USAFreunde



Liebe Leute,

die Eindrücke unserer New England Tour sind
"zu Papier gebracht".
Hat diesmal etwas gedauert.
Ich hatte vorher einfach keine Lust.
Für alle, die's noch nicht wissen:
- Die Hotelsterne sind eine rein persönliche Bewertung.
- Einige Fotos (die mit dünnem Rand) lassen sich öffnen.

Ich habe diesmal versucht mehr zu verlinken.
Lasst Euch Zeit, habt Geduld beim Aufbau
und viel Vergnügen!

LG andie



RAINY DAY - DREAM AWAY
NEW ENGLAND 2008

Teil 1

Do 25.09.2008, 1.Woche, 1.Tag, Berlin – Scranton

Renate bringt uns nach Tegel.
Um sieben sind wir da.
Halten gleich am richtigen Gate 5.
Als wir reinkommen, fängt Continental
gerade mit dem Einchecken an.
Es gibt noch keine Schlange und
wir sind sofort als erste dran.
Wenn das kein guter Anfang ist.
Sitzplatzwechsel ist leider nicht mehr möglich.
Unsere seit Februar reservierten
Gangplätze bekommen wir natürlich.
Die verbleibende Zeit nutzen wir für ein
ausgiebiges Frühstück im Take Off Bistro
im zweiten Obergeschoß neben dem Tower.
8:30 gehen wir zum Boarding.
Die Sicherheitskontrollen halten sich in Grenzen.
Da die Maschine schon verspätet gelandet ist,
dauert’s bis halb zehn bis mit dem
Einsteigen begonnen wird.
Wir belegen unsere Sitze 20C und D.
Bei der 3 – 3 – Bestuhlung haben
wir uns wieder für Gangplätze entschieden.
Die Boing 757-200 macht nicht den neuesten Eindruck,
bietet aber auch in der Economy
erstaunlich viel Beinfreiheit.
175 Leute haben hier Platz,
eigentlich eine recht kleine Maschine.
Da der Platz neben mir frei bleibt,
kann ich sogar die Ellbogen ausfahren.
Um zehn hebt Continental 97 mit 25 min Verspätung ab.


Contitental_



Ein paar Minuten später sind wir
über den Wolken und vermissen
somit auch keinen Fensterplatz.
Uhren umstellen von 10:00 auf 4:00.
Recht schnell gibt’s Food and Drink.
Chicken mit Nudeln oder Beef mit Kartoffelpüree.
 

Contitental_.Meal


Getränke kann man ordern,
so viel man will.
Alkoholika kosten 5$ per Drink.
Auf einer Continental Serviette
finden wir den Spruch des Tages: work hard, fly right!
TV Monitore gibt’s über jeder dritten Reihe.
Drei Spielfilme werden gezeigt, Ton auch in Deutsch.


Contitental_.Gang



Uns fällt auf, dass bei amerikanischen Airlines
mehr männliche Stewards als sonst arbeiten.
Unsere sind offensichtlich sogar hetero.
Nach dem Essen beneiden wir alle,
die wie auf Befehl schlafen können.
Getränkeversorgung ist super.
Es vergeht keine halbe Stunde,
wo kein Wasser oder Orangensaft angeboten wird.
Etwa um elf werden die grünen Formulare
für visafreies Einreisen in die USA ausgegeben.
Sofort ist eine merkliche Unruhe im Flieger zu spüren.
Wir haben uns im Laufe der Zeit genug
leere Formulare besorgt.
Die füllen wir immer schon zu Hause aus
und nehmen die ausgeteilten
fürs nächste mal mit.
Um zwölf gibt’s noch mal einen warmen Imbiss,
begleitet von heftigen Turbulenzen.
Dann beginnt der Landeanflug und um 12:40 setzen wir,
von Süden kommend auf.
http://www.panynj.gov/CommutingTravel/airports/html/newarkliberty.html
Newark Liberty International
(kurz EWR) wird zu 80% von Continental beherrscht.
Ab jetzt geht alles außergewöhnlich schnell.
Bei der Imigration sind so viele Schalter offen,
dass sich keine Schlangen bilden können.
In drei Minuten sind wir durch.
Die Koffer sind auch schon auf dem Band.
Beim Zoll werden wir raus gewunken.
Die Koffer werden nochmals durchleuchtet.
Dauert aber nur wenige Minuten.
Um vom Terminal C zum Mietwagen Office zu kommen,
nutzen wir den Airtrain.
Eine kleine Magnetbahn,
die Ständig hin- und herpendelt.
Kurz danach sind wir bei National.
Wir sind die einzigen.
Zeigen unseren Voucher.
Beim Unterschreiben des Vertrages fällt mir auf,
dass die Nationalistin als Abholzeit
8 am eingetragen hat.
Es ist aber 1:30 pm.
Oh sorry,Sir!
 Nicht, dass wir beim abgeben nachzahlen dürfen.
Im Parkhaus gibt’s keine Choiceline.
Der uns empfangende Mitarbeiter will
unseren Contract sehen und weißt uns
einen Toyota RAV4 zu.
Ich sag, dass ich lieber ein US-Car hätte.
Er: Welchen denn? Ich: Welchen kann ich denn haben?
Er: Take what you want!
Es stehen sieben Autos im National Bereich des Parkhauses.
Zwei Chevie Uplander mit je sieben Sitzen,
ein riesiger Toyota 4Runner,
der RAV4, ein KIA Carneval,
ein Chrysler Pacifica und ein Chevrolet Equinox.
Wir entscheiden uns für den letzteren.
8.000 Meilen auf dem Tacho,
bourdeauxrot und Lederausstattung.
Da wir diesmal keine Offroad-Touren vorhaben,
ist die fehlende HC nicht so wichtig.
Beim losfahren merk ich,
dass der Tank leer ist.
Das erledigt ein Mitarbeiter blitzschnell.
Das Navi findet erstmal keinen Satelliten.
Also erstmal „frei Hand“ über Interstate 78,
Highway 24 zur I-80 west.
Klappt auch ohne Probleme.
Irgendwann unterwegs hat Tomtom
doch noch was im Himmel entdeckt.
Schnell lassen wir den hektischen
Großraum New York hinter uns.
Bei der Delaware Water Gap verlassen wir
auf dem Christoph Columbus Highway den State New Jersey
und fahren nun durch Pennsylvania.
 

