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Liebe Leute,
die Eindrücke unserer New England Tour sind "zu Papier gebracht". Hat diesmal etwas gedauert. Ich hatte vorher einfach keine Lust. Für alle, die's noch nicht wissen: - Die Hotelsterne sind eine rein persönliche Bewertung. - Einige Fotos (die mit dünnem Rand) lassen sich öffnen.
Ich habe diesmal versucht mehr zu verlinken. Lasst Euch Zeit, habt Geduld beim Aufbau und viel Vergnügen!
LG andie
RAINY DAY - DREAM AWAY NEW ENGLAND 2008
Teil 1
Do 25.09.2008, 1.Woche, 1.Tag, Berlin – Scranton
Renate bringt uns nach Tegel. Um sieben sind wir da. Halten gleich am richtigen Gate 5. Als wir reinkommen, fängt Continental gerade mit dem Einchecken an. Es gibt noch keine Schlange und wir sind sofort als erste dran. Wenn das kein guter Anfang ist. Sitzplatzwechsel ist leider nicht mehr möglich. Unsere seit Februar reservierten Gangplätze bekommen wir natürlich. Die verbleibende Zeit nutzen wir für ein ausgiebiges Frühstück im Take Off Bistro im zweiten Obergeschoß neben dem Tower. 8:30 gehen wir zum Boarding. Die Sicherheitskontrollen halten sich in Grenzen. Da die Maschine schon verspätet gelandet ist, dauert’s bis halb zehn bis mit dem Einsteigen begonnen wird. Wir belegen unsere Sitze 20C und D. Bei der 3 – 3 – Bestuhlung haben wir uns wieder für Gangplätze entschieden. Die Boing 757-200 macht nicht den neuesten Eindruck, bietet aber auch in der Economy erstaunlich viel Beinfreiheit. 175 Leute haben hier Platz, eigentlich eine recht kleine Maschine. Da der Platz neben mir frei bleibt, kann ich sogar die Ellbogen ausfahren. Um zehn hebt Continental 97 mit 25 min Verspätung ab.

Ein paar Minuten später sind wir über den Wolken und vermissen somit auch keinen Fensterplatz. Uhren umstellen von 10:00 auf 4:00. Recht schnell gibt’s Food and Drink. Chicken mit Nudeln oder Beef mit Kartoffelpüree.

Getränke kann man ordern, so viel man will. Alkoholika kosten 5$ per Drink. Auf einer Continental Serviette finden wir den Spruch des Tages: work hard, fly right! TV Monitore gibt’s über jeder dritten Reihe. Drei Spielfilme werden gezeigt, Ton auch in Deutsch.

Uns fällt auf, dass bei amerikanischen Airlines mehr männliche Stewards als sonst arbeiten. Unsere sind offensichtlich sogar hetero. Nach dem Essen beneiden wir alle, die wie auf Befehl schlafen können. Getränkeversorgung ist super. Es vergeht keine halbe Stunde, wo kein Wasser oder Orangensaft angeboten wird. Etwa um elf werden die grünen Formulare für visafreies Einreisen in die USA ausgegeben. Sofort ist eine merkliche Unruhe im Flieger zu spüren. Wir haben uns im Laufe der Zeit genug leere Formulare besorgt. Die füllen wir immer schon zu Hause aus und nehmen die ausgeteilten fürs nächste mal mit. Um zwölf gibt’s noch mal einen warmen Imbiss, begleitet von heftigen Turbulenzen. Dann beginnt der Landeanflug und um 12:40 setzen wir, von Süden kommend auf. http://www.panynj.gov/CommutingTravel/airports/html/newarkliberty.html Newark Liberty International (kurz EWR) wird zu 80% von Continental beherrscht. Ab jetzt geht alles außergewöhnlich schnell. Bei der Imigration sind so viele Schalter offen, dass sich keine Schlangen bilden können. In drei Minuten sind wir durch. Die Koffer sind auch schon auf dem Band. Beim Zoll werden wir raus gewunken. Die Koffer werden nochmals durchleuchtet. Dauert aber nur wenige Minuten. Um vom Terminal C zum Mietwagen Office zu kommen, nutzen wir den Airtrain. Eine kleine Magnetbahn, die Ständig hin- und herpendelt. Kurz danach sind wir bei National. Wir sind die einzigen. Zeigen unseren Voucher. Beim Unterschreiben des Vertrages fällt mir auf, dass die Nationalistin als Abholzeit 8 am eingetragen hat. Es ist aber 1:30 pm. Oh sorry,Sir! Nicht, dass wir beim abgeben nachzahlen dürfen. Im Parkhaus gibt’s keine Choiceline. Der uns empfangende Mitarbeiter will unseren Contract sehen und weißt uns einen Toyota RAV4 zu. Ich sag, dass ich lieber ein US-Car hätte. Er: Welchen denn? Ich: Welchen kann ich denn haben? Er: Take what you want! Es stehen sieben Autos im National Bereich des Parkhauses. Zwei Chevie Uplander mit je sieben Sitzen, ein riesiger Toyota 4Runner, der RAV4, ein KIA Carneval, ein Chrysler Pacifica und ein Chevrolet Equinox. Wir entscheiden uns für den letzteren. 8.000 Meilen auf dem Tacho, bourdeauxrot und Lederausstattung. Da wir diesmal keine Offroad-Touren vorhaben, ist die fehlende HC nicht so wichtig. Beim losfahren merk ich, dass der Tank leer ist. Das erledigt ein Mitarbeiter blitzschnell. Das Navi findet erstmal keinen Satelliten. Also erstmal „frei Hand“ über Interstate 78, Highway 24 zur I-80 west. Klappt auch ohne Probleme. Irgendwann unterwegs hat Tomtom doch noch was im Himmel entdeckt. Schnell lassen wir den hektischen Großraum New York hinter uns. Bei der Delaware Water Gap verlassen wir auf dem Christoph Columbus Highway den State New Jersey und fahren nun durch Pennsylvania.

