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Dienstag, 19. Juni 2007
Great Lake Tour

Wir frühstücken gemütlich und packen dann unsere Sachen zusammen. Martina bringt uns zurück zum Flughafen O’ Hare,
wo wir bei Alamo unser Auto übernehmen wollen. Wir finden auf direktem Wege hin… (sorry Paul…). Plan ist das Auto in Toronto wieder abzugeben. Das heißt, wir müssen eine Einwegmiete bezahlen. Unsere Reisebüro hat es sich vorher schriftlich geben lassen, daß es US$199 sind. Klein und in Klammern steht darunter, Änderungen vor Ort vorbehalten. Ich habe alles dabei. Wir sollen aber jetzt $299 bezahlen. Ich zeigen dem Mitarbeiter dort meinen Brief von FTI. Das mit der Einwegmiete steht dort in englisch, das Änderungen vorbehalten sind in deutsch. Kann er natürlich nicht lesen. Unser Glück. Er versucht den Manager zu sprechen, was ihm nicht gelingt, und kopiert letztendlich unseren Brief. Hat geklappt. Später auf der Rechnung sind nur $199 berechnet worden.
Ok, es gibt eine Choiceline. Das heißt, wir können unser Auto aus der Reihe Midsize SUVs auswählen. Ich will den TOYOTA RAV 4, weil ich den hier auch gerne gehabt hätte. In schwarz. Wir packen unser Gepäck und die Verpflegung für die nächsten 6 Wochen, die uns Martina eingepackt hat, um. Wir verabschieden uns von ihr, Mia und ihrem Pflegekind Barbara. Zu Weihnachten sind sie bei meinen Eltern und wir sehen uns wieder.
 Wir fahren erstmal aus Chicago raus und biegen dann auf die Lake Michigan Circle Tour. Die Tour geht auf Landstrassen am Wasser entlang . Wir kommen vorbei an wunderschönen Villen. Hier sieht’s nicht nach sozialem Wohnungsbau aus. Waaahnsinn. Wir wissen gar nicht wo wir zuerst hinsehen sollen. Dann fahren wir stellenweise industrielles Ödland und häßlich Vorstädte. Je mehr wir nach Wisconsin kommen, desto mehr sehen wir ländliche Idylle. Irgendwann sind wir dann in Wisconsin.

Am späten Nachmittag kommen wir nach Milwaukee. Es ist schon spät und wir überlegen noch schnell zu Harley Davidson zu fahren. Wir haben 2 Reiseführer dabei mit unterschiedlichen Informationen. Na klasse. Ohne Stadtplan fahren wir drauf los. Und durch Zufall kommen wir an eine im Buch beschrieben Strasse nach HD. Wir finden ein Visitor Center, parken und gehen rein. Wir sind in der Fabrik gelandet. Nichts mit Führungen und Besichtigungen. Dafür gibt es ein anderes Werk, aber die haben schon geschlossen. Die Dame am Empfang hat Mitleid mit uns und schickt uns in ein anderes Gebäude wo eine Harley und Infos über die lange Produktion ausgestellt ist. Da gehen wir hin, machen ein paar Fotos und ziehen enttäuscht von dannen. Immerhin knipsen wir noch die Motorräder der Angestellt dort.



Wir suchen jetzt die Touristen Information. Es wird Zeit sich nach einem Hotel umzusehen. Nach wirklich langer Suche finden wir die in beiden Reiseführern angegebene Adresse. Wir stehen in einem Theater ! Die Angestellten dort wissen nichts von einer Touristen Information der Stadt. Wir gehen zurück zum Auto und fahren mal in Richtung See. Da muß doch noch irgendwas kommen. Auf dem Weg dorthin checken wir schon mal die Hotels, die auf dem Weg liegen.



Es ist jetzt 18.00 Uhr. Auf einem Platz am Michigan See baut gerade ein Mann sein Informations-Wägelchen zusammen. Für uns packt er nochmal in die Kisten und gibt uns einen Stadtplan. Die Motels und Hotels sind dort eingezeichnet. Wir fahren das eine oder andere an. Alles ausgebucht. Langsam haben wir das Gefühl, die Stadt mag uns nicht. Im letzten Hotel sagt uns ein Mitarbeiter, wo wir es mal versuchen sollen. Das Comfort Inn. Wir fahren dorthin und bekommen das scheinbar letzte Zimmer. Mit Blick aufs Wasser (wenn man sich verbiegen kann wie ein Brezel und sich aus dem Fenster hangelt…). $119 + tax. Wir wissen gar nicht, warum keine Zimmer zu bekommen sind. Es ist in der Woche und nichts los auf den Strassen. Auf jeden Fall haben wir ein Hotel in Laufnähe des Riverwalks, wo etliche Pubs, Restaurants und Microbreweries sein sollen. Wir wollen uns bewegen und nicht mehr fahren. Also machen wir uns auf den Weg ins Vergnügen. So recht will das Vergnügen nicht kommen. Wir landen aber dann in der „Rock Bottom Brewery“ am Fluß. Wir sitzen draußen und genießen da gute Essen und das leckere Bier. Wir sind willig und wollen noch mehr Microbreweries testen. Da ist aber nichts mehr. Nur noch ein paar Restaurants, die zu edel aussehen um dort nur ein Bier zu trinken.