Pennsynvania_Sign


Die Landschaft ist mittelgebirgig.
In Mt. Pocono gibt’s einen Stopp am Walmart.
Wir kaufen alles nötige, außer Alk.
Der ist in Pennsylvania nur in Licoerstores zu bekommen.


Car_1
 

Zur Stärkung gibt’s bei Subway ein
Chicken Teryaki Sandwich.
Um fünf kommt Scranton in Sichtweite
und einige Minuten später sind wir an unserem Days Inn.
Sieht nicht annähernd so neu
aus wie im Internet.
Aber sauber.
Beim Store nebenan gibt’s noch
Wine und Beer, bei Wendys Abendessen.
Dann werden übers recht lahme Internet Grüsse
von der erfolgreichen Ankunft nach Hause geschickt.
Dazu werden „waschbecken-eiswürfelgekühlte“
Buds gezischt und um neun ist finito.

Gefahrene Meilen / Kilometer: 160 / 258

Übernachtung:
http://www.daysinn.com/DaysInn/control/Booking/property_info?propertyId=06692&brandInfo=DI
days inn,

scranton, pennsylvania $61 **


Fr 26.09.2008, 1.Woche, 2.Tag, Scranton – Niagara Falls


Halb fünf sind wir wach.
Alles andere hätte uns auch überrascht.
Die beiden Queensize Beds waren
gut und ruhig war’s auch.
Bis halb sechs wird die Zeit mit
Internet und Tagebuch vertrödelt.
Dann gibt’ Cafe-Muffins-Bagel to go.
Um sechs sitzen wir im
Denny’s
www.dennys.com/en
auf der Anhöhe nördlich von Scranton

und haben einen schönen Blick über die Stadt.
Leider bei Regen.
Nach langem Frühstück geht’s auf die Interstate.
Leider steh ich mit dem Satellitenradio auf Kriegsfuß.
Bei XM kommt nur ein Sender und
der bringt ununterbrochen Sportmeldungen.
Jeder Suchlauf endet unweigerlich im FM-Frequenzband.
Werd’ ich demnächst mal bei
Chevrolet ran fahren.
Wir fahren nordwärts und erreichen
nach kurzer Zeit den State New York.



In Binghampton verlassen wir die Autobahn
und fahren jetzt auf gut ausgebauten
Highways in Richtung Westen.
Seit unserem Start heute früh in Pennsylvania
ähnelt die Außenwelt einer Waschküche.
Teilweise ist die Sichtweite unter 50 m.
In Elmira halten wir bei einem GM-Store.
Ich will endlich wissen, wie das Radio funktioniert.
Das sofort zu Hilfe eilende Chevrolet-Team
braucht bloß 10 s an den Knöpfen zu spielen
um dann festzustellen, dass es nicht gehen kann.
National müsste es frei schalten lassen
und dafür Gebühren bezahlen.
Somit bleibt’s bei AM und FM,
es gibt schlimmeres …
Halb zwölf verlassen wir den Highway
und Tomtom führt uns eine halbe Stunde
über abenteuerliche Nebenstrassen zum

nysparks.state.ny.us/parks/info.asp?parkID=12

Letchworth State Park


Letchworth_State_Park


Bis kurz vor dem Parkeingang
gibt es keinerlei Hinweise.
Vielleicht auch eine Erklärung,
warum es hier so leer ist.
Wir zahlen die 6$ Eintritt und
fahren erstmal zum Visitorcenter


Letchworth_State_Park_Visitor_Center

Danach machen wir uns auf
den Weg zu den Lower Falls


Letchworth_State_Park_Lower_Falls_1


Letchworth_State_Park_Lower_Falls_2


Letchworth_State_Park_Lower_Falls_3


Hier sieht man sehr schön den Anfang des Canyons,
den der Genesee River in das Schiefer Gestein gefräst hat.


Genesee_River


Anschließend folgen Besuche der Upper und Middle Falls.


Letchworth_State_Park_Lower_Falls_Upper


Letchworth_State_Park_Lower_Falls_Upper_1


Der letztgenannte ist für uns der Schönste.


Letchworth_State_Park_Lower_Falls_Middel


Warum die Amis den Letchworth mit dem Beinamen
„Grand Canyon of the East“ betiteln,
können wir nicht ganz nachvollziehen.
Der ganze State Park ist echt sehenswert
und wer die Niagaras von Osten anfährt,
sollte die Schlaufe unbedingt mit einplanen.
Auch Leute, die nicht die großen Wanderungen machen,
sind hier gut aufgehoben.
Man kann zu fast allen Aussichtspunkten
bis zum Schluss mit dem Auto fahren.
Andererseits gibt’s Hiking Trails in
allen Längen zur Genüge.
Die Treppe zu den Lower Falls hat 130 Stufen
und da wird schon ausdrücklich darauf hingewiesen,
dass man sich genau überlegen sollte,
ob man es schafft auch wieder hoch zu kommen.
Allerdings sollte man die Ruhe mögen,
denn überlaufen ist es hier auf keinen Fall.
Uns war’s recht.
Nachdem wir hier etwa zwei Stunden verbracht haben,
lassen wir uns vom Navi quer durchs
Hinterland zum Eriesee führen.
Das ist sehr interessant, weil man so
auch Einblicke ins normale Landleben
im NY-State bekommt.
Manche Orte sind echt schmuck rausgeputzt,
andere eher nicht.
Etwa halb drei sehen wir die
Silhouette von Downtown Buffalo.
Die Interstate bringt uns am Niagara River
entlang zur amerikanischen Seite der Falls.
3,75$ Brückenzoll, dann stehen wir an der Grenzstation.
Das Officer-Girl mit Zahnspange
und Schussweste stellt uns geduldig einige Fragen,
knallt dann diverse Stempel in die
Pässe und wünscht uns eine gute Zeit in Canada.
Schnell finden wir unser Quartier,
das Quality Inn Cliffton Hill, direkt
hinterm Skywheel-Riesenrad.
Wir bekommen ein Zimmer im 200er Wing.
Die Anlage ist riesig und sold out.



