erstmal komplett aus den völlig durchnässten Klamotten. Die Koffer haben wir ja dabei, also sind trockene Sachen kein Problem. Zehn Minuten später sind wir in Redmond. Da es schon nach vier ist und wir beide fertig sind, beerdigen wir alle Weiterfahrpläne und suchen uns ein Hotel in Redmond. Am nördlichen Stadtrand finden wir gleich ein Sleep Inn, an dem noch das „Now Open“ Schild hängt. Roomrate 89, mit Triple A 74$. Dafür gibt’s zwei neue große Betten, W-Lan, Frühstück und die jetzt dringend benötigte Waschmaschine. Wir nehmen erstmal eine ausführliche Dusche und fahren dann ins Black Baer Diner.

Heute gibt’s für Uti T-Bone und für mich Sirloin Steaks. Haben wir uns auch verdient. Sehr lecker und mit 35$ auch nicht zu teuer. Danach bleibt noch Zeit für ein paar Karten und im Walmart werden die Vorräte aufgefrischt. Um neun sind wir wieder am Sleep Inn. Schnell noch die nun sauberen Wanderklamotten aus dem Trockner. Nach ein paar coolen Drinks schlafen wir beide um elf völlig platt ein.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 94 / 151
Übernachtung: sleep inn, redmond, oregon $79 ****
Fr 05.06.2009, 3.Woche, 15.Tag, Redmond – Baker City
Bei der Ruhe schlafen wir mal wieder unerwartet lange. Das Sleep Inn Breakfast lässt auch nichts zu wünschen übrig und so starten wir erst um zehn zu unserer Tagesetappe. Über Prineville bringt uns der Highway 26 immer weiter ostwärts. Ich hatte die Strecke ziemlich langweilig erwartet, ist sie aber absolut nicht. Nach zwei Stunden Fahrt durch abwechslungsreiche Umgebung, biegen wir nach Nordosten zu den Painted Hills ab. Eine Nebenregion des John Day Fossil Butte National Monuments. Schon während der Anfahrt leuchten uns die ersten farbigen Berge an.


Da dieser Park, wie auch die gesamte Region sehr abgelegen ist, sind nur sehr wenige Besucher anzutreffen.

Trotz massiver Bewölkung schafft’s die Sonne ab und an mal durchzukommen und ermöglicht großartige Aussichten.

Wir parken am Painted Hills Overlook und machen den kurzen Spaziergang am Rim entlang und zurück. An einer der beiden Bänke bleiben wir eine halbe Stunde und genießen die ständig wechselnden Schattenspiele.




Danach geht’s zur Rangerstation und nach ausgiebigen Infos weiter auf dem hier Ochoco Scenic Byway genannten Highway 26. Die kurzweilige Fahrt zur Sheep Rock Section des National Monuments dauert etwa 90 min.


Hier kann man beim Präparieren der fossilen Fundstücke zuschauen. Die Werkstätte und Laborräume sind zum Visitorcenter verglast. Das Center selbst ist recht neu und bietet neben Infos und Stores auch Ausstellungen und Vorführungen.

Anschließend machen wir noch Fotos vom Sheep Rock und fahren dann durch bis John Day. Die Stadt hätte ich mir etwas größer vorgestellt. Es gibt aber Hotels und Restaurants und man könnte hier auch übernachten. Uns ist es aber zu früh, also fahren wir weiter. Allmählich ändert sich das Wetter. Die Wolken werden dunkler und es fängt an zu regnen.

Um unser avisiertes Tagesziel zu erreichen, müssen wir die malerischen Huckleberry Mountains überqueren. Über diverse Pässe von über 5000 ft führt uns der Highway 7 zu tollen Aussichten. Leider haben wir nichts davon, denn hier oben tobt ein ausgewachsenes Unwetter. Blitz, Donner, Hagel und Schlagregen, ähnlich wie gestern. Diesmal im Auto haben wir jedoch kein wirkliches Problem damit. Etwa um sechs erreichen wir Baker City an der Interstate 87. Da wir vom Fahren für heute genug haben, wollen wir uns für heute hier ein Hotel suchen. Direkt im Stadtzentrum gibt es das Geiser Grand Hotel. Ein historisches Haus mit viel Charme und leider zu teureren Roomrates. Wie immer gibt’s an der Interstate Auffahrt eine Ansammlung von Supermärkten, Tankstellen, Fastfoodlokalen und Hotels. Das Best Western Sunridge Inn sieht vertrauenserweckend genug aus um es zu testen.Roomrate 99$, mit den drei A 74$. Zimmer ankucken, alles okay, also einchecken. Danach frischen wir im Albertson unsere Vorräte auf, tanken den Saturn wieder voll und genehmigen uns ein Roomdiner. Draußen entwickelt sich das Unwetter zum Orkan. In den regionalen TV Sendern wird eine Tornadowarnung für heute Nacht rausgegeben. Eigentlich wollten wir morgen in den Hells Canyon, passend zum Wetter …
Gefahrene Meilen / Kilometer: 349 / 562
Übernachtung: best western sunridge inn, baker city, oregon $83 ****
Sa 06.06.2009, 3.Woche, 16.Tag, Baker City – Lewiston
Und wieder haben wir lange geschlafen. Erst nach neun gehen wir zum Breakfast ins Hotelrestaurant. Frühstück ist nicht im Preis inbegriffen. Mit dem Coupon gibt’s einen Dollar Rabatt pro Person. Ist auch gut und günstig. Um zehn starten wir bei sehr bewölktem Himmel zum Hells Canyon. Die Strecke dorthin zieht sich endlos in die Länge. Den Abzweig Highway 39 lassen wir erstmal links liegen. Unser Ziel ist der Hells Canyon Damm. Bei Oxbow überqueren wir den äußerst vollen Snake River und sind nun in Idaho. Von hier sind’s noch immer 30 Meilen bis zum Damm.

Begleitet von immer schlechter werdenden Wetter und keiner Menschenseele sind wir nach einer Stunde Serpentinen-Fahrt da. Vorm Damm gehen die ortsansässigen Männer ihrer Lieblingsbeschäftigung nach. Offiziell heißt das hier Fishing. Ein paar Fische sehen wir wirklich. Aber jede Anglerweste ist auch gut mit Budweiser bestückt. Hinter dem Damm beginnt der wilde Snake River. Etwa eine Meile weiter besuchen wir das kleine Visitorcenter.

Hier starten Wildwassertouren in das Innere des Canyons.