Die Stadt mag uns wirklich nicht ! Wir laufen durch dunkle Strassen zurück zum Hotel. Nur das Geknatter eines einsamen Harley Fahrers dröhnt durch die Häuserschluchten. Was will er uns sagen ? Bloß schnell weg hier ?
Mittwoch, 20. Juni 2007
Es gibt Continental Breakfast im Hotel. Schon aus Prinzip ißt Erny dort nichts. Er will Rührei mit Speck ! Ich probiere alles aus. Man kann Waffeln backen, die die drögen Bagels mit Frischkäse bestreichen und von dem Spülwasser im Plastikbecher bekommt man bestimmt keinen Herzinfakt. Der Kofferschlepper bleibt hart. Das will er nicht.
Wir checken aus und überlegen was wir noch anstellen können in einer Stadt, die uns nicht will. Um 11.30 Uhr müssen wir an der Fähre sein, die uns über den Michigan See zur anderen Seite bringt. Es gibt einen Harley Händler, der alles hat, von Bekleidung bis zur kleinsten Schraube. Aber was will ich mit Schrauben ? Wir entscheiden uns zum Milwaukee Historical Third ward zu fahren. Dort solls Cafes geben. Ein richtiger Kaffee wär jetzt gut. Erny hätte auch gerne was zum Frühstück. In Milwaukee gibt es viele Deutsche und wir stoßen auf ein Restaurant im bayrisch-schwarzwälderischem Phantasiestil und „Usingers alten Wurstladen“. Das wollen wir nicht. Vor Restaurants und Cafes wird die Bestuhlung rausgestellt. Doch leider machen die alle erst um 11.00 Uhr auf. Wir versuchen es in einer Markthalle. Ich besorge (guten) Kaffee und Erny bestellt sich einen Po-Boy (ein Brötchen, kommt nicht von Po, weils so aussieht, sondern ist eine Abkürzung für poor, arm. Haben wir mal in Mississippi gelernt) mit frisch gebratem Fisch.


Dann wird es Zeit zur Fähre, dem Lake Express, zu fahren. Auf Anhieb finden wir die nicht, weil sie nicht ausgeschildert ist. Durch Zufall kommen wir doch noch an. Schnell noch aufs Klo, mal eben mit zuhause telefonieren, dann können wir drauf fahren. Wir sitzen draußen. Drinnen weiß ich, daß es mir übel wird. Es ist schön warm und wir haben unsere Jacken im Auto, wo man natürlich nicht mehr hinkommt. Auf dem Wasser wird es ganz schön windig und frisch. Hätte jetzt gerne etwas zum überziehen. Erny geht zwischendurch mal rein zum Aufwärmen. Ich halte durch. Außerdem hat mich neben mir der Mann angesprochen und gibt mir nun Ratschläge was wir unbedingt machen sollen. Es geht mir weniger um die Ratschläge als um die nette Unterhaltung. So kann man sein englisch gut üben.

 Nach 2,5 Stunden kommen wir in Muskegeon an. Im Hafen liegt ein U-Boot. Was soll das denn da ? Wollen die sich hier gegen Kanada verteidigen ? Außerdem habe ich einen Sonnenbrand. Hätte ich gar nicht gedacht bei dem frischen Wind. Meine Füße, die Beine, Arme und Nase sind knallrot. Wir überlegen, den Rest des Tages auf der Interstate zu fahren, weil uns Michigan nicht so sehr spannend erscheint und wir so mehr Zeit haben für die wichtigen Dinge. Also fahren wir durch bis Monroe, unterhalb von Detroit, und steigen dort im Best Western Hotel ab. Unterwegs sehe ich ein Cracker Barrel, wo wir anhalten zum Abendessen. Ich mag das Essen und den Shop dort.
 Anschließend kommen noch einige, konnte ich ja nicht wissen. Ok, wir fahren also bis Monroe. Im BW Hotel bekommen wir den AAA Rabatt, obwohl wir dort nicht Mitglied sind. Die Damen an der Rezeption sind sehr nett ! So bezahlen wir nur $65 + tax. Irgendwelche komischen Insekten machen sich um das Hotel und im Zimmer breit. Sie sehen nicht gefährlich aus, obwohl sie groß sind, und sind schnell mit einem gekonnten Schlag mit der Sandale zur Strecke gebracht. Nur die im Zimmer, draußen wäre ich immer noch am Schlagen… Seid Australien bin ich da nicht mehr so zimperlich mit.
Donnerstag, 21. Juni 2007
Heute morgen sieht meine Nase aus wie die eines Clown. Schön rot, aber mit Brandblasen. Na klasse. Hatte ich auch seid Australien nicht mehr. Wir verzichten auf das continentale Frühstück. Erny will Fleisch sehen… Wir fahren die Küstenstrasse entlang in Richtung Cleveland. Unterwegs frühstücken wir bei bei Bob Evens, einer Kette. Sehr gut und günstig. Rührei, Bratkartoffeln, Würstchen und Toast. Das hält bis abends vor. Allerdings nicht bei Erny bis er den nächsten Hotdog Stand entdeckt.
Mittlerweile fahren wir ja die Lake Erie Circle Route, weil wir sind ja am Lake Erie. Schilder gibt’s genug, man muß sie nur deuten. So kommt es, daß wir nach ca. einer Stunde Fahrt wieder dort sind wo wir schon waren. Aber diesmal aus der anderen Richtung. Keine Ahnung wie das gekommen ist. Egal, wir haben ja Zeit.
Unser nächster Stop ist in Sandusky, einer kleinen Stadt, die im Reiseführer besonders beschrieben wird. Es sind kaum Menschen unterwegs und die wenigen Läden geben auch nicht das meißte her. Ernys einziger Lichtblick ist ein Hotdog Stand. Dafür läuft er sogar freiwillig noch zwei Blocks weiter. Während er wartet, knipse ich ein wenig in der Gegend rum. Ich kann unmöglich schon wieder essen.



