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Freitag, 26.01.2007
Wir frühstücken wieder im Hotel. Gestärkt machen wir uns auf nach Lantau Island. Mit der U-Bahn geht es erstmal wieder in Richtung Flughafen nach Tung Chung. Von dort aus nehmen wir die Ngong Ping Skyrail nach Ngong Ping Village.


Die Seilbahn ist Hong Kong neuste Touristenattraktion und bringt uns direkt zu dem großen Buddha. Unter uns das chinesische Meer und dann Wald - Natur pur.
Nach ca. 30 Minuten sind wir am Ziel. Das Village ist flutschneu und könnte genauso gut in den USA stehen.


Wir erklimmen die Stufen hoch zu dem Giant Buddha. Er ist wirklich mächtig !




Wieder unten besichtigen wir das Po Lin Kloster. Von den Räucherstäbchen, die dort aufgestellt werden wie bei uns Kerzen in der Kirche, ist die Luft recht diesig. Wir besichtigen das Kloster von Innen und Außen, bewundern die schönen Blumen dort und ruhen uns ein wenig aus. Einfach nur Menschen anschauen. Es laufen dort kaum Europäer rum. Sehr interessant.




Unser Plan ist mit dem Bus nach Tai O zu fahren. Es dauert uns zu lange bis der nächste Bus kommt und nehmen ein Taxi. Die Fahrtkosten sind auf einem Schild aufgelistet. Wir bezahlen letztendlich 5,- € für die 15 minütige Fahrt. 15 Minuten nur, weil der Fahrer gefahren ist wie Michael Schumacher… uahhhh….


Tai O ist ein ehemals wichtiges Fischerdorf. Noch heute noch jeder 3. Laden getrockneten Fisch und die hier produzierte Garnelenpaste. Wir bummeln durch die Strassen. Fischgeruch liegt in der Luft. Für uns gewöhnungsbedürftig. Der Fisch hängt einfach zum Trocknen draußen.


Die Hälfte des Ortes liegt auf einer kleinen Insel, die von der Hauptinsel durch einen Kanal abgetrennt ist. Die Häuser stehen auf Stützen im Wasser und sind mit Blechen verkleidet. Wir laufen zum Kwan-Ti-Tempel.


Der dem Gott des Krieges und der Rechtschaffenheit gewidmet ist. Der Weg dorthin ist von kleinen Tempeln gesäumt


Als wir an der Bushaltestation auf den Bus nach Mui Wo warten, gesellt sich eine kleine Gruppe winziger alter Chinesinnen zu uns. Eine zeigt auf mich und fängt an zu lachen. Die anderen unterstützen sie. Ich habe keine Ahnung warum. Zum Glück lachen sie auch über Erny. Das hätte wir doch sonst wirklich zu denken gegeben. Als ihr Bus kommt winken sie uns zum Abschied, immer noch lachend… Nette Menschen, die Chinesen. Zu uns gesellt sich ein Ehepaar aus Cambidge, England. Sie sind hier auf ihrer Silberhochzeitsreise. Wir tauschen Erfahrungen aus und geben uns gegenseitig Tips. Wie ich auch, hat die Frau die Erfahrung gemacht, daß man als Europäer keine Kleidung hier bekommt. Die Frauen haben die Körper 3-jähriger und Oberschenkel wie wir Waden.
Unser Bus kommt und fährt ähnlich wie das Taxi – schumachermäßig. Mit einer leichten Übelkeit steige ich in Mui Wo auf die Fähre in die Stadt. Das gibt mir den Rest. Ich brauche einige Zeit bis es wieder geht. Der Boden unter mir schwankt noch lange…
In unserem Reiseführer ist ein Restaurant empfohlen. Es liegt gleich um die Ecke vom Hotel. Ich habe ja schon fast die Lust verloren chinesisch Essen zu gehen. Aber das Essen im „Peking Garden“ ist wirklich sehr gut und mit den Stäbchen klappt es auch immer besser.
Wir machen noch einen Verdauungsspaziergang auf der Promenade bevor wir müde ins Bett fallen.


Samstag, 27.01.2007
Wir frühstücken heute bei Starbucks. Gibt es an jeder Strassenecke hier. Auch am Hotel.
 Mit der Fähre fahren wir rüber nach Hong Kong Island. Mittlerweile wissen wir auch wie man 1. Klasse fährt, für 20 Cent pro Fahrt. Überhaupt ist das fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr billig. Später erfahren wir, daß die Fahrt mit der Strassenbahn auch nur 20 Cent kostet, egal wie weit man fährt. Einfach beim Aussteigen bezahlen.
Vincent hat uns empfohlen in den 55. Stock des Financial Centers zu fahren. Dort gibt es eine Bibliothek, in die man als Besucher kann. Der Blick ist wirklich gut. Leider ist es diesig draußen.


Wir fahren wieder runter und laufen durch die Strassen zum Escalator. Die einspurige Rolltreppe fährt morgens von 06.00 – 10.00 abwärts und von 10.00 – 22.00 Uhr aufwärts quer durch die Stadt.


Oben angelangt gehen wir westlich in Richtung Peak Tram. Auf der Karte sieht das nicht schwierig aus, ist es aber. Zum Teil laufen 2 Strassen verschlungen übereinander und es ist scheinbar nicht vorgesehen, daß sich jemand zu Fuß dort bewegt. Wir kommen aber irgendwann doch an der Tramstation an.


Die Standseilbahn verkehrt seit 1888 zwischen der Garden Road und dem Peak Tram Tower oben auf dem Berg. Die 367 m Höhenunterschied und 1,4 km lange Strecke fährt die Bahn in 7 Minuten. Es gibt 2 Bahnen , die sich gegenseitig hochziehen. Es ist so steil, daß wir in unseren Sitzen liegen. Hier kostet die einfache Fahrt auch 20 Cent.


Heute ist es klarer als bei unserer Stadtrundfahrt. Wir gehen bis oben auf den Peak Tower.
Die Aussicht ist klasse. Eben viel klarer. Uns dünkt der Hunger und wir kehren bei Bubba Gump im Tower ein. Wollten wir immer mal in USA, hat aber nie geklappt. Das Essen schmeckt und wir sind satt.


Zur Verdauung entschließen wir uns einen Weg entlang zu laufen, der nach 800 Metern eine grandiose Aussicht verspricht. Es ist wirklich so. Wir laufen immer weiter den Rundweg entlang und sind nach einer Stunde wieder am Ausgangspunkt.


Mit der Tram fahren wir wieder runter in die Stadt und laufen zur Fähre. Zurück in Kowloon ruhen wir uns im Hotel aus.
Für unsere Abendplanung haben wir den Time Square Bay auf HK Island ins Auge gefaßt. Wieder mit der Fähre rüber auf die Insel und dann mit der U-Bahn weiter zur Causeway Bay. Auf den Strassen ist wahnsinnig viel los. Obwohl es sehr spät ist, haben die Geschäfte alle noch geöffnet. Wir laufen kreuz und quer durch die Strassen. Es ist interssant. Neben Prada und Gucci Metzgerläden mit draußen hängendem Fleisch. Dazu fällt mir ein, daß wir die ganze Zeit keine Fliege oder andere Insekten gesehen haben. In einem Einkaufszentrum endecken wir ein Outback Steakhouse Schild. Super ! da waren wir in USA öfters. Richtig Hunger habe ich nicht, aber wenn sich die Gelegenheit ergibt… Ich esse noch einen Kleinigkeit. Für Erny ist es das Eldorado…

Mit der Strassenbahn und Fähre geht es zurück zum Hotel.

Sonntag, 28.01.2007
Wir kaufen uns morgens einen Kaffee bei Starbucks, Brötchen beim Bäcker und setzten uns auf die Promenade zum Frühstücken. Ich ziehe los um beim Bäcker Nachschub zu kaufen und werde von einer Schulklasse über meine Eindrücke von Hong Kong interviewt. Zum Dank bekomme ich einen Schokoriegel und ein Foto mit den Mädels.


Unser Plan ist es nach Stanley zu fahren. Dazu fahren wir mit der Fähre wieder rüber nach Hong Kong Island. Und vom Busbahnhof quer über die Insel nach Stanley. Wir kommen zu dem Platz, ab dem die Busse fahren. Nr. 6 ist nirgends zu sehen. Wir fragen einen Fahrer der anderen Busse. Er versteht uns nicht wirklich zeigt aber in einer andere Richtung. Wir gehen in gezeigt Richtung und entdecken eine Menge Busse. Wir laufen los. Wir wollen den Bus ja nicht verpassen. War aber keine Bushaltestelle, sondern eine Ampel. Also laufen wir ein bisschen planlos rum, überqueren wagemutig die Strassen. Fußgängerüberwege gibt es nicht. Unter Brücken und Unterführungen sitzen philippinische Hausmädchen und picknicken. Da stelle ich mir schönere Orte vor als auf dem Asphalt an vielbefahrenden Strassen.
Erny läuft maulend hinter mir her. Ich sage ihm, er solle mal ein bisschen Abenteuerlust zeigen ! Er antwortet mir, von MEINEM Abenteuer tun IHM schon die Füße weh. Letztendlich finden wir den Bus. Auf geht’s nach Stanley.


Stanley wird von einem bunten Markt beherrscht. Auf der Main Street reihen sich Andenken, Schuh, Textil- und Lederläden. Um ein Schnäppchen zu machen, muß man verhandeln können. Wir decken uns dort mit Souvenirs und für Karneval Kimonos und Hüte ein. So haben wir jeder für 8,- € ein prima Kostüm. Das gefällt mir sehr gut dort. Die Verkäufer sind nicht so aufdringlich wie auf den Märkten, die wir bereits gesehen haben.
Hat man sich durch die Gassen gekämpft, kommt man zur Uferstrasse. Hier wiederum reihen sich englische Pubs und mehrere Restaurants aneinander. Auch hier gibt es einen Tempel. Wir gehen weiter zum im Kolonialstil gebauten Murray House.

 Es ist Nachmittag und wir überlegen dort zu essen. Die Restaurants am Ufer kommen nicht in Frage. Zu britisch… Im Murray House könnte man in der King Ludwig Beerhall essen. Tun wir aber nicht. Wir gehen in das Thai Restaurant Chilli n Spice. Das Essen ist sehr appetitlich angerichtet und köstlich. Dazu trinke ich einen Tee aus Lotusblüten und Pflaumen. Klingt gut und schmeckt gut.


Wir fahren nicht zurück, ohne das Erny seine Füße ins chinesische Meer getaucht hat. Er macht das mit allen Meeren so…


Während er sich nasse Füsse holt, beobachte ich eine europäisches Paar, das gerne zwei Chinesen, die vor ihrem Haus sitzen und Domino spielen, fotografieren möchten. Stimmt wäre ein prima Bild. Die Chinesen möchten das nicht. Die anderen betteln, müssen aber unverrichteter Dinge weiter ziehen. Ich denke so darüber nach, wie es wäre, wir sitzen im Garten und trinken Kaffee, da kommt einen Reisegruppe Asiaten vorbei und will uns fotografieren. Ich würde vorher ein Dirndl anziehen…. Nein im Ernst, ich fänd das auch nicht so toll.
Die Fahrt zurück geht flott voran. Ich frage mich, ob die Busfahrer überhaupt einen Führerschein besitzen. Es kommt uns nicht so vor. Wahrscheinlich haben wir den Tagesrekord gebrochen.


Später am Abend machen wir eine Hafenrundfahrt und sehen uns die Licht- und Lasershow vom Wasser aus an. Die Wolkenkratzer sind wunderschön beleuchtet. Wir wissen gar nicht wo wir zuerst hinsehen sollen. Im Fahrpreis von 8,50 € sind übrigens ein Getränk und ein Stück Gebäck enthalten.
Nach der Fahrt futtern wir bei McDoof noch einen Hamburger und genehmigen uns in der Hotel Bar einen Cocktail.
Montag 29.01.2007
Heute brauchen wir ein richtiges Frühstück. Wir haben lange geschlafen und überlegen ins Nachbarhotel Marco Polo Gateway zu gehen. Wir dachten, es wäre dort etwas günstiger als in unserem Hotel. Da wir aber für alles extra zahlen müssen, kommt es auf das Gleiche heraus. Erny versucht ein chinesisches Frühstück mit gebratenen Nudeln, Dimsum und einer Suppe mit Fleisch, die man trockenes Brot tunkt. Er ist experimentierfreudiger als ich. Ich habe Rührei mit Lachs.


Wir fahren wieder rüber nach Hong Kong Island und machen einen Spaziergang durch den Westerndistrikt. Ich habe das Gefühl, wir sind dort die einzigen Touristen. Es ist spannend zu sehen wo die Chinesen einkaufen. Ginseng, Schwalbennester, Dörrpilze, Medikamente, Haushaltswaren. Alles für den Alltag. Und wir mittendrin.


Das ist das Leben. Wir gehen vorbei an den Antiquitätenhändlern weiter zum Man-Mo-Tempel, eines der ältesten Tempel des „Chinesenviertels“. Jeden Tag 2 Tempel hat uns Vincent ans Herz gelegt. Zur Strafe dafür, daß er in Deutschland jeden Tag 2 Kirchen besichtigen mußte…


Wir biegen in eine schmale Fußgängerstrasse. Die Cat Street. Dort ist nachmittags Flohmarkt. Die Chinesen nennen den Krimskrams, der hier verkauft wird, „Mäusewaren“ und die Käufer sind dann natürlich die Katzen auf der Jagd nach fetter Beute. Alte Uhren, Amulette, Souvenirs, Kleidung und Schuhe breiten die alten Männer auf ihren Decken und Matten aus.


In einer anderen Gasse sitzen Siegelschnitzer, Gravierer und einige erstellen Visitenkarten auf kleinen Handdruckmaschinen. Ich bin fasziniert.
Im Western Market, einem mit roten Zeigeln verkleideten Gebäude im Kolonialstil, trinken wir Kaffe und essen ein Stück Kuchen. Und wo ? Bei „Das Gute“, einer scheinbar deutschen Bäckerei und Cafe. Zwei Tische neben uns sitz ein Mann, der uns anspricht. Er ist Deutscher lebt aber schon sein leben lang in Hong Kong. Er wollte wissen wie wir Hong Kong empfinden. Es war nett sich mit ihm zu unterhalten.


Mit der Tram fahren wir zum Hong Kong Park. Darin befindet sich das Flagstaff House. Auch ein Koloniales Gebäude, in dem sich das Teewaren Museeum befindet. Wir besichtigen dort Teegeschirr seit es Tee gibt. Minitässchen und Minikannen. Ich weiß nicht, wie man daraus trinken kann.


Der Park ist herrlich und wir ruhen ein wenig in der Sonne aus. In einem Teich schwimmen Koi-Karpfen und Wasserschildkröten.
Wir laufen zurück zum Fähranleger und fahren mit der Fähre zurück nach Kowloon. Ich liebe diese Fährfahrten. Wir könnten genauso gut mit der U-Bahn fahren, aber ich bin lieber auf dem Wasser. Die Aussicht ist immer wieder schön.
 Im Hotel legen wir eine Pause ein und gehen anschließend in das Jade Garden Restaurant nahe dem Hotel. Heute sind wir mutig und bestellen Peking Ente. Der Vogel kommt komplett mit Kopf und Schnabel.


Ein Kellner schneidet uns Stücke davon ab. Anschließen zeigt er uns wie man das ißt. Wir haben einen hauchdünnen Pfannekuchen, würzige Soßen und Frühlingszwiebeln dazu. Geschickt packt er alles auf den Pfannekuchen, rollt diesen zusammen und greift ihn mit den Stäbchen. Ich versuche das auch. Mir rutschen rechts und links die Zutaten aus der Rolle. Doch nach und nach klappt das immer besser. Wir haben gebratenen Nudeln dazu bestellt. Die restliche Ente bereitet der Koch nochmals in der Küche für uns zu. Ich finde mich gar nicht so schlecht mit den Stäbchen, da legt mir eine andere Bedienung eine Gabel hin. Ich versuche ihr klar zu machen, daß ich die nicht brauche. Und dann gerade als sie wieder mal an unserem Tisch vorbei geht, habe ich einen kleinen Unfall mit den Stäbchen und mir springt mir ein Stück Nudel ans Shirt. An ihrem Gesichtsausdruck konnte ich sehen was sie denkt. Dumme Nuß, ich habe dir doch eine Gabel gegeben… Ich lasse mich nicht aus der Ruhe bringen. Ich möchte sie mal sehen, wenn sie mit Messer und Gabel ißt… Das Essen schmeckt wirklich gut und wir haben eine ganz schöne Sauerei auf dem Tisch hinterlassen. Das machen die Chinesen aber auch so. Außerdem ist es gar nicht so leicht, die Ente mit den Stäbchen vom Knochen zu lösen…


Wir trinken noch ein Bier an der Bar und gehen dann ins Bett. So ein chinesischens Essen ist anstrengend und abendfüllend…
 Dienstag, 30.01.07
Unser letzter Tag ! Die Zeit ist so schnell um gegangen. Wir packen schon mal unsere Sachen zusammen. Bis 16.00 Uhr können wir im Zimmer bleiben.
Wir kaufen uns bei McDoof einen Kaffee, Brötchen beim Bäcker und setzten uns wieder an die Promenade mit Ausblick auf die Wolkenkratzer. Wir haben soweit alles gesehen und ich würde gerne shoppen gehen. Vincent, der für einen Chinesen groß und kräftig ist, hat uns einen Tip gegeben in welcher Strasse es europäische Grössen gibt. Auf dem Weg dorthin nerven uns wieder die indischen Copy-Rolex Verkäufer. Schießlich biete ich ihnen meine Original Armbanduhr an. Das verwirrt sie und sie lassen uns in Ruhe. Die Verkäufer in den Läden sehen mich an als wollte sie fragen, was willst du denn hier. Die Durchschnitts-Chinesin hat Oberschenkel wie ich Waden und den Körper einer Dreijährigen. Das frustriert mich zu sehr und ich gebe es auf. Ich bin entspannter. Wir gönnen uns einen Kaffe und Dessert im Peninsula-Hotel, dem teuersten in ganz Hong Kong. Alleine in diesem Jahr hat das Hotel 15 neue Bentleys bekommen. Man gönnt sich ja sonst nichts…


Wir checken im Hotel aus. So müssen wir nicht nochmal extra zurück. Als DerTour Kunde bekommen wir einen Nachlaß von 20% auf alles was wir dort verzehrt haben (Frühstück und Bar). Unsere Koffer können wir dort lassen.
Mit der Fähre fahren wir auf die andere Seite und mit der Tram ins Happy Valley. Die Fahrt mit der Strassenbahn ist schon ein Abenteuer und man sieht das Leben pur. Im Happy Valley ist die Pferderennbahn und einige Friedhöfe, die wir besichtigen.


Die Gräber sind terrassenförmig in dem Berg angelegt. Viele junge Menschen sind hier begraben. Wir steigen wieder in die Tram und fahren nach Causeway Bay. Ich möchte nochmal in das Gewusel.


Wir sind müde und wollen nicht mehr laufen. Also zurück zum Hotel.
Als ich dort ankam war ich 20 cm größer…. Alles abgelaufen. Uns tun die Füße höllisch weh. Wir sind froh als wir uns auf den weichen Sofas in der Hotel-Lobby ausruhen können. Ich will nie wieder laufen müssen und hätte jetzt auch noch mal gut im Zimmer entspannen können. Gegen 20.00 Uhr holt uns unser Fahrer ab und bringt uns zum Flughafen. Wir checken ein. Leider ist wieder kein Platz am Notausgang frei. Nachher im Flieger sehe ich dort mickrige Chinesen sitzen. Die Welt ist nicht gerecht. Erny tun schon die Beine weh, bevor er in den Sitz geklemmt ist.
In einem Spaghetti House essen wir etwas. Dann geht’s los. 12,5 Stunden Flug nach München. Wir sitzen in einer Zweierreihe. Auch hier wieder ein Bildschirm für alle. Dank der Schlaftabletten finden wir auch ein wenig Ruhe. Kurz vor München versuche ich mich in meine Schuhe zu quälen. Meine Füße und Beine sind geschwollen und ich laufe wie ein Pinguin. Angenehm ist das nicht. Schaun wir mal, ob wir nicht beim nächsten Langstreckenflug mit unseren Freimeilen ein Upgrading in die Business-Class bekommen.
Wir kommen noch zu nachtschlafender Zeit in München an und trinken erstmal einen Kaffee. Dann noch eine Stunde mit Augsburg Airways

nach Paderborn. Im Flieger sitzen mit uns nur Geschäftsleute. Die Zöllner, die hier jeden noch persönlich begrüßen, fragen wo wir herkommen. Hong Kong. Ok, bitte mal mit kommen. Wir werden gefragt, ob wir etwas gekauft hätten. Ja, Seidenschals und 50 Zigaretten in einer Schmuckdose. Sonst nichts ? Nein. Wir öffnen die Koffer. Raus lugen die Hüte. Ja, Hüte haben wir gekauft. Und was ist das ? Ach ja, die Kimonos. Alles nichts wildes. Die Jungs waren nach Copy-Prada, Rolex und Gucci aus. Sehe ich aus, als würde ich Gucci-Taschen tragen ? Man entläßt uns und wir fahren in Richtung Heimat. Eine super Urlaubswoche geht zuende.
Fazit: Hong Kong ist ein Erlebnis und empfehlenswert. Wenn wir mal wieder in der Nähe sind, besuchen wir die Stadt nochmal. Wolkenkratzer ohne Ende, dann fährt man 15 Minuten mit dem Bus und hat Natur satt. Dann das modern Hightec-Leben, daneben alte Traditionen. Es ist uns auch aufgefallen, daß die Stadt sehr sicher wirkt. Außerdem haben wir nie eine so saubere Stadt gesehen. Niemand spuckt auf die Strassen, keine Zigaretten-Kippen oder Müll. Geraucht und gespuckt wird um und in Kübel, die in der ganzen Stadt zahlreich zu sehen sind. Mag auch daran liegen, daß man (auch beim Spucken) 500,- € Strafe zahlt und für 6 Monate ins Gefängnis wandert. Recht so !
Der Transfer zum und ab dem Hotel war auch eine gute Sache. Ebenso die Stadtrundfahrt. Wir haben doch eine Menge mehr erfahren als nur aus den Reiseführern. Kann ich jedem nur empfehlen.
Transfer und Rundfahrt wurde von der Firma Jetways durchgeführt.



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