Die Rangerin ist glücklich, mal wieder jemanden zum Erzählen zu haben. Zum Schluss schenkt sie uns noch ein Hells Canyon Pin. Der Regen wird immer stärker, also machen wir uns auf den Rückweg. Am Adventure Store and Lodge holen wir uns T-Shirt und Karte. Die Lodge schauen wir uns auch an. Sieht gut aus. Bei besserem Wetter könnte man hier auch gut und günstig nächtigen. Wieder über den Snake und zurück in Oregon, fahren wir zur Gabelung des Highway 39 und dann erstmal zum Hells Canyon Overlook.

Bei dem miserablen Wetter ist die Aussicht leider nicht so gut.

Anschließend geht’s bei stürmischem Regen und Schnee durch die Wingridge Mountains. Raus aus den Bergen laufen wir in Joseph ein. Die Stadt ist nach dem Häuptling der Nez Perc benannt.

In Enterprise machen wir ’ne Rast bei Subway. Hier wären auch wieder Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden. Schon nach 16:00 starten wir in nördliche Richtung. Parallel zum Highway verläuft der Joseph Canyon. Beim überqueren der Stateline zu Washington durchfährt man hier den wunderbaren Grande Ronde Canyon.


Hatte ich bisher noch nie von gehört. 18:30 erreichen wir wieder das Ufer des Snake River und zehn Minuten später sind wir in Clarkton.

Der Highway 12 bringt uns über den Fluss nach Idaho. Die Doppelstadt heißt hier Lewiston. Beide Städtenamen sind eine Reminiszenz an die Entdecker Lewis and Clark. Die Innenstadt von Lewiston ist wie leergefegt und über der gesamten Stadt schwebt ein unangenehmer Geruch. Auf der Anhöhe an der 21.Strasse finden wir ein Holiday Inn Express. Mit ein wenig Quasselei kriegen wir den Preis von 139 auf 99 „korrigiert“. Aufgrund der späten Uhrzeit (19:30) haben wir auch keine Lust mehr noch großartig zu suchen. Das Hotel ist fast neu und wir bekommen einen Super Room mit 2 Betten und Kühlschrank. Zum Abendessen gibt’s Applebee-Steaks. Wie immer, sehr lecker. Danach tanken wir beim Stinker für 2,65 das Auto voll. Um zehn sind wir wieder am Hotel. Da wir wissen, wo’s morgen hingehen soll, buchen wir über priceline ein Hotel in Missoula, Montana. Für 65$ gibt’s das Courtyard by Marriott. Darauf stoßen wir noch mal an und löschen erst nach Mitternacht die Lichter.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 333 / 536
Übernachtung: holiday inn express, lewiston, idaho $107 ****
So 07.06.2009, 3.Woche, 17.Tag, Lewiston – Missoula
Bis halb neun toll geschlafen. Frühstück gibt’s bei sonnigen 20°C auf der Terrasse des Hotels. Der Panoramablick auf Lewiston/Clarkston mit den Bergen und Snake- und Clearwater River im Hintergrund ist einmalig.

Das Frühstück ist, wie auch das ganze Hotel ausgezeichnet. Um zehn checken wir aus und fahren auf dem Highway 12 am Clearwater entlang ostwärts. Wir erreichen bald den Clearwater Canyon und es gibt diverse Stopps an Historic Sites.

Überall wird man mit der Geschichte der Nez Perc und der Lewis and Clark Expedition konfrontiert. Der Fluss ist übervoll, die Strasse glücklicherweise nicht.



Außer ein paar Bikern treffen wir so gut wie niemanden. Am Lochsa River machen wir Halt an der Historic Ranger Station.



Hier kommen wir mit den Betreibern Cindy und Bud ins Gespräch. Die beiden sind echt nett und wer hier hält, kann bitte mal ein paar Grüsse von uns ausrichten.

Bei schönem Wetter machen wir ein Picknick am Fluss. Bänke und Tische gibt’s auch hier überall. Danach fängt es leider wieder an zu regnen. Hier in den Bergen ändert sich das Wetter laufend. Nachdem wir die Cedar Groove passiert haben, beginnt der direkte Aufstieg zum Lolo Pass. Je höher wir kommen, umso besser wird das Wetter. Oben auf der Passhöhe gibt’s ein Visitorcenter.

Uti findet ein Patch und für mich gibt’s im Wechselgeld die Alaska und Hawaii Quarters. Ab jetzt sind wir in Montana.

Zeitumstellung, eine merklich andere Landschaft, Warnung vor crossenden Moosen und erlaubte 70 mph auf der Landstrasse.

In Lolo fallen uns die vielen Casinos und der relativ günstige Benzinpreis auf. Nach sechs fahren wir in Missoula ein. Hotels, Tankstellen, Fastfoot und alle großen Supermärkte sind hier anzutreffen. Einmal quer durch zum nördlichen Stadtrand. Hier gibt’s ein paar nagelneue Hotels. Auch unser Courtyard by Marriott finden wir hier. Es gab Zeiten, da hätten wir uns nicht getraut hier anzuhalten … Wir bekommen ein sehr komfortables Luxuszimmer und haben niemals den Eindruck wie Kunden zweiter Klasse behandelt zu werden. Im Albertson holen wir uns Proviant für die nächsten Tage. Abendessen gibt’s im Outback. Kostet 39$ plus Tip für zwei kleine Gerichte und ist nicht unbedingt unser Fall. Halb zehn sind wir im Hotel. Für morgen in Kalispell schickt uns priceline ins Red Lion. 65$ für 3 Sterne, gutes Geschäft. Es gibt noch paar Bud, aber mehr passiert heute nicht mehr.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 289 / 465
Übernachtung: courtyard by marriott, missoula, montana $74 ****
Mo 08.06.2009, 3.Woche, 18.Tag, Missoula – Kalispell
Wiedermal lange und gut geschlafen. Frühstück gibt’s heute bei IHOP. 2 x Strawberry Weeks Special. Mit Tip 20$ und absolut zu empfehlen! Dann ab auf die Interstate 90 und am Airport nach zehn Minuten gleich wieder runter. Wir halten an einem riesigen Harley Davidson Store und verbringen da fast eine Stunde.