Wir fahren durch bis Cleveland. Die Vororte sind ganz nett. Wieder schauen wir uns die schönen Häuser an, von denen wir uns nicht sicher sind, ob dort jemand permant wohnt oder nur in den Ferien. Sie liegen direkt am Wasser und haben eigene Bootsanleger. Dann kommt Cleveland. Wir sind angenehm überrascht. Vom Mistake at the Lake (Fehler am See) sehen wir nicht viel. Wir parken an der Rock n’ Roll Hall of Fame. Dort sind Toiletten und die Touristen Information. Außerdem hängen Trabbis von der Decke und wie in anderen Orten Schweine (Seattle) oder Bären (Berlin) sind dort verschiedene Gitarren ausgestellt.



In die Hall wollen wir nicht. Dafür bleibt dann doch keine Zeit und das Wetter ist zu schön, um sich drinnen aufzuhalten. Mit einem Stadtplan bewaffnet ziehen wir in die Stadt. Wirklich nicht so schlecht.



Es ist Nachmittag und im House of Blues gönnen wir uns einen Kaffee und ein fettes Stück Kuchen. Ich bin die ganze Zeit schon auf der Suche nach New Yorker Käsekuchen, für den ich morden könnte. Aber entweder bin ich zu satt oder wie gibt es ihn nicht. Ich esse dafür eine andere leckere Sauerei… Gut und klebrig.


 Weiter geht’s. Diesmal nehmen wir die Interstate, wir kommen sonst gar nicht weiter. Abends halten wir in Erie zum Essen fassen. Wir gehen ins Pufferbelly, einem Fisch- und Steakrestaurant, untergebracht in einem alten Feuerwehrhaus von 1907. Das Essen schmeckt sehr gut.

 Ich bin fit und fahre noch. Und fahre und fahre. Die Sonne geht hinter dem Erie-See unter und Erny versucht ein paar Fotos durch das Fenster zu schießen.