Gut, dass wir schon vorher gebucht hatten.
Nach einem kurzem Snack an einer der
vielen Fressbuden geht’s zu den Fällen.
Drei Minuten Fußweg und wir sind da.
Und haben zum ersten Mal richtig Pech.
Direkt vor uns macht die Ticket-Station
für die Maid of the Mist dicht.
Es ist 15:40 und sie meinen,
dass morgen auch noch ein Tag sei.
Wir gehen gemütlich die Promenade auf
der kanadischen Seite entlang und machen unzählige Fotos.
Trotzdem die Fälle in einen riesigen Rummelplatz
eingebettet und von Hotels und Casinos umzingelt sind,
ist es unglaublich beeindruckend hier zu stehen.



Noch nie haben wir solche Wassermassen
zu Tal stürzen sehen.
Von den Horseshoe Falls geht es zum

www.skylon.com
Skylon Tower

 
Die Tickets haben wir vorher online erworben.
Gab noch einen kleinen Rabatt.
Mit dem Außenlift geht’s in die Höhe.
Oben angekommen, kann man auf einem
grobmaschig vergitterten Panoramadeck
den 360° Blick auf die gesamte Area genießen.


Im Norden reicht die Sicht bis nach Toronto.
Sehr schön kann man den Flusslauf des Niagara,
die beiden Fälle, Goads Island und Cliffton Hill bewundern.


Nach einer halben Stunde sind wir durchgefroren genug,
um uns wieder nach unten bringen zu lassen.
Etwa halb sieben wird es dunkel.
Der Hunger führt uns ins
„New York China Restaurant“.
Ich mach den Fehler, auf die Frage „Spicy?“
mit „Oh Yeah!“ zu antworten.
Das Essen ist für mich schlicht
mehrere Levels to hot.
Die Kellnerin hat schnell ein Einsehen
und wechselt auf meinen Wunsch das
Gericht auf „moderate“.
Genießen kann ich nichts mehr.
Die Geschmacksnerven sind betäubt…
Nach dem Essen gehen wir nochmals zu den Fällen.
Mittlerweile hat es wieder begonnen zu regnen



.
Nach einem langen Spaziergang an der Promenade,
stöbern wir noch durch die Souvenirstores
und sind nach zehn etwas fußlahm wieder am Quality Inn.
Nach dem Duschen pennen wir beide vorm TV ein.
Quality Inn ist eine gute Adresse.
Nicht zu teuer, Free Parking und alles in Gehweite.

Gefahrene Meilen / Kilometer: 341 / 549



www.niagarafallscomfort.com


Übernachtung
niagara falls, ontario $89 **



Sa, 27.09.2008, 1.Woche, 3.Tag, Niagara Falls – Toronto



Wir schlafen bis halb sieben.
Eine halbe Stunde später sitzen wir
im Dennys zum Frühstück.
Hier in Canada, haben wir den Eindruck,
dass alles deutlich teurer ist.
Kein Grand Slam für 5,99, alles über 10$.
Ob es an Canada oder an der Sightseeing Area
liegt, wissen wir nicht.
So kostet unser ausgiebiges Breakfast heute 33$.
Geschmeckt hat’s trotzdem.
Um acht sind wir wieder im Hotel und machen
uns fertig für die mistige Maid.
9:45 soll die erste Tour starten.
Weil wir in der zu erwartenden Schlange
ziemlich weit vorn sein wollen,
sind wir zehn nach acht am Ticket-Verkauf.
Hier erwartet uns eine Menschenmenge,
mit der wir nicht im Entferntesten gerechnet hatten.
Das Ende der Schlange ist etwa in Höhe der Fußgängerampel.
Der Imbissverkäufer meint,
dass wir mit etwa drei bis vier Stunden
Wartezeit rechnen müssen.
Da haben wir absolut keine Lust drauf. Schade!
Also machen wir einen erneuten Spaziergang
bis zu den Horseshoe Falls
und verabschieden uns auf diese Art von den Fällen.

]

Irgendwie kommt es uns vor,
als wenn heute entschieden mehr Wasser fliest als gestern.
Vielleicht liegt’s an dem ergiebigen
nächtlichen Regen, vielleicht auch an der Wasser-Regulierung.
Heute ist schließlich Samstag.
Halb elf checken wir aus.
In der Lobby gibt’s noch einen Blick
ins Internet und ich freu mich über die
zahlreichen Geburtstagsglückwünsche.
Pünktlich zur Abreise fängt es
wieder an zu regnen.
Auf dem Weg nach Toronto machen
wir unterwegs einen Tankstop.
Für das billigste Regular werden
1,09 Canadian-$ per Liter aufgerufen.
Die Umrechnerei ersparen wir uns.
Getankt werden muss so oder so.
Die Speedlimits hier in Canada sind in km/h angegeben.
Glücklicherweise hat der Chevie eine
entsprechende zusätzliche Skale auf dem Tacho.



Analog zum Regen nimmt auch
die Verkehrsdichte auf der Autobahn zu.
Dank mehrerer Staus brauchen wir fast
drei Stunden für die recht kurze Strecke.
Als wir in Toronto ankommen,
öffnet Petrus alle Pforten.