Mit fetter Beute verlassen wir den interessanten Schuppen. Hat Spaß gemacht. Der Highway 93 bringt uns immer nordwärts. Wir passieren den Flathead Lake bei ausgiebigen Landregen. Hier befindet sich auch die Kootenai Indian Reservation. Zu jedem Gehöft gehört mindestens ein altes zugewachsenes Schrottauto. Uns fallen die vielen großen Reklametafeln entlang des Highways auf. Zielgruppe für die Real Estates sind offensichtlich Rentner. Sie sollen doch gefälligst Papp- und Plastikhäuser kaufen. “Do it for your children!” Bloß nicht drüber nachdenken ... Am Indian Store and Museum machen wir eine kurze Pause und sind um zwei in Kalispell.

Das Red Lion Inn ist mitten in der Stadt und kostet offiziell mindestens 149$. Wir bekommen ein schönes Zimmer unweit der Lobby, bestücken den Kühlschrank, nehmen einen Imbiss und machen uns auf die Socken zum Glacier National Park. Nach einer Stunde Fahrt sind wir da.


Hier oben ist tolles Wetter. Die Going to the Sun Road ist leider noch nicht durchgängig zugänglich. Die Zufahrt vom Westen aus ist nur bis zu den Avalanche Creeks möglich.


Nachdem ausgiebigen Besuch des Visitorcenters fahren wir am McDonald Lake entlang und besuchen die gleichnamigen Wasserfälle.


Dann wollen wir einen kleinen Hike am McDonald Creek machen. Nach ca 15 min drehen wir um. Mitten in der

Grizzly Area und relativ dunklem Wald haben wir uns beide nicht wohl gefühlt.

Am Avalanche Creek machen wir einen kleinen Rundgang.



Dann setzt auch schon die Dämmerung ein. Bei unserer Rückfahrt am McDonald Lake schimmert das Wasser azurblau mit einem anziehenden Gewitter im Hintergrund.

Halb neun sind wir weder in Kalispell. Hier scheint die Sonne. Wir tanken noch für 2,40$ und lassen 18,50$ beim Büfett Chinesen. Danach Tagebuch – Internet – Fotos – Bud – Bett.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 251 / 405
Übernachtung: red lion inn, kalispell, montana $74 ****
Di 09.06.2009, 3.Woche, 19.Tag, Kalispell – Waterton Lakes
Gute Betten hier im Red Lion! Wir haben jedenfalls super bis halb neun durchgenächtigt. Nach dem Check out suchen wir uns eine Frühstückspinte und werden am Ortsausgang in Richtung Idaho fündig.

Beim Bojangles Diner stehen die einzelnen Buchstaben für folgende Musiker: B für Buddy Holly O für Otis Williams J für Jerry Lee Lewis A für Avolan N für Neil Sedaka G für Gene Vincent L für Little Richard E für Elvis S für Ship and Flip
Damit ist eigentlich auch schon fast alles über die Atmosphäre und Ausstattung des Diners gesagt. Wer mal in Kalispell was zum frühstücken sucht, dem können wir diese Örtlichkeit wärmstens empfehlen. Alles schmeckt lecker und obendrauf ist’s mit 14$ für zwei inkl. Tip auch echt preiswert. Dann fahren wir wie gestern nach West Glacier und von dort den Highway 2 einmal südlich um den Park. Stopps machen wir erst an den Silver Stairs Wasserfällen und dann am Memorial Square am Marias Pass, wo wir mal wieder die Continental Divide überqueren.

Die Sicht wird leider immer schlechter. In East Glacier verlassen wir den Highway 2. Von hier geht’s über Nebenstrassen weiter in nördliche Richtung. Am Two Medicine Lake passiert’s dann. Etwa 10 m neben unserem Auto taucht ein junger Braunbär aus dem Gebüsch auf. Stolziert, als wenn er uns nicht sieht über einen Hügel. Wir sind viel zu überrascht, um die Kamera in die Hand zu nehmen und versuchen es dann auch erst gar nicht. Als wir St. Mary und den East Entrance des Glacier Parks erreichen, zieht sich’s wieder richtig zu.

Wir besuchen das Visitorcenter und fahren ein paar Meilen am St Mary Lake entlang.

Da die Sicht immer schlechter wird, drehen wir um und fahren Richtung Canada. Etwa eine Stunde später sind wir an der Grenze. Die Formalitäten sind schnell erledigt. Ob wir Pflanzen, Waffen, Pfefferspray, Kaminholz, Tabak oder Alkohol dabei haben? Die zwei Kartons Bud werden als Eigenbedarf anerkannt. Welcome Alberta, Canada! State of Roses!

Kurzzeitig haben wir sogar Hoffnung, dass im Himmel etwas Blaues zu erkennen ist. Etwa um vier sind wir am Eingang des Waterton Lakes National Parks.

Obwohl dieser zwar mit dem us-amerikanischen Glacier National Park einen sogenannten Peace Park bildet, gilt unser Nationalparkpass hier nicht und wir werden mit 15,60 Canadian Dollar zur Kasse gebeten. Zehn Minuten später laufen wir in der Ortschaft Waterton Lakes ein, der einzigen Übernachtungsmöglichkeit im Park. Diesen Umstand nutzen sie hier auch reichlich aus. Für einfachste Unterkünfte werden meines Erachtens völlig überzogene Roomrates verlangt. Wir bekommen ein (zugegebenermaßen) sauberes Zimmer im Bayshore Inn mit Balkon zum Parkplatz für 120$. Können noch 10% Triple A raushandeln, aber das war’s. Mit Seeblick wären 145 fällig gewesen. Aber erstens gibt’s keine freien Lake View Rooms und zweitens mittlerweile auch keine Sicht mehr. Wir hoffen auf Wetterbesserung zum Abend und checken ein. Fahren dann zum Visitorcenter und anschließend in den völlig vernebelten Red Rock Canyon.


Auf dem Rückweg gibt es im Dauerregen noch Stopps am Prince of Wales Hotel und an den Cameron Falls.


Zum ersten Mal auf dieser Tour sind wir froh, wenn wir morgen weiter fahren können. Die abendlichen Dinerpreise sind uns schlicht zu hoch. Außerdem fällt uns auf, dass wir den Altersdurchschnitt der Parkbesucher erheblich nach unten drücken … Wir holen uns also Subway Futter und machen es uns im Hotel gemütlich. Internet funktioniert nur zeitweise und dann extrem langsam. Bei diesem Wetter macht Waterton Lakes definitiv keinen Spaß. Interessant wiederum ist, dass bei Einbruch der Dämmerung die Rehe, Hirsche und Steinböcke die Herrschaft über den Ort übernehmen. Auf Strassen, Parkplätzen, Grünflächen, Gehwegen, überall laufen die Tiere und lassen sich nicht im Geringsten stören.




