USAFreunde


 

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Samstag,
30.6.2007

Nach fast einem Jahr Planung, Hotel- und Flugsuche,
Routenausdrucken,
Gratis-Coupons und Reiseführeranforderungen und jeder
Menge Vorfreude war es endlich soweit: In aller Herrgottsfrüh
klingelte der Wecker, kurz darauf meine Schwester,
die uns zum Flughafen brachte und bald danach bestiegen
wir - jeder voll bepackt mit einem großen Rucksack,
 in dem sich Kleidung für mindestens drei Tage befand
 (sicherheitshalber nach dem Kofferdesaster in Florida) -
eine Maschine der British Airways, die uns nach London brachte.
 Zufällig flog eine befreundete Familie von uns,
 mit denen wir immer auf Kinderlager fuhren,
 zur selben Zeit mit derselben Maschine
 in dieselbe Richtung und ohne vorher etwas ausgemacht zu haben,
 setzte uns British Airways sogar nebeneinander.
 Für die Kinder war das natürlich toll,
denn so kannten sie jemanden auf dem langen Flug
 und ihnen wurde nicht fad. In London hatten
 wir drei Stunden Aufenthalt und danach dauerte es 11 Stunden,
bis wir in Los Angeles gelandet sind.
Die Einreiseformalitäten waren schnell erledigt
und zu unserer übermäßigen Freude kamen auch alle Koffer
 und Taschen das Fliesband entlang.
Danach machten wir uns mit dem Shuttlebus
 auf zur Mietwagenstation und auch da hatten wir Glück,
 denn den gebuchten Equinox gab es dort nicht und
so bekamen wir die nächst höhere Klasse,
einen dunkelroten Jeep Laredo mit Vierradantrieb,
zur Verfügung gestellt.
Den Weg zum Hotel in Long Beach fanden wir ohne
 Probleme und während Claudia und ich sofort ins Bett fielen,
gingen Peter und Angelina doch glatt noch schwimmen!
Da war es zu Hause bereits 5 Uhr morgens und
die Kleine hatte die ganze Zeit nicht geschlafen,
 aber das Pool musste noch sein!

Sonntag, 1.7.2007

Click for Los Angeles, California Forecast

 


Dieses Jahr hatte ich Glück und blieb ganz 9 Stunden
 länger 30 (nettes Kommentar meines Mannes:
 â€žBlödsinn, du wirst einfach schneller 32“),
 aber an diesem Tag war es dann doch soweit
und ich feierte meinen 31. Geburtstag.
Wir waren recht früh munter und machten uns
gleich auf den Weg zur Queen Mary,
die von unserem Hotel höchstens 10 Minuten entfernt in
Long Beach majestätisch vor Anker lag,
vom Hotel aus hatten wir einen herrlichen Blick darauf.
Es war noch zu früh, denn vor 10.00 Uhr regt sich
in den Staaten generell nichts und so gingen
 wir den Hafen entlang.
Knapp hinter der Queen Mary lag ein riesiges Kreuzfahrtschiff
und faszinierend für Angelina, es hatte eine Wasserrutsche an Bord.
Da wir für nächstes Jahr eine Kreuzfahrt überlegen,
war das natürlich extra interessant.
 Dann öffnete die Queen Mary doch ihre Pforten und
wir erkundigten das berühmte Schiff,
das wirklich eindrucksvoll war.
 Danach ging es zur Ghosts and Legends Tour,
doch für mich und Angelina endete die Tour bereits
 am Eingang, denn meine Kleine weigerte sich,
in die finsteren Kammern der Queen Mary
 auch nur einen Schritt zu setzen.
Peter meinte aber, dass die Tour auf alle Fälle sehenswert
 ist und sie ist im Eintrittspreis enthalten.
Queen Mary


Danach ging es zurück zum Hotel, denn um 13.00 Uhr
 holte uns meine Brieffreundin Allison aus
Huntington Beach ab und zusammen fuhren
 wir in das Pacific Aquarium in Long Beach,
 das eines der Besten Aquarien ist, das ich je gesehen habe.
Dort gab es die Möglichkeit Korallen,
 Seesterne, Haie, Rochen, etc. zu streicheln
 und unzählige verschiedene Meeresbewohner zu treffen.
 Außerdem hat es ein eigenes 3D Kino zurzeit
 mit einem Nemo Film, der wirklich lustig war.
Nachdem wir in einem mexikanischen Restaurant
herrlich gespeist hatten, ging es dann zurück ins Hotel,
wo Allison und ich noch bis Mitternacht tratschten,
 während Peter und die Mädels schon im Schlummerland waren.

Montag, 2. Juli 2007
Heute ging es noch Los Angeles und gehen
 ist da gar kein falscher Ausdruck, denn im Schritttempo
ging es auf der 6-spurigen Autobahn Richtung Großstadt.
Zum Glück kam bald eine Carpoollane (die darf man befahren,
 wenn sich 2 oder mehr Personen in einem Auto befinden -
und wir waren schließlich 4) und so kamen wir dann besser voran.

Unser erster Stopp waren die Warner Brothers Studios,
da wollte ich unbedingt hin, denn hier wurden
 Gilmore Girls gedreht.
 Am Eingang mussten wir ein bisschen schummeln,
weil Kinder erst ab 8 Jahre bei der Tour mitmachen
 durften und Angelina war ja erst 7.
 Da ich das aber bereits vorher wusste,
 habe ich Angelina eingeredet,
 sie muss sagen: „I am eight“ und das klappte so gut,
 dass es keine weiteren Fragen mehr gab.
Die Führung an sich war total interessant,
wir sahen die Originaldrehplätze von Emergency Room,
Friends, Cold Case und natürlich den Gilmore Girls.
 Hier durfte aber nicht fotografiert werden,
weil bereits umgebaut wurde für eine Serie,
 die noch nicht veröffentlicht wurde.
 Außerdem sahen wir, wo z.B. Spiderman
 kopfüber Kirsten Dunst geküsst hat und
viele weitere interessante Drehorte,
für Film- und Fernsehfans
kann ich das nur empfehlen.
Außerdem durften wir auch einen
 Blick hinter die Kulissen machen und
danach ging es noch ins Museum,
wo viele Original-Filmdekorationen zu bewundern waren.
 Am besten war aber der Führer,
der nicht nur witzig sondern vor allem „ganz nett“
 anzusehen war und so war die Führung
natürlich doppelt schön ;-D

 



Central Perk - Friends
Danach ging es nach Hollywood,
wo wir uns mal auf die Suche nach dem
berühmten Sign machten.
 Es gibt gar nicht so viele Möglichkeiten,
das Hollywood Sign gut zu sehen,
 schließlich - eher durch Zufall - fanden wir es doch,
aber wirklich nah hin konnten wir nicht.
Nach einer Stärkung bei Burger King machten
 wir uns auf zum Hollywood Boulevard, wo wir uns den
 Walk of Fame, Grauman’s Chinese Theatre
 und Kodak Theatre angesehen haben.
Im Chinese Theatre wäre ein paar Tage später
 die Harry Potter Premiere gewesen mit zahlreichen Stars,
aber da waren wir leider nicht mehr in LA.
Vor dem Theatre haben wir dann eine Sightseeingtour
gebucht und den Rest von LA, z.B. Rodeo Drive,
 Farmer’s Market, das Regent Beverly Wilshire,
wo Pretty Woman gespielt hat, und noch
 vieles mehr vom Bus aus angesehen.