Die Landschaft ist mittelgebirgig. In Mt. Pocono gibt’s einen Stopp am Walmart. Wir kaufen alles nötige, außer Alk. Der ist in Pennsylvania nur in Licoerstores zu bekommen.

Zur Stärkung gibt’s bei Subway ein Chicken Teryaki Sandwich. Um fünf kommt Scranton in Sichtweite und einige Minuten später sind wir an unserem Days Inn. Sieht nicht annähernd so neu aus wie im Internet. Aber sauber. Beim Store nebenan gibt’s noch Wine und Beer, bei Wendys Abendessen. Dann werden übers recht lahme Internet Grüsse von der erfolgreichen Ankunft nach Hause geschickt. Dazu werden „waschbecken-eiswürfelgekühlte“ Buds gezischt und um neun ist finito.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 160 / 258
Übernachtung: http://www.daysinn.com/DaysInn/control/Booking/property_info?propertyId=06692&brandInfo=DI days inn,
scranton, pennsylvania $61 **
Fr 26.09.2008, 1.Woche, 2.Tag, Scranton – Niagara Falls
Halb fünf sind wir wach. Alles andere hätte uns auch überrascht. Die beiden Queensize Beds waren gut und ruhig war’s auch. Bis halb sechs wird die Zeit mit Internet und Tagebuch vertrödelt. Dann gibt’ Cafe-Muffins-Bagel to go. Um sechs sitzen wir im Denny’s www.dennys.com/en auf der Anhöhe nördlich von Scranton
und haben einen schönen Blick über die Stadt. Leider bei Regen. Nach langem Frühstück geht’s auf die Interstate. Leider steh ich mit dem Satellitenradio auf Kriegsfuß. Bei XM kommt nur ein Sender und der bringt ununterbrochen Sportmeldungen. Jeder Suchlauf endet unweigerlich im FM-Frequenzband. Werd’ ich demnächst mal bei Chevrolet ran fahren. Wir fahren nordwärts und erreichen nach kurzer Zeit den State New York.
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In Binghampton verlassen wir die Autobahn und fahren jetzt auf gut ausgebauten Highways in Richtung Westen. Seit unserem Start heute früh in Pennsylvania ähnelt die Außenwelt einer Waschküche. Teilweise ist die Sichtweite unter 50 m. In Elmira halten wir bei einem GM-Store. Ich will endlich wissen, wie das Radio funktioniert. Das sofort zu Hilfe eilende Chevrolet-Team braucht bloß 10 s an den Knöpfen zu spielen um dann festzustellen, dass es nicht gehen kann. National müsste es frei schalten lassen und dafür Gebühren bezahlen. Somit bleibt’s bei AM und FM, es gibt schlimmeres … Halb zwölf verlassen wir den Highway und Tomtom führt uns eine halbe Stunde über abenteuerliche Nebenstrassen zum
nysparks.state.ny.us/parks/info.asp?parkID=12
Letchworth State Park

Bis kurz vor dem Parkeingang gibt es keinerlei Hinweise. Vielleicht auch eine Erklärung, warum es hier so leer ist. Wir zahlen die 6$ Eintritt und fahren erstmal zum Visitorcenter

Danach machen wir uns auf den Weg zu den Lower Falls



Hier sieht man sehr schön den Anfang des Canyons, den der Genesee River in das Schiefer Gestein gefräst hat.

Anschließend folgen Besuche der Upper und Middle Falls.


Der letztgenannte ist für uns der Schönste.

Warum die Amis den Letchworth mit dem Beinamen „Grand Canyon of the East“ betiteln, können wir nicht ganz nachvollziehen. Der ganze State Park ist echt sehenswert und wer die Niagaras von Osten anfährt, sollte die Schlaufe unbedingt mit einplanen. Auch Leute, die nicht die großen Wanderungen machen, sind hier gut aufgehoben. Man kann zu fast allen Aussichtspunkten bis zum Schluss mit dem Auto fahren. Andererseits gibt’s Hiking Trails in allen Längen zur Genüge. Die Treppe zu den Lower Falls hat 130 Stufen und da wird schon ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man sich genau überlegen sollte, ob man es schafft auch wieder hoch zu kommen. Allerdings sollte man die Ruhe mögen, denn überlaufen ist es hier auf keinen Fall. Uns war’s recht. Nachdem wir hier etwa zwei Stunden verbracht haben, lassen wir uns vom Navi quer durchs Hinterland zum Eriesee führen. Das ist sehr interessant, weil man so auch Einblicke ins normale Landleben im NY-State bekommt. Manche Orte sind echt schmuck rausgeputzt, andere eher nicht. Etwa halb drei sehen wir die Silhouette von Downtown Buffalo. Die Interstate bringt uns am Niagara River entlang zur amerikanischen Seite der Falls. 3,75$ Brückenzoll, dann stehen wir an der Grenzstation. Das Officer-Girl mit Zahnspange und Schussweste stellt uns geduldig einige Fragen, knallt dann diverse Stempel in die Pässe und wünscht uns eine gute Zeit in Canada. Schnell finden wir unser Quartier, das Quality Inn Cliffton Hill, direkt hinterm Skywheel-Riesenrad. Wir bekommen ein Zimmer im 200er Wing. Die Anlage ist riesig und sold out.