Das Navi führt uns zu unserem von
priceline zugewiesenem Hotel in Downtown.
Halb drei sind wir am Sheraton, einem
5 Sterne Klotz mit zehnmal so vielen Etagen.
Erstmal ziemlich frech im einzig noch
freien VIP Bereich geparkt und zur Reception.
Wir bekommen einen Room mit zwei Queensizebeds
im 24.Floor mit Blick aufs alte Rathaus.
Free Parking ist hier natürlich ein Fremdwort.
Die Differenz zwischen öffentlichem Parkhaus
ein paar Strassen weiter und Valet Parking
ist nicht so riesig.
Da ich heute Geburtstag hab
machen wir einen auf Großkotz und
lassen unseren Wagen parken.
Das Zimmer ist große Klasse.
Der einzige Mangel ist das kostenpflichtige W-Lan.
15$ wollen sie für einen Tag haben.
Im Lobby-Bereich ist es gratis.
Nach Siesta und frisch machen wollen wir zum




CN Tower
www.cntower.ca



 Der Regen hat etwas nachgelassen.
Da das Hotel mitten in der City liegt,
können wir alles zu Fuß erreichen.
Um fünf sind wir am Turm und müssen feststellen,
dass die obere Hälfte in den tief
hängenden Wolken verschwindet.
Die ebenfalls im Vorfeld online
erworbenen Tickets gelten auch morgen noch
und da ist wieder besseres Wetter angesagt.
Also werden wir morgen noch mal hier aufkreuzen.
Auf dem Rückweg verlaufen wir uns mehrmals
im Underground von Downtown Toronto.
Die ganze Innenstadt ist mehrgeschossig unterkellert.
Man kann kilometerweit von einer
Tower Plaza zur nächsten wandern.




www.littleanthonysrestaurant.com



Dabei bleibt der Orientierungssinn auf der Strecke.
Halb acht sitzen wir im  „Little Anthony“
in der Richmond Street.
Hier gibt’s nicht unleckeres Canadian Draftbeer
und Fetucino Primavera.
Ich war so klever, ein weißes T-Shirt
zum Tomaten-Bandnudel-Gericht anzuziehen …



Halb zehn sind wir abgefüllt wieder im Sheraton.
Kaum in der waagerechten, fallen auch schon die Augen zu.
Fazit: Stadtrennerei geht uns
beiden mehr als Wandern auf die Knochen!

Gefahrene Meilen / Kilometer: 99 / 159

ww.starwoodhotels.com/sheraton/property/overview/index.html?propertyID=271


Übernachtung: sheraton center; toronto, ontario $81 ****


www.torontowaterfrontmarathon.com


So, 28.09.2008, 1.Woche, 4.Tag, Toronto

Schlafen bei geöffnetem Fenster hat
gut funktioniert im 24.Stock.
Geweckt werden wir von einem
unbeschreiblichen Massenauflauf
direkt an unserem Hotel.
Heute findet der Toronto Waterfront Marathon statt.
Start ist direkt unter unserem Fenster.



 

Als ich halb sieben das erste Mal wach bin,
sind schätzungsweise 10.000 Menschen versammelt.
Eine Stunde später zum Start sind es
mindestens doppelt so viele.
Wir suchen uns in der Nähe ein kleines Bistro
und bekommen dort für 10$ zwei Breakfasts.
Die morgendlichen Regenwolken verziehen sich
schnell und schon um neun ist schönster Sonnenschein.
Gut, dass wir die CN-Tour auf heute verschoben haben.
Also nix wie hin.
Den Weg kennen wir schon, in 15 min sind wir da.



 

Nach der Tour nehmen wir einen
Snack am Pier 4 und verbringen
nochmals eine Stunde in der Sonne.
 

Wir denken beide, wie schön es jetzt
wäre bei der knalligen Sonne irgendwo am Pool zu liegen.
Da fällt uns ein, dass das Sheraton
ja angeblich auch eine Pool-Landschaft bieten soll.
Also mal kucken.
Halb zwei sind wir wieder da
und richtig, auf dem Hotel gibt’s
einen Garten mit tropischen Gewächsen,
beheiztem Innen- und Außenpool,
Hot Tube und Wellnessbereich.
Alles ohne zusätzliche Kosten
im Zimmerpreis inklusive.
Wir verbringen die nächsten
drei Stunden mit schwimmen, sonnen und relaxen.
Danach gibt’s Online-Grüße nach Hause
und anschließend meldet sich der kleine Hunger.
Da uns die gestrige Rennerei
zwischen den Hochhäusern nicht so lag,
versuchen wir es heute mal in
der Queen Street West.
Das ist mehr eine Szene Gegend, wo viele
Studenten und Aussteiger anzutreffen sind.
Erinnert uns ein bisschen ans
Castro-Viertel in San Francisco


www.hosu.ca


So früh am morgen gibt’s so gut wie keine Schlangen.
 

Bei den Sicherheitskontrollen geht
es zu wie auf einem Flughafen.
Auf der Suche nach Sprengstoff werden wir abgepustet.
Der Lift bringt uns mit High Speed z
um Look Out Level, in 370 m Höhe.
Imposant, wie man von hier Toronto,
den Lake Ontario und die gesamte Area überblicken kann.

 

Wir gehen die Treppe runter zur
eigentlichen Attraktion, dem Glass Floor.

 

Es ist schon ein mulmiges Gefühl,
wenn man auf dem Glasboden steht.

 

Anschließend fahren wir noch etwa 80 m
höher zum Skypod, der momentan
 höchsten Aussichtsplattform der Welt.
Hier auf 450m Höhe gibt’s noch mal
einen 360° Panoramablick.
Das Wetter lässt heute Sichtweiten bis etwa 30 km zu.

 

Bei besseren Bedingungen kann
man bis zu den Niagara Falls kucken.
Die Stunde Aufenthalt über der
Stadt hat uns sehr gut gefallen.
Ist nicht gerade billig, aber
die 27$ sind es uns wert.

 

Wieder unten ist so schönes Sonntagswetter,
dass wir beschließen zur Waterfront zu gehen.
Der Marathon ist schon durch und
es ist wieder Ruhe eingekehrt.
Nachdem wir uns gesonnt und Möwen gefüttert haben,
machen wir eine Bootstour zu den Toronto Islands.
Die Harbor-Star bietet 50 Leuten Platz,
etwa 20 sind an Bord.

 

Die Fahrt durch die Hafenbucht und
die Toronto Islands genießen wir sehr.
Der rückwärtige Blick auf
Downtown Toronto ist großartig.

 

Angenehm überrascht sind wir,
wie schnell man hier die Großstadthektik verlassen kann.
 
.
 

Nachdem wir eine Weile rumspaziert sind,
landen wir im HOSU, einem
japanisch-koreanischen Bistro Restaurant.
Das Essen schmeckt super und ist preiswert.
Danach schlendern wir noch durch
die Stores und sind halb zehn völlig platt wieder im Hotel.

