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bueffelbueffelbueffel
Camp_1


Das Indian Council ist eine
alljährliche Veranstaltung
organisiert vom
Deutschen Westernbund.

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Dort sind zahlreiche Vereine angeschlossen,
deren Mitglieder sich
für die Pionierzeit und
die Indianer Nordamerikas interessieren
und das Leben dieser Zeit als
Hobbyisten auch mal ganz gerne nachspielen.


Cowboy


In diesem Jahr fand das
Indian Council zum 59. Mal statt und seit einigen

Jahren immer in Dog City.
Dort wird für die Zeit von
Christi Himmelfahrt bis Pfingstmontag
eine ganz normale aber recht
große Wiese umgebaut zu einem
Indianer- und Cowboy/Trapperlager
inklusive einer kleinen Strasse
mit Holzgebäuden im Stile des
Wilden Westens – der Main Street.


 




Nach dem Council wird alles
wieder abgebaut und die Wiese
ist wieder für die Rinder freigegeben.


Während dieser Zeit leben
dort eine ganze Reihe von
Hobbyisten so wie es im 19. Jahrhundert in

Nordamerika üblich war – sei
es als Indianer, Trapper, Cowboy,
Texas Ranger, Nord-/Südstaatler
oder was es damals sonst noch gab.

Dabei wird bei allem auf möglichst
detailgetreue Utensilien geachtet;
das fängt bei der Kleidung an,
die oft in mühevoller Arbeit
selbst angefertigt wird,
geht weiter zu den Zelten
und Tippis bis zu allen
Gebrauchsgegenständen des
täglichen Lebens wie
zum Essen zubereiten, etc.


 




Dass fließendes Wasser oder
elektrischer Strom da
nichts zu suchen haben, ist klar,
und natürlich nichts,
was es erst nach dem
19. Jahrhundert gab.
Mit dem Thema muss man sich
schon ein wenig mehr beschäftigen,
um zu wissen, was es gab und
wie es benutzt wurde.
Dazu kommt noch, dass man
sich ja alles für dieses
Hobbyleben zusammen kaufen bzw.
erstellen muss; dies
kostet nicht nur reichlich Geld
sondern auch einen Grossteil
seiner Freizeit.
Inwieweit einer diese Authentizität
wirklich treiben muss,
bleibt schon jedem selbst überlassen –
da gibt es die richtigen
Hardliner oder auch Leute,
dies es nicht ganz so eng sehen.


Kompromisse müssen gemacht werden,
denn ohne funktionierende
Sanitär- und Waschanlagen
sowie elektrischen Strom
für den Betrieb des Saloons
(der auch immer auf und abgebaut wird)
würde die Veranstaltung in Deutschland keine

Genehmigung erhalten.
Auch sind immer Sanitäter vor Ort.


Prinzipiell bleiben die Hobbyisten
Lieber unter sich und ziehen
dort zusammen ihr Indian Council durch.
Das hat sicher auch mit einigen herablassenden

Berichten über dieses Hobby zu tun.
Ich für meinen Teil interessiere
mich für diese Art des Lebens
sicherlich mehr als für den
Bauernhof vor 100 Jahren
oder die Bräuteschule der 50iger.


Ich konnte auf Einladung eines
Forumsmitgliedes Dog City
an einem Tag besuchen,
an dem auch Nicht-Hobbyisten
dort vorbeischauen durften.
Ich bin gerne hingefahren, schließlich war ich

ziemlich neugierig, was da so abgeht.


Der Zugangsbereich von Dog City


Zugangsbereich_Dog_City


Zunächst mal einen Überblick
über das Camp – gesehen vom Saloon


Zelte


Von weiter oben hatte man
einen guten Blick auf Dog City


Camp_


Links sind die Tippis
der einzelnen Indianerstämme.
Rechts davon schließen sich die
Zelte und Lager der Trapper an.
In der Mitte sieht man die
Main Street mit ihren Holzgebäuden
und dem Saloon. Weiter rechts
davon befinden sich die Lager
der Cowboys, Texas Ranger,
Nord-/Südstaatler, etc.
Im Vordergrund eine Bisonherde,
die dem Nachbarn des Dog City Geländes
gehören (dazu später noch mehr)
und von diesem gezüchtet werden.
Die Hobbyisten kaufen bei diesem gerne das Bisonfleisch.

bueffel

Am Wochenende waren schon
ungefähr 900 Personen im Lager;
am Pfingstwochenende,
wo das eigentliche Council stattfinden wird,
werden nochmals etwa 200 Personen mehr erwartet.


Indianer


Beginnen will ich mit
den Lagern der Indianer.
Die einzelnen Vereine bilden
meist für sich ein kleines Camp
und gehören den unterschiedlichsten Stämmen an.
Viele haben Kontakt zu ihren Vorbildern
bzw. deren Nachfahren und
manche sind sogar von diesen adoptiert.