Gut, dass wir schon vorher gebucht hatten. Nach einem kurzem Snack an einer der vielen Fressbuden geht’s zu den Fällen. Drei Minuten Fußweg und wir sind da. Und haben zum ersten Mal richtig Pech. Direkt vor uns macht die Ticket-Station für die Maid of the Mist dicht. Es ist 15:40 und sie meinen, dass morgen auch noch ein Tag sei. Wir gehen gemütlich die Promenade auf der kanadischen Seite entlang und machen unzählige Fotos. Trotzdem die Fälle in einen riesigen Rummelplatz eingebettet und von Hotels und Casinos umzingelt sind, ist es unglaublich beeindruckend hier zu stehen.
Noch nie haben wir solche Wassermassen zu Tal stürzen sehen. Von den Horseshoe Falls geht es zum
www.skylon.com Skylon Tower
Die Tickets haben wir vorher online erworben. Gab noch einen kleinen Rabatt. Mit dem Außenlift geht’s in die Höhe. Oben angekommen, kann man auf einem grobmaschig vergitterten Panoramadeck den 360° Blick auf die gesamte Area genießen.
Im Norden reicht die Sicht bis nach Toronto. Sehr schön kann man den Flusslauf des Niagara, die beiden Fälle, Goads Island und Cliffton Hill bewundern.
Nach einer halben Stunde sind wir durchgefroren genug, um uns wieder nach unten bringen zu lassen. Etwa halb sieben wird es dunkel. Der Hunger führt uns ins „New York China Restaurant“. Ich mach den Fehler, auf die Frage „Spicy?“ mit „Oh Yeah!“ zu antworten. Das Essen ist für mich schlicht mehrere Levels to hot. Die Kellnerin hat schnell ein Einsehen und wechselt auf meinen Wunsch das Gericht auf „moderate“. Genießen kann ich nichts mehr. Die Geschmacksnerven sind betäubt… Nach dem Essen gehen wir nochmals zu den Fällen. Mittlerweile hat es wieder begonnen zu regnen
. Nach einem langen Spaziergang an der Promenade, stöbern wir noch durch die Souvenirstores und sind nach zehn etwas fußlahm wieder am Quality Inn. Nach dem Duschen pennen wir beide vorm TV ein. Quality Inn ist eine gute Adresse. Nicht zu teuer, Free Parking und alles in Gehweite.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 341 / 549
www.niagarafallscomfort.com
Übernachtung niagara falls, ontario $89 **
Sa, 27.09.2008, 1.Woche, 3.Tag, Niagara Falls – Toronto
Wir schlafen bis halb sieben. Eine halbe Stunde später sitzen wir im Dennys zum Frühstück. Hier in Canada, haben wir den Eindruck, dass alles deutlich teurer ist. Kein Grand Slam für 5,99, alles über 10$. Ob es an Canada oder an der Sightseeing Area liegt, wissen wir nicht. So kostet unser ausgiebiges Breakfast heute 33$. Geschmeckt hat’s trotzdem. Um acht sind wir wieder im Hotel und machen uns fertig für die mistige Maid. 9:45 soll die erste Tour starten. Weil wir in der zu erwartenden Schlange ziemlich weit vorn sein wollen, sind wir zehn nach acht am Ticket-Verkauf. Hier erwartet uns eine Menschenmenge, mit der wir nicht im Entferntesten gerechnet hatten. Das Ende der Schlange ist etwa in Höhe der Fußgängerampel. Der Imbissverkäufer meint, dass wir mit etwa drei bis vier Stunden Wartezeit rechnen müssen. Da haben wir absolut keine Lust drauf. Schade! Also machen wir einen erneuten Spaziergang bis zu den Horseshoe Falls und verabschieden uns auf diese Art von den Fällen.
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Irgendwie kommt es uns vor, als wenn heute entschieden mehr Wasser fliest als gestern. Vielleicht liegt’s an dem ergiebigen nächtlichen Regen, vielleicht auch an der Wasser-Regulierung. Heute ist schließlich Samstag. Halb elf checken wir aus. In der Lobby gibt’s noch einen Blick ins Internet und ich freu mich über die zahlreichen Geburtstagsglückwünsche. Pünktlich zur Abreise fängt es wieder an zu regnen. Auf dem Weg nach Toronto machen wir unterwegs einen Tankstop. Für das billigste Regular werden 1,09 Canadian-$ per Liter aufgerufen. Die Umrechnerei ersparen wir uns. Getankt werden muss so oder so. Die Speedlimits hier in Canada sind in km/h angegeben. Glücklicherweise hat der Chevie eine entsprechende zusätzliche Skale auf dem Tacho.
Analog zum Regen nimmt auch die Verkehrsdichte auf der Autobahn zu. Dank mehrerer Staus brauchen wir fast drei Stunden für die recht kurze Strecke. Als wir in Toronto ankommen, öffnet Petrus alle Pforten.
Das Navi führt uns zu unserem von priceline zugewiesenem Hotel in Downtown. Halb drei sind wir am Sheraton, einem 5 Sterne Klotz mit zehnmal so vielen Etagen. Erstmal ziemlich frech im einzig noch freien VIP Bereich geparkt und zur Reception. Wir bekommen einen Room mit zwei Queensizebeds im 24.Floor mit Blick aufs alte Rathaus. Free Parking ist hier natürlich ein Fremdwort. Die Differenz zwischen öffentlichem Parkhaus ein paar Strassen weiter und Valet Parking ist nicht so riesig. Da ich heute Geburtstag hab machen wir einen auf Großkotz und lassen unseren Wagen parken. Das Zimmer ist große Klasse. Der einzige Mangel ist das kostenpflichtige W-Lan. 15$ wollen sie für einen Tag haben. Im Lobby-Bereich ist es gratis. Nach Siesta und frisch machen wollen wir zum
CN Tower www.cntower.ca
Der Regen hat etwas nachgelassen. Da das Hotel mitten in der City liegt, können wir alles zu Fuß erreichen. Um fünf sind wir am Turm und müssen feststellen, dass die obere Hälfte in den tief hängenden Wolken verschwindet. Die ebenfalls im Vorfeld online erworbenen Tickets gelten auch morgen noch und da ist wieder besseres Wetter angesagt. Also werden wir morgen noch mal hier aufkreuzen. Auf dem Rückweg verlaufen wir uns mehrmals im Underground von Downtown Toronto. Die ganze Innenstadt ist mehrgeschossig unterkellert. Man kann kilometerweit von einer Tower Plaza zur nächsten wandern.