Meine Urlaubs CD spielt uns die besten USA Songs vor. Born to be wild. So hätte ich noch Stunden fahren können auf dem fast leeren Highway. Wenn nicht die Tanknadel erschreckend nah auf Empty gegangen wäre und Erny mich aus meinen Träumen gerissen hätte. Wer achtet denn aus sowas… Ich fahre ab, als wir wieder mal an einer Reihe Schilder vorbei kommen, die uns Motels zeigen und Tankstellen. Wir sind in Dunkirk und wählen das Days Inn. Warscheinlich wegen der Nähe zu den Niagara Fällen $83 + tax. Inkl. Continental Breakfast…
22. Juni 2007
Erny möchte mal wieder in einem richtigen Diner frühstücken. Also nichts mit muffigen Muffins und Blümchenkaffee… Und wie es der Zufall so will kommen wir an Elgaba’s Country Diner vorbei. Das Gebäude ist alleine freistehend im Nirgendwo. Es sieht geschlossen aus und hat sicher schon bessere Zeiten erlebt. Erny steigt aus und checkt, ob geöffnet ist. Das Neonschild zeigt zwar OPEN an, aber die Fenster sind mit einer Folie zu geklebt. Es sieht nicht sehr lebendig da drinnen aus. Es ist offen und ich komme nach. Die Einrichtung ist einfach, die Folie an den Fenstern entpuppt sich als Sonnenschutzfolie. Kinder, sowas gibt es doch auch in schön. Ich lasse aber nicht die Fachfrau raushängen… nachher denken sie noch alle Deutschen sind besserwisserisch. Der Laden wird von zwei Frauen geschmissen. Eine kocht, die andere bedient. Nach und nach wird’s immer voller. Alles Einheimische. Was soll ich sagen ? Das Frühstück schmeckt vorzüglich und ist nicht teuer. Gestärkt fahren wir weiter nach Niagara und sind um die Mittagszeit dort.
An den Niagara Fällen wollen wir erst die amerikanische Seite besichtigen. Die kanadische Seite soll schöner sein, aber wir kommen ja zuerst dort durch. Wir finden einen Parkplatz, der aber $10 kosten soll. Wir wollen nur ein Stündchen Parken und keine Anteile kaufen. Auf dem Weg dorthin haben wir kostenlose Parkplätze gesehen. Ist ist nicht so sehr weit und ein wenig Bewegung schadet sowieso nicht.
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Niagara, „donnerndes Wasser“, nannten die indianischen Ureinwohner das Naturwunder. Es ist gewaltig was wir dort sehen. Und donnern tut’s auch. Wir sehen uns die American Falls und den kleineren Bridal Vail Fall, „Brautschleier“ und laufen rüber zu den Horseshoe Falls, die auf kanadischer Seite liegen. Es ist gigantisch. „Der die Koffer schleppt“ ist begeistert…. ich bin einfach nur nass…. Und ausgerechnet heute lagen meine Haare gut. Niagara Falls 14.00 Uhr, die Frisur sitzt nicht mehr…
Siedendheiß fällt uns ein, daß wir ja noch einen Jahresvorrat an amerikanischen Briefmarken mit uns führen. Die nützen uns in Kanada gar nichts. Also kaufen wir flugs Postkarten und ich schreibe mir die Finger wund. Nächstes mal kaufe ich einen Stempel… Wir finden keinen Postkasten, können aber die Karten im Visitor Center lassen. Ein wenig skeptisch überlasse ich dem freundlichen Herrn dort die Arbeit der letzten Stunde. Tatsächlich sind die Karten angekommen.
Wir verlassen die USA und fahren über die Rainbow Bridge rüber nach Kanada. Die Einreise ist total unproblematisch. Der Beamte dort nimmt das Emigrantenzettelchen aus unseren Pässen und meint, die brauchen wir nicht mehr. Ok. Jetzt sind wir drin in Kanada. Direkt nach der Grenze sehen wir ein Touristen-Informations-Büdchen. Wir halten und erhoffen uns dort Übernachtungsmöglichkeiten zu finden. Ich wollte in Niagara mal wieder Bed & Breakfast machen. Hatte mir das schon im Internet angesehen. Ältere viktorianische Häuser liebevoll zurecht gemacht. Das wollte ich. Die Dame in der Touristen Information gibt uns Infomaterial mit. Hotels und B & Bs sind auch darin. Die Bed & Breakfast Häuser sind fast alle die Uferstrasse entlang. Sie empfiehlt uns aber ein Hotel, das zentral ist und wir von unserem Parkplatz aus sehen können. Wir fahren die Strasse mit den B & Bs entlang. Ein Haus ist schöner als das andere. Sie sind nicht ganz billig, aber es wäre ja mit Frühstück. Was mich stört ist, daß sie nicht in Laufweite zum Zentrum liegen. Ich möchte abends nicht mehr fahren. Laufen wäre mir zu weit gewesen. Also nehmen wir die Empfehlung der Touristen-Dame an und steigen im Michael’ Inn (www.michaelsinn.com) ab, was sehr nahe der Rainbow Bridge liegt. Wir bekommen für Can$128 ein Zimmer mit Blick auf den Fitnessraum und die Stadt. Der Ausblick ist uns egal. Wir parken das Auto und beziehen das schöne größe Zimmer. Als wir am Aufzug stehen und warten, schauen wir uns die Bilder an den Wänden an. Herzförmige Badwanne, drumrum Rosenblätter. Drin sitzt ein grinsendes Paar. Ein anderes Bild, das gleiche Paar im zimmereigenen Whirlpool. Erny glaubt, wir sind in einem Stundenhotel untergekommen ! Da fällt mir ein, daß Niagara auch bekannt ist für Flitterwochen. Beruhigt ziehen wir ein.
Ich richte meine Frisur wieder und wir machen uns auf den Weg ins Zentrum. Wenn man von der kanadischen Seite auf die Wasserfälle schaut, wirken sie noch gigantischer. Der guten Aussicht wegen fahren wir auf den Skylon Tower. Nicht ohne vorher einen Frappuccino bei Starbucks zu kaufen. Die Aussicht ist wirklich gut. Wir stellen fest, daß Niagara nicht sehr groß ist und sich praktisch fast alles in zwei Strassen abspielt. Dahinter ist nicht viel. Wir hatten überlegt einen Helikopter Flug zu machen. In unserem Reiseführer, der bisher wirklich gute Tips für uns hatte, wird davon abgeraten. Zu kurz und zu teuer. Außerdem fliegen sie uns zu hoch. Netter wärs gewesen direkt über die Fälle. Vom Tower sehen wir mindestens genauso gut. Also lassen wir die Fliegerei.
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 Wir gehen weiter zu den Horseshoe Falls. Immer wieder sehen wir über die Brüstung und knipsen. Es ist nicht so voll wie wir gedacht haben und wir haben genügend Platz. Zu einer Bootsfahrt habe ich keine Lust. Habe noch den Bericht von Otto im Kopf, der klatschnaß geworden ist. Trotz Mülltüte mit Kapuze… Dinge, die ich nicht brauche…