Was ist uns an Toronto aufgefallen?
Leider gibt’s auch hier viele Obdachlose.
Für uns wird es wohl immer
ein befremdender Anblick sein,
morgens um auf dem Gehsteig
schlafende Menschen zu gehen.
Andererseits ist die City voll
mit young people aus aller Welt.
Hat wahrscheinlich was mit den
vielen Unis und Hochschulen zu tun.
Es gibt haufenweise in der Öffentlichkeit
rauchende Menschen. In den USA eher die Ausnahme.
Und es gibt kubanische Zigarren zu kaufen,
offiziell und nicht nur unterm Ladentisch.

Noch ein Wort zu unserem Hotel.
Aufgrund des Marathon-Weekends waren
die Übernachtungspreise jenseits von gut und böse.
Als Roomrate war an der Lobby 289$ angezeigt,
wenn noch was frei gewesen wäre.
Unser Priceline-Gebot war 60$.
Da ließen sich auch die Kosten
für Valet-Parking verschmerzen.

Toronto hat uns gar nicht so schlecht gefallen.
Generell können wir aber behaupten froh zu sein,
nach zwei Tagen die Großstadt wieder verlassen zu dürfen.
Wir freuen uns auf die kommenden Tage in der Natur.

Gefahrene Meilen / Kilometer: 0 / 0
www.starwoodhotels.com/sheraton/property/overview/index.html?propertyID=271/sheraton center



Übernachtung, toronto, ontario $81 ****





 Mo, 29.09.2008, 1.Woche, 5.Tag, Toronto – Lake Placid


Um sieben stehen wir auf, packen unseren
Kram und sind um acht bereit zum Outcheck.
Vom Room aus rufen wir beim Valetparking an.
Als wir unten ankommen, wird unser Chevie vorgefahren.
Wir brauchen etwa 20 min um durch den
Downtown-Stau zur Autobahn zu kommen.
Dann geht’s nordostwärts durch diverse
Vororte Torontos bis nach Ajax.
Breakfast gibt’s heute bei Mac Doof.
Wir sind angenehm überrascht,
der Cafe wäre in den USA als
super strong deklariert.
Immer am Ufer des Lake Ontario
entlang führt uns der Highway 401 ostwärts.
Eine ziemlich eintönige Strecke.
Tempomat auf 100 einstellen und versuchen,
nicht einzuschlafen.
Die erste Bridge to USA lassen wir rechts liegen.
Bei Prescott verlassen wir schließlich die 401.
Drei Minuten später über queren
wir auf der Odgensburg – Prescott - Bridge,
deren Fahrbahn aus Lichtgitterrosten besteht,
den St. Lorenz Strom.



Dafür sind 3,75$ zu löhnen.
Direkt anschließend kommen wir zur Grenzstation.
Es bildet sich eine kleine Schlange,
aber nach 20 min sind wir dran.
Der Officer will wissen,
wie lange wir in Canada waren,
wann wir die USA wieder verlassen wollen
und ob wir Pflanzen dabei hätten.
Dreimal NO und wir können passieren.
Danach halten wir am ersten Supermarkt
und welcher erwartet uns?

aldi.us/index_ENU_HTML.htm

Aldi


Der Discounter ist wirklich genau wie
in Deutschland gebaut und eingerichtet,
bloß mit amerikanischen Waren.
Weiter geht’s. Der schon vor einer Stunde
einsetzende Regen wird immer stärker.
Über Potsdam (!), Tupper- und Saranac-Lake
erreichen wir Lake Placid.
 

Etwa 17:00 führt Tomtom uns zu unserem Hotel,
dem Northwoods Inn, mitten in der City.
Wir bekommen unser bestelltes Appartement mit Wohnraum,
Kitchenette und Schlafraum.
Da es ganz oben in der sechsten Etage ist,
haben wir einen herrlichen Panoramablick
auf den vor dem Fenster liegenden Mirror-Lake.
 

Nach der langen Fahrt schlendern wir
ziemlich knülle durch die Strassen von Lake Placid.
Wir beschließen, heute unseren
Steak-Abend einzulegen.
Pete’s Steakhouse scheint uns eine
geeignete Futterkrippe zu sein.
Der Seater offeriert uns,
dass er im hinteren Bereich
des Restaurants noch einen
Tisch mit Blick auf den See hat.
Draußen ist es stockdunkel … Toller Blick!
Als Appetizer bekommen wir
erstochenes Weißbrot und dazu
einen Teller Knoblauch-Kräuter-Öl.

 

Wir bestellen uns zwei
16 oz Ribeyes mit Baked Potato und Salat.
 

Dazu ein Adirondack Ulu und
ein 46er Fassbier.
Die Steaks sind fantastisch
und schmecken ausgezeichnet.
Die Biere haben den regional
üblichen Pale Ale Geschmack.
Eigentlich nicht so unser Ding.
Der ganze Auftritt kostet deftige 80$.
Bei Starbucks gibt’s danach
noch zwei Verdauungscafes
und um zehn torkeln wir völlig
abgefuttert wieder im Northwoods Inn ein.
TWC sagt für morgen etwas
besseres Wetter voraus, hoffentlich.
Die Laubfärbungen sind zwar schön anzusehen,
aber ohne Sonne fehlt einfach die Beleuchtung.

www.tempurpedic.com

Unsere Betten sind mit speziellen
Tempur Pedic Matratzen ausgestattet.
Mal sehen, wie sich’s schläft.



Noch ein Wort zum Auto.


Der Equinox ist meines Erachtens
für zwei Personen völlig ausreichend.
Die Bedienung gibt keine Probleme auf.
Sämtliche Schalter haben wir
nach kurzer Zeit selbst gefunden.
 

Der V6 Motor mit 3,4 Liter Hubraum
liefert 180 PS, die ein zügiges Vorankommen garantieren.
Das Fahrzeug ist gut ausgestattet,
der Bordcomputer teilt einem von
Außentemperatur bis Reifendruck alles Mögliche mit.
Der Spritverbrauch liegt bisher
bei ca. 9 Litern je 100 km.
Die Reichweitenanzeige sagt bei
vollem Tank (75 l) 500 mi voraus.
Im Kofferraum ist genug Platz,
um die Koffer längs hinstellen zu können.