www.littleanthonysrestaurant.com
Dabei bleibt der Orientierungssinn auf der Strecke. Halb acht sitzen wir im „Little Anthony“ in der Richmond Street. Hier gibt’s nicht unleckeres Canadian Draftbeer und Fetucino Primavera. Ich war so klever, ein weißes T-Shirt zum Tomaten-Bandnudel-Gericht anzuziehen …
Halb zehn sind wir abgefüllt wieder im Sheraton. Kaum in der waagerechten, fallen auch schon die Augen zu. Fazit: Stadtrennerei geht uns beiden mehr als Wandern auf die Knochen!
Gefahrene Meilen / Kilometer: 99 / 159
ww.starwoodhotels.com/sheraton/property/overview/index.html?propertyID=271
Übernachtung: sheraton center; toronto, ontario $81 ****
www.torontowaterfrontmarathon.com
So, 28.09.2008, 1.Woche, 4.Tag, Toronto
Schlafen bei geöffnetem Fenster hat gut funktioniert im 24.Stock. Geweckt werden wir von einem unbeschreiblichen Massenauflauf direkt an unserem Hotel. Heute findet der Toronto Waterfront Marathon statt. Start ist direkt unter unserem Fenster.
Als ich halb sieben das erste Mal wach bin, sind schätzungsweise 10.000 Menschen versammelt. Eine Stunde später zum Start sind es mindestens doppelt so viele. Wir suchen uns in der Nähe ein kleines Bistro und bekommen dort für 10$ zwei Breakfasts. Die morgendlichen Regenwolken verziehen sich schnell und schon um neun ist schönster Sonnenschein. Gut, dass wir die CN-Tour auf heute verschoben haben. Also nix wie hin. Den Weg kennen wir schon, in 15 min sind wir da.
Nach der Tour nehmen wir einen Snack am Pier 4 und verbringen nochmals eine Stunde in der Sonne.
Wir denken beide, wie schön es jetzt wäre bei der knalligen Sonne irgendwo am Pool zu liegen. Da fällt uns ein, dass das Sheraton ja angeblich auch eine Pool-Landschaft bieten soll. Also mal kucken. Halb zwei sind wir wieder da und richtig, auf dem Hotel gibt’s einen Garten mit tropischen Gewächsen, beheiztem Innen- und Außenpool, Hot Tube und Wellnessbereich. Alles ohne zusätzliche Kosten im Zimmerpreis inklusive. Wir verbringen die nächsten drei Stunden mit schwimmen, sonnen und relaxen. Danach gibt’s Online-Grüße nach Hause und anschließend meldet sich der kleine Hunger. Da uns die gestrige Rennerei zwischen den Hochhäusern nicht so lag, versuchen wir es heute mal in der Queen Street West. Das ist mehr eine Szene Gegend, wo viele Studenten und Aussteiger anzutreffen sind. Erinnert uns ein bisschen ans Castro-Viertel in San Francisco
www.hosu.ca
So früh am morgen gibt’s so gut wie keine Schlangen.
Bei den Sicherheitskontrollen geht es zu wie auf einem Flughafen. Auf der Suche nach Sprengstoff werden wir abgepustet. Der Lift bringt uns mit High Speed z um Look Out Level, in 370 m Höhe. Imposant, wie man von hier Toronto, den Lake Ontario und die gesamte Area überblicken kann.
Wir gehen die Treppe runter zur eigentlichen Attraktion, dem Glass Floor.
Es ist schon ein mulmiges Gefühl, wenn man auf dem Glasboden steht.
Anschließend fahren wir noch etwa 80 m höher zum Skypod, der momentan höchsten Aussichtsplattform der Welt. Hier auf 450m Höhe gibt’s noch mal einen 360° Panoramablick. Das Wetter lässt heute Sichtweiten bis etwa 30 km zu.
Bei besseren Bedingungen kann man bis zu den Niagara Falls kucken. Die Stunde Aufenthalt über der Stadt hat uns sehr gut gefallen. Ist nicht gerade billig, aber die 27$ sind es uns wert.
Wieder unten ist so schönes Sonntagswetter, dass wir beschließen zur Waterfront zu gehen. Der Marathon ist schon durch und es ist wieder Ruhe eingekehrt. Nachdem wir uns gesonnt und Möwen gefüttert haben, machen wir eine Bootstour zu den Toronto Islands. Die Harbor-Star bietet 50 Leuten Platz, etwa 20 sind an Bord.
Die Fahrt durch die Hafenbucht und die Toronto Islands genießen wir sehr. Der rückwärtige Blick auf Downtown Toronto ist großartig.
Angenehm überrascht sind wir, wie schnell man hier die Großstadthektik verlassen kann. .
Nachdem wir eine Weile rumspaziert sind, landen wir im HOSU, einem japanisch-koreanischen Bistro Restaurant. Das Essen schmeckt super und ist preiswert. Danach schlendern wir noch durch die Stores und sind halb zehn völlig platt wieder im Hotel.