 




Fast alle Tippis haben im Innern
(u.a.) eine Feuerstelle,
so dass es oben eine Möglichkeit
geben muss,damit der Rauch entweicht
aber auch nicht ganz so viel Regen reinkommt.


Tippis


Tippis_1


Wie man sieht, gibt es in Form,
Ausstattung und Farbe/Verzierung
der Zelte einige Unterschiede.
Die Verzierungen haben Bedeutungen,
die ich aber nicht kenne.


Tippis_2


Tippis_3


Perlenstickerei –
dazu bin ich zu ungeschickt
und zu ungeduldig.


Tippis_4



Das große Versammlungszelt,
an dem beim Pow Wow auch die Tänze stattfinden.


Versammlunsgzelt1


PowWow


Leider wurde am Sonntag nur ein wenig Gesang dargeboten


Versammlunsgzelt_1


Auch Indian Drums Sessions gab es hier und da.


Indian_Drumssession


Dieses reich verzierte Tippi
gehörte einem Häuptling.
Selbstverständlich geht
KEINER unaufgefordert
oder ohne zu fragen bzw. anzuklopfen
(bei den Zelten kratzt man an)
in ein Zelt oder Lager
(diese sind oft umzäunt).


Häuptlingstippi


Auf Nachfrage durfte ich mal
reinschauen;
dort bekam ein weiterer Besuch
gerade eine Erklärung zu der Ausstattung.
Ich habe vor allem mitgenommen,
dass dieser Bewohner eine
reiche und hochgestellte
Persönlichkeit sein musste.


Kochstelle


Tippi_innen


Tippi_innen_1


Weitere bunte Indianerzelte


Tippis_5


Hier bittet mein Gastgeber
gerade eine Tippi-Bewohnerin
um Einlass; sie war sehr nett
und hat mir so einiges zum Tippi und seiner Einrichtung erzählt.
Wie man sieht, hat es ein
"Regendach" und auch von innen
war eine Art Himmel eingehängt,
damit das Wasser von den Innenwänden
nicht auf das Bett tropft.


Tippi_mit_Regenschutz


Die "Matratze" war aus Weidenstöcken
geflochten und mit vielen
Decken belegt; zum Wärmen
gab es ein großes Bisonfell –
das wurde aber gerade gar nicht benötigt,
es war innerhalb der Zelte doch
eher zu warm (bei dem schönen Wetter).


Bett_im_Tippi


Tippi_innen_3



Tippi_schlafstätte


Bevor wir rübergehen zu den Zelten
und Lagern der Trapper,
die durch ihre Nähe zu
den Indianern immer direkt
neben diesen campieren,
eine Anmerkung zum Wetter.
Das gesamte Indian Council
lebt von dem Wetter, welches
während seiner Dauer herrscht.
Es gab wohl Jahre, die völlig
verregnet waren, und
sich das ganze Leben in
Matsch und Nässe abspielte.
Seit dieser Zeit sind Feuerstellen
direkt im Boden verpönt,
die sind damals auch abgesoffen.
Auch der härteste Trapper
hat dann bald keinen Bock mehr
und somit hofft man immer auf schönes Wetter.
 Allerdings war es Sonntag
eigentlich schon zu warm bzw. sonnig.
Nicht nur, weil es innerhalb
der Zelte tropische Temperaturen gab
– auch manch einer der weniger
bekleideten Indianer wurde langsam zur Rothaut.
Ich selber wurde auch zum Redneck....


Trapperzelt_1


Die Trapperunterkünfte sind
ziemlich unterschiedlich;
die Original-Einzeltrapper
hatten eher kleinere Zelte.


Trapperzelt_2


In dieses Trapperlager durfte
ich mal etwas näher reinschauen.


Trapper_Felle


Trapperzelt_3


Trapperzelt_4


Ofen


Auch eine Schmiede durfte nicht fehlen


Schmiede


Trapperleben


Trapperleben_1


Das Lager der Hudson Bay Company.
Die halten es mehr mit dem englischen König.

Interessant fand ich den kleinen Garten


Hudson_Bay_Lager


Breakfast7


Trapper mit vielen Fellen und Fallen


Trapper_mit_Felle


Fell


Trapperlager_2


Cowboy_1


Jetzt wandern wir rüber zu
den Cowboy & Co Lagern.

Meine Gastgeber gehören zu
den Texas Rangern und campieren
traditionell zusammen mit
den Südstaatlern des Civil War in einem Lager.