 Auf Plakaten sehen wir, daß heute Abend wie jeden Freitag und Sonntag Belustigung angesagt ist. Es gibt Live-Musik ab 20.00 Uhr, ein Feuerwerk ab 22.00 Uhr. Wir sind dabei ! Wir machen uns auf den Weg Richtung Hotel, schwenken aber kurz zum Hard-Rock-Cafe um unser Abendessen einzunehmen. Wir müssen den Tisch wechseln, weil Erny zu groß ist und kein Platz zum Essen hat. Erny probiert die Spareribs, ich habe Pasta Alfredo. War beides sehr gut.
Wir ruhen uns ein bisschen im Hotel aus, machen uns frisch und laufen wieder in die Stadt. Die Band hat gerade angefangen zu spielen. Auf der Wiese davor haben Leute Decken und Klappstühle mitgebracht. Es ist warm und die Musik ist gut. Die 2 Stunden bis zum Feuerwerk gehen schnell rum. Mittlerweile werden die Fälle von bunten Lichtern angestrahlt. Ohne haben sie uns besser gefallen. Es geht von kitschig bis noch kitschiger. Pink, rot, blau uuaahhh… Aber das Volk tobt und alle anderen gefällt es scheinbar recht gut.



Das Feuerwerk relativ lange und wirklich sehenswert. Wir stehen ja auf sowas. Nachdem es zuende ist gehen wir zurück zum Hotel. Wir hätten gerne noch etwas getrunken, aber sowas wie einen Pub sehen wir nicht. Also gibt es im Hotel noch einen Absacker. Bier ist sehr teuer in Kanada…
23. Juni 2007
Wir verlassen Niagara in Richtung Niagara-on-the-Lake. Unterwegs sehen wir uns noch das Spanish Aero Car an. Keine 10 Pferde würden mich dort hinein bekommen. Die Drahtseilbahn geht über eine der gefährlichsten Stromschnellen in Nordamerika, den Whirlpool Rapids. Nicht mir mir. Da bin ich Chicken…
Niagara-on-the-Lake liegt ca. 30 km nördlich der Fälle an der Mündung des Niagara Rivers in den Lake Ontario. Der Großteil der Gebäude ist aus dem frühen 19. Jahrhundert. Ein reizendes Städtchen. Uns gefällt es. Es ist auch nicht zu überlaufen. Wir frühstücken in einem Cafe namens „Stagecoach“. Wieder ein guter Tip aus unserem Reiseführer. Wir machen einen Stadtbummel. Auffallend ist, daß vor jeden (wirklich nettem Laden) eine Bank steht, auf denen die Männer auf ihre Frauen warten. Erny aber läuft brav hinter mir her…


 Als alles gesehen was zu sehen ist, setzten wir unsere Fahrt nach Toronto fort. Auf dem Weg zum Queen-Elisabeth-Way kommen wir an vielen Weingütern vorbei. Wir wußten gar nicht, daß das Gebiet für den Weinbau bekannt ist. Weiter geht es auf dem Highway nach Toronto, wo wir erstmal im Stau stehen. Wir fahren ab auf den Lakeshore Boulevard und kommen zügiger voran. Das Metropolitain Hotel ist schnell gefunden. Wir checken ein, aber unser Zimmer ist noch nicht bezugsfertig. Außer wir möchten ein Zimmer neben Augzug und Eismaschine. Da warten wir doch besser. Unser Gepäck wird von einem Kofferträger verstaut, das Auto von einem Autoparker geparkt. Im Moment ist, warum auch immer, nur Valet-Parking möglich.
So wirklich haben wir noch keinen Plan was wir machen wollen. Wir sind auf dem Weg zum Hotel an der alten City Hall vorbei gekommen. In die Richtung laufen wir jetzt. Am neuen Rathaus ist ein Jazz Festival und es spielt eine Band. Sehen können wir sie nicht, weil man Eintritt zahlen müßte und so sehr stehen wir nicht auf Jazz, aber wir hören sie ganz gut. Erny wittert einen bzw. mehrere Hot Dog Stände. Die Hot Dogs sind spottbillig und schmeckt ihm gut. Warscheinlich machen sie sich gegenseitig die Preise kaputt.


 Das Wetter ist schön klar, also auf zum CN-Tower. Der CN-Tower ist das weltweit größte frei stehende Gebäude. Nach längerer Wartezeit fahren wir da hoch. 58 Sekunden dauert die Fahrt mit dem gläsernen Fahrstuhl. Es ist nicht voll, es scheint nur schlecht organisiert. Machen die das extra, 4 Fahrstühle haben und nur 2 benutzen ? Von oben haben wir eine schöne Aussicht über den Lake Ontario und die vorgelagerten Inseln. Unter uns ist der Skydome, ein Stadion, das für Base- und Football genutzt wird. Unter uns wird gerade Baseball gespielt. Ich muß an die Anekdote denken, die mir Traude vorher erzählt hat…



Besucher mit starken Nerven können den Glasboden begehen, von dem man auf 342 Metern Höhe senkrecht in die Tiefe sehen kann. Meine Nerven sind nicht stark und Erny zieht mich auf den Glasboden. Das ist schon unheimlich. In Gedanken errechne ich was wir alle dort drauf zusammen wohl wiegen und gehe zurück auf sicheren Boden….