Was ist uns an Toronto aufgefallen? Leider gibt’s auch hier viele Obdachlose. Für uns wird es wohl immer ein befremdender Anblick sein, morgens um auf dem Gehsteig schlafende Menschen zu gehen. Andererseits ist die City voll mit young people aus aller Welt. Hat wahrscheinlich was mit den vielen Unis und Hochschulen zu tun. Es gibt haufenweise in der Öffentlichkeit rauchende Menschen. In den USA eher die Ausnahme. Und es gibt kubanische Zigarren zu kaufen, offiziell und nicht nur unterm Ladentisch.
Noch ein Wort zu unserem Hotel. Aufgrund des Marathon-Weekends waren die Übernachtungspreise jenseits von gut und böse. Als Roomrate war an der Lobby 289$ angezeigt, wenn noch was frei gewesen wäre. Unser Priceline-Gebot war 60$. Da ließen sich auch die Kosten für Valet-Parking verschmerzen.
Toronto hat uns gar nicht so schlecht gefallen. Generell können wir aber behaupten froh zu sein, nach zwei Tagen die Großstadt wieder verlassen zu dürfen. Wir freuen uns auf die kommenden Tage in der Natur.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 0 / 0 www.starwoodhotels.com/sheraton/property/overview/index.html?propertyID=271/sheraton center
Übernachtung, toronto, ontario $81 ****
Mo, 29.09.2008, 1.Woche, 5.Tag, Toronto – Lake Placid
Um sieben stehen wir auf, packen unseren Kram und sind um acht bereit zum Outcheck. Vom Room aus rufen wir beim Valetparking an. Als wir unten ankommen, wird unser Chevie vorgefahren. Wir brauchen etwa 20 min um durch den Downtown-Stau zur Autobahn zu kommen. Dann geht’s nordostwärts durch diverse Vororte Torontos bis nach Ajax. Breakfast gibt’s heute bei Mac Doof. Wir sind angenehm überrascht, der Cafe wäre in den USA als super strong deklariert. Immer am Ufer des Lake Ontario entlang führt uns der Highway 401 ostwärts. Eine ziemlich eintönige Strecke. Tempomat auf 100 einstellen und versuchen, nicht einzuschlafen. Die erste Bridge to USA lassen wir rechts liegen. Bei Prescott verlassen wir schließlich die 401. Drei Minuten später über queren wir auf der Odgensburg – Prescott - Bridge, deren Fahrbahn aus Lichtgitterrosten besteht, den St. Lorenz Strom.
Dafür sind 3,75$ zu löhnen. Direkt anschließend kommen wir zur Grenzstation. Es bildet sich eine kleine Schlange, aber nach 20 min sind wir dran. Der Officer will wissen, wie lange wir in Canada waren, wann wir die USA wieder verlassen wollen und ob wir Pflanzen dabei hätten. Dreimal NO und wir können passieren. Danach halten wir am ersten Supermarkt und welcher erwartet uns?
aldi.us/index_ENU_HTML.htm
Aldi
Der Discounter ist wirklich genau wie in Deutschland gebaut und eingerichtet, bloß mit amerikanischen Waren. Weiter geht’s. Der schon vor einer Stunde einsetzende Regen wird immer stärker. Über Potsdam (!), Tupper- und Saranac-Lake erreichen wir Lake Placid.
Etwa 17:00 führt Tomtom uns zu unserem Hotel, dem Northwoods Inn, mitten in der City. Wir bekommen unser bestelltes Appartement mit Wohnraum, Kitchenette und Schlafraum. Da es ganz oben in der sechsten Etage ist, haben wir einen herrlichen Panoramablick auf den vor dem Fenster liegenden Mirror-Lake.
Nach der langen Fahrt schlendern wir ziemlich knülle durch die Strassen von Lake Placid. Wir beschließen, heute unseren Steak-Abend einzulegen. Pete’s Steakhouse scheint uns eine geeignete Futterkrippe zu sein. Der Seater offeriert uns, dass er im hinteren Bereich des Restaurants noch einen Tisch mit Blick auf den See hat. Draußen ist es stockdunkel … Toller Blick! Als Appetizer bekommen wir erstochenes Weißbrot und dazu einen Teller Knoblauch-Kräuter-Öl.
Wir bestellen uns zwei 16 oz Ribeyes mit Baked Potato und Salat.
Dazu ein Adirondack Ulu und ein 46er Fassbier. Die Steaks sind fantastisch und schmecken ausgezeichnet. Die Biere haben den regional üblichen Pale Ale Geschmack. Eigentlich nicht so unser Ding. Der ganze Auftritt kostet deftige 80$. Bei Starbucks gibt’s danach noch zwei Verdauungscafes und um zehn torkeln wir völlig abgefuttert wieder im Northwoods Inn ein. TWC sagt für morgen etwas besseres Wetter voraus, hoffentlich. Die Laubfärbungen sind zwar schön anzusehen, aber ohne Sonne fehlt einfach die Beleuchtung.
www.tempurpedic.com
Unsere Betten sind mit speziellen Tempur Pedic Matratzen ausgestattet. Mal sehen, wie sich’s schläft.
Noch ein Wort zum Auto.
Der Equinox ist meines Erachtens für zwei Personen völlig ausreichend. Die Bedienung gibt keine Probleme auf. Sämtliche Schalter haben wir nach kurzer Zeit selbst gefunden.
Der V6 Motor mit 3,4 Liter Hubraum liefert 180 PS, die ein zügiges Vorankommen garantieren. Das Fahrzeug ist gut ausgestattet, der Bordcomputer teilt einem von Außentemperatur bis Reifendruck alles Mögliche mit. Der Spritverbrauch liegt bisher bei ca. 9 Litern je 100 km. Die Reichweitenanzeige sagt bei vollem Tank (75 l) 500 mi voraus. Im Kofferraum ist genug Platz, um die Koffer längs hinstellen zu können.