Im Großen und Ganzen war ich von LA aber enttäuscht,
mir hat die Stadt nicht viel gegeben, vor allem
 wenn ich bedenke, dass die Einwohnerzahl
 von ganz Österreich in Los Angeles wohnt!

 
Man's Chinese Theatre
 
Walk of Fame
 
Regent Beverly Wilshire
 der Außendrehort von Pretty Woman
 
Rodeo Drive
 
Hollywood Sign
Dienstag, 3. Juli 2007
Den ganzen Tag verbrachten wir in Disneyland.
Eigentlich wäre es mir lieber gewesen,
Disneyland erst am Schluss unserer Reise
zu machen um so ein „pädagogisches“
Druckmittel für die Kinder zu haben,
aber das ging zeitlich nicht und so besuchten
wir Mickey und Minnie eben gleich zu Beginn.
Disneyland unterscheidet sich nicht sehr von
 Disneyworld in Florida,
es gibt aber eine neue Attraktion,
die wir noch nicht kannten,
nämlich „Finding Demo Submarine Voyage“.
 Leider gibt es hier keinen Fastpass
(ein Pass, der einem sagt, wann man wiederkommen soll,
 um so die Warteschlange umgehen zu können)
und so mussten wir warten,
und warten und warten - eine ganze Stunde.
 Die Fahrt an sich dauert auch sehr lange,
mindestens 10 Minuten und dabei macht
 man sich auf die Suche nach Nemo -
den wir schlussendlich natürlich gefunden haben.
 Den Großteil des Tages verbrachten wir in Fantasyland
und Mickey’s Toon Town, aber auch anderes,
 wie z.B. den Big Thunder Mountain mit seinem Rollercoaster,
 haben wir auf Angelinas Drängen nicht ausgelassen.
 Natürlich haben wir wieder zahlreiche Autogramme gesammelt
 und Fotos mit bekannten Disney-Persönlichkeiten geschossen.
 Der Tag an sich war aber anstrengend,
von 9.00 Uhr früh bis 11.00 Uhr Abends waren wir nur unterwegs,
aber das Feuerwerk zum Schluss war ein passender Ausklang.
Disneyland - Mickey Mouse
 
Disneyland - Schloss
Mittwoch, 4. Juli 2007
Long Beach hat uns toll gefallen und so verbrachten
wir auch unseren letzten Tag, den 4. Juli, dort, zuerst waren
wir mit Amis am Strand und am Abend hatten wir dann
 im Hotelgarten den besten Sitzplatz,
 um die diversen Feuerwerke zu sehen.
 Wir waren sehr froh, dass wir hier beim Hafen
 wohnten und nicht irgendwo in LA, eine wirklich
gute Wahl, weil man hier den Stress von
 der Großstadt überhaupt nicht spürt.

Donnerstag, 5. Juli 2007
Wir haben LA den Rücken gekehrt
 und uns aufgemacht auf in
Richtung Palm Springs.
 Heute besuchten wir auch unseren ersten Nationalpark,
 den Joshua Tree Nationalpark, wo wir auch gleich unseren
Jahresnationalparkpass kauften.
 Insgesamt hatten wir vor, 10 Nationalparks zu besuchen
 und so zahlt sich dieser Jahrespass auf alle Fälle aus.
 Am Parkeingang bekommt man eine Karte und
oft auch noch eine Zeitung ausgehändigt,
doch ich rate trotzdem, schon vorher zu planen,
was genau man sich ansehen will,
 denn dann spart man sich die Sucherei
vor Ort und kann mit seiner Zeit besser haushalten.
Wir waren vom Park begeistert,
 Joshua Trees haben wir vorher noch
nie gesehen und die Kinder liebten es -
 trotz Affenhitze - auf den Steinen herumzuklettern.
 Da wir dummerweise aber nicht voll getankt haben,
 unterließen wir die Expeditionstour und sind
 nur die wichtigsten Punkte angefahren.
Danach ging’s zum Hotel in Cathedral City,
 nahe Palm Springs, und glaubt es oder nicht,
als ich aus dem Pool kam, habe ich tatsächlich gefroren,
bei 115°F, also so um die 46°C,
keine Ahnung, was das für ein Phänomen war.

 
Joshua Tree Nationalpark

Freitag, 6.Juli 2007
Es ging weiter Richtung Phoenix/Scotsdale,
wo ich mich am Abend mit einer
weiteren Brieffreundin treffen wollte.
Der Weg dorthin war schon ein Erlebnis.
Eigentlich wolle ich ja ein Buch lesen,
aber ich habe die ganze Zeit nur
aus dem Fenster gesehen
und war über die Vielfalt der Natur
und die Unterschiedlichkeit
 der Abschnitte echt erstaunt.
Zuerst waren wir aber noch im Desert Botanical Garten,
wo wir die höchsten Temperaturen gemessen haben,
 ganze 118°F, umgerechnet 47,7°C.
 Der Garten war wunderschön angelegt,
mit einem tollen Rundweg und vielen verschiedenen Kakteen.
Außerdem gab es zahlreiche kuschelige,
schattige Plätze und alle 20 Meter oder
so war ein Trinkwasserbrunnen zu finden,
der völlig kaltes Wasser lieferte, das war echt angenehm.
 Kakteen findet man in Arizona aber nicht nur
 in einem speziell angelegten Karten sondern überall,
am besten direkt am Straßenrand.
Click for Phoenix, Arizona Forecast

 


Abends habe ich dann wie gesagt meine Brieffreundin Olivia
 getroffen und ihre Familie führte uns in ein Restaurant,
wo bereits Präsident Busch gespeist hat.
 Ãœberall hingen Bush Fotos und der Platz,
 an dem der Präsident gesessen hat,
ist seitdem immer leer,
für den Fall, dass er noch einmal zurückkommt.
 Ihre Begeisterung konnte ich nicht so teilen,
 aber das behielt ich besser für mich,
denn ansonsten kamen wir wirklich sehr gut zurecht
und der Abend war angenehm und lustig, sodass
 wir uns auch für den nächsten Tag noch
einmal für den Vormittag verabredeten.