Mittlerweile sollte unser Zimmer fertig sein. Wir gehen zurück zum Hotel. Wir kommen am Hot Dog Stand Ernys Vertrauens vorbei und er muß unbedingt noch einen haben. Der Verkäufer erkennt ihn wieder !!
 


Unser Zimmer ist absolut schön. Edel. Mit Bademänteln und so. Wir sortieren unsere Sachen und ruhen ein bisschen aus. Ganz in der Nähe unseres Hotels sollen Kneipen und Restaurants sein dem sogenannten Village by the Grange. Wir machen uns auf den Weg. Wir essen in einem Restaurant namens Montana, weil man da nett draußen sitzen kann. Das Essen ist auch gut. Wir gehen anschließend noch ein wenig durch die Strassen des Viertels und landen im Black Bull, einem Pub mit Biergarten. Es ist voll, aber wir finden noch ein Plätzchen für uns. Ich frage nach dem „lokal beer“ und bekomme ein Bier ohne Schaum. So schlecht schmeckt es nicht, aber auch nicht wirklich gut. Wir trinken langsam, Bier ist teuer in Kanada. Und noch eins, weil man da so nett sitzt. Dann sind wir müde und wollen zurück ins Hotel. Im Zimmer angekommen, habe ich das Gefühl, jemand war vor uns hier. Es ist aufgeräumter und wir haben jeder eine Wasserflasche auf dem Nachttisch stehen. Netter Service.
24. Juni 2007
Wir frühstücken im Hotel, weil wir das so gebucht haben. Wir kommen in das dafür vorgesehene Restaurant, werden von indischen Kellern and den Tisch geleitet und mit Kaffee und frisch gepressten Orangensaft versorgt. Das Frühstücks-Buffet beinhaltet alles was das Herz begehrt und ich denke noch, Mensch, dafür alleine hat sich das Hotel schon gelohnt. Wir sind fast fertig, da kommt einer der lautlosen Kaffeeschlepper zu uns und fragt, auf welches Zimmer die Rechnung geht. Ich erkläre ihm, daß wir das mit gebucht haben. An Hand unserer Zimmernummer will er das mit der Rezeption klären. Er kommt zurück und diskret flüstert es uns zu, daß Breakfast nicht including ist. Wir unterschreiben ihm sein Zettelchen und wollen das selbst klären. Natürlich nicht ohne nochmal einen Gang zum Buffet zu machen.
An der Rezeption lasse ich mir nochmal den Voucher zeigen, den ich gestern beim Einchecken abgegeben habe. Da steht Frühstück drauf und ich zeige das der Dame hinterm Schalter. Sie entschuldigt sich, verspricht das Frühstück nicht zu berechnen und schreibt uns gleich Gutscheine aus für den nächsten Tag. Inklusive ist allerdings nur das Continentale Frühstück. Auch egal.
Wir überlegen was wir heute machen wollen. Ich möchte mal in Eaton Place Einkaufszentrum. Die haben heute am Sonntag auch geöffnet. Aber erst ab 11.00 Uhr. Also laufen wir den im Reiseführer vorgeschlagenen Spaziergang vorbei an den Sehenswürdigkeiten durch die Stadt.



Wir sind am nördlichsten Teil der Tour angekommen als wir sehen, Casa Loma ist nicht weit. Casa Loma ist ein im mittelalterlichen Stil erbaute Burg. Der Weg ist doch ganz schön lang und als wir dort ankommen gefällt uns nicht was wir sehen und so gehen wir auch nicht rein. Nebenan ist das Spadina Museum, in dem gerade eine Ausstellung über Erdbeeren stattfindet. Müssen wir aber auch nicht haben. Wir gönnen uns zurück die U-Bahn, ich will nicht mehr laufen.



In der Eaton Place Shoppingmall gibt es alles mögliche. Alle großen Ketten sind vertreten. Ich möchte nur ein wenig rumschauen. Gekauft habe ich nichts. Außer Frappuccino bei Starbucks… Einkaufsbummel sind nicht mein Ding. Habs verlernt, weil nie Zeit dafür ist.


Also wieder zurück auf die Strasse. Es ist auch zu schade, denn das Wetter ist fantastisch. Wir laufen zum großen Wasser. Von dort aus fahren Fähren nach Toronto Island und wir möchten ein wenig Ruhe und Natur. Unterwegs lacht uns wieder ein Hot Dog Stand an. Diesmal probiere ich auch einen. Ich muß sagen, die sind empfehlenswert.
Toronto Island besteht aus mehr als ein Duzend Inseln. Manche sind durch Brücken zu erreichen, einige nur mit dem Boot. Einige Inseln sind sogar bewohnt. Auf Centre Island lockt ein Freizeitpark die Besucher an. Die Inseln sind übrigens autofrei. Die Fähre kostet Can$ 6,- für hin und zurück. Das ist nicht sehr viel, ca. 4,- €. Mit uns fahren Großfamilien aller Nationen bepackt mit Trolleys und Kinderwagen für Picknicke im Park. Ich genieße die Natur erst als wir die lärmenden Familien hinter uns lassen und auf dem Boardwalk spazieren gehen. Das einzig Störende ist nur das Party-Schiff, das im scheinbar gleichen Tempo wie wir die Insel umrundet und Techno-Musik spielt.