Die Vordersitze lassen sich in alle möglichen Richtungen verstellen. Selbst wenn man die Sitze ganz zurück fährt, können Fondpassagiere noch bequem sitzen. Die für uns wichtigen Ablagen gibt’s ausreichend. Einzig das nicht frei geschaltete Satellitenradio ärgert mich ein wenig. Wenn schon solch Zauberkasten an Bord ist, sollte er auch uneingeschränkt funktionieren. Alles in allem aber ein Auto, was wir auch gern zu Hause in der Garage hätten.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 351 / 565
Übernachtung: www.northwoodsinn.com/default.asphttp:// northwoods inn, lake placid, new york $114 ****
Di 30.09.2008, 1.Woche, 6.Tag, Lake Placid
Die Hightech Matratzen sind gewöhnungsbedürftig. Wir waren jedenfalls laufend wach. Unabhängig davon hab ich seit gestern einen steifen Nacken. Frau Doktor hat mir für heute Rollkragen verordnet. Der Blick aus dem Fenster lässt uns nicht gerade in Jubelschreie ausbrechen. Es regnet zwar nicht, aber die Wolken hängen zum Anfassen tief. Wir genehmigen uns ein Frühstück im Hotel. Uti nimmt Bananasplit, für mich gibt’s Hearty Mountain Breakfast.
Die Portionsgrößen sind mehr für olympische Hochleistungssportler mit erhöhtem Kalorienbedarf. Eigentlich ist damit der Tagesbedarf mehr als gedeckt. Danach schwingen wir die gefüllten Leiber in den Chevie und fahren Richtung Whiteface Mountain. Ich will noch in Lake Placid tanken, die Gasoline Station am Ortsausgang wird gerade umgebaut. Kein Problem, wird nachher in Wilmington erledigt.
Unser erster Stopp soll heute die www.highfallsgorge.com/ High Falls Gorge sein.
Hier hat der Ausable River eine tiefe Klamm in den Granit geschnitten. In mehreren Kaskaden fällt das Wasser in die Tiefe. Im Visitorcenter informieren wir uns über alles. Der Eintritt in die eigentliche Schlucht ist uns dann aber zu teuer. Etwa eine Meile weiter, gleich hinter dem „Hungry Trout Restaurant and Inn“ ist eine Brücke. Da parken wir, gehen zum River Acces und bestaunen von hier die Granitschlucht. Weiter geht’s! In Wilmington hängen an den Tanksäulen „No Power“ Schilder. Nächste Tankstelle in Jay, etwa 5 mi westwärts. Die Reichweiteanzeige des Bordcomputer zeigt noch 50 mi, könnte für unsere heutige Tour zu knapp werden. Ab nach Jay! Die Tanke weiß ziemlich genau, dass sie weit und breit die einzige ist. 4,05 ist für diese Area ziemlich happig. Danach fahren wir zur Passstrasse zum Whiteface Mountain.
An der Tollstation müssen wir leider erfahren, dass die Sicht schon hier gar nicht so toll ist. Die tief hängenden Wolken machen uns einen dicken Strich durch die Rechnung. Wir beschließen, zu den Franklin Falls zu fahren. Diese sind ein Witz! Der Höhenunterschied zwischen zwei Seen wird mittels eines kleinen Wasserkraftwerks zur Energiegewinnung genutzt. Um das ganze als Franklin Falls zu bezeichnen, braucht man schon eine gehörige Portion Humor. Am See gibt’s noch ein paar Fotos vom Gegenufer.
Dann fahren wir zurück zum Tollhaus und fragen die Rangerin, ob heute überhaupt eine Chance auf Sicht besteht. Sie meint, wenn überhaupt dann in ein bis zwei Stunden. So fahren wir erstmal nach Wilmington und nehmen da bei www.awrestaurants.com/ A&W einen Imbiss. Wie vorhergesagt, verziehen sich die Wolken. Zumindest teilweise. Also nichts wie hoch! Eintritt 9$ per Vehicle und eine Person. Jede weitere Person 5$.
Schon bei der ca. 3 mi langen Anfahrt gibt’s diverse Viewpoints mit Aussichten weit ins Land.
Die ab Wilmington „Veteran-Memorials-Highway“ genannte Strasse bringt uns zum Castle, wo sich ein Parkplatz und der Beginn des Nature Trails zum Gipfel befinden. Hier wird auch das an der Tollstation erworbene Permitt nochmals kontrolliert. Der Kontroll-Ranger sieht aus, als wenn der Highway nach ihm benannt ist … Weil die Zeit knapp ist (und nur deshalb!) nehmen wir den Elevator zum Gipfel.
1938 haben sie hier einen Schacht in den Granit gekloppt und Mr. Otis hat einen Fahrstuhl rein gehangen. Oben angekommen erhaschen wir vereinzelte Blicke auf den Lake Placid.
Richtig aufklären tut sich’s leider nicht. Der Nature Trail stellt keine wirkliche Herausforderung dar. In zehn Minuten sind wir am Castle.
Hier gibt’s Food, Souvenirs und Restrooms. Ringsum ist es noch immer wolkenverhangen und auf der Bergabstrecke zieht es sich wieder völlig zu. Um vier sind wir wieder in Lake Placid. Obwohl die umliegenden Mountains in dunkle Wolken gehüllt sind, scheint am Mirrorlake die herrlichste Nachmittagssonne.