Nach ein paar Absackern beschließen wir den Tag etwas früher als gewohnt.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 245 / 395
Übernachtung: bayshore inn, waterton lake, alberta CA$114 **
Mi 10.06.2009, 3.Woche, 20.Tag, Waterton Lakes – Spokane
Gardinen auf und was sehen wir? Am Wetter hat sich nichts geändert, also nix wie weg hier! In Washington soll besseres Wetter sein, da fahren wir hin. Frühstück in Waterton Lakes fällt aus. Warum? Im Bayshore Restaurant ist es uns viel zu teuer, alle anderen Diner haben früh noch geschlossen. Logisch, die Hotelgäste sollen ja auch im Hotelrestaurant essen. Wir wollen uns in Pitcher Creek ein Breakfast Diner suchen. Eine halbe Stunde später sind wir im Ort. Es gibt hier einige relativ neu aussehende Hotels (Ramada, Super 8), einen Walmart, aber von Diner keine Spur. Also gibt’s heute ein MacDoof im Walmart. Passend zum Wetter schmecken Egg Mc Muffin und Cafe nach nichts, sind aber dafür teuer. Danach gilt dann endlich wieder, je mehr wir in westliche Richtung kommen, umso besser werden Wetter und Laune. Hinter Cowley halten wir kurz an den Lundbreck Falls. Die Sonne ist wieder da!


Dann überqueren wir die Stateline zu British Columbia.

Uhren umstellen, eine Stunde gutgemacht. In Sparwood gibt’s einen Restroom-Stop und ein Foto vom angeblich größten Minenlaster der Welt.

Mittlerweile ist auch die Sonne wieder voll da.

Die Gipfel der Kootenay Rockies nördlich vom Crawsnest Pass erstrahlen in weißem Glanz.

Die nächste größere Stadt ist Cranbrook. Hier müssen wir tanken, aber nur halbvoll. Der Sprit ist hier erheblich teurer als in den USA. Am Moyie Lake gibt es eine Picknickpause.


In Kingsgate erreichen wir die US amerikanische Staatsgrenze. Kein Stau und ein lässig cooler Officer hält sich nicht lange mit uns auf. Merkwürdigerweise wollte er wissen, womit wir unsere Brötchen verdienen. Alles zusammen hat die Grenzkontrolle vielleicht 2 min gedauert. Welcome Idaho!

Bei tollem sonnigen Wetter fahren wir ca. eine Stunde bis Sandpoint. Dort halten wir am Chamber of Commerce und erhalten Tipps zu unserem heutigen Tagesziel, Spokane. In Coeur d’Alene stoßen wir auf die recht volle Interstate 90. Verkehrsmäßig eine absolute Umgewöhnung im Vergleich zu den letzten Tagen, als wir oftmals allein auf der Strasse waren. Nach Spokane sind es jetzt noch etwa 30 Meilen. Da wir uns gestern noch nicht sicher waren, haben wir kein Zimmer gebucht. Der Roomsaver führt uns zum Holiday Inn Express Spokane Valley. Sold Out! Upps! Der nette Expressler ist uns aber behilflich, ein Hotel in der Umgebung mit Outdoorpool zu finden. Es ist 15:00, das Thermometer zeigt 85°F und nach 700 km Autofahren steht uns der Sinn nach Relaxen. Das Ramada Inn, zwei Auffahrten weiter hat Pool und freie Rooms für 79$. Also nix wie hin! Dort angekommen gibt’s nach einem kleinen Smalltalk ein schönes Zimmer mit 2 Queensizebeds, Kühlschrank, Internet und Frühstück für Triple A vergünstigte 62$. Was will man mehr! Fünf Minuten später liegen wir am Heated Outdoorpool und tun relaxen bis um sechs. Dann tanken wir 21 Gallonen in den mittlerweile wieder leer gefahrenen Saturn und fahren in die Innenstadt von Spokane. Eigentlich wollen wir heute Abend auch mal wieder etwas durch die Strassen ziehen. Nach dem Diner im Old Country Büfett für 11,50 pro Person sind wir aber ablegereif. Um neun sind wir wieder am Ramada. Draußen sind noch immer 80°F. Da uns die Stadt gut gefällt und wir uns morgen noch mehr hier anschauen wollen, check ich noch die Hotelpreise. Unter 150$ läuft für ein Zimmer in der Innenstadt gar nichts. Also Frage an Priceline: Downtown Spokane, 3 Sterne und als Gebot 60 Dollar. Antwort: Your Price is accept by Doubletree Downtown. Na bitte! Mit ein paar eiskalten Buds wird der Tag beendet.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 429 / 691
Übernachtung: ramada inn, spokane, washington $69 ***
Do 11.06.2009, 3.Woche, 21.Tag, Spokane
Frühstück im Ramada ist das übliche Bagel-Muffin-Cafe-Osaft. Für den Start in den Tag reicht’s. Wir käsen uns aus und fahren erst halb zehn ab. Um zehn sind wir in der Innenstadt, suchen uns ein Parkhaus und gehen erstmal in die Riverfront Square Mall zum Shoppen by Abercrombie and Fitch. In einer halben Stunde ist alles erledigt. Ich hab immer meine „Freude“ an solchen Einkäufen… Danach gehört der Tag dem Riverfront Park.

Toll, wie hier inmitten einer Großstadt eine Oase der Ruhe geschaffen wurde und vor allem gepflegt wird.

Um die Insel rauschen die Lower und Upper Falls des Spokane River.

Die Coole liberale Stimmung, die uns schon in Portland so angenehm aufgefallen ist, herrscht auch hier. Zur Mittagszeit haben wir Hunger. In Anthony’s Restaurant gibt es einen tollen Terrassenblick auf die Wasserfälle.


