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Hongkong
Hong Kong vom 23. bis 31. Januar 2007 Warum ausgerechnet Hong Kong ? Ganz einfach… Wir haben überlegt eine Woche zusammen Urlaub zu machen und Erny wollte da immer mal hin. Ich hatte eigentlich Havanna ins Visier genommen, aber er hat sich diesmal durchgesetzt. Wir haben dem Reisebüro unseres Vertrauens unser Wünsche vorgetragen und sie haben uns ein Reisepaket mit Flügen, Hotel, Transfer zum Hotel und Stadtrundfahrt zusammen gestellt. Alles war super organisiert ! Dienstag, 23. Januar 2007 Um 14.00 Uhr
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 heben wir mit einer Maschine von Cirrus
 ab nach Frankfurt. Das Flugzeug ist so klein, daß auf der linken Seite nur eine Reihe Sitze stehen.

Aber so haben wir wenigsten beiden einen Fensterplatz. Leider gibt es für den langen Flug keine Plätze am Notausgang mehr. Bzw. es gibt einen einzelnen. Ich möchte aber nicht neben jemand anderen schnarchen und wird Erny doch neben mir plaziert.
 Von Frankfurt aus geht um 17.35 Uhr mit einem Jumbo der Lufthansa weiter nach Hong Kong. Wir sitzen zu dritt mit einem kräftigen Griechen in eine Dreierreihe gequetscht. Als wir merken, daß niemand mehr zusteigt, setzt er sich zu seiner Frau, die in der Nachbarreihe 4 (!!) Plätze für sich alleine hat. Ich frage mich wirklich, nach welchen Kriterien die Plätze vergeben werden. Vorne sitzen die Leute wie Ölsardienen, hinten sitzt man vereinzelnt alleine in einer Dreier- oder Viererreihe. Drei Sitze für uns sind aber schon mal gut und Erny kann wenigstens ein wenig die Beine ausstrecken. Hinter uns sitze einer alleine und wir können guten Gewissens die Sitze zurück stellen. Was wir gar nicht mehr gewohnt sind, daß wir uns mit der ganzen Kabine einen Fernseher teilen. Bei den letzten Flügen hatte jeder sein Display im Vordersitz und eine nette Auswahl an Filmen. Nicht so bei Lufthansa… Wenn der Herr neben uns geblieben wäre, hätten wir sehr wenig Platz gehabt. So eng bin ich auch schon lange nicht mehr geflogen. Na so toll ist Lufthansa auch nicht.Nach dem Essen (hmmmm Lachs – wirklich gut !) und dem Film (der war so nichtssagend, daß ich den Titel vergessen habe) pfeiffen wir uns unsere Schlaftabletten ein. Das klappt ganz gut und wir schlafen ein wenig. Als wir aufwachen, sind wir über dem Himalaya Gebirge und haben eine tolle Aussicht auf die Berge.
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Mittwoch,

24. Januar 2007
Wir kommen zwei Stunden eher in Hong Kong an.

Ich mache mir etwas Sorgen, daß unser Transfer auch klappt.


War unberechtigt, denn unser Fahrer steht mit einem Schild am Ausgang. Er bringt uns zum Marco Polo Hotel Hong Kong.
Das Hotel hat 4 ½ Sterne und als DerTour Bonbon bekommen wir eine Suite, weil wir länger als 5 Tage dort bleiben. Das hört sich schon mal gut an. Um unsere Koffer brauchen wir uns nicht kümmern. Die nehmen sie uns sofort am Eingang ab und drücken uns einen Zettel in die Hand. Wir checken ein uns beziehen unsere Suite in der 8. Etage. Eigentlich viel zu groß für uns. Wohn-, Schlaf-, Bade- und Ankleidezimmer. Ich glaube, manche chinesische Großfamilie hat nicht soviel Platz… Es gefällt uns ganz gut. Dann kommen unsere Koffer, ich packe ein wenig aus und wir hauen uns erstmal aufs Ohr in unserem riesigen Bett.


Am Nachmittag machen wir uns ausgeruht und frisch auf um die nähere Umgebung zu erkunden. Das Hotel liegt in einer lauten Einkaufsstrasse Überall wird gebaut, jede Menge Nobelkarossen schieben sich durch den Verkehr. Rechts und links Edel-Läden mit Werbung von Prada, Gucci, Armani usw. Dazwischen sehe ich das Hard Rock Cafe. Wir haben Hunger und noch keine Lust nach etwas chinesischem zu suchen und kehren dort ein. Satt und zufrieden laufen wir zum Fähranleger der Star Ferries, einer Institution in Hong Kong. Seit 1898 pendeln die grün-weißen rundlichen Fährboote zwischen Kowloon und Hong Kong Island. Bei der Tourist-Information erkundigen wir uns über die Octupus-Card. Mit dieser Karte kann man bargeldlos Fähren, Busse, Strassenbahnen und die Tram benutzen. Ansonsten muß man immer passendes Geld dabei haben. Nur so zur Information, eine Fahrt mit der Strassenbahn kostet 20 Cent, egal wie weit man fährt, gezahlt wird beim Aussteigen, die Fähre 2. Klasse kostet 1,7 Cent, die 1. Klasse 2,2 Cent. Eine Busfahrt quer über Hong Kong Island 2 Euro. Wir kaufen die Karten, weil es damit einfacher ist als mit Kleingeld.