Texas_Ranger-Lager


Texas_Ranger-Lager_1


Kittchen


Das Schlafgemach


Bett4


Das Wohnzimmer


Texas_Ranger


Eric und Petra unter ihrem
schattigem und wohltemperierten Vordach



Texas_Ranger_mit_Frau


Es war nett, dort direkt am
Waldrand in der Ruhe zu verweilen –
kein Lärm wie er auf sonstigen
Campingplätzen üblich ist.
Eric und Petra sind schon seit
einigen Jahren beim Council dabei
und auch sonst in ihrem Club gerne aktiv.
Beide achten schon auf Authentizität
ohne sich dabei "verbiegen" zu müssen.
Wie man sieht, kommt da schon
einiges in den Jahren zusammen,
was transportiert und aufgebaut werden muss.


Zu meiner und der allgemeinen
Erheiterung bin ich auf dieses
Holzross gestiegen und alle haben
erwartet, dass ich wieder runterfallen würde.
Da es sich aber nicht bewegt hat,
bin ich sogar oben geblieben.


Otto_on_Tour


Nach einer Ruhepause ging
es weiter mit dem Besuch von Dog City


zeltlager


Die Chuckwaggon, die Verpflegungs-
und Küchenwagen der damaligen Zeit,
fand ich schon immer interessant.


Kutsche1


lager


Schrank


Weitere unterschiedliche
Lager und Zelte


Lager_Zelte


Lager_Zelte_1


Texas_Ranger-Lager_2


Lager_Zelte_2


Nun kommen wir zur Main Street;
alle diese Gebäude
(eigentlich sind es meist Holzfassaden
wie zu der damaligen Zeit nicht unüblich)
werden zum Council neu aufgebaut
und nach Pfingsten vollständig abgebaut und eingelagert.

Die Büros des Sheriffs
(es gibt einen eigenen, gewählten Sheriff
für die Zeit des Councils,
der Hausgewalt hat) und des Westernbundes.


Büro_Sheriff


Ein Blick in die Mainstreet von oben


Main_Street1


Die (vorgeschriebenen) sanitären Anlagen
sicher besser als irgend eine Latrine.


Restroom1


Das Herzstück der Main Street
ist natürlich der Dog City Saloon.


Dog_City_Saloon


In dem haben wir eine Zeit
verweilt und ich habe mir
natürlich alles angesehen


Saloon


Saloon_1


Saloon_2


Cantina


Man hat auch einen kleinen
Laden nachgebaut.


Cantina_1


Cantina_2


Abends gibt es hier oft Live Musik –
und wie man sieht nicht unbedingt unplugged.


Whiskey_Beer


Cantina_3


In jedem Sallon ist die Bar die zentrale Stelle


Saloon_3


Saloon_4


Welcome_All


Tabak


Zum Council gibt es auch eigenes Bier


Dog_City_Beer


Wir haben das gemacht, was man üblicherweise
in einem Saloon macht – uns amüsiert


Otto_unter_Texas_Ranger


Flirt_Otto


Später waren Eric und ich nochmals dort,
es war voller und auch viel wärmer.
Ich habe die Mädels bedauert,
die dort bedienten,
es war wie in einer Sauna.


Drink



In den meisten Häusern sind
Läden untergebracht,
die so ziemlich alles zum Western-Hobby anboten.


Main_Street_1


Old_West_Outtfiter


Sales


Sales_1


Cowboys


Das Zeitungsbüro ist zwar
mehr Attrappe, eine Zeitung
wird aber herausgegeben.


Newspapers


Counzil_Gazette


Weitere Läden


Shooping


Western_Shop


Western_Shop_1


Rooms


Shop










Zum Schluss noch ein paar Bilder
von der Bisonherde. Wir hatten
das Glück, genau in dem Moment dort zu sein,
wo das 9. Kalb der Saison geboren
wurde und seine ersten zaghaften
Schritte unternahm.


Bisons


Bisons_1


Bisonsherde


Ich war fast 7 Stunden dort
und fand es sehr unterhaltsam
und interessant.
Vielen Dank nochmals
an Eric und Petra für die Einladung!
Einen weiteren Besuch
solcher Veranstaltungen
kann ich mir gut vorstellen.


wir sind wieder zurück von unserer Zeitreise.

Noch vor kurzem war Dog City eine belebte Boomtown


Walk


auf dem Strassen wurde musiziert


Musik 


der Dog City Saloon war abends gerammelt voll

 
Dog_City_Saloon_1


als hätte er es geahnt: dieser stolze Reiter
verließ die Stadt schon vor geraumer Zeit


Otto_Riding


Nun ist von der Mainstreet ist nichts mehr zu sehen


End_of_Dog_City_2009


ob es an den erschöpften Goldvorräten lag oder weil
der Saloon geschlossen wurde - Dog City ist Geschichte.
Nur noch Weideland


End_of_Dog_City

gif



 




 




Bye_Cowboy


 




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