USAFreunde




Buff_Usa1_2008_1


Die Reise ging am 28.05.08 los.
Der Flug mit Delta von Düsseldorf zunächst
nach Atlanta war ganz angenehm und relativ kurzweilig.

Leider gab es in der Maschine kein Inseat-Entertainment.
Es waren an der Decke kleine Monitore angebracht
und im Bereich der Notausgänge gab es
in der Mitte einen großen Flachbildschirm.

Da wir ziemlich nahe an dem Großen Bildschirm saßen,
konnte man die 4 neuen Spielfilme gut verfolgen.
In Atlanta gab es dann ca 3 Std. Aufenthalt und
anschließend noch 4 Std. Flug nach Las Vegas.

Der zweite Flug war dann doch ziemlich anstrengend,
obwohl wir Plätze am Notausgang,
und damit mehr Beinfreiheit hatten.

In Las Vegas sind wir dann mit dem Shuttlebus
zu den Autovermietern gefahren,
die sich ja inzwischen alle in einem großen Parkhaus befinden.


 




Am Alamo-Schalter mußten wir ziemlich lange warten,
obwohl nur 3 oder 4 Kunden vor uns dran waren.

Von der vorgebuchte Equinox/Midsize SUV-Klasse
war kein Wagen mehr vorhanden.
Wir erhielten dann ein kostenloses Upgrade auf
Standard-SUV und haben uns aus der inzwischen
sehr kleinen Choice Line für einen
Toyota-Highlander entschieden.
Der hatte erst ca. 5000 Meilen auf dem Buckel
und war ziemlich groß und komfortabel.


Car7



Von Alamo aus ging es dann zum
vorgebuchten Luxor Hotel.

Wir hatten die billigste Kategorie ausgewählt,
nachdem ich aber freundlich nach einem Zimmer
 mit schönem Strip-View fragte,
bekamen wir ein kostenloses Upgrade
auf ein Zimmer im Westtower, die ja größer
und komfortabler als die Pyramidenzimmer sein sollen.


Luxor1



Im Luxor

Am nächsten Tag war dann erst einmal
Einkaufen im Wal Mart und im
Outlet Center südlich des Flughafens angesagt.

Abends haben wir dann die kostenlose
Hochbahn zwischen Luxor, Mandala Bay und
New York New York benutzt und sind etwas
auf dem Strip rumgelaufen.

Es war angenehm warm, aber nicht so heiß,
wie man es von Las Vegas zu dieser Jahreszeit kennt.


House_of_Blues


House of Blues im Mandalay Bay.

Hier treten Bands auf und es gibt einen Souvenierladen.
Die Fassade ist sehr fantasievoll gestaltet
und besteht zum Teil aus Wegwerfartikeln wie z.B. Kronkorken.


New_Yor_New_York



Spaziergang am Strip


Excalibur

Nachdem wir im Luxor lecker gegessen haben,
wurden noch ein paar Dollar an den Automaten verspielt,
sowie ein paar Buds auf Kosten des Hauses getrunken
(natürlich mit Tipp für die Bedienung).


usa_

Am nächsten Morgen gab es ein überaus
empfehlenswertes Frühstücksbuffet im Luxor.
Nach dem Auschecken haben wir dann
Las Vegas über die Blue Diamond Road verlassen
und sind über Pahrump ins Death Valley gefahren.

Der erste Stopp war am Zabriskie Point.
So kurz vor Mittag waren die Lichtverhältnisse
natürlich nicht so ideal zum Fotografieren,
allerdings hat mich die Landschaft
auch so stark beindruckt

Die Temperatur im Death Valley war total angenehm,
etwa gefühlte 30 - 32 Grad.


Death_Valley1


Zur gleichen Zeit war ein Reisebus eingetroffen
und man konnte gut verfolgen wie der
Ablauf einer solchen geführten Reise ist.

Die Leute sind ausgestiegen, den Berg hoch gelaufen,
haben 3 Fotos geschossen und dann wieder
runter zum Bus und abgefahren.

Das wäre nichts für mich. Man hat dann doch
lieber etwas mehr Zeit, um die Landschaft zu genießen.


Death_Valley_1


Death_Valley_2


In Furnace Creek haben wir dann eine Pause gemacht
und anschließend nach einem Halt an den Sanddünen,
hinter Stovepipe Wells zum Mosaic Canyon hochgefahren.

Ich bin dann den Trail in den Canyon gelaufen,
wo es absolut ruhig und schön war.
Auf dem Rückweg habe ich ein deutsches Paar getroffen
und mich noch etwas mit ihnen unterhalten.


Death_Valley_3

Ich muß erwähnen, daß meine Frau wegen Knieproblemen
keine größeren Strecken laufen kann und ich
solche Wege dann alleine gehen muß.


Death_Valley_4


Dadurch können die richtig großen Trails
nicht von uns in Angriff genommen werden.


usa_


Bei der Fahrt in Richtung Lone Pine gibt
es einige schöne Ausblicke auf die High Sierra.


Lone_Pine


In Lone Pine angekommen,
sind wir dann erst mal in die Alabama Hills gefahren.


Lone_Pine_1


In 2004 haben wir diese Highlight leider links liegen gelassen.
Die Alabama Hills sind wohl eine Art stark
verwittertes Vorgebirge der High Sierra.

Hier sind wohl jede Menge Western gedreht
worden und es gibt die sogenannte Movie Road,
die sich ungeteert durch die Steine windet.


 




An diesem Ort würde man sich nicht wundern
wenn John Wayne oder Fuzzy, von einer
Horde Indianer verfolgt, vorbeigeritten kämen.


Alabama_Hills


Alabama_Hills_1


Die Movieroad ist labyrintartig verzweigt
und nicht leicht zu überblicken, da es überall
Abzweigungen gibt, die in Sackgassen enden.
Es soll hier auch einige Arches geben,
die wir aber nicht gefunden haben.

Wir haben aber auch nicht mit aller Energie danach gesucht,
eil uns die Landschaft auch ohne Arch sehr gut gefallen hat.


Alabama_Hills_2


Alabama_Hills_3


Die Felsen sind nicht so glatt wie sie aussehen,
sondern haben eine rauhe Oberfläche.
Man kann also gut darauf herumklettern
und einen geeigneten Fotostandort suchen.


Alabama_Hills_4


Alabama_Hills_5


Alabama_Hills_6


Die Wege in den Alabama Hills sind größtenteils
nicht beschildert. Es soll einen Ausfahrt geben,
die hinter Lone Pine wieder auf die 395 im Owens Valley führt.
Die haben wir aber auch nicht gefunden,
so daß wir die gleiche Strecke wieder retour gefahren sind.

Hierbei ergaben sich wieder neue Fotomotive. ;O)


Alabama_Hills_7


Diese Formation hat es mir besonders angetan.


Alabama_Hills_8


Wahrscheinlich sind die Alabama Hills morgens
eine bessere Fotolokation, allerdings
sind sie auch nachmittags nicht zu verachten.


Alabama_Hills_9


Da es in Lone Pine nicht so viele Motels
gibt und wir noch nicht zu müde waren,
sind wir noch bis Bishop weitergefahren
und dort im Motel 6 eingekehrt.
Die Strecke bis dahin hat sich noch ganz schön gezogen.
Wir waren aber am nächsten Tag froh, dieses Stück gespart zu haben.


usa_


Nachdem wir in Bishop übernachtet haben,
ging es auf der 395 weiter Richtung Norden.
Nicht weit hinter Bishop hat ein Schild mit
der Aufschrift "Hot Creek" unsere Aufmerksamkeit erregt.
Ich hatte bereits verschiedentlich gelesen,
daß es im Owens Valley mehrere heiße Quellen geben soll.
Die Straße zum Hot Creek war zunächst geteert
und später unpaved, aber gut zu befahren.

Das Flüßchen lag romantisch in einem kleinen Canyon
und vom Parkplatz konnte man auf einem
Serpentinenpfad zum Creek runterlaufen.


Hot_Creek


Auf einem Schild stand, daß hier bereits
14 Menschen beim Baden ums Leben gekommen sind.
Sie hatten sich beim Schwimmen im Fluß verbrüht,
als besonders viel kochendes Wasser aus den Quellen kam.

Deshalb war der Zugang gesperrt.
Man kam also nicht bis ans Wasser.
Meines Erachtens ist das Tal aber trotzdem sehr sehenswert.


Hot_Creek_1


Die ganze Gegend war himmlisch ruhig
und zu dieser Morgenstunde die Luft glasklar.


Hot_Creek_2


Owens_Valley_Bishop1



Owens_Valley_Bishop_1


Der nächste Stopp war am Mono Lake.
Leider haben wir die Straße zu den größeren Tufas verpaßt,
die schon ein ganzes Stück vor dem See von der 395 abgeht.

Wir haben uns dann das Besucherzentrum angesehen
und sind anschließend auf hölzernen Stegen
bis zum Seeufer vorgedrungen.


Hot_Creek_3


Die nächste Abfahrt war dann die Straße nach Bodie,
die zuerst geteert und später noch ein
paar Meilen auf Schotter führt.

Die Piste hatte waschbrettartige Querrillen.
Zuerst bin ich ziemlich langsam darüber gefahren,
später aber schneller, weil man dann
nicht so durchgerüttelt wurde.

Nach einem Obulus von 6 Dollar bekamen wir
eine informative Broschüre in deutscher Sprache.
Ursprünglich wollte ich auf einer anderen
ungeteerten Straße wieder auf die 395 zurück.
Davon hat uns aber die Rangerin abgeraten,
da sie noch schlechter sei und es einige
Schneewehen auf der Strecke gab.


Bodie


In Bodie stehen nur noch etwa 5 % der Gebäude,
die es zur Blütezeit um 1880 gab. 1879 hatte Bodie
ungefähr 10000 Einwohner. 1962 wurde Bodie
zum staatlich-historischen Park erklärt und
wird nun im Zustand des sogenannten "erstarrten Verfalls" erhalten.


Bodie_1


Dieses gut erhaltene Fahrzeug
ist ein beliebtes Fotomotiv.


Bodie_3


bar


Nach der Rückkehr auf die 395 sind wir noch
über Markleeville und Sorensen bis zum nächsten
Übernachtungsort South Lake Tahoe gefahren.
Übernachtet haben wir im Motel 6 in
South Lake Tahoe, das trotz Samstag, relativ günstig war.
Abends haben wir bei Applebies gegessen.

Bei der Verpflegung halten wir es so,
daß wir morgens nur einen Kaffee trinken und evtl.
die im Motel angesagten Bagels oder Muffins nehmen,
unterwegs im Auto ein bißchen Obst oder Kekse
und erst abends richtig essen gehen.

Meine Frau ißt meistens Steak
("das können die Amis am Besten"),
ich aber auch schon mal andere
Dinge wie Fisch oder Hamburger.

Meiner Meinung nach kann man Hamburger sowieso
nur in richtigen Restaurants essen.
Die schmecken dort einfach besser.

Am nächsten Morgen sah unser Plan vor,
daß wir am Westufer des Lake Tahoe hochfahren,
und dann wieder auf der Ostseite runter bis Carson City.


 




Als wir langsam aus dem Ortsgebiet
von South Lake Tahoe rausfuhren,
sahen wir vor uns einige Radfahrer,
 die uns Zeichen gaben langsam zu fahren.

Wir wußten zunächst nicht warum, doch dann sahen wir,
daß auf der gegenüberliegenden Straßenseite
ein großer Schwarzbär stand,
der sich anschickte die Straße zu überqueren.


Linien413


Hier im Trubel von SLT hätte ich niemals
einen wilden Bären vermutet.
Es gibt hier so viele Campingplätze
und RV-Parks mitten im Wald. Wahrscheinlich hatte
der Bär Ausschau nach Abfällen gehalten.

Leider haben wir nicht schnell genug
geschaltet um ein Foto zu schießen.

Bei der Weiterfahrt merkten wir, daß immer
mehr Radrennfahrer unterwegs waren.
Teilweise hatte die Polizei kürzere Sperren
für den Autoverkehr errichtet.
Wie ich später von einer Anwohnerin gehört habe,
war an diesem Sonntag ein Volksradfahren
rund um den Lake Tahoe, was so ungefähr einer
Entfernung von 100 Meilen entspricht.

Das erschwerte das Fahren auf der kurvenreichen
Straße erheblich. Die höchste Startnummer
die wir gesehen haben, war so im 3800er Bereich.

Entsprechend viele Räder waren pulgartig
unterwegs und man mußte teilweise höllisch aufpassen,
um niemanden umzunieten.

Bei Gefälle haben einen die schnellsten Fahrer
rechts überholt, beim Anstieg haben die schwächeren
Fahrer ganz schön gewackelt.

Überall am Rand standen Zuschauer mit Plakaten und
haben die einzelnen Vereine angefeuert.
Wenn wir an einem Viewpoint angehalten haben,
mußten wir später die gleichen Radfahrer erneut überholen.


Lake_Tahoe1

Emerald Bay


Lake_Tahoe_1


Der Lake Tahoe hat mir sehr gut gefallen.
Es war zwar sehr viel los, aber es gab genügend
ruhige Ecken zum Genießen.


Lake_Tahoe_2


line-005


Von Carson City aus sind wir dann über
Virginia City nach Reno gefahren.
Die Gegend um Virginia City ist wieder
viel karger, als das die am Lake Tahoe,
aber doch sehr sehenswert.


Carson-City1


Carson-City_1


Der Ort selbst war an diesem Sonntag
von Touristen überströmt.
Wir haben aber trotzdem einen Parkplatz
 für 5 Dolllar bekommen.

Es gibt hier zahlreiche Läden und Kneipen
auf beiden Seiten der Mainstreet,
die höhergelegten Bürgersteige sind aus Holz
und im typischen Westernstil überdacht.

Es gibt hier auch zahlreiche Schmuckläden in
denen man wirklich gute Stücke erwerben kann.
Meine Frau hat in einem Geschäft ein sehr schönes
Bracelette, hergestellt von Künstlern der Zuni erstanden.

Das gleiche Armband habe ich später im Internet
für wesentlich mehr Geld gesehen.
Wir haben den Preis natürlich etwas runtergehandelt.

 
Carson-City_2


Von Virginia City ging es immer bergab nach Reno.


Way_to_Reno


Lassen Volcanic NP


In Reno angekommen sind wir die Virginia Street
bis zum Casinobereich gefahren.
Hier haben wir uns das
Eldorado Hotel Casino ausgesucht.

Ein Haus mit gutem Standard zu
einem relativ günstigen Preis.
Aus dem Zimmer hatte
man einen guten Ausblick
und sah unter anderem eine
riesige Bowlinghalle mit einer
überdimensionalen Bowlingkugel,
die aus dem Gebäude wächst.

Nach einem Einkauf im
Meadowood Mall haben wir das
gute Buffet des Eldorado genossen
 und noch ein bißchen gespielt.

Am nächsten Tag ging es dann in die Berge,
Richtung Lassen Volcanic NP.

Erst ging es ein Stück auf die Interstate,
dann weiter über den HW 70 und schließlich
auf die 89 die durch den Lassen Park führt.

Unterwegs haben wir Abstecher
 zu 2 schönen Seen gemacht.

Der erste war der Frenchman Lake,
der total einsam in den Bergen liegt.
Die Straße führt kurz vor dem See durch
eine malerische Schlucht, mit dunklem Gestein,
vulkanischem Ursprungs.


Lassen Volcanic NP_1


Lassen Volcanic NP_2


Der zweite See war der Lake Davis.
Auch sehr einsam gelegen und nur von
einigen Anglern in Ruderbooten bevölkert.


Lassen Volcanic NP_3


Die Parkstraße im Lassen Volcanic war
erst kurz vor unserer Reise geräumt worden.
Leider war der wichtigste Trail zur
Bumpass Hell noch wegen Schnee gesperrt.
Der Lassen Peak war im Mai 1915 das
letzte mal ausgebrochen.
Es gibt immer noch zahlreiche
vulkanische Aktivitäten im Park.


Lassen Volcanic NP_4



Direkt an der Straße liegt Sulphor Works.
Es handelt sich hier um einige Dampf spuckende
Schwefellöcher und ein paar wabernde Schlammquellen.


Lassen Volcanic NP_5


Sulphor Works


Obwohl die Straße durch den Park
landschaftlich sehr schön ist,
fehlten doch etwas die Highlights.
Die Zeit war einfach noch zu früh.
Also ich würde dort höchstens noch
einmal im Hochsommer hinfahren.
Wer jedoch den Yellowstone kennt,
kann sich den Lassen gewiß sparen.


Lassen Volcanic NP_6


Hier noch ein paar Bilder aus dem Park:


Lassen Volcanic NP_7


Lassen Volcanic NP_8


Lassen Volcanic NP_10


So sehen viele Straßen in der Gegend aus,
Wald, Wald, Wald und überall diese merkwürdigen
knallroten Pflanzen, die in den
tieferen Lagen aus dem Boden sprossen.


Lassen Volcanic NP_9


Vom Lassen war es noch eine ganze Ecke zu fahren,
um nach Redding, unserem nächsten Übernachtungsort zu gelangen.

Wir kamen über den Freeway rein und
wußten natürlich nicht, welche Abfahrt wir nehmen mußten,
da diese alle nur mit Straßennahmen bezeichnet waren.

Nachdem wir eine halbe Stunde durch Redding
geeiert sind, haben wir endlich die Straße mit
den Motels gefunden. Hier haben wir das
La Quinta Inn genommen, eine sehr gute Unterkunft.
Direkt nebenan war ein tolles Westernrestaurant,
in dem man ausgezeichnet riesige Portionen essen konnte.


Am nächsten Tag sind wir dann ein Stück
die Interstate 5 nach Norden gefahren.
Wir wollten uns den Lake Shasta
sowie den Mount Shasta ansehen.
Der Berg sollte die Gegend
weit überragen und ist 4316 Meter hoch.
Leider wurde das Wetter immer schlechter,
je weiter wir nordwärts fuhren.

Der Lake Shasta ist ein beliebtes Naherholungsgebiet,
weit verzweigt mit vielen Hausbooten,
ähnlich dem Lake Powell.
Bei Sonne sieht es dort bestimmt wesentlich schöner aus.


Lake Shasta


Einen Abstecher haben wir zum
Castle Crags State Park gemacht.
Dies ist ein beliebtes Wandergebiet mit einem Viewpoint,
von dem man die Crags und den Mount Shasta sehen kann.
Leider war der Mount Shasta total von Wolken verhüllt,
eine ziemliche Enttäuschung,
hatte ich mir vom Anblick doch ziemlich viel versprochen.

Die Crags sind eine Miniaturausgabe der Dolomiten.


Castle Crags State Park


Da das Wetter nicht besser wurde,
sind wir vor dem Mount Shasta auf
die 89 abgebogen und wieder Richtung Süden gefahren.

Bei Burney gibt es den McArthur Burney Falls State Park.
Auf dem Weg dorthin gibt es mehrere sehr schöne
Recreation Areas mit einigen kleineren Wasserfällen.

Hier haben wir unseren zweiten Bären gesehen,
der mitten auf der Straße stand,
aber im Wald verschwand, als wir näher kamen.


bär


Die Straßen, Parkplätze, Picknick Areas
sowie die Trissebuden sind sehr schön gemacht
Das verstehen die Amerikaner wie niemand anders.

Außerdem gibt es fast überall Zugänge für Rollstühle.


McArthur Burney Falls State Park


Der Wasserfall im McBurney Park hat mir ausgezeichnet gefallen.


McArthur Burney Falls State Park_1


Es gibt hier eine breite Felswand aus der zwei
breitere und sehr viele schmalere
Wasserfälle herunterkommen.
Auf einem Trail kann man bergab bis zum Fuß
der Fälle laufen. Von hier aus sieht es noch viel imposanter aus.


McArthur Burney Falls State Park_2


B_Hörnchen


Das Tagesziel war heute Klamath Falls in Oregon.
Bis dahin waren es noch eine ganze Menge Meilen
zu bewältigen. Von Burney aus haben wir
erst erstmal ein großes Tal mit viel Landwirtschaft
durchquert, dann ging es über eine Bergkette
auf die Hochebene und hier war Einsamkeit pur.
Die kleine Straße die zum Lava Beds NM führt,
war in ziemlich schlechten Zustand.

Wegen sehr vieler Schlaglöcher,
hervorgerufen durch Winterschäden,
konnte man nicht allzu schnell fahren.


Lava Beds NM


Die Hauptattraktion im Lava Beds sind die Höhlen,
die durch den Lavalfluß entstanden sind.
Man kann die einzelnen Höhlen besichtigen,
indem man jeweils eine stabile Metall-Leiter runtersteigt.

Hierzu sollte man aber eine starke Taschenlampe mitnehmen.
In diesen Lavahöhlen hatten sich die Modoc Indianer
vor der amerikanischen Kavallerie längere Zeit
erfolgreich verstecken können.


Lava Beds NM_1


In einer dieser engen Höhlen habe ich mir beim wieder rausklettern,
schmerzhaft den Rücken gestoßen.


Lava Beds NM_2


Meiner Meinung nach lohnt sich der Besuch der
Lava Beds nur für stark Geologie- Interessierte.
Es ist doch eine ziemlich Fahrerei bis hierhin
und dafür sind die Sehenswürdigkeiten schmal gesät.


Lava Beds NM_3


Von den Lava Beds ging es noch sehr lange
an Lava Flows vorbei bis nach Klamath Falls.
Unterwegs kommt man ein Stück am Thule Lake vorbei,
der ein wahres Vogelparadies sein soll.
Dafür hatten wir aber keine Augen mehr,
 da wir müde und hungrig waren. 


line

 
In Klamath Falls angekommen,
haben wir uns erst einmal ein Motel gesucht.
Wir haben uns dann für das Motel 6 entschieden.

Ein Wort zu Motel 6: Auf den bisherigen
beiden USA-Reisen hatten wir eigentlich
immer einen ganz guten Eindruck von dieser Motelkette.
Der Standard scheint sich aber rapide
verschlechtert zu haben.
Dieses war jetzt das dritte Motel 6
auf der Reise und auch das schlechteste.


 




Mal von den wild gemusterten, häßlich bunten
Tagesdecken abgesehen, haben wir hier ein Zimmer bekommen,
das noch nicht fertig war. Krümel auf dem Boden,
bei einem Bett hat das Betttuch gefehlt,
welches vor der abgenutzen ekligen Wolldecke schützen sollte
und es waren nicht genügend Handtücher vorhanden.

Nach Reklamation hat uns die Empfangsdame das Nachbarzimmer gegeben,
das zwar ein Nichtraucherzimmer war, aber ziemlich nach Qualm stank.

Aber das war uns jetzt egal,
da wir einen langen Tag hinter uns hatten.
Wir waren dann noch bei Sizzlers
essen und sind dann müde ins Bett gefallen.

Am nächsten Morgen ging es dann immer
am ziemlich großen Klamath-Lake lang in Richtung Crater Lake.
Zunächst habe wir ein großes Tal mit Landwirtschaft durchquert,
bevor es wieder in die Berge ging.


Klamath-Lake


Von weitem konnte man schon erkennen,
daß weiter oben noch viel Schnee lag.
Das bewahrheitete sich, denn je höher man fuhr,
desto mehr Schnee lag im Wald und am Straßenrand.
Ab einer gewissen Höhe setzte dann auch Schneefall ein,
der allerdings nicht auf der Straße liegenblieb.

Das Besucherzentrum und die Crater Lake Lodge
waren noch von meterhohem Schnee umgeben.


Crater Lake Lodge


Crater Lake_1


Die Rim Road um den See herum war noch gesperrt.
Wir hatten insgeheim gehofft, daß der West Rim offen wäre,
aber man konnte auch so von 2 Viewpoints auf den See gucken.

Leider sind immer wieder Nebel-, bzw.
Wolkenschwaden über den See gezogen und haben die Sicht erschwert.


Crater Lake_2


Crater Lake_3


Trotz geschlossener Rim Road hat
sich der Besuch des Crater Lake gelohnt.

Erstens waren wir auf die Bedingungen vorbereiten,
zweitens ist die Anfahrt landschaftlich sehr schön
und drittens hat es uns Spaß gemacht,
zu dieser Jahreszeit noch so viel Schnee zu sehen.

Bei uns zu Hause am Niederrhein gibt es ja im Winter kaum mal Schnee.

Ein Stückchen unterhalb des Parkeingangs sind
wir dann auf der Umgehungsstraße zum Diamond Lake,
der bei Anglern sehr beliebt ist,
und dann weiter über den Scenic Byway des
Roghue River bis nach Roseburg gefahren.

Auf dieser sehr waldreichen Straße gibt es
Abzweige zu zahlreichen Wasserfällen.
Den Watson Fall habe ich mir angesehen.
Vom Parkplatz geht ein wildromantischer Trail den Berg hoch.

Überall große Bäume, die teilweise durch
die Feuchtigkeit von Moos überwuchert sind
und am Viewpoint der Fälle ikann man sehr schön
von einer Holzbrücke, die über denwilden Bach
führt den Wasserfall beobachten.

Der Fall selbst kommt aus einer ziemlichen
Höhe heruntergeschossen, dadurch sind meine Fotos,
wegen der starken Gischt, nicht besonders geworden.

Im weiteren Verlauf wollten wir uns noch
die Toketee Falls ansehen, der Trail
hierzu war allerdings gesperrt,
weil wohl große Bäume auf die Brücke gefallen
 waren und diese zerstört haben.

Auf einem Schild war ein lustiger Vermerk.
Bei Betreten des Geländes gäbe es eine
Geldstrafe von 1000 $, 5 Monate Knast, oder beides!

Für die Straße bis Roseburg haben wir
ziemlich lange gebraucht. Es geht ständig
den Berg runter mit sehr vielen Kurven,
ab ubd an hat man mal eine Aussicht auf
den wilden Fluß, der teilweise ziemlich
starke Stromschnellen hat und wohl auch
als Wildwasserrevier bei Floß und
Kanufahrern beliebt ist.
 
Die Stadt Roseburg hat mir gut gefallen.
Es gibt hier tatsächlich so etwas wie einen
Ortskern und eine Altstadt.
Als Unterkunft haben wir das Windmill Inn genommen.
Die beste Unterkunft auf der Reise.

Wir hatten ein sehr großes Zimmer mit Balkon.
Das Inn war rings um einen großen Rosengarten
mit Tischen und Stühlen, sowie einem Poolbereich gebaut.

Als Ausstattung gab es einen Spa-Bereich,
einen Fitnessraum, sowie einen Frühstückssaal,
in dem es ein leckeres Frühstück.
In der Lobby stand ein PC mit
dem man kostenlos ins Internet konnte.

Das alles gab es für 79 $. Ein fairer Preis,
wie ich meine. Hier hätte ich es auch noch länger aushalten können.

Nach dem Frühstück wollten wir zur Küste
runter und fuhren erst einmal ein Stück die
I5 südlich. Leider haben wir die Ausfahrt für
die Straße nach Coos Bay verpaßt
und sind dadurch etwa 30 Meilen zu weit gefahren.

Wir haben dann versucht auf kleineren Straßen,
praktisch quereldein zu unserem Ziel zu gelangen,
doch haben wir uns hoffnungslos verfahren.

Ein Einheimischer, den wir nach dem Weg gefragt haben,
hat uns geraten lieber wieder die I5 zuück zu fahren,
um auf die Coos Bay Road zu gelangen.
Dies haben wir dann auch beherzigt.

Es war zwar schade, daß wir durch diese
Aktion Zeit verloren haben, allerdings war es mal total interessant,
ein Kalifornien abseits der Touristenrouten zu sehen.

Nachdem wir auf der richtigen Straße (HW 42) waren,
konnte man sehen, das die Holzindustrie
in dieser Gegend fleißig war.
Viele Bergkuppen waren gänzlich abgeholzt,
scheinen aber wieder aufgeforstet zu werden.
 Denn es gab Hügel mit unterschiedlich hohem Bewuchs.

Unterwegs gab es einen Hinweis zu einer Covered Bridge,
dem wir gefolgt sind.


Covered Bridge_


Diese Brücke über einen kleinen Fluß ist
inzwischen zu einer Fußgängerbrücke umgewandelt worden.
Man kann auf der Brücke picknicken. Tisch und Bank sind vorhanden.

Coos Bay ist ein von der Ausdehnung
her relativ großer und unübersichtlicher Ort,
von hier aus wollten wir dann die Küste runter bis San Francisco fahren.

Wir haben dann ein kleines Sträßchen erwischt,
das über einige Hügel nach Bandon und zum Meer führte.
Am Pazifik war das Wetter erstmal schlechter.
Es war bedeckt und es wehte ein ziemlich heftiger Wind.


Pazifik


Erstaunlich, wieviel Treibholz
an den Stränden angeschwemmt wird.

Hier noch eon paar Impressionen aus diesem Bereich.


Leuchturm-Pazific


Pazifik_Grafitti


Nord_Kalifornien


Auffällig daß es an der Küste
sehr viele vorgelagerte Felsen gibt.
Das zieht sich bis Nord-Kalifornien runter.

Am Straßenrand stand dieser lebensechte  Dinosaurier,
der für einen Park geworben hat.


Dinosaurier


Unser Übernachtungsziel war heute Gold Beach,
 wo es etliche Motels geben sollte.

Wir haben uns für ein Inn direkt am Meer entschieden.
Das Zimmer hatte auch einen Balkon mit Meerblick.
Die Unterkunft war nicht gerade preiswert,
hatte dafür 2 Hot Tubs mit Meerblick vorgelagert am Strand.

Am späten Abend haben wir den überdachten,
aber zu See hin offenen Tub benutzt.

Es hatte angefangen zu nieseln,
aber es war herrlich im sprudelnden warmen Wasser
zu liegen und die frische Seeluft zu atmen.

Am nächsten Morgen sah das Wetter noch nicht so toll aus,
es sollte sich später aber wieder bessern.
Von Gold Beach sind wir die 101 runter gefahren
und haben an allen möglichen Viewpoints und State Parks gehalten.


Gold Beach


Ein gesunkenes Schiff an der Mündung des Rogue River


Rogue River


Je südlicher wir voran kamen,
desto mehr blau mischte sich in den grauen Himmel.


Oregon Coast


Die südliche Oregon Coast mit den vielen
Felsen an Land und im Wasser hat mir total gut gefallen.
Es waren fast gar keine Menschen an den Stränden unterwegs,
bei wärmeren Temperaturen von Luft und Wasser
wären das sicher Traumstrände.


Oregon Coast_1


Die Viewpoints und Stateparks sind ohne Ausnahme
hervorragend gemacht. Es ist an alles gedacht,
ausreichend Parkplätze, Klohäuschen,
 
Picknick-Tische und -Bänke und Mülleimer.
Die Strandzugänge sind manchmal etwas abenteuerlich.
Oft muß man über jede Menge angeschwemmte Baumstämme
und Äste balancieren um zum Wasser zu kommen.


Oregon Coast_2


Oregon Coast_4


Nach der Flut bleibt in Prilen und an Felsen,
die im Wasser waren, jede Menge Getier zurück.


Oregon Coast_5


Der Arch Rock vom hochgelegenen Viewpoint aus gesehen.


Arch Rock


Dieser Felsen wird der Whale Head genannt.
Erstens hat er die Form eines senkrecht aus
dem Wasser kommenden Walkopfes und zweitens
kommt bei jeder zweiten oder dritten Welle
eine Fontäne aus dem Felsen,
die wie ein Wal-Atemausstoß aussieht.


Whale Head


Hier ein paar Tiere, die sich häufig an den
Picnic-Areas herumtreiben und schauen,
ob sie etwas abstauben können.
Gut gefallen hat mir diese lieb guckende Möve mit Blümchen.


Möve


Die frechen blauen Stellers Jays
dürfen bei keinem Picnic fehlen.


Stellers Jays


Stellers Jays_1


Unser Tagesziel war heute Crescent City.
Hier gibt es einen sehr schönen Park direkt am Meer,
mit vielen Blumen und jeder Menge Grauhörnchen,
die in der Uferbefestigung leben.
Die Hörnchen werden hier wohl häufig gefüttert,
wie man an den zahllosen Erdnußschalen
und der Zutraulichkeit der Tiere merken konnte.

Als wir hier einen Bagel gegessen haben,
sind uns die Hörnchen sogar
an den Hosenbeinen hochgeklettert.


A_Hörnchen


Hönchen


Raben haben uns auf der ganzen Reise begleitet.


Rabe1


Diese Mittagsblumen sind an der ganzen Küste zu finden.


Mittagsblumen


Am Ende des Parks gibt es auf einer Klippe dieses Light