 Leider gibt es nicht ausreichend Toiletten, bzw. die, die da sind, wollte ich wegen der großen Sauberkeit nicht benutzen. Also überlegen wir einen Kaffee in einem Cafe zu trinken. Artig warten wir bis wir endlich von einem Kellner Beachtung finden. Es sind im Garten jede Menge Tische frei. Er sagt, er schaue mal was er machen kann und läuft weg. Hä ? Verstehen wir nicht. Was gibt es da nachzusehen ? Nach einiger Zeit kommt er wieder und sagt, wir können drinnen sitzen. Es sind fast noch 30° und wir genießen das gute Wetter. Was spricht dagegen draußen zu sitzen ? Da wird jetzt nicht mehr bedient. Es laufen in dem kleinen Cafe mindestens 8 Kellner rum – draußen. Wir fühlen uns ein wenig veräppelt und lehnen dankend ab. Gehe ich da eben nicht aufs Klo.
Später kommen wir an ein Klohäuschen, daß hart an der Schmerzgrenze ist, aber ich hätte nicht länger durchgehalten…
Wir fahren mit der Fähre zurück und laufen zum Hotel. Wir brauchen erstmal eine Auszeit. Ausgeruht uns frisch machen wir uns wieder auf den Weg. Diesmal nach Chinatown. Aber… nachdem wir im Januar das richtige Chinatown in Hong Kong erlebt haben, verliert das jetzt seinen Reiz. Wie durch ein Wunder stehen wir wieder am Black Bull Pub in der Queenstreet. Das Bier war nicht so ganz schlecht und uns hat die Biergarten-Atmosphäre gefallen. Also essen wir da auch zu Abend. Wir bestellen uns Hamburger und ein Bier mit Schaum. Beides sehr gut. Es ist schon ein wenig traurig – unser letzter Abend. Darauf trinken wir noch ein Bier.
Der fleißige Zimmerservice war wieder da. Wir haben frisches Wasser und es scheint mir wieder aufgeräumter. So jemanden brauche ich für zuhause auch…
25. Juni 2007
Mit unseren Gutscheinen gehen wir zum Frühstücken. Diesmal kommt eine Kellnerin. Ich zeige ihr die Coupons und sie erklärt uns, daß ein Continentales Frühstück Toast, Mamelade und Kaffee bedeutet, wir aber ein Upgrading aufs Buffet haben können. Das kostet Can$ 4,60 für uns beide ! Ich dachte erst, ich verstehe sie nicht richtig. War aber so. Da kostete das einfache, dröge und inklusive Frühstück $38. Für 2 Personen. Wir haben das natürlich das Upgrading gemacht. Und lecker gegessen…
Dann hieß es Koffer packen und auschecken. Unser Auto muß erst angefordert werden. Wir haben noch Zeit und fahren zum Distillery Historic District. Ich wäre da gerne abends mal hin, aber es fahren keine U-Bahnen in diese Gegend und wir hatten keine Lust aufs Auto. Der District besteht aus der besterhaltenen viktorianischen Industriearchitektur Nordamerikas. Die 44 Gebäude gehörten einst zu einer der weltweit größten Schnapsbrennereien, Gooderham & Worts. Heute sind in der ehemaligen Fabrikanlage Cafés, Restaurants, Galerien, Boutiquen (nicht meine Preisklasse…), Kunstateliers sowie Aufführungen und Vorstellungen. Bestimmt netter am Abend. Jetzt ist gar nichts los.