 Die Sonne geht unter und die Skyline sind fantastisch aus. Wir machen einen Spaziergang auf der Promenade über die Avenue of the Stars. Ähnlich wie der Walk of Fame, nur das wir außer Bruce Lee und Jackie Chan niemanden kennen.



Wir sind müde und gehen wieder in Richtung Hotel, das sehr zentral am Ferry Anleger liegt. Im Zimmer haben wir eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter von Jetways, die den Transfer und die Stadtrundfahrt morgen durchführen. Ich rufe dort an obwohl es schon später ist und spreche mit Vincent, der morgen unsere Tour macht. Er fragt, ob wir gut angekommen und mit allem zufrieden sind. Natürlich ! Er will uns am nächsten Tag um 08.30 Uhr im Hotel abholen. Prima, wir sind da ! Glücklich und zufrieden schlafen wir zeitig ein. … in unserem riesigen Bett
 Donnerstag, 25. Januar 2005 Der Wecker schellt um 06.30 Uhr. Wir sind eh schon wach. Frühstücken wollen wir im Hotel. Das ist nicht inklusiv und wir entscheiden uns fürs Buffet im Marco Polo Cafe. Das Buffet läßt wirklich keine Wünsche offen. Lachs, Wurst, Käse, chinesische Spezialitäten, verschiedene Brotsorten, Rührei mit Zutaten, Obst, das ich vorher nie gesehen habe, Nudeln (ißt der Chinese gerne zum Frühstück), Cerialien und Säfte. Wir legen immer wieder kleine Pausen ein, um uns Nachschub holen zu können. Der Service ist ausgesprochen gut. Sobald man das letzte Fitzelchen vom Teller gegessen hat, wird er schon abgeräumt.
Nach dem Frühstück könnten wir uns eigentlich nochmal aufs Ohr hauen, aber wir wollen ja die Tour machen… Mit einem anderen Paar warten wir auf Vincent. Insgesamt sind wir 7 in dem Minibus. Die Tour führt uns rüber nach Hong Kong Island zum Convention Center und rauf zum Peak. Die Fahrt ist abenteuerlich. Serpentinen, schmal Strasse und dann noch auf der verkehrten Seite… Zwischendurch erzählt uns Vincent allerlei Nützliches, gibt uns Tips für den Aufenthalt und klärt uns über die chinesische Lebensweise auf. Alles sehr nett und witzig erzählt. Er hat 8 Jahre in Berlin gelebt und spricht sehr gut deutsch.


Der Peak ist mit 554 m der höchste Berg Hong Kongs mit einer grandiosen Aussicht auf Kowloon und Hong Kong Island. Als im 19. Jahrhundert die Tropenkrankheit in Hong Kong noch ein Problem war, zogen die Kolonialherren auf den sicheren Berg. Bis 1945 war es den Chinesen verboten sich dort anzusiedeln. Mitte der Neunzigerjahre wurde der Peak Tower mit einer Aussichtsplattform, Geschäften und Restaurants errichtet.



Wir haben dort oben geknipst was zu knipsen ist, steigen wieder in unseren Bus und fahren zur Repulse Bay im Süden der Insel. Dort halten wir kurz an einer Bushaltestelle um das „Haus mit dem Loch“ zu fotografieren. Eine beliebte Erklärung dafür ist, daß dem chinesischen Feng Shui zufolge in dem Berg dahinter ein Drache wohnt. Es hat ihn wütend gemacht, daß man ihm eine Wand vor die Nase gebaut hat. Also ließ man ein Loch als Aussicht auf das Meer.


Weiter geht es zum herrlich kitschigen Tin Hau Tempel, wo eine riesige Statue der Meeresgöttin Tin Hau steht. Wir haben genügend Zeit um uns umzusehen. Wir streichen dem lachenden Buddha über den Bauch (bringt Glück)

und einem anderen Buddha durchs Gesicht (bring Geld).

Auf uns wirkt das alles wie ein Rummelplatz.