 
Desert Botanical Garden
Samstag, 7.Juli 2007
Nachdem ich mich von meiner Brieffreundin
verabschiedet habe,
ging es weiter Richtung Grand Canyon.
Da noch Zeit war, als wir ankamen,
 sind wir direkt in den Park gefahren
und uns verschlug es die Sprache.
 So etwas Atemberaubendes habe
ich zuvor noch nie im Leben gesehen.
 Der Canyon war unglaublich tief und riesig.
Mir kam vor, als hätte sie eine riesige
bemalte Wand heruntergelassen (wie z.B. bei der Truman Show),
 denn das konnte doch nicht alles echt sein.
Ich hätte stundenlang da sitzen und auf den
 Canyon schauen können, aber Angelina drängte zum Rückzug,
 denn sie wollte unbedingt noch ins Pool.
Sie hat als einige alle Pools unserer Reise ausprobiert,
sie hielt ja ohnehin tagsüber nur durch,
weil sie wusste, dass sie abends dann ans Pool darf.
Im Hotel buchte ich noch schnell einen
Helikopterrundflug für den morgigen Tag
und da wir so begeistert waren,
 haben wir beschlossen, doch alle zu fliegen,
 obwohl geplant war, dass eigentlich nur ich fliege.
 Doch was kostet die Welt?
So etwas werden wir schließlich nicht wieder machen
 und so freuten wir uns schon auf den nächsten Tag.

 


Sonntag, 8. Juli 2007
Heute war’s soweit, der Rundflug konnte beginnen.
 Ca. 8 Maschinen standen bereit um die
verschiedenen Touristen durch den Canyon zu fliegen,
man kann hier die unterschiedlichsten Flüge buchen,
wir haben uns aber für ein halbstündiges Abenteuer entschieden,
weil es vom Preis noch am akzeptableren war.
Peter durfte neben dem Piloten sitzen
und hat alleine von Grand Canyon rund
 100 Fotos geschossen in der halben Stunde,
der Pilot hat nur mehr gelacht,
 aber ist eh klar, dass das für ihn nichts Besonderes mehr ist,
der macht das schließlich mindestens 10 mal am Tag.
Peter und ich haben den Flug genossen,
 Angelina war nicht so interessiert und Claudia war zwar begeistert -
aber nur solange, bis ihr schlecht geworden ist.
Dennoch hat sie tapfer durchgehalten
und wir konnten den Helikopter sauber verlassen.

Am Nachmittag sind wir dann entlang des Rims
wandern gegangen und auch in ein Stück in den
Canyon hinunter beim South Kaibab Trailhead.
 Tja, hinunter ging es eh noch,
aber hinauf war es dann doch recht anstrengend,
aber im Grunde ging es und die Aussicht war wirklich atemberaubend.
Überall war zu lesen, dass man die Trails nicht verlassen soll,
 weil immer wieder Unfälle passieren
und manches Mal habe ich mich schon gewundert,
 auf welche Felsen sich die Menschen trauen.
 Aber wandertechnisch sind eh nicht viele Leute
unterwegs und so konnten wir den Canyon ganz privat genießen,
was wirklich toll war.
Grand Canyon 1
 
Grand Canyon 2
Montag, 9. Juli 2007
Nachdem wir am Vormittag noch den
Desert View Drive entlang gefahren sind,
 kamen wir ins Indianerland und dann recht zügig nach Page.
Unsere erste Station war die Horseshoebend
und da konnte ich schon mal üben, wie schwer es ist,
 in Sand zu gehen, aber der Blick zur Hufeisenbiege
 war einfach herrlich und hier haben
wir es das erste Mal bereut, keine Weitwinkelkamera
zu haben, denn wir haben sie nicht auf ein Bild bekommen,
 echt ärgerlich, aber dennoch sind die Fotos gut genug geworden,
 um einen Eindruck zu bekommen.

 
Horseshoebend
Danach ging es noch zum Antelope Canyon,
der im Besitz der Indianer ist. Wir haben uns für
 den Upper Antelope Canyon entschieden,
 weil der physisch nicht so anstrengend sein soll.
 Beim Eingang mussten wir unsere Dollars zusammenkratzen,
 denn hier wurde nur Cash genommen und wir,
als Kreditkartenzahler hatten da schlechte Karten.
Die Fahrt zum Antelope Canyon war die reinste Hölle,
wir sind auf einer Ladefläche gesessen
und der Fahrer hat das Auto durch den Sand gejagt,
dass die Kinder es fast nicht geschafft haben,
 sich festzuhalten, da haben wir uns wirklich geärgert und geschimpft -
und erfahren, dass unsere Mitreisenden Deutsche waren,
 die peinlicherweise jedes Wort verstanden haben.
Egal, bei der Rückfahrt habe ich dem Fahrer dann deutlich gemacht,
dass er „angemessen“ fahren muss,
 weil sich die Kinder fürchten und das hat dann auch toll geklappt.
 Der Canyon an sich ist wirklich sehenswert
 und das Licht spiegelt sich herrlich,
was heißt, dass wir auch hier wieder
eine bessere Kamera gebraucht hätten,
um alles genauso einzufangen.

Abends gingen wir relativ früh schlafen,
denn am nächsten Tag war der Tag der Tage,
 unsere Wanderung zur Wave.

 
Antelope Canyon
Dienstag, 10. Juli 2007
Ich muss es zugeben, hätten wir nicht dieses
unwahrscheinliche Glück gehabt,
 Permits für die Wave zu bekommen,
ich hätte in letzter Minute gekniffen.
Die Hitze in Arizona war fast unerträglich und
 ich habe bei weiten nicht das trainiert,
was ich eigentlich wollte und was für mich
 als stark übergewichtige Person auch dringend nötig gewesen wäre.
Aber jetzt gab es kein Zurück mehr und ich hoffte,
dass mich mein Wille zur Wave trug,
 denn meine Kondition würde es sicher nicht tun.