 
Die Vordersitze lassen sich in alle
möglichen Richtungen verstellen.
Selbst wenn man die Sitze ganz zurück fährt,
können Fondpassagiere noch bequem sitzen.
Die für uns wichtigen Ablagen gibt’s ausreichend.
Einzig das nicht frei geschaltete
Satellitenradio ärgert mich ein wenig.
Wenn schon solch Zauberkasten an Bord ist,
sollte er auch uneingeschränkt funktionieren.
Alles in allem aber ein Auto,
was wir auch gern zu Hause in der Garage hätten.

Gefahrene Meilen / Kilometer: 351 / 565

Übernachtung:
www.northwoodsinn.com/default.asphttp://
northwoods inn,
lake placid, new york $114 ****



Di 30.09.2008, 1.Woche, 6.Tag, Lake Placid

Die Hightech Matratzen sind
gewöhnungsbedürftig.
Wir waren jedenfalls laufend wach.
Unabhängig davon hab ich seit gestern einen steifen Nacken.
Frau Doktor hat mir für heute Rollkragen verordnet.
Der Blick aus dem Fenster lässt uns
nicht gerade in Jubelschreie ausbrechen.
Es regnet zwar nicht, aber die Wolken hängen zum Anfassen tief.
Wir genehmigen uns ein Frühstück im Hotel.
Uti nimmt Bananasplit,
für mich gibt’s Hearty Mountain Breakfast.

 

Die Portionsgrößen sind mehr für
olympische Hochleistungssportler mit erhöhtem Kalorienbedarf.
Eigentlich ist damit der Tagesbedarf mehr als gedeckt.
Danach schwingen wir die gefüllten
Leiber in den Chevie und fahren Richtung Whiteface Mountain.
Ich will noch in Lake Placid tanken,
die Gasoline Station am Ortsausgang wird gerade umgebaut.
Kein Problem, wird nachher in Wilmington erledigt.



Unser erster Stopp soll heute die
www.highfallsgorge.com/
High Falls Gorge sein.



Hier hat der Ausable River eine tiefe
Klamm in den Granit geschnitten.
In mehreren Kaskaden fällt das Wasser in die Tiefe.
Im Visitorcenter informieren wir uns
über alles.
Der Eintritt in die eigentliche Schlucht
ist uns dann aber zu teuer.
Etwa eine Meile weiter, gleich hinter
dem „Hungry Trout Restaurant and Inn“ ist eine Brücke.
Da parken wir, gehen zum River Acces
und bestaunen von hier die Granitschlucht.
Weiter geht’s! In Wilmington hängen
an den Tanksäulen „No Power“ Schilder.
Nächste Tankstelle in Jay, etwa 5 mi westwärts.
Die Reichweiteanzeige des Bordcomputer
zeigt noch 50 mi,
könnte für unsere heutige Tour zu knapp werden.
Ab nach Jay! Die Tanke weiß ziemlich genau,
dass sie weit und breit die einzige ist.
4,05 ist für diese Area ziemlich happig.
Danach fahren wir zur Passstrasse zum Whiteface Mountain.
 

An der Tollstation müssen wir leider erfahren,
dass die Sicht schon hier gar nicht so toll ist.
Die tief hängenden Wolken machen
uns einen dicken Strich durch die Rechnung.
Wir beschließen, zu den Franklin Falls zu fahren.
Diese sind ein Witz!
Der Höhenunterschied zwischen
zwei Seen wird mittels eines kleinen Wasserkraftwerks
zur Energiegewinnung genutzt.
Um das ganze als Franklin Falls zu bezeichnen,
braucht man schon eine gehörige Portion Humor.
Am See gibt’s noch ein paar Fotos vom Gegenufer.
 

Dann fahren wir zurück zum Tollhaus und fragen die Rangerin,
ob heute überhaupt eine Chance auf Sicht besteht.
Sie meint, wenn überhaupt dann
in ein bis zwei Stunden.
So fahren wir erstmal nach
Wilmington und nehmen da bei
www.awrestaurants.com/
A&W einen Imbiss.
Wie vorhergesagt, verziehen sich die
Wolken. Zumindest teilweise.
Also nichts wie hoch! Eintritt 9$
per Vehicle und eine Person.
Jede weitere Person 5$.

 

Schon bei der ca. 3 mi langen Anfahrt gibt’s
diverse Viewpoints mit Aussichten weit ins Land.

 

Die ab Wilmington „Veteran-Memorials-Highway“
genannte Strasse bringt uns zum Castle,
wo sich ein Parkplatz und der Beginn des
Nature Trails zum Gipfel befinden.
Hier wird auch das an der Tollstation
erworbene Permitt nochmals kontrolliert.
Der Kontroll-Ranger sieht aus,
als wenn der Highway nach ihm benannt ist …
Weil die Zeit knapp ist (und nur deshalb!)
nehmen wir den Elevator zum Gipfel.
 

1938 haben sie hier einen Schacht in den
Granit gekloppt und Mr. Otis
hat einen Fahrstuhl rein gehangen.
Oben angekommen erhaschen wir
vereinzelte Blicke auf den Lake Placid.
 

Richtig aufklären tut sich’s leider nicht.
Der Nature Trail stellt keine
wirkliche Herausforderung dar.
In zehn Minuten sind wir am Castle.
 

Hier gibt’s Food, Souvenirs und Restrooms.
Ringsum ist es noch immer wolkenverhangen
und auf der Bergabstrecke zieht es sich wieder völlig zu.
Um vier sind wir wieder in Lake Placid.
Obwohl die umliegenden Mountains in
dunkle Wolken gehüllt sind, scheint
am Mirrorlake die herrlichste Nachmittagssonne.
 