Entgegen unserer Befürchtungen sind die Preise absolut nicht abgehoben. Für zwei Fischgerichte mit Slat, Getränken und Cafe bezahlen wir inklusive Trinkgeld 40$. Um zwei verlassen wir das Anthonys, gehen zum Parkhaus und wollen versuchen, schon im Doubletree einzuchecken.Check In halb drei ist problemlos möglich und als Dankeschön für die Buchung gibt’s für jeden Gast ein großes Chocolate Cookie. Wir bekommen ein tolles Zimmer in der 10.Etage mit Rundumblick über Spokane. Kleiner Wermutstropfen: Das Parken kostet im hoteleigenen Parkhaus 14$. Bei dem warmen sonnigen Wetter hauen wir die Kühltasche voll Eiswürfel und Getränke

und verbringen die nächsten drei Stunden in der schönen Poolanlage des Hotels. Halb sieben ziehen wir noch mal los. In der Abendstimmung sind Innenstadt und Wasserfälle noch schöner beleuchtet. Unseren Spaziergang beschließen wir im Perkins mit Strawberry Pie. Im Dunkeln geht’s danach am Flussufer entlang zum Hotel. Der milde Sommerabend erinnert uns fast an Las Vegas.
Absacker and Goodnight.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 48 / 77
Übernachtung: doubletree inn, spokane, washington $82 ****
Fr 12.06.2009, 4.Woche, 22.Tag, Spokane – Everett
Schlafen kann man prima im Doubletree. Mitten in der Stadt und trotzdem sehr ruhig. Irgendwann früh haben sie uns, wie üblich die Hotelrechnung unter der Tür durchgeschoben. Dabei fällt mir auf, dass sie uns die deftige Roomrate von189$ + tax in Rechnung stellen wollen. Also gleich mal schnell in die Klamotten und runter zur Lobby. Ooh sorry Sir! Wirklich nur ein Versehen. Bei mir bleiben jedenfalls leichte Zweifel. Es kann also niemals schaden, sich die Belege anzuschauen. Bei der Parkhaus-Ausfahrt genießen wir noch einmal den Blick auf’s Doubletree. Hat uns prima gefallen. In fünf Minuten sind wir auf der Interstate 90 und weitere fünf Minuten später wieder runter. Am Airport finden wir einen Dennys und frühstücken erstmal ausgiebig. Danach fahren wir die I-90 durch relativ unspektakuläres Land immer weiter westwärts. Mitunter führt die Strecke durch schöne Seenlandschaften, aber richtig interessant wird’s erst als die Umgebung wieder etwas bergiger wird. Kurz vor Überquerung des Columbia River machen wir einen Halt am Vantage Viewpoint.



Danach geht’s über die Brücke und eine weitere Stunde später fahren wir in die Lookout Mountains ein, die schon zur Cascade Range gehören.

Vorbei an diversen Bergseen geht’s in beträchtliche Höhen, um dann nach Passieren des Snoqualmie Pass fast ununterbrochen bergab zu gleiten. Die Autobahn bekommt alle zehn Meilen eine neue Fahrspur dazu. In Renton sind’s sieben je Fahrtrichtung und alle sind total voll. Wir wechseln auf die I-405 und sind froh, die Strecke durchgefahren zu sein und somit relativ früh schon so weit zu sein.

Es ist 13:00 und ich möchte nicht wissen, was hier in zwei Stunden für’n Verkehr ist. Die Interstate bringt uns zur I-5 und diese wiederum recht schleppend bis nach Everett. Hier haben wir uns ein La Quinta rausgesucht. Mit 99$ relativ teuer. Wir wollen aber ein Outdoor Pool und der ist hier echt selten. Es folgt eine 2 Stunden Siesta und ein Coolbox Lunch am Schwimmbecken. Mit 80°F nicht gerade heiss, aber in der Sonne kaum zum aushalten. Etwa um vier fahren wir noch mal zwanzig Meilen weiter auf der Interstate zu den Premium Outlets Seattle, die sich in Tulalip befinden. Über hundert Stores als kleines Dorf angelegt. Was wir brauchen, gibt’s recht schnell.

Die großen Shopper werden wir wohl nicht mehr werden. Beim Asiaten im Foodcourt gibt’s noch ein Abendessen und halb zehn sind wir wieder im La Quinta. Die lange Autobahnfahrt, die Hitze und der ungewohnte Shoppingstress lassen uns ziemlich knülle ins sehr bequeme Kingsizebett fallen.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 401 / 646 bernachtung: la quinta inn, everett, washington $99 ****
Sa 13.06.2009, 4.Woche, 23.Tag, Everett – Seattle
Wir haben bis kurz vor neun geschlafen. Trotzdem die Autobahn bloß ein paar hundert Meter weg ist, hat es uns bei offenem Fenster nicht gestört. Das inklusive Warm La Quinta Breakfast ist klasse und der Frühstücksraum ist hier ein großes Kamin/TV Zimmer. Um zehn fahren wir die 20 Meilen nach Seattle Downtown zum Seattle Center.


Ist alles sehr gut ausgeschildert und auch ohne Navi leicht zu finden. Parken geht im gesamten Innenstadtbereich nur gegen Gebühr und die schwankt enorm. Das maximale was wir gesehen haben, waren zehn Dollar für eine Stunde. Wir finden etwas abseits ein Parkhaus für 8$ / 10Stunden. Laufen dann etwa fünf Minuten zum Seattle Center und sind sofort von der coolen lässigen Stimmung angesteckt. Alles läuft total entspannt ab. Bei dem tollen Wetter liegen viele Leute auf den Wiesen in der Sonne. An einer großen Freilichtbühne findet ein Event von Indianern aus dem gesamten Westen statt. Direkt unter der in der Sonne leuchtenden Space Needle gibt es Souvenirs und Vorführungen. Wir wollen als erstes ins Experience Music Project.

Dieses befindet sich in einem außergewöhnlich designtem Gebäude und beherbergt mehrere Ausstellungen und Museen. Schon beim Eintreten in das fantastische Gebäude sind wir fasziniert. Zum Großteil dreht sich hier zurzeit alles um einen großen Sohn der Stadt. James Marshall Hendrix ist fast überall präsent. Wir halten uns nicht lange im EMP Store auf, betreten dann die Sky Church, wo riesige visuelle Darstellungen im Rhythmus der Musik an die Decke geworfen werden. Danach holen wir uns für 15$ pro Person Tickets für die kostenpflichtigen Bereiche. Wir besuchen die äußerst interessante temporäre Ausstellung „Jimi Hendrix – An Evolution of Sound“. Hier gibt’s unendlich viele Originals, von der angezündeten Monterey Stratocaster über Kostüme, Adressbücher bis zu Plateauschuhen, Familienbildern und und und … In dem kleinen Atrium in der Mitte des Gebäudetrakts steht eine als Gitarrenbaum betitelte Komposition eines deutschstämmigen Künstlers.