Obwohl ich wusste, dass man so früh wie möglich weggehen muss,
 wollten die Kinder und mein Göttergatte
auf das Frühstück nicht verzichten.
 So kam es, dass wir erst gegen 8.30 Uhr
 Colorado-Zeit zur Wave aufbrechen konnten.
Am Anfang ging alles gut dahin, wir hatten nicht mal 30 Grad und den
Hinweg konnte ich sehr gut bewältigen.
 Der letzte Aufstieg war aber dann nicht mehr ganz so einfach.
 Okay, ich geb’s zu, der Aufstieg war nur für mich unangenehm,
 denn die Kinder waren immer zehn Meter
vor mir und feuerten mich an.
Zu Beginn hatte ich gar keinen Blick für die Schönheit der Wave,
 ich suchte mir den erstbesten Schatten und
war für 10 Minuten tot!
Nach und nach kam das Leben aber wieder retour
 und diese Steinformation ist wirklich einmal
 und bestimmt das schönste,
was ich bis jetzt von Mutter Natur gesehen habe.
Die Steinschichten und die Farben waren wunderbar
 und mittlerweile freute ich mich,
dass ich es hierher geschafft hatte.
Auf dem Weg haben wir Amerikaner,
 Spanier und Deutsche getroffen,
 mit denen wir auch munter geplaudert haben,
 also an diesem Tag wir die Wave nicht nur „Deutsch“.
Nach knapp eineinhalb Stunden mussten
wir uns aber wieder auf den Rückweg machen,
 die Sonne stand schon sehr hoch und es wurde immer heißer.
 Ich schwöre es, der Weg zurück war dreimal so lang,
bergauf, bergab, von flach konnte nicht mehr die Rede sein,
 mittlerweile konnte ich Sand nicht mehr sehen
 und bei der Hälfte der Strecke war ich echt schon erschöpft.
Dummerweise verknöchelte ich mich dann auch noch,
 obwohl ich extra eine Versteifung für meine Knöchel
 mitgenommen hatte und das war dann wohl mein Tiefpunkt,
 denn weder wollte noch konnte ich mehr.
 Mittels Motivation von Peter und den Kindern
 habe ich es irgendwie doch noch zurück geschafft,
aber ich glaube nicht, dass ich jemals in meinem
 ganzen Leben so erschöpft war und die Hitze,
der Thermometer zeigte 116°F an,
also 46,6°C an, war da sicher keine Hilfe!
Schön war’s trotzdem und voller Stolz kann ich sagen,
 ich habe Fotos von der Wave - meine Fotos!

 
Wave

Wave 4
Mittwoch, 11.7.2007
Die Schlacht war geschlagen und heute ging es
weiter und zwar nach Cortez, aber zuvor wollten wir
 uns noch unbedingt das Monument Valley ansehen.
 Leider haben wir heute den ersten Schlechtwettertag erwischt
und das Valley präsentierte sich uns grau in grau.
Daher hielten wir uns nicht zu lange dort aus,
doch sind wir uns einig, dass wir doch noch einmal hin müssen,
um das Monument Valley im Sonnenschein zu sehen.
Aus Jux und Tollerei blieben wir auch noch in 4 Corners stehen -
 sicherlich für Touristen, denn ich bezweifle,
 dass dies wirklich der eigentliche Grenzpunkt ist,
doch wenn schon, dann haben wir uns quasi viergeteilt.
Außerdem können wir sagen, obwohl wir auf einem Foto waren,
waren die Kinder jedes in einem anderen Bundesstaat als wir
(So hätte es auch den ganzen Urlaub bleiben können;-D).

Als wir in Cortez ankamen, war das Wetter immer
noch nicht besser und so beschlossen wir,
den Indoorpool zu nutzen und erst am nächsten
 Tag in den Mesa Verde Nationalpark zu gehen.

Donnerstag, 12.7.2007
Heute stand also der Mesa Verde Nationalpark auf unserer Liste.
 Der erste Weg führte uns zum Visitor Center,
wo wir uns Karten für eine Führung zum Cliff Palace,
 der größten Steinsiedlung kauften.
 Danach ging es auf eigene Faust weiter und es
ist wirklich beeindruckend,
was die Leute da auf die beide gestellt haben.
Solche Felssiedlungen habe ich noch nie gesehen
und ich weiß auch gar nicht, ob es sie überhaupt
 in einem anderen Teil der USA oder einem anderen Land gibt,
aber diese hier waren unglaublich -
die Leute damals müssen wohl Kletterkünstler gewesen sein,
 ich mit meiner Höhenangst wäre da wohl nicht weit gekommen.
 Im Mesa Verde Nationalpark gibt es auch
 einen Stationenweg, der die Entstehung
der verschiedenen Unterkünfte dokumentiert
und das ist wirklich sehenswert.
Um uns den Eintrittspreis zum Balcony House zu sparen,
 haben wir uns entschlossen, ein Stückchen zu wandern
 (wirklich, ich konnte bereits wieder meine
wave-geschundenen Füße gebrauchen)
und von der anderen Seite hineinzuschauen, was auch toll war.

Da wir aber noch an diesem Tag nach Moab wollten,
 mussten wir aber schon langsam auf den
Weg machen und verabschiedeten
 uns schweren Herzens von Cortez.

 
Mesa Verda Nationalpark
Freitag 13.7.2007
Gleich in der Früh machten wir uns auf zum Moab
Adventure Centre und buchten einen Raftig
Ausflug für den nächsten Tag,
dann ging es in die Canyonlands, aber nicht,
ohne vorher noch einen Sprung zum
Dead Horse Point State Park zu machen,
wo wieder der Colorado eine schöne Schleife
 um einen Canyon machte.
Dead Horse Point ist eine Art Halbinse.
 Gemäß einer der vielen Legenden
wurde diese Art natürliche Begrenzung
um die Jahrhundertwende als 'Gehege'
 für wilde Mustangs genommen. Cowboys trieben
die Mustangs in diese Sackgasse zusammen.
 Rechts und links waren nur die Klippen -
eines Tages sollen die Pferde dort ohne Wasserversorgung
zurückgelassen worden sein und sie mussten jämmerlich sterben,
obwohl sie den Colorado River sehen konnten.
Meine pferdeliebende Tochter wollte dann dort ganz schnell
 weg und so erkundeten wir die Canyonlands
und machten dort gleich Picknick,
weil die Mittagszeit eh schon vorbei war.

 
Dead Horse Point
Auf dem Rückweg kam mein Mann auf die
glorreiche Idee unser Vierradfahrzeug
doch mal wirklich auszuprobieren und die Shafer Trail Road
in den Canyon hinunter zu fahren.
Der Weg war steinig und steil,
 links ging der Canyon hinauf,
rechts ging er hinunter und nach der
 Kurve das ganze nochmals spiegelverkehrt.
 Ich hatte zwar jetzt nicht direkt Angst, dort hinunterzufallen,
 doch ich fürchtete mich um unser Mietauto,
war es uns ja vertraglich gar nicht erlaubt,
auf unbefestigten Straßen zu fahren.
 Wären wir den Weg hinuntergegangen,
 hätte es nicht länger gedauert und
wir hätten uns bestimmt nicht so gefürchtet,
 aber Peter meinte, es war toll,
 denn zwei Stunden war das Auto völlig ruhig -
kein Wunder, wir waren ja auch gelähmt vor Angst ;-D
Aber als wir unten angekommen sind,
war es wirklich toll, von hier aus hatten
wir einen tollen Blick und auf einmal
 sind mitten auf der Straße Steinböcke gestanden
 und haben sich auch nicht wegbewegt,
 als sie das Auto hörten. Dennoch,
 ich kann mich nicht erinnern,
 jemals glücklicher über eine asphaltierte
 Straße gewesen zu sein,
als an diesem Tag und ich schwor mir,
 meinem Mann keinen Gefallen mir zu tun.
Canyonlands1
 