 Wir fahren schon mal in die grobe Richtung Flughafen. Nach Westen am Wasser entlang. Dann nach Norden . Unterwegs kommen wir nochmal an einem Einkaufszentrum vorbei. Wir haben Zeit uns schauen da nochmal rein. Ich überlege mir kurzfristig, dort nach Crocs, ähnlich unsere Gartenschuhe, zu suchen. Ich finde sie auch, aber leider nur in pastellblau, pastellrose, pastellflieder. Alles nicht meine Farben.
Jetzt ist es Zeit das Auto abzugeben. Normalerweise schaut man nach Car Rental Schildern. Ist hier aber eher rar. Wir fragen an einer Tankstelle nach Alamo und werden in ein Industriegebiet geschickt. So wirklich richtig waren wir da nicht und wir hätten einen Shuttle organisieren müssen. Also fahren wir wieder zum Flughafen. Dort finden wir endlich Alamo. Es kommt nach langem Warten auch jemand, der das Auto checkt. Wir sind fast 2 Stunden zu spät dran. Ich sage ihm, daß wir die 2 Stunden genutzt haben ihn zu suchen. Er erklärt uns, er wäre sehr busy, weil viel zu tun ist und entschuldigt sich. Wir brauchen nicht nachzahlen… Daran habe ich gar nicht gedacht, weil das sonst immer paßte mit Anmieten und Abgeben.
Als nächstes irren wir auf dem Flughafen rum. Wir können unseren Flug auf der Anzeigentafel nicht finden. Ich bekommen einen Schreck, weil ich glaube, ich habe mich mit dem Datum vertan. Wir sind aber nur im falschen Terminal.
Beim Einchecken stehen Maschinen zur ticketlosen Bearbeitung. Nicht mit unseren Tickets, die müssen manuell von einem Menschen erfaßt werden. Mit den Koffern gehen wir zur amerikanischen Kontrolle. Wieder müssen wir den Emigrantenzettel und die Zollerklärung ausfüllen. Und alles nur wegen dem Zwischenstop in Detroit. Im nachhinein überlegen wir, ob es etwas genützt hätte, wenn uns der kanadische Zollbeamte unseren Zettel im Paß gelassen hätte ? Wir haben ja quasi Haken geschlagen. Rein nach USA, raus aus USA, rein nach Kanada, raus aus Kanada, rein nach USA, raus aus USA….
Wir fliegen 45 Minuten lang nach Detroit und haben dort 5 Stunden Aufenthalt. Ganz schön lang. Wir sehen uns wieder die Läden an. Erny sucht nach Lesestoff für den Flug. Ein letzter Frappuccino bei Starbucks. Endlich ist es Zeit zu essen. Mit einer Zielstrebigkeit suche ich wieder den schmierigsten Laden in der ganzen Reihe aus. Das passiert mir öfters. Ein mexikanisches Restaurant. Das Essen ist besser als es drum rum aussieht.
Als unser Schalter endlich besetzt ist, fragen wir nach Plätzen am Notausgang. Nichts mehr frei. Schade, es war ein Versuch. Nach einiger Zeit kommt die Dame von NWA und fragt, ob wir die Plätze noch haben möchten. Sicher ! Da haben sich doch Leute die guten Plätze erschlichen, die kein englisch sprechen. Leider sitzen wir nicht zusammen, aber egal. Ich sitze zwischen 2 Männern, die die ganze Zeit kein Wort mit mir wechseln. Erny sitzt neben einer Frohnatur und ich höre sie sich unterhalten. Der Glückliche. Dann schlaf ich eben. Irgendwann setzt man mir mein Chicken or Pasta vor, aber ich kann mitten in der Nacht nichts essen und schlafe einfach weiter. Vor dem Frühstücken werde ich wach. Hunger habe ich keinen, esse aber ein wenig. Wer weiß, wann es wieder etwas gibt.
Der Landeanflug nach Frankfurt ist für mich zu turbulent. Mir wird übel und als ich anfange zu würgen, nehme ich mir schon mal die Tüte aus dem Fach. Ich kenne das schon. Meine Sitznachbarn rücken weg von mir. Ist aber falscher Alarm und sie sind sichtbar froh darüber. Ich muß schnellsten an die Luft. Im Flughafen angekommen geht’s wieder los und Erny will, daß ich in einen Mülleimer breche anstatt auf den Boden. Da sehe ich ein Toilettenschild, trenne mich von der Herde und laufe dahin. Hinter mit brüllt ein Security Mann, daß ich da nicht hin kann. Ich bin ein Notfall und höre nicht auf ihn. Nach meinem Bäuerchen geht es mir viel besser.
Wir holen die Koffer, ich rufe im Hotel an, wo unser Auto geparkt ist, und sie wollen jemanden schicken. Wir warten ziemlich lange in der deutschen Kälte bis wir ein Auto mit der Aufschrift des Hotels sehen. Angeblich war schon mal jemand da und hat uns nicht gefunden. Als ob mir nicht die Beschriftung aufgefallen wäre. Aber egal, wir kommen endlich zu unserem Auto. Koffer umpacken und es geht zurück ins Sauerland.
Unterwegs hören wir im Radio, daß nach uns einige Flüge wegen des Sturmes gestrichen worden sind. Kein Wunder, daß mir schlecht geworden ist.
Nach 2,5 Stunden sind wir zurück in Helminghausen. Alles ist wie immer und wir freuen uns schon auf den nächsten Urlaub.
Fazit:
Nach Chicago müssen wir unbedingt nochmal. Haben wir Martina und Paul versprochen. Irgendwann machen wir das auch, weil wir gar nicht alles sehen konnten was wir wollten.
Niagara Fälle und Toronto waren nett und es ist schön das alles gesehen zu haben, müssen wir aber nicht nochmal hin.
In den 8 Tagen vor Ort haben wir viel gesehen. Alles stressfrei, weil wir viel Landstasse gefahren sind und uns Zeit gelassen haben. Ein paar neue Staaten sind auf unserer Liste dazu gekommen und wenn im Fernsehen Chicago, Niagara oder Toronto gezeigt wird, kann Erny fragen, na, waren wir da ?! Alleine dafür hat sich der Trip schon gelohnt….
 
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