Es folgt der Besuch der Guitar-Galery. Unzählige Original Gitarren, von Antik- bis zu aktuellen Hightech Modellen, alles was man sich vorstellen kann. Auch handsignierte Teile, die Musikgeschichte geschrieben haben. Zum Beispiel Bo Diddleys viereckiges Modell oder Claptons tolle Brownie Fender, die jeder Musikfan vom Layla Album kennt. Nebenbei wird in den gleichen Räumlichkeiten in der Northwest Passage die Geschichte der Rockmusik in Seattle beleuchtet. Ich wusste gar nicht wie viele Bands des Heavy Metal aus Seattle stammen. Im Sound and Vision Theater läuft gerade eine Doku über die einzelnen Lebensabschnitte Jimi Hendrix’. Geht man eine Treppe höher, hat man nochmals einen tollen Blick auf den Gitarrenbaum. Der Clou hier oben ist jedoch das Sound Lab. Jeder hat hier die Möglichkeit Musikinstrumente zu spielen. Gitarrentöne verzerren, mit Wahwah-Pedals, Fuzzbox, Overdubs und Hallgenerator rumspielen, Percussionloops aufbauen, Orgel-Keyboards-Synthies, verschiedene Drumsets, Gesangsstudios…. Ein Riesenspielplatz für Leute, die mit Rockmusik was anfangen können. Ich hätte Stunden da drin verbringen können.

Und wir kommen uns die ganze Zeit herrlich unreglementiert vor. Niemand erzählt einem, was man alles nicht darf. Und keiner der Besucher kommt auf die Idee, irgendwas zu beschädigen oder mitgehen zu lassen. Nach mehreren Stunden trennen wir uns von Jimi Hendrix und wollen nun noch das Scince Fiction Museum besuchen. Ist im gleichen Gebäude untergebracht und die Tickets gelten auch hier. Die Geschichte, wie die Welt später einmal aussehen könnte, beschränkt sich bei den Amis größtenteils auf ihre eigenen Filme, wobei Star Trek (Raumschiff Enterprise) die zentrale Rolle spielt. Man hat das Gefühl, dass die noch stramm stehen, wenn Captain Kirk und Spok in der Nähe sind. Kirks Original Kommandosessel von der Brücke der Enterprise wirkt aus der Nähe auch nicht anders als die umgebauten Bügeleisen des schnellen Raumkreuzers Orion. Zum Schluss gibt’s noch einen Gang durch Jim Hensons Imperium. Im Mittelpunkt stehen natürlich Kermed, Erny & Bert und die Muppets. Jim hat aber nicht nur Puppen gemacht, sondern sich auch ernsthaft mit Malerei und Grafik beschäftigt. Die ausgestellten Bilder überraschen uns nicht wenig. Als Abschluss unseres Besuchs schlagen wir noch im EMP Store zu. Die T-Shirts werden uns noch eine Weile an dieses schöne Erlebnis erinnern. Im Bistro nebenan gibt’s ein leckeres Thai Essen to go. Wir suchen uns einen Platz auf der Liegewiese vor der Freilichtbühne und bewundern den Indianernachwuchs beim Aufführen alter Tänze.





Halb zwei gehen wir zum Parkhaus, lösen unseren Saturn aus und fahren die etwa eine Meile zu unserem vorgebuchten Hotel für die beiden letzten Nächte. Das Residence Inn by Marriott liegt am Südufer des Lake Union und sieht von außen recht unauffällig aus. Betritt man die Lobby, steht man in einem Atrium, welches bis zur obersten Etage reicht. Check In eigentlich erst ab 16:00, unser Room ist trotzdem schon fertig und wir bekommen die Schlüssel. Parken geht auch hier nur in der kostenpflichtigen Tiefgarage. Als wir in unser Zimmer kommen, haut es uns fast aus den Schuhen. Es gibt in diesem Haus nur Suiten. Unsere befindet sich in der obersten Etage und bietet Wohnraum, Schlafzimmer, komplett eingerichtete Küche und Balkon mit Blick auf das Seattle Center mit der Space Needle. In jedem Raum hängt ein großer flacher TV an der Wand. Captain Kirks Priceline hat uns das Zimmer für 65$ vermacht. Da klingelt auch schon eins der Zimmertelefone. Die Lobby möchte wissen, ob sie irgendwas für uns tun können. Essen und Getränke in den Kühlschrank, die free W-Lan Verbindung checken und ab in die City. Weil wir gut drauf sind, laufen wir die eine Meile und irren dann erstmal etwas wirr in Downtown herum. Irgendwann landen wir am Pikes Place Market. Hier gefällt’s uns überhaupt nicht. Menschenmassen ohne Ende, verdreckte Strassen, keimige Restrooms und Krach und Hektik ohne Ende. Danach hoch zum Westlake Place. Auch hier ist es Samstagnachmittag total voll. Uti findet bei Fitch und seinem Kumpel noch ein paar Schnäppchen. Dann müssen wir hier weg. Ein Entrinnen wird leicht gemacht. Man setzt sich in die Monorail und ist in drei Minuten am Seattle Center. Kostet 2$ pP und geht schnell. Der Verkäufer hat uns ohne unser Wissen gleich 4$ pP abgezogen und Retourtickets verkauft. An der Space Needle sind im Gegensatz zu heute Mittag keine Schlangen am Ticketing. Also nix wie hoch. 16$ pP, das Geld geht hier in der Stadt weg wie warme Semmeln. Aber was soll’s, ist Urlaub.

Der Außenlift bringt uns schnell auf 520 ft Sealevel. Der Liftboyin merkt man an, dass sie ihren Vers ca. 300-mal pro Schicht quasseln muß. Oben angekommen, gibt’s einen schönen 360° Rundumblick auf Seattle und Umgebung.

Es fehlen nur der im Nebel verschollene Mt.Rainier und die Space Needle selbst.

Wir bleiben fast eine Stunde hier oben.

Erst nach Sonnenuntergang stellen wir uns am Elevator an. Im SN Store gibt’s noch Souvenirs und Karten, dann fahren wir mit unserem Retourticket mit der Monorail zum Westlakeplace, um von dort mit der Red Line der Street Car bis vor unser Hotel zu fahren. Kostet 2$ und ist einfach und praktisch. Halb zwölf sind wir zurück im Marriott. Zum Einschlafen gibt’s noch eiskaltes Bud und Mitternacht ist Feierabend.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 32 / 52
Übernachtung: residence inn by marriott, seattle, washington $79 *****
So 14.06.2009, 4.Woche, 24.Tag, Seattle
Tolle Betten! Bis halb neun durchgeratzt. Das inklusive Breakfast geht sonntags bis um zehn und ist das beste Hotelfrühstück, was wir bisher hatten. Eigentlich alles, was man im Diner bestellen kann, kann man sich hier am Büfett nehmen. Von scrambled eggs, sausages, bacon, hushbrowns über alle möglichen Kuchen- und Waffelsorten und Muffins bis zu Obst, Joghurts, Cerealien usw. Der Cafe schmeckt wie bei Starbucks und wird in fünf verschiedenen Levels angeboten. Unser ausgiebiges Frühstück zieht sich bis fast um elf hin und wir sind nicht die Einzigen, die so lange sitzen bleiben. Danach machen wir uns gaaaanz gemütlich fertig und fahren mit der Red Street Car nach Downtown.