Samstag, 14.7.2007
Dieser Tag war wirklich einmalig.
Am Morgen machten wir uns auf,
 um den Colorado River mittels Raftingboot zu erkunden.
Die Sonne strahlte, am Himmel war keine einzige Wolke zu erblicken,
 die Landschaft war traumhaft schön
und das Beste war, dass wir auf der Fahrt zum
River eine österreichische Familie kennen gelernt haben,
mit der wir gleich eine Gruppe bildeten
 und den Vormittag zusammen verbrachten.
Da es nur vier Rapids, also Stromschnellen, gab,
 wäre die Fahrt eigentlich recht ruhig gewesen,
wären da nicht die Mitstreiterboote gewesen,
 die immer wieder mit Paddeln oder Kübeln versuchten,
 einem nass zu machen - Wasserschlachten
nannte sich das und obwohl ich als einzige
 in unserem Boot das Boot nicht verlassen
hatte um eine Runde zu schwimmen,
war ich dennoch durch und durch nass.
Eine Familienraftingtour ist auf alle Fälle
zu empfehlen und hat uns tierisch Spaß gemacht.

Click for Moab, Utah Forecast

 



Am späteren Nachmittag haben wir uns dann
aufgemacht in den Arches Nationalpark mit seinen
wunderschönen Steinbögen.
 Hier haben wir alle Steinbögen abgeklappert,
die als „Easy Walk“ eingestuft waren und so
konnten wir einen guten Querschnitt von
wunderschöner Natur sehen.
Hier im Südwesten der USA bekommt
 man einfach einen anderen Blick für die
Schönheit unserer Welt und obwohl ich die
Natur immer schon respektiert habe,
habe ich jetzt doch noch mehr Ehrfurcht davor.

 
Arches - Windows

Balance Rock
Sonntag, 15.7.2007
Drei Nächte Moab waren schnell vorbei
 und weiter ging es zum Bryce Canyon.
An diesem Tag war das Wetter wieder
 relativ schlecht und es hat sogar geregnet,
also machten wir dort mehr oder weniger
 â€žView Point Hopping“, was soviel heißt,
wie hinfahren zum Aussichtspunkt,
Fotos machen und vor dem nächsten Regen
wieder rein springen ins Auto.
Wenn man in Österreich Nationalparks besucht,
 dann sind sie mehr oder minder gleich,
wunderschön, aber nicht sehr abwechslungsreich.
 Deshalb waren wir so begeistert,
dass es in den  USA so ist, dass jeder,
wirklich jeder Nationalpark sich grundlegend
 von den anderen unterscheidet.
 Bryce Canyon National Park
ist bekannt für seine hufeisen-förmigen Amphitheater,
 die im Laufe der Jahrhunderte durch Erosion geformt wurden.
 Auch hier gibt es einen Arch,
 obwohl der Name eigentlich auf eine Brücke deutet,
 die Rainbow Bridge wurde fälschlicherweise
 so genannt, stört aber nicht weiter.

 
Bryce Canyon
Übernachtet haben wir vor dem Toren des Nationalparks,
 im Ruby’s Inn, das sogar auf den meisten Straßenkarten
 eingezeichnet ist, kein Wunder,
das Gelände gleicht einem kleinen Dorf mit Campingplatz,
Zeltplätzen, Restaurants, hauseigenem Supermarkt
und vielem mehr.

Montag, 16.7.2007
Bevor wir uns nach Las Vegas aufmachten,
 hielten wir noch im Zion Nationalpark, dem einzigen Nationalpark,
der für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist und
dessen Herz nur mittels Shuttlebus zu erreichen ist.
 Das stört aber überhaupt nicht, denn die Busse verkehren
 in 10 Minuten Takt und bringen einen überall hin.
 Wüstenlandschaft und riesige Fels-Skulpturen
existieren hier neben Wasserfällen und Schluchten.
 Hier wollen wir unbedingt noch einmal zurück
 kommen um ein bisschen zu wandern,
 weil der Park wunderschön ist, am besten
 gefällt mir, dass der Virgin River durch das ganze Tal
schlängelt und entlang des Flusses sind wir dann auch ca.
eine Stunde gewandert, wir am Weg,
die Kinder im Fluss, was ihnen am besten gefallen hat.

 
Zion Nationalpark
Am späten Nachmittag sind wir dann nach Las Vegas
 gekommen und haben unser Hotel, das MGM,
zurzeit das zweitgrößte Hotel auf der ganzen Welt,
 rasch gefunden. Zuerst machten wir uns auf den Weg zum Pool,
 dann dieser war der Grund für die Buchung des Hotels,
vier Pools und ein River sowie zahlreiche Spas,
also Whirlpools waren hier zu finden.
Leider machten wir den Fehler und gingen nicht zum River
 sondern zu einem Pool und hier gefiel es
uns überhaupt nicht, weil der Poolrand mit
Alkoholflaschen voll gestellt war und auch
 im Pool wurde ohne Unterbrechung getrunken.
 Das fand ich echt störend,
 der River war dann aber wohl der Familienbereich
und hier war es echt angenehm und die Kinder
waren ohnehin nur im Wasser zu finden.

Abends machten wir uns dann auf, um den Strip zu erkundigen.
Claudia und Angelina waren von den vielen Lichtern
 einfach begeistert und auch uns hat die Atmosphäre hier gefallen.
Vor dem Bellagio haben wir uns die
Wassershow angesehen und ansonsten
 â€žnur“ Hotelsightseeing gemacht.
Auch hier gab es etwas Störendes, der Strip
 war nämlich voll von Männern, die für diverse
Nachtclubs Karten nackter Frauen verteilten.
Obwohl wir nie welche bekamen,
weil wir Kinder hatten, war das dumm,
 vor allem, weil den Mädels aufgefallen ist,
 dass alle welche bekommen,
nur wir nicht und die Erklärung, was denn das sei,
 stieß auf Unverständnis, weil sie sich nicht erklären
konnten, warum Männern nackte Frauen gefallen -
naja, hoffentlich bleibt das noch lange so.

Die Hotelanlagen sind unvorstellbar groß,
die meisten der 20 größten Hotels der Welt befinden
sich in Las Vegas. Da geht man und geht
man und wenn man nach 10 Minuten wieder zur Seite schaut,
 ist das gleiche Hotel immer noch da
- echt, keine Übertreibung!
Am Venetian, das so circa bei der Hälfte des Strips liegt,
haben wir dann umgedreht und es für diesen Tag gut sein lassen.