So verbringen wir noch eine Stunde am Seeufer,
schreiben Karten/Tagebuch und relaxen einfach nur.
Als die Sonne sich verdrückt,
fahren wir einmal um den See zum Hotel.
Ich check den Posteingang und Uti
stöbert durch die Stores.
Um sieben gehen wir zum Fireside Steakhouse
und bestellen uns Salad, Steaks and Beer.
Heute gibt’s Caesars with Grilled Chicken und
14 oz Firehouse Steaks with Blue Cheese and Mushrooms.
Dazu Lake Placid Pale Ale mit 7 Volt vom Fass.
Die Portionen sind nicht ganz so
riesig wie gestern, aber es schmeckt vorzüglich.
Mit 41$ kostet’s etwa die Hälfte wie bei Pete.
Als wir halb zehn nach Hause gehen,
fängt’s wieder an zu regnen.
Obwohl heute nicht allzu viel bewegt,
sind wir wieder ziemlich Asche.

Gefahrene Meilen / Kilometer: 96 / 155

Übernachtung: www.northwoodsinn.com/default.asp
northwoods inn, lake placid, new york $114 ****





Mi 01.10.2008, 1.Woche, 7.Tag, Lake Placid – North Woodstock

Der draußen prasselnde Regen
lässt uns bis um acht durchschlafen.
Danach Riesen-Breakfast, Koffer packen und aus checken.
Die Kosten für die erste Nacht
hatten sie uns schon bei der Reservierung abgebucht.
Trotzdem wollen sie das Geld noch mal.
Im System war dazu angeblich nichts zu finden …
Gut, dass wir die Kopien der
Kreditkartenbelastungen bei haben.
Erst danach heißt es „Oh sorry Sir!“
Jetzt geht’s über Wilmington,
Jay, Ausable Fork nach Keeseville.
 

Dort machen wir einen Stopp am www.ausablechasm.com/
Ausable Chasm State Park

 

Eine Schlucht mit Wasserfällen und Stromschnellen.

 

Da wir nicht viel Zeit haben,
sind uns die 18$ pro Person für eine Stippvisite zu teuer.
So bleibt’s bei einer Kurzbesichtigung von oben.
Zielsicher landen wir schließlich
in Port Kent, wo uns der Fährmann mitteilt,
dass die nächste Fähre in 90 min startet.
Also ab nach Plattsburgh,
wo uns das Navi quer durch die City lotst,
bevor wir an der Cumberland Bay die Fähre erreichen.
Die Lake Champlain Passage kostet
 13,50$ und ist in 10 min erledigt.



Auf Grand Isle sind wir in Vermont und
folgen erstmal dem Highway 2.
An der nächsten Tanke in Hero wird für
3,50$ voll getankt und kurze Zeit später
sind wir bei Dauerregen auf dem Festland.
Hier fahren wir auf die Interstate 89,
die uns vorbei an Burlington nach Montpellier bringt.
Unterwegs regnet es so stark,
dass sich auf der Autobahn riesige Pfützen bilden.
Laufend greifen alle möglichen
elektronischen Fahrhilfen ein.
Kurz vor Erreichen der Hauptstadt Vermonts
verlassen wir die Autobahn und folgen dem Highway 62.



Um Proviant für die nächsten Tage in
der „Wildnis“ zu kaufen,
halten wir an der www.central-vt.com/web/berlinmall/
Berlin Mal und verbringen
die nächste Stunde im Walmart.
Draußen gibt’s ein echtes Unwetter.
Mehrmals geht die Stromversorgung der
gesamten Mall in die Knie.
Danach arbeitet keine Kasse mehr.
Nach einiger Warterei lassen wir den
vollen Wagen stehen und verlassen
den Markt ohne Einkauf.
Das einzige was gleich wieder funktioniert,
scheinen die Schuss-Automaten vor der Tür zu sein.
Für uns unerklärlich, wie sich
erwachsene Männer an so’n Ding stellen
und per Revolver mit Verlängerungsschnur
auf alles ballern, was sich auf dem Monitor bewegt.
Über kleinere Nebenstrassen kommen
wir zum Highway 302, der uns bis zur I-92 bringt.
Die Strassen führen durch die
wunderschön gefärbten Wälder Vermonts.
Unterwegs würde es wohl tolle Aussichten geben,
wenn man weiter als 100 m sehen könnte.



Die Autobahn bringt uns bei weiterhin
anhaltendem Dauerregen zur Junction mit der I-93.
Diese bringt uns über den
Connecticut River nach New Hampshire.
Es geht jetzt steil bergauf.
Wir erreichen die White Mountains Area.
In Littleton fahren wir ab.
Weil wir die nächsten zwei Tage
ein Quartier mit Küche haben, kaufen wir ein.
Danach immer weiter südwärts.
Es regnet so stark, dass nicht mehr als 40 mi drin sind.
Wir passieren die Abfahrten zu
Franconia Notch und Flume Gorge
und sind etwa um fünf in North Woodstock.
Bei dem Dauerregen ist es um diese Zeit schon stockdunkel.
Unser Quartier,
das Riverbank Motel ist schnell gefunden.
Das Appartement mit zwei Queensizebeds
und Kitchenette entpuppt sich als überdachter Trailer


Wohnen wir mal zwei Tage wie die Amis.
Innen ist es beheizbar und erstaunlich geräumig.
Leider auch extrem hellhörig.
Wir verstehen jedenfalls jedes Wort des Nachbarn.
Das zweite „leider“ betrifft das W-Lan.
Der Router ist so weit weg, dass mein
kleiner Läppi im Room keinen Empfang mehr hat.
Es gibt schlimmeres.
Nachdem wir die Bude aufgeheizt haben,
fahren wir quer durch North Woodstock
und das anschließende Lincoln.
Die Stadt macht den Eindruck,
als wenn alle abgepfiffen sind.
Zum Diner haben wir uns heute Steaks gekauft.
Schnell sind sie medium gebraten
und mit der Steaksoße schmeckt’s fast wie im Restaurant.
Um neun beschließen wir mit Bud und Woodbridge den Tag.
Draußen regnet’s unaufhörlich …

Gefahrene Meilen / Kilometer: 256 / 412

Übernachtung:
www.riverbankmotel.com/index.html
riverbank motel and cabins
north woodstock, new hampshire $69 ***





Do 02.10.2008, 2.Woche, 8.Tag, North Woodstock

Wir haben tatsächlich bis neun Uhr geschlafen!
Breakfast gibt’s heute im Sunny Day Diner, ca. 200 m um die Ecke.
Natürlich fährt man mit Auto hin.
Das Diner ist klasse und preiswert.