Hier drehen wir eine Runde rund um den Westlakeplace, gehen dann runter ins Seattle Downtown Tunnelsystem und fahren vor bis zum Pioneersquare. Der öffentliche Personen Nahverkehr in Seattle ist leicht zu kapieren, funktioniert hervorragend und ist im gesamten Innenstadtbereich tagsüber kostenlos. Am Pioneersquare laufen wir runter zum Wasser und von dort in Richtung Chinatown.

Unterwegs besuchen wir noch ein letztes Mal auf dieser Tour ein National Monument. Das Klondike Gold Rush NM bietet interessante Einblicke in den Alltag zur Zeit des Goldrausches. Danach ist’s nicht mehr weit bis Chinatown.

Hier sind wir etwas enttäuscht. Der Stadtteil ist nicht annähernd mit dem in San Francisco vergleichbar. Hungrig gehen wir ins Seafood, welches von den Restaurants noch am hygienischsten aussieht. Ist es aber nicht wirklich. Schmecken tut’s sehr gut, preiswert ist es auch, aber bloß keinen Blick auf den Fußboden oder gar hinter die Kulissen. Am Union Place steigen wir wieder ins Tunnelsystem, fahren zum Westlake und gehen dort zum Wasser. Ein kleiner Teashop bietet eine Verkostung an. Bei sehr angenehmer ruhiger Atmosphäre bleiben wir eine halbe Stunde. Der Gegensatz zum nur 2 min entfernten Pikes Place Trubel könnte nicht größer sein. Um fünf geht’s abgeschlappt wieder zum Hotel. Zum Diner geht’s heute ins Crab House an der Union Lake Marina. Laut Wandaushängen gibt’s hier prämiertes Seafood. Wir finden es eigentlich völlig normal, höchstens überteuert. Da haben wir an manch kleinem Harbor- oder Beachrestaurant schon besseren frischen Fisch gehabt. Um elf sind wir wieder im Hotel. Das übliche Woodbridge-Budweiser-Betthupferl und weit nach Mitternacht ist Ruhe im Schacht.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 0 / 0
Übernachtung: residence inn by marriott, seattle, washington $79 *****
Mo 15.06.2009, 4.Woche, 25.Tag, Seattle – Berlin
Montags bis Freitags gibt’s Frühstück nur bis um neun. Wir müssen uns sputen, um es zu schaffen. Beim Essen brauchen wir uns trotzdem nicht beeilen. Obwohl es schon weit nach neun ist, wird das Büfett aufgefüllt bis auch der letzte Gast gegangen ist. An der Rezeption frage ich, ob wir etwas im Room bleiben dürfen, als es die Check Out Time (11:00) vorschreibt.Okay Sir, no Problem. Dann verstauen wir unseren Krempel gleichmäßig in unsere 2 Koffer und die zusätzliche Reisetasche, die wir immer dabei haben. Eine Waage zum Kontrollieren hol ich mir aus dem hoteleigenen Fitnesscenter. Die Koffer wiegen beide 45 amerikanische Pfund, die Tasche bringt es auf 35 und bewährt sich somit ein weiteres mal. Halb eins checken wir aus. Jetzt wollen wir nach Renton zum Greenwood Cemetery. Unterwegs kommen wir nicht drumrum, noch mal eine Gallone Regular in den Sat-Tank zu füllen. Tomtom bringt und quer durch Renton zum gesuchten Friedhof.


Was dann folgt, werden wir wohl nicht so schnell vergessen. An der Grabstelle der Hendrix Familie sind sieben Jugendliche. Wir kommen schnell mit denen ins Gespräch. Ich bin total überrascht, dass sich Teenies für Hendrix interessieren. Beim Gespräch erfahren wir, dass sie alle aus verschiedenen Ländern sind und sich hier verabredet haben. Sie kommen aus Japan, Korea, Spanien, Peru, der Ukraine und Schweden. Shirley, die tätowierte Gastgeberin ist aus Seattle und hat alle anderen zu sich eingeladen. Jimi hätte sich sicherlich darüber gefreut …

Wir machen unendlich viele Fotos und finden es einfach nur toll, hier sein zu dürfen. Mir geht die ganze Zeit „Excuse me, while I'm kiss the sky ...“ durch den Kopf. Vielleicht beobachtet er das Treiben an seiner Ruhestätte.

Als wir auf die Uhr sehen, kriegen wir fast einen Schock, wie spät es schon ist. Ein bißchen Zeit bis zur Rückgabe des Mietwagens bleibt noch. Wir fahren in Renton zum Mongolian Grill Bufet. Den Hinweis auf Mongolian Grill haben wir schon öfter gesehen,
dachten aber an mongolisches Fleisch … In Wirklichkeit läuft's so ab: Man nimmt sich vom Salat- und Fleischbufett rohe Speisen und Zutaten, die dann vor unseren Augen auf einer großen heißen Platte zubereitet werden.

Kostet jetzt zur Mittagszeit 5,99 pro Person und schmeckt irre gut. Dabei vergessen wir ein weiteres mal die Zeit. Jetzt aber los, es sind noch 25 Meilen bis zum Flughafen. Da die Autobahnen I-5 und I-405 völlig zu sind, sag ich Tomtom er möge bitte Autobahnen meiden. Klappt prima. Vorbei an luxuriösen Vorgärten und quer durch leerstehende Industriegebiete sind wir um vier am Seattle Tacoma International Airport. Der Weg zur Autorückgabe ist vorbildlich ausgeschildert. Passend zu unserem bisherigem Urlaubsverlauf dauert die Mietwagenrückgabe bei Alamo und der Check In bei SAS insgesamt keine 10 min. So schnell ging's noch nie. Wir schauen uns noch eine Weile im Hauptgebäude des SEA Airports um und fahren dann mit einer kleinen unterirdischen Bahn zu unserem Terminal S. Der Flughafen gefällt uns gut. Ist sehr übersichtlich angelegt. Wir hatten jedenfalls keine Probleme, uns zu orientieren. Mir fällt auf, dass mindestens die Hälfte aller internationalen Flüge nach China oder Korea gehen. Im Cascades genehmigen wir uns noch die letzten Buds dieser Tour. Das Boarding bei Scandinavian Airlines beginnt kurz nach sechs, 18:45 soll's losgehen. Start ist dann doch erst kurz nach sieben. Wenigstens aber keine Warteschlange an der Startbahn, wie an den New Yorker Flughäfen. Unsere Plätze sind die gleichen und damit genauso gut wie auf dem Hinflug. Gestartet wird nach Süden, in 5 min sind wir in einer dichten Wolkendecke. Darüber blendet das Sonnenlicht extrem. Über der North Cascade Range scheint die weiße Spitze des Mt Baker Vulkankegels durch die Wolken.