Dienstag, 17.7.2007
Heute haben wir uns ein tolles Frühstücksbuffet in
unserem Hotel geleistet und Peter hat das
erste Mal seine geliebten Eier mit Speck bekommen.
 Der Preis war gar nicht mal so schlimm
 und wir haben uns die Bäuche so voll geschlagen,
dass wir erst abends wieder etwas aßen.
Danach wollten wir Karten für eine
Show kaufen und auf dem Weg zum
Kartenbüro wurden wir abgefangen und jemand wollte,
 dass wir uns ein Hotel ansehen
 und dafür sollten wir Karten
 für eine Show unserer Wahl um 75 % ermäßigt bekommen.
Natürlich fragten wir uns,
 wo der Haken ist, aber wir haben uns doch überreden lassen.
Der Haken war,
dass es nicht nur eine Hotelbesichtigung war,
sondern sie wollten uns gleich ein
ganzes Hotelzimmer verkaufen,
 jährlich für eine Woche,
es war also eine Verkaufsveranstaltung.
Aber egal, wir haben uns das angehört,
die Präsentation war wirklich lustig
und am Ende hatten wir zwar
immer noch kein Hotelzimmer gekauft,
weil es zu teuer gewesen wäre,
 obwohl das Konzept toll war,
 dafür aber unsere Karten für die Rittershow
 für diesen Abend im Excalibur und
 dass wir $ 50,-- anstatt von über $ 220,--
 bezahlt haben, war das ganze allemal wert.

Den Nachmittag verbrachten wir wieder am Pool
und abends ging es eben zur Show,
die wirklich toll war. Vor allem war es eine Dinnershow,
d.h. das Essen war inklusive, es gab Drachenblut (Tomatensuppe),
Hühnchen mit Kartoffeln und einem Riesenbrokkoli
und Apfeltaschen, dazu Softdrinks soviel man wollte.
Ein toller Abend. Las Vegas ohne
 Show wäre ohnehin nicht Las Vegas gewesen!

Click for Las Vegas, Nevada Forecast

 


 
Las Vegas - Strip

Las Vegas MGM

Mittwoch, 18.7.2007
In der Früh fuhren wir heute zum Hoover Damm,
weil Peter den unbedingt sehen wollte,
meiner Ansicht nach ist er nicht wirklich sehenswert.
Sicher ist es ein beeindruckendes Bauwerk,
 aber ich denke, dafür extra hinzufahren, lohnt sich nicht.
Aber egal, wir waren dort, wir haben es gesehen,
 passt schon. Dann sind wir in die Ethel’s Chocolate Factory gefahren,
weil wir das den Kindern versprochen hatten
und es war echt interessant,
wie dort Schokolade hergestellt wird, vor allem,
weil es auch Kostproben gab;-D
Leider ist es sehr teuer dort und so haben wir beschlossen,
 dass unsere Familie zu Hause sich
 mit den Bildern der Schokolade zufrieden geben muss.

Nachmittags haben wir entschieden,
den Strip von der anderen Seite zu machen,
wir kauften uns Karten für die Monorail
und sind rauf bis zum Sahara gefahren
und dann die Strecke bis zum Venetian runtergegangen,
 da waren tolle Hotels dabei,
 den Kindern hat das Circus, Circus am besten gefallen,
ich fand es aber doch ziemlich heruntergekommen
 im Vergleich zu den anderen,
 wie z.B. dem Ceasar’s Palace,
 The Mirage, Venetian,
aber unser nächstes Hotel in Las Vegas
- und wir kommen sicher wieder -
wird höchstwahrscheinlich das Mandalay Bay,
 weil die Poolanlage da wirklich der Wahnsinn ist.
Das Mandalay Bay liegt zwar am Ende des Strips,
aber eine Monorail bringt dich gratis zum Excalibur
und das liegt auf gleicher Höhe wie das MGM.
 Oder das Venetian, weil es total zentral liegt,
 oder das Mirage, oder, oder, oder…..
Während Peter unbedingt den Rollercoaster
im New York, New York ausprobieren wollte,
 haben die Kinder und ich in dieser Zeit
mein gesamtes Geld verspielt, war aber nicht viel.
 Als wir abends ins Hotel kamen,
bekamen wir unbeabsichtigt einen Streit im Nebenzimmer mit.
Die Frau hatte das ganze Geld des Mannes verspielt,
 er war fuchsteufelswild,
sie weinte und schrie immer nur
 â€žI’ll pay you back, I’m sorry“
 und da hat sie mir total leid getan,
sicher selbst schuld, aber trotzdem.
 Tja, auch das ist Las Vegas.

Donnerstag, 19.7.2007
Schweren Herzens verließen wir Las Vegas
und machten uns auf, um das Death Valley zu erkunden.
 Hier waren wir also mitten in dieser riesigen Steinwüste,
weder vor uns noch hinter uns war irgendein
Auto zu sehen, komischerweise fühlten
wir uns aber gar nicht einsam, denn die Landschaft -
 oder was von ihr übrig blieb - war echt beeindruckend.
 Der Death-Valley-Nationalpark ist ein
Hitzepol der USA, dennoch schafften
es die Temperaturen an diesem Tag nicht,
die gemessenen 118°F von Phoenix zu übetreffen.
 Der Nationalpark liegt östlich der Sierra Nevada,
zum größten Teil auf dem Gebiet Kaliforniens
und zu einem kleineren Teil in Nevada.
 Der tiefste Punkt des Tales liegt 85,5 Meter
 unter dem Meeresspiegel und natürlich
 haben wir den auch besichtigt,
 Badwater Basin, und hier trafen
 wir dann erstmals auch andere Menschen.

Da wir nicht im Death Valley übernachten
wollten, führen wir weiter nach Lone Pine,
 einem verschlafenen Nest vor dem Mount Whitney
und den Alabama Hills. Hier ist wirklich tote Hose
 und wir hatten Glück, einen Supermarkt zu finden.
 Von Supermarktkost haben wir großteils
den ganzen Urlaub über gelebt,
denn wir wollten absichtlich dem Fastfoodwahn
 trotzen, aber es ist unglaublich, wie teuer
 Obst oder Mineralwasser in den Staaten ist.

 
Click for Death Valley, California Forecast

 


Death Valley
Freitag, 20.7.2007
Heute stand als erstes die Geisterstadt „Bodie“,
der Stadt, in dem angeblich früher die Lust und
Leidenschaft herrschte.
 William Bodie hatte 1859 an dieser Stelle Gold gefunden,
 eine Stelle mitten im Nirgendwo
(die nächste Dirtroad, die wir befahren haben).
Bodey verließ die Stelle um seine Familie zu
holen und Geld abzubauen, verstarb aber auf der Reise.
Seine Familie gründete dann diese Stadt und
mit den Jahren kamen bis zu 10.000 Glücksritter.
 Angeblich war diese Stadt eine der wildesten
 und gesetzlosesten Goldgräberstädten der USA,
 im Prosepkt von Bodie steht,
 dass Reverend Warringten meinte,
 Bodie sei „a sea of sin,
 lashed by the tempests of lust and passion“.
Na dann, wäre wohl interessant gewesen,
dort zu leben. Heute sind nur mehr
 ca. 70 Häuser und die Goldmine vorhanden,
der Rest fiel einem großen Brand zum Opfer.