 

Wenn man die Amis ausser Gefecht setzen will,
braucht man ihnen nur die Hühner wegnehmen.
Frühstück ohne Eier ist undenkbar.
Nach dem ausgiebigen Breakfast fahren wir zum www.waymarking.com/waymarks/WM3EVF
Welcome Center in Lincoln
Natürlich regnet es noch immer ununterbrochen.
Die nette Dame muß uns leider erklären,
dass sich an dem Wetter
die nächsten zwei Tage nichts ändert.
Wir lassen uns erklären,
wie’s heute mit Flume und Mt. Washington aussieht.
Als wir am
www.nhstateparks.com/franconia.html
Frankonia Notch State Park ankommen,
schüttet’s wieder wie aus Kübeln.

 



Tapfer ziehen wir die Regenklamotten an,
zahlen 11$ pP Eintritt und machen uns auf den Weg.

 

Man kann sich alternativ zur Boulder Cabin fahren lassen.
Falls man meint, die eine Meile Fußweg nicht zu schaffen.
Unterwegs gibt’s unsere erste Covered Bridge.

 

Dann kommt man zum Table Rock mit glattem Fels,
über den das Wasser schön anzusehen fließt.

 

Eine halbe Meile später stehen
wir am Eingang der eigentlichen Schlucht.
Über recht glitschige Holzplankenwege
wird man entlang des Wassers geführt
und kreuzt mehrmals den River


Hier spielt’s auch keine Rolle,
dass es regnet. Man wird eh von allen Seiten nass.
Zum Ende der Gorge erwarten uns die Avalanche Falls.
Schön anzusehen, nur die Sonne fehlt.



Jetzt kann man entweder die gleiche Strecke
wieder zurückgehen oder den Ridge Trail zum Pool machen.
Über die Liberty Gorge und Sentinel Bridge
gehen wir zum Pemigewasset River und
 machen noch ein paar Fotos vom Pool.



Eine viertel Stunde später sind wir
wieder am Visitorcenter.
Hier gibt’s ein paar Karten,
den obligatorischen Restroomvisit
und Uti holt sich noch einen Stempel
für ihr fast volles Skizzenbuch.
In der Hoffnung heute den


gonewengland.about.com/cs/nhhistory/l/bloldmanofmtn.htm
Ex-Old-Man
zu sehen, fahren wir danach
die Interstate nordwärts.
Schon nach wenigen Minuten,
in Höhe des Basins stecken wir mitten in dichten Wolken.
Es hat also keinen Sinn.
Wir entscheiden, nach North Conway zu fahren.
Erstens gibt es dort diverse Stores,
weitens haben wir bei Wetterbesserung die Chance,
den Mt.Washington zu besteigen.
Unterwegs auf dem Kangamagus Highway
wird das Wetter wirklich besser.
Wir machen kurze Stopps an Lower Falls und Rocky Gorge.
Als wir in Conway einlaufen, ist strahlender Sonnenschein.



Leider nur sehr regional,
denn die umliegenden Mountains
sind in dichte Wolken gehüllt.
Am Information Center erfahren wir,
dass die Sicht auf dem Gipfel sehr bescheiden ist
und auch noch schlechter wird.
Also nutzen wir die Wärme,
holen uns nach einem Subway-Imbiss noch lecker Icecream
und lassen uns die Sonne ins Gesicht scheinen.
Auf dem Rückweg stolpern wir über einen Armyshop.
Uti bekommt spottbillig Hemd und Rock.
Beim Nach-Hause-Fahren halten wir
 an der Albany Covered Bridge,



um uns dann wieder auf den Kangamus Pass hoch zu quälen.


Zu allem Überfluss erscheint auf dem
Tacho „Check Tire Pressure Rear Left“.
Mit der Befürchtung, einen Plattfuss zu bekommen,
fahren wir (bei mittlerweile wieder strömendem Regen)
rechts ran.
Von Plattfuss keine Spur.
Die zehn Meilen bergab bis Lincoln
fahren wir bei toller Niesel-Abend-Stimmung vorsichtig.


An der Tankstelle wundern wir uns,
dass Luft Geld kostet. 50 Cent,
dass der Kompressor anspringt.
Eine Druckanzeige gibt’s nicht, dafür aber den Hinweis,
die Reifen nicht zu voll zu pumpen.
Bei Reifenexplosionen wird für
Folgeschäden keine Haftung übernommen.
Ich pumpe nach Gefühl etwa gleichviel
in beide hinteren Reifen.
Dann schnell Zündung an,
sich im Bordcomputer zum entsprechenden
Menü-Punkt tippen und checken,
ob sich die Druckanzeige verändert hat.
Hinten links ändert sich nichts.
Also wird wohl der Sensor defekt sein.
Die ständig gongende Warnmeldung
nervt gewaltig!
Beim Cafe um die Ecke haben wir ein
offenes W-Lan gefunden. Recht selten hier.
Der Wetterbericht für morgen sagt nichts Gutes voraus.
Wir werden uns heute Abend überlegen, was wir tun.
Halb acht sind wir wieder am stockdusteren Riverbank Motel.
Für heute Abend sind noch Steaks im Kühlschrank.
Dazu gibt’s Knoblauch, Zwiebeln, Tomaten und Garlicbread.
Wir entscheiden, hier nicht noch einen Tag zu verbringen.
Vielleicht rückt Jeanette einen Teil der schon bezahlten Rate wieder raus. Wenn nicht, auch egal.
Ein paar Bud später lassen wir den Tag ausklingen.
Ich brauch wohl nicht zu erwähnen,
dass es draußen noch immer regnet …

Gefahrene Meilen / Kilometer: 139 / 224

www.riverbankmotel.com/index.html
riverbank motel and cabins,
north woodstock, new hampshire $69 ***