20:00 gibt’s die ersten Drinks. Wir genehmigen uns Carlsberg und Rotwein. Die vorausberechnete Flugzeit beträgt 8 h 45 min. Jetzt erstmal die Uhren wieder auf mitteleuropäische Sommerzeit stellen, von 20:00 abends auf 5:00 früh.
Di 16.06.2009, 4.Woche, 26.Tag, Seattle – Berlin
Dann gibt’s Futter und Filme. Ich sehe mir „Watchman“ an. Schwachsinn. Danach tun Bier und Wein ihre Wirkung und wir schaffen's tatsächlich, drei Stunden zu schlafen. Um elf werden wir durch Cafe Duft geweckt. Das SAS Frühstück ist zwar mickrig, aber der Cafe schmeckt. Über den Flug selbst können wir uns nicht beschweren, sehr ruhig. Über Stavanger beginnt der Landeanflug. Die Fjordlandschaft im südlichen Norwegen ist gut zu erkennen. Erinnert uns von hier oben ein wenig an das Yosemite Valley.

An der dänischen Nordseeküste tauchen wir in die Wolkendecke ein und um eins, eine Viertelstunde früher als geplant, setzen wir in Kopenhagen Kastrup auf.

Die Zeit bis zum Anschlussflug hatte mir im Vorfeld etwas Kopfweh bereitet. Eine Stunde erschien mir etwas knapp. Ist aber völlig unbegründet. Der Anschlussflug geht quasi vom Nachbargate, 200 m weiter. Security und Passkontrolle und schon sind wir da. Zehn vor zwei werden alle in die Maschine gelassen. Die kleine MD 80 ist höchstens halb voll. Wie schon im großen Airbus sind wir die einzigen Deutschen. 14:15 geht’s pünktlich los zur Schlussetappe. Leider gibt’s über Deutschland eine dichte Wolkendecke. Nach einem 45 min – Hopser landen wir pünktlich viertel nach drei in Berlin Tegel. Bei der kleinen Maschine dauert's auch nicht lange bis alle Koffer ankommen. Wieder mal holt uns Bonzo ab. Nach einer knappen Stunde Fahrt sind wir halb fünf zu Hause. Ich fühl mich noch erstaunlich frisch, Uti ist platt.
Fazit
Was bleibt hängen, von unserer bisher längsten und am längsten dauernden Tour? Eigentlich durchaus nur positives!
Beginnen wir wie immer mit den Flügen. Ich hatte schon im Vorfeld viel Gutes über Langstreckenflüge mit Scandinavian Airlines gehört. Unsere Erwartungen haben sich bestätigt. Der Service des Flugpersonals, Sitzabstand im A 340, die Übersichtlichkeit im Kopenhagener Flughafen, alles hat uns prima gefallen. Leider stellt SAS diese günstige Verbindung im Herbst 2009 ein.
Noch nie hatten wir solches Glück mit dem Auto. Waren wir schon mit dem Grand Cherokee sehr gut bedient, hat uns der Saturn Outlook noch besser gefallen. Der Jeep hatte vom Gefühl etwas mehr Leistung. Der Outlook war dafür nagelneu, komfortabler und mehr Platz hatten wir bisher noch nie. Das Satellitenradio in beiden Autos hat fürchterlich zur guten Laune beigetragen. Unser Favorit war XM 43 DeepTracks. Sixties/Seventies Rock ohne Unterbrechung und Wiederholung.
Und wenn wir einmal bei der Glückssträhne sind, sollen auch die Quartiere nicht zu kurz kommen. In viele der Hotels dieser Tour hätten wir vor gar nicht langer Zeit noch nicht mal getraut, nach der Roomrate zu fragen. Priceline sei dank, blieben die Hotelkosten erstaunlich gering.
Auch über’s Wetter können wir uns nicht beschweren. Es wäre vermessen, im Nordwesten mit durchgängigem Sonnenschein zu rechnen. Dass die Regen-/Nebeltage ausgerechnet an der Oregoncoast und den Mammuts waren, ist einfach Pech gewesen. Aber auch ein Grund, evtl noch mal hier her zurück zu kehren.
Es ist ja mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass wir nicht unbedingt Liebhaber amerikanischer Großstädte sind. Diesen Eindruck müssen wir nach dieser Tour kräftig revidieren. Portland, Seattle und vor allem Spokane haben uns überaus gut gefallen. Nicht umsonst haben wir gleich mehrere Tage in diesen Städten verbracht.
Manch einem mag unsere Tour zu lang erscheinen. Die Fahrerei war jedoch niemals anstrengend oder gar stressig. Auf langen Etappen haben wir uns abgewechselt und in den Städten war mit tomtom ein zuverlässiger Helfer an Bord.
Der Nordwesten hat uns beeindruckt. Keine Slotcanyons oder Wüsten, aber das haben wir auch nicht erwartet. Faszinierend waren die Wildnis und die spürbare Weite des Landes. Höhepunkte waren die Wanderungen im Hinterland der Columbia River Gorge und im Smith Rock State Park.
Wie immer zum Ende noch ein paar Zahlen und Fakten. Wir waren insgesamt 5044 Meilen (8130 km) unterwegs. Haben insgesamt 212 Gallonen Sprit verfahren und dafür 589 Dollar bezahlt. Der Jeep Grand Cherokee hatte einen Durchschnittsverbrauch von 11,4 Litern auf 100 km. Der Saturn Outlook lag bei 9,7. Die Hotelzimmerpreise lagen im Schnitt bei 79 Dollar. Bei dem zur Reisezeit gültigem Dollarkurs waren das etwa 57 Euro.
Wenn wir die Zeit zurück drehen könnten, was würden wir anders machen? Eigentlich nichts!
In diesem Sinne macht’s gut bis zum nächsten Mal.
  

  
Ute&Andie
 
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