 
Bodie Ghosttown
Danach ging es weiter zum Yosemite Nationalpark
über den Tioga Pass, der nur im Winter zugänglich ist.
 Die Gegend hier ist wunderschön,
mit vielen Bergseen und unglaublicherweise
haben wir sogar Schnee gesehen.
Von dem heißesten Punkt der USA zu Schnee
 in einem Tag, das ist doch eine Reise.
 Die Aussicht von Pass ist atemberaubend
 und ich freute mich richtig,
 den Half Dome zum ersten Mal zu sehen.
 Leider schafften wir es nicht, die Glacier Point Road zu fahren,
 das wollte ich eigentlich wegen der tollen Aussicht,
aber ich bin sicher, für einen ersten Eindruck
haben wir hier auch viel gesehen.
 Die Kinder sind dann im Fluss baden gegangen
 und ich habe mal alle Viere von mir gestreckt und die Sonne genossen
, bevor wir in die Yosemite View Lodge einzogen,
 direkt am Südeingang des Parks
mit tollen Mountain View und sage
 und schreibe 5 Outdoorpools, 1 Inndoorpool und 13 Spas.
 Peter und ich hatten einen Spa für uns alleine,
das war vielleicht herrlich,
unser Zimmer lag keine 30 Sekunden entfernt!

 
Yosemite Nationalpark



Samstag, 21.7.2007
Am Morgen meinte ich schon,
die Rufe von San Francisco zu hören,
wie gut, dass wir gleich darauf losgestartet sind.
Heute sind wir durchgefahren,
um ja bald in der angeblich
schönsten Stadt der USA zu sein.
 Kurz vor SF kamen wir dann aber in einen Stau,
weil wir die kostenpflichtige Bay Bridge
 Ã¼berqueren mussten und so eine Stunde Zeitverzögerung entstanden ist.

 


Ins Hotel Best Western Carriage Inn konnten
wir gleich einziehen und so machten wir uns
 kurz nach Mittag bereits auf, um zu
Fuß die Umgebung zu erkunden.
 Leider war die Umgebung nicht so toll.
Das Hotel lag in der Nähe des Civic Centers
 und leider hielten sich hier sehr viele Obdachlose auf.
Die Kinder, die zuvor in ihrem Leben noch
nie einen Obdachlosen gesehen hatten,
waren sichtlich geschockt, doch auch mich
 hat die Situation hier nicht nachgelassen.
 Wenn es stimmt, dass der Bürgermeister von SF
dagegen schon lange etwas tut,
dann möchte ich nicht wissen,
 wie viele es früher waren,
oder seine Bemühungen haben fehlgeschlagen.
Wie auch immer, so schnell wie möglich
verließen wir diese Gegend und
machten uns auf dem Union Square,
 wo wir unser erstes Cablecar trafen.
Hier ist auch gleich der Turnaround,
also wie die Cablecars umgedreht werden
und da war es schon toll, zuzusehen.
 Dann haben wir uns mal das Künstlerviertel angesehen,
 das mir ausnehmend gut gefallen hat.
 Danach sind wir die Hügel zu Fuß rauf,
um schließlich nach Chinatown zu gelangen.
Frisco hat ja die größte Chinatown in den USA.
Hier war es toll und wir sind das erste
Mal wirklich dem Kaufwahn verfallen.
 Aber warum auch nicht, es war viel billiger als alles,
 was wir bisher gesehen haben,
 um 1 $ bekam man hier z.B. 10 wunderschöne Postkarten.
Der Tag klang wie schon die Abende zuvor am Pool aus,
der hier aber im Partnerhotel gegenüber war,
unser Hotel hatte keinen eigenen Pool,
 dafür musste man nur aus dem
Zimmer gehen und kam zum Spa,
 da kann man auch reinhüpfen, wenn die Kinder schon schlafen.

 
San Francisco Skyline


Sonntag, 22.7.2007
Heute habe ich wieder eine Brieffreundin getroffen,
dieses Mal Katherine aus San Jose,
die mich vom Hotel abholte und
mit uns eine richtige Touristenführung machte.

Zuerst ging es auf die Twin Peaks, aber da alles noch
voller Nebel, konnten wir fast nichts sehen.
Weiter ging es zur Transamerica Pyramid,
für mich neben der Golden Gate Bridge das
Wahrzeichen von San Francisco, und danach
zum Coit Tower. Mittlerweile hat sich der
Nebel verzogen und wir hatten einen tollen Blick
über die Stadt, nur die Golden Gate Bridge
war in eine dicke Wolkendecke gehüllt.
 Nach dem Coit Tower ging es zur Fisherman’s Warf und Pier 39,
 wo ich am Markt das teuerste Obst
des ganzen Urlaubs gekauft habe
und wo wir zum allerersten Mal in einem Hardrock Cafe gegessen haben.
 Peter hat sogar sein Bierglas als Souvenir mit bekommen.
Das Essen war lecker und die Atmosphäre wirklich toll,
 kann ich nur empfehlen.

Wir haben auch versucht, für Dienstag
 Karten für Alcatraz zu bekommen,
 aber die Touren waren eine Woche im Voraus ausgebucht,
 Ã¤rgerlich, schließlich hätte ich auch
über Internet buchen können.
Naja, d.h. wir müssen mal wieder kommen,
man muss sich ja immer etwas aufheben.

Mit all dem Sightseeing war der Tag schnell um
 und Katherine und ich mussten uns schon wieder verabschieden,
 ich bin echt froh, dass ich mit allen Brieffreunden so gut zurückgekommen bin.
Click for San Francisco, California Forecast

 



Montag, 23.7.2007
Heute hatten wir wieder den Tag für uns und
so fuhren wir über die Golden Gate Bride zum
Muir Woods Nationalpark, der letzte Nationalpark
 auf unserer Liste, obwohl das mehr ein Nationalmonument ist.
Die Brücke war noch Nebel verhangen
und wir bezweifelten schön langsam,
ob wir sie jemals frei zu Gesicht bekommen.
Dennoch haben wir uns nicht lumpen lassen
und sind die Brücke bis ca. zur Mitte rübergegangen
und wieder retour. Da wird einem erst wirklich bewusst,
 wo wir eigentlich sind, wie oft wir das
ganze schon im Fernsehen gesehen haben
und wie oft wir uns schon dorthin gewünscht
 haben und jetzt waren wir wirklich hier.

Im Muir Woods stehen herrliche Redwoodbäume
 und die haben mich mehr begeistert als die Sequoias,
die wir im Yosemite Nationalpark gesehen haben.
Der Park ist zwar nicht sehr groß, aber nett angelegt.
 Wir sind hier nur den Haupttrail gegangen, das war für uns ausreichend.