So verbringen wir noch eine Stunde am Seeufer, schreiben Karten/Tagebuch und relaxen einfach nur. Als die Sonne sich verdrückt, fahren wir einmal um den See zum Hotel. Ich check den Posteingang und Uti stöbert durch die Stores. Um sieben gehen wir zum Fireside Steakhouse und bestellen uns Salad, Steaks and Beer. Heute gibt’s Caesars with Grilled Chicken und 14 oz Firehouse Steaks with Blue Cheese and Mushrooms. Dazu Lake Placid Pale Ale mit 7 Volt vom Fass. Die Portionen sind nicht ganz so riesig wie gestern, aber es schmeckt vorzüglich. Mit 41$ kostet’s etwa die Hälfte wie bei Pete. Als wir halb zehn nach Hause gehen, fängt’s wieder an zu regnen. Obwohl heute nicht allzu viel bewegt, sind wir wieder ziemlich Asche.
Gefahrene Meilen / Kilometer: 96 / 155
Übernachtung: www.northwoodsinn.com/default.asp northwoods inn, lake placid, new york $114 ****
Mi 01.10.2008, 1.Woche, 7.Tag, Lake Placid – North Woodstock
Der draußen prasselnde Regen lässt uns bis um acht durchschlafen. Danach Riesen-Breakfast, Koffer packen und aus checken. Die Kosten für die erste Nacht hatten sie uns schon bei der Reservierung abgebucht. Trotzdem wollen sie das Geld noch mal. Im System war dazu angeblich nichts zu finden … Gut, dass wir die Kopien der Kreditkartenbelastungen bei haben. Erst danach heißt es „Oh sorry Sir!“ Jetzt geht’s über Wilmington, Jay, Ausable Fork nach Keeseville.
Dort machen wir einen Stopp am www.ausablechasm.com/ Ausable Chasm State Park
Eine Schlucht mit Wasserfällen und Stromschnellen.
Da wir nicht viel Zeit haben, sind uns die 18$ pro Person für eine Stippvisite zu teuer. So bleibt’s bei einer Kurzbesichtigung von oben. Zielsicher landen wir schließlich in Port Kent, wo uns der Fährmann mitteilt, dass die nächste Fähre in 90 min startet. Also ab nach Plattsburgh, wo uns das Navi quer durch die City lotst, bevor wir an der Cumberland Bay die Fähre erreichen. Die Lake Champlain Passage kostet 13,50$ und ist in 10 min erledigt.
Auf Grand Isle sind wir in Vermont und folgen erstmal dem Highway 2. An der nächsten Tanke in Hero wird für 3,50$ voll getankt und kurze Zeit später sind wir bei Dauerregen auf dem Festland. Hier fahren wir auf die Interstate 89, die uns vorbei an Burlington nach Montpellier bringt. Unterwegs regnet es so stark, dass sich auf der Autobahn riesige Pfützen bilden. Laufend greifen alle möglichen elektronischen Fahrhilfen ein. Kurz vor Erreichen der Hauptstadt Vermonts verlassen wir die Autobahn und folgen dem Highway 62.
Um Proviant für die nächsten Tage in der „Wildnis“ zu kaufen, halten wir an der www.central-vt.com/web/berlinmall/ Berlin Mal und verbringen die nächste Stunde im Walmart. Draußen gibt’s ein echtes Unwetter. Mehrmals geht die Stromversorgung der gesamten Mall in die Knie. Danach arbeitet keine Kasse mehr. Nach einiger Warterei lassen wir den vollen Wagen stehen und verlassen den Markt ohne Einkauf. Das einzige was gleich wieder funktioniert, scheinen die Schuss-Automaten vor der Tür zu sein. Für uns unerklärlich, wie sich erwachsene Männer an so’n Ding stellen und per Revolver mit Verlängerungsschnur auf alles ballern, was sich auf dem Monitor bewegt. Über kleinere Nebenstrassen kommen wir zum Highway 302, der uns bis zur I-92 bringt. Die Strassen führen durch die wunderschön gefärbten Wälder Vermonts. Unterwegs würde es wohl tolle Aussichten geben, wenn man weiter als 100 m sehen könnte.
Die Autobahn bringt uns bei weiterhin anhaltendem Dauerregen zur Junction mit der I-93. Diese bringt uns über den Connecticut River nach New Hampshire. Es geht jetzt steil bergauf. Wir erreichen die White Mountains Area. In Littleton fahren wir ab. Weil wir die nächsten zwei Tage ein Quartier mit Küche haben, kaufen wir ein. Danach immer weiter südwärts. Es regnet so stark, dass nicht mehr als 40 mi drin sind. Wir passieren die Abfahrten zu Franconia Notch und Flume Gorge und sind etwa um fünf in North Woodstock. Bei dem Dauerregen ist es um diese Zeit schon stockdunkel. Unser Quartier, das Riverbank Motel ist schnell gefunden. Das Appartement mit zwei Queensizebeds und Kitchenette entpuppt sich als überdachter Trailer
Wohnen wir mal zwei Tage wie die Amis. Innen ist es beheizbar und erstaunlich geräumig. Leider auch extrem hellhörig. Wir verstehen jedenfalls jedes Wort des Nachbarn. Das zweite „leider“ betrifft das W-Lan. Der Router ist so weit weg, dass mein kleiner Läppi im Room keinen Empfang mehr hat. Es gibt schlimmeres. Nachdem wir die Bude aufgeheizt haben, fahren wir quer durch North Woodstock und das anschließende Lincoln. Die Stadt macht den Eindruck, als wenn alle abgepfiffen sind. Zum Diner haben wir uns heute Steaks gekauft. Schnell sind sie medium gebraten und mit der Steaksoße schmeckt’s fast wie im Restaurant. Um neun beschließen wir mit Bud und Woodbridge den Tag. Draußen regnet’s unaufhörlich …
Gefahrene Meilen / Kilometer: 256 / 412
Übernachtung: www.riverbankmotel.com/index.html riverbank motel and cabins north woodstock, new hampshire $69 ***
Do 02.10.2008, 2.Woche, 8.Tag, North Woodstock
Wir haben tatsächlich bis neun Uhr geschlafen! Breakfast gibt’s heute im Sunny Day Diner, ca. 200 m um die Ecke. Natürlich fährt man mit Auto hin. Das Diner ist klasse und preiswert.
Wenn man die Amis ausser Gefecht setzen will, braucht man ihnen nur die Hühner wegnehmen. Frühstück ohne Eier ist undenkbar. Nach dem ausgiebigen Breakfast fahren wir zum www.waymarking.com/waymarks/WM3EVF Welcome Center in Lincoln Natürlich regnet es noch immer ununterbrochen. Die nette Dame muß uns leider erklären, dass sich an dem Wetter die nächsten zwei Tage nichts ändert. Wir lassen uns erklären, wie’s heute mit Flume und Mt. Washington aussieht. Als wir am www.nhstateparks.com/franconia.html Frankonia Notch State Park ankommen, schüttet’s wieder wie aus Kübeln.
Tapfer ziehen wir die Regenklamotten an, zahlen 11$ pP Eintritt und machen uns auf den Weg.
Man kann sich alternativ zur Boulder Cabin fahren lassen. Falls man meint, die eine Meile Fußweg nicht zu schaffen. Unterwegs gibt’s unsere erste Covered Bridge.
Dann kommt man zum Table Rock mit glattem Fels, über den das Wasser schön anzusehen fließt.
Eine halbe Meile später stehen wir am Eingang der eigentlichen Schlucht. Über recht glitschige Holzplankenwege wird man entlang des Wassers geführt und kreuzt mehrmals den River
Hier spielt’s auch keine Rolle, dass es regnet. Man wird eh von allen Seiten nass. Zum Ende der Gorge erwarten uns die Avalanche Falls. Schön anzusehen, nur die Sonne fehlt.
Jetzt kann man entweder die gleiche Strecke wieder zurückgehen oder den Ridge Trail zum Pool machen. Über die Liberty Gorge und Sentinel Bridge gehen wir zum Pemigewasset River und machen noch ein paar Fotos vom Pool.
Eine viertel Stunde später sind wir wieder am Visitorcenter. Hier gibt’s ein paar Karten, den obligatorischen Restroomvisit und Uti holt sich noch einen Stempel für ihr fast volles Skizzenbuch. In der Hoffnung heute den
gonewengland.about.com/cs/nhhistory/l/bloldmanofmtn.htm Ex-Old-Man zu sehen, fahren wir danach die Interstate nordwärts. Schon nach wenigen Minuten, in Höhe des Basins stecken wir mitten in dichten Wolken. Es hat also keinen Sinn. Wir entscheiden, nach North Conway zu fahren. Erstens gibt es dort diverse Stores, weitens haben wir bei Wetterbesserung die Chance, den Mt.Washington zu besteigen. Unterwegs auf dem Kangamagus Highway wird das Wetter wirklich besser. Wir machen kurze Stopps an Lower Falls und Rocky Gorge. Als wir in Conway einlaufen, ist strahlender Sonnenschein.
Leider nur sehr regional, denn die umliegenden Mountains sind in dichte Wolken gehüllt. Am Information Center erfahren wir, dass die Sicht auf dem Gipfel sehr bescheiden ist und auch noch schlechter wird. Also nutzen wir die Wärme, holen uns nach einem Subway-Imbiss noch lecker Icecream und lassen uns die Sonne ins Gesicht scheinen. Auf dem Rückweg stolpern wir über einen Armyshop. Uti bekommt spottbillig Hemd und Rock. Beim Nach-Hause-Fahren halten wir an der Albany Covered Bridge,
um uns dann wieder auf den Kangamus Pass hoch zu quälen.
Zu allem Überfluss erscheint auf dem Tacho „Check Tire Pressure Rear Left“. Mit der Befürchtung, einen Plattfuss zu bekommen, fahren wir (bei mittlerweile wieder strömendem Regen) rechts ran. Von Plattfuss keine Spur. Die zehn Meilen bergab bis Lincoln fahren wir bei toller Niesel-Abend-Stimmung vorsichtig.
An der Tankstelle wundern wir uns, dass Luft Geld kostet. 50 Cent, dass der Kompressor anspringt. Eine Druckanzeige gibt’s nicht, dafür aber den Hinweis, die Reifen nicht zu voll zu pumpen. Bei Reifenexplosionen wird für Folgeschäden keine Haftung übernommen. Ich pumpe nach Gefühl etwa gleichviel in beide hinteren Reifen. Dann schnell Zündung an, sich im Bordcomputer zum entsprechenden Menü-Punkt tippen und checken, ob sich die Druckanzeige verändert hat. Hinten links ändert sich nichts. Also wird wohl der Sensor defekt sein. Die ständig gongende Warnmeldung nervt gewaltig! Beim Cafe um die Ecke haben wir ein offenes W-Lan gefunden. Recht selten hier. Der Wetterbericht für morgen sagt nichts Gutes voraus. Wir werden uns heute Abend überlegen, was wir tun. Halb acht sind wir wieder am stockdusteren Riverbank Motel. Für heute Abend sind noch Steaks im Kühlschrank. Dazu gibt’s Knoblauch, Zwiebeln, Tomaten und Garlicbread. Wir entscheiden, hier nicht noch einen Tag zu verbringen. Vielleicht rückt Jeanette einen Teil der schon bezahlten Rate wieder raus. Wenn nicht, auch egal. Ein paar Bud später lassen wir den Tag ausklingen. Ich brauch wohl nicht zu erwähnen, dass es draußen noch immer regnet …
Gefahrene Meilen / Kilometer: 139 / 224
www.riverbankmotel.com/index.html riverbank motel and cabins, north woodstock, new hampshire $69 ***
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