Schreiende Farben, Menschenmassen und Räucherstäbchen. Vielleicht ist das die chinesische Antwort auf den Kölner Dom…


Wir bleiben im Süden und fahren zu dem Taifunschutzhafen Aberdeen. Wir haben dort die Möglichkeit eine 30 minütige Fahrt in einem Sampan (Fischerboot) zu machen. Vincent rät uns dazu. In den nächsten 2 Jahren sollen die Fischer von ihren Booten in die Hochhäuser ziehen. Hong Kong räumt auf ! Wie sich wohl so ein Fischer macht im 30 Stock eines Betonbunkers macht… ? Wir fahren natürlich mit und bewundern den Jachthafen, aber auch die Hausboote, in denen der Fischer zur Zeit noch leben. Im Hafen liegt ein großer Freßtempel. Vincent rät uns, bevor wir dort einkehren, uns doch erstmal die Rückseite anzusehen. Vorne hui, hinten pfui. Keine 10 Pferde würden mich dort rein bringen …



Auf dem Weg zurück halten wir an einer Schmuckfabrik. Stimmt, wir machen ja eine Stadtrundfahrt. Haben wir bestimmt noch nicht oft gemacht, aber wenn war es immer mit einer Verkaufsveranstaltung kombiniert. Unsere persönlicher Verkaufsberater wuselt wieselflink hinter uns her. Wir würden gerne mal in Ruhe schauen und schlagen Haken durch den Laden. Doch Shop Sui ist schnell. Schnell ist er auch mit seinem Taschenrechner zur Hand um uns direkt den Eurobetrag auszurechnen. Minus 20% (außer Tiernahrung…). Erny schenkt mir einen kleinen goldenen Anhänger mit einem chinesischen Zeichen für Glück und Liebe. Sagt unser treuer Verkäufer jedenfalls.
Am späten Mittag sind wir wieder in Kowloon nahe unserem Hotel. Wir verlassen Vincent schweren Herzens. Die Fahrt war sehr informativ. Aber die nächste Gruppe wartet schon.
Wir schauen kurz im Hotel vorbei uns begeben uns dann auf Nahrungssuche. Essen wo der Chinese ißt – das ist der Plan. Wir laufen „unsere“ Strasse hoch. Die Auswahl ist reichlich. Wir wollen gierigerweise nicht das erstbeste nehmen und entscheiden uns dann für ein ziemlich volles Nudel-Restaurant. Auf Schemeln nehmen wir Platz und studieren die Speisekarte. Man ist ja mistrauisch. Übrigens hat uns Vincent erzählt, daß es verboten ist in Hong Kong Hund und Katze zu essen. Der Chinese würde sowieso nie sein Haustier verspeisen. Er schaut aber gerne mal nach des Nachbars Hund…


Ok, wir bestellen Noodles. Mit Chicken. Und Stäbchen. Wir stellen uns europäisch doof an, die Show bei den Bedienungen haben wir auf unserer Seite. Bin ich froh, daß ich keine Suppe bestellt habe… Die Mädels zeigen uns wie man mit Stäbchen ißt. Bei denen sieht das so einfach aus. Aber laß die mal mit Messer und Gabel essen müssen… Man reicht uns schließlich Gabeln, aber wir haben ja Kampfgeist und lernen von den Nachbartischen. Jetzt weiß ich auch, warum die Chinesen so kleckern, mit den Stäbchen geht viel daneben…


Gestärkt laufen wir zum Ladies-Market. Dort ist ein Gewusel. Menschenmassen. Käufer und Verkäufer, die ihre Copy-Handbags und Copy-Watches an den Mann bringen wollen. Uns ist es ein wenig zu voll. Wir laufen durch die Strassen und Gassen. Eine Strasse nur für Sportbekleidung, eine Strasse nur mit Blumen, eine nur mit Gemüse. Auf dem Jademarkt kaufe ich mir ein Kaninchen aus Jade. Auf dem Bird-Market werden Piepmätze feilgeboten. Der Chinese mag den Singvogel. Mag auch an den begrenzten Wohnverhältnissen liegen. Ein Käfig nimmt nicht viel Platz weg. So sieht man meistens ältere Chinesen in den Parks, deren Käfige mit ihren Lieblingen im Baum hängen um frische Luft zu schnappen und sie in grüner Umgebung zum Schmettern zu bewegen Sehr interessant.


Zurück im Hotel müssen wir uns erstmal ausruhen. Dafür, daß wir normalerweise keinen Schritt zu viel laufen, sind wir heute ganz schön rumgekommen…
Später am Abend fahren wir mit der Fähre rüber nach Hong Kong Island. 2. Klasse zu 17 Cent die Fahrt. Wir müßten uns erstmal orientieren, wie man 1. Klasse fährt. Machen wir beim nächsten mal. Unser Ziel ist Lan Kwai Fong. Da tobt der Bär. Steht im Reiseführer. Restaurants, Diskotheken und Kneipen satt. Wir laufen dahin. Nee, so richtig gefällt uns das nicht. Kaum Chinesen, alles nur europäische Yuppies.


Wir überlegen uns erstmal etwas zu essen zu suchen. In die engere Wahl fallen ein gutaussehendes Restaurant und ein Fast Food für Chinesen. Da ist eine Menge los und Erny entscheidet, daß das nicht schlecht sein kann. Da wird einem nur schlecht von… Ich bekomme etwas Undefinierbares und für mich fast Ungenießbares. Ich probiere es, kann das aber nicht essen. Leichte Übelkeit macht sich breit und es ist besser den Laden zu verlassen…
Bei Fong genehmigen wir uns ein Bier,
 um den schlechten Geschmackt runter zu spülen. Zurück im Hotel esse ich einen Müsliriegel

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