Danach sind wir zum Muir Beach gefahren, eine tolle Ecke,
 wahrlich ein Geheimtipp, denn wir waren fast alleine am Strand,
 der eher einer Bucht gleich. Peter und die Mädels scheuen
 ja kaltes Wasser nicht aber dieses war wirklich eisig,
 ich bin nur mit den Füssen rein, mehr war da wirklich nicht drin.
 Witzigerweise habe ich hier meinen ersten Sonnenbrand bekommen
- an der „kältesten“ Ecke unseres Urlaubs.

Bei der Rückfahrt hatten wir dann doch noch das große Glück,
 die Golden Gate Bridge ohne Nebeldecke zu sehen
 und da haben wir gleich zahlreiche Fotos geschossen,
das war wirklich ein toller Anblick.
San Francisco Golden Gate Bridge
 
Muir Woods  Redwoodbäume
Dienstag, 24.7.2007
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten hatten wir bereits gesehen
 und so beschlossen wir am letzten Tag, den 49-Mile-Drive,
 den Rundweg San Francisco zu machen.
So sind wir noch zum Cliff House gekommen,
zum Golden Gate Park, zum Presidio und
zum tollen Alamo Square, wo man viktorianische Häuser
vor der Skyline San Francisco bewundern kann.

Während der Rest der Family mal wieder am Pool war,
 schmiss ich mich vor den Fernseher, um zum
3 Mal „The Devil Wears Prada“ anzusehen,
 ich hoffe, die führen so einen HBO Kanal auch bald in Österreich ein.

Mittwoch, 25.6.2007
Wir verließen also San Francisco um den Coast Highway
 nach Pismo Beach zu fahren.
Eigentlich wollten wir uns in Monterey noch das Aquarium ansehen
 und auch noch Hearst Castle, beschlossen aber aufgrund
 des tollen Wetters, doch einfach die Küste zu genießen.
Der Weg zog sich ohnehin, doch das fiel gar nicht auf,
weil wir an zahlreichen Stellen stehen blieben,
die Aussicht genossen, oder die Füße ins Meer baumeln ließen.
 Knapp vor Pismo Beach haben wir dann auch
 â€žElephant Seals“, also See-Elefanten gesehen -
 und das in freier Natur und im Rudel.
Dem See-Elefanten Mann geht’s da gut
 (oder schlecht, wie man’s nimmt), denn er hat bis zu 20 Frauen,
muss aber immer wieder gegen andere Männchen kämpfen.
California Coast Highway
 
Seeelefanten in freier Natur
In Pismo Beach direkt hatten wir dann das beste Hotel der ganzen Reise,
 das Best Western Shorecliff Lodge,
direkt am Meer mit Blick darauf und den verschiedensten
Seevögeln vor der Haustür.
 Hier konnten wir vom Zimmer aus Delfine und Wale beobachten
und das war ein ganz besonderes Erlebnis.
Am späten Nachmittag haben wir uns mit der Familie,
 mit der wir rübergeflogen sind, getroffen,
denn die haben sich für vier Wochen ein Haus in Grover Beach,
gleich in der Nachbarortschaft gemietet,
 und haben den Abend im Pier und bei ihnen zu Hause verbracht.
 Es war echt angenehm, endlich wieder mit jemandem Deutsch zu sprechen.

 
Pelikane in Pismo Beach
Donnerstag, 26.7.2007
Wir fuhren wieder Richtung Los Angeles,
blieben aber zuvor in Simi Valley stehen,
 weil ich unbedingt in der Ronald Reagan Library
die Air Force One sehen wollte.
 Dieses Museum hat sich ganz dem Leben
des ehemaligen Schauspielers und US Präsidenten
verschrieben und war wirklich wunderbar anzusehen.
 Besser wäre es gewesen,
 ich hätte mir vorher die Biographie
 Ronald Reagans durchgelesen,
dann wäre es noch interessanter gewesen,
aber auch so war es aufschlussreich,
 ich wusste z.B. nicht, dass er einmal angeschossen wurde.
 Neben Liebesbriefen, Tagebüchern und zahllosen Fotos,
konnte man auch sein Röntgenbild
mit dem Projektil sehen, ebenso wie
ein Video seiner Operation,
 daneben sein Wahlkampfauto,
eine genau Rekonstruktion des Oval Office
 und viele weitere, für sein Leben wichtige Stationen.

 
Air Force One
Danach ging es weiter nach Santa Monica an den Strand,
wo wir unseren letzten Tag noch ausklingen lassen wollten.
 In Santa Monica lebt die Legende von Baywatch.
Rote Bojen, gelbe Lifeguard Autos,
Jet-Skis und durchtrainierte junge Männer
soweit das Auge reicht!
 Kein Wunder, dass ich nur einmal im Wasser war,
den Rest habe ich auf unserem Platz
nahe einem Rettungsturm verbracht.
Abends sind wir dann auf den Pier gegangen,
 haben uns zahllose Straßenkünstler angehört,
 ein bisschen in der Spielhalle unser Glück versucht
und sind mit dem Rollercoaster gefahren.

 


Freitag, 27.7.2007 / Samstag, 28.7.2007
Heute war es also soweit. Nachdem wir am
Vormittag noch einmal entlang des Meeres in
Santa Monica spazieren gingen, mussten
 wir gegen 15.00 Uhr
unser Mietauto zurückgeben und mit dem
Shuttle zum Flughafen fahren.
Leider ging unser Flug erst gegen 22.00 Uhr
und so war die Wartezeit extrem lang,
 wir haben sie uns aber mit Uno spielen deutlich verkürzt.
 Der Flug nach London war ohne besondere Vorkommnisse
, der Flug nach Wien dann war aber nicht so lustig,
denn wir kamen in ein Gewitter.
Das Flugzeug war total finster,
draußen hat man nur die Blitze gesehen und
als auf einmal kurz vor der Landung überall
die Beleuchtung für den Notausgang anging,
 traf mich fast der Schlag.
Zum Glück sind wir ohne Probleme gelandet,
aber wir durften nicht aussteigen.
 Ich habe den Piloten nicht komplett verstanden,
aber irgendwie war das Flugzeug
elektrisch aufgeladen und deshalb durften wir nicht gleich raus.
 Nach einer halben Stunde hat sich das
 aber dann auch erledigt gehabt und
eine weitere halbe Stunde später wurden
 wir dann mit einem großen Plakat von meinen Eltern,
 meiner Schwester und ihrem Freund
in der Ankunftshalle erwartet
 Das fand ich toll, ich wollte schon
immer mit einem Schild abgeholt werden,
 offensichtlich haben sie uns zu Hause
doch ein bisschen vermisst.

Alles in allem könnt ihr unschwer erkennen,
dass uns der Urlaub wahnsinnig gefallen hat,
 wir werden auf alle Fälle wieder in die USA reisen,
weil es für mich und meinen Mann
das schönste Urlaubsziel überhaupt ist!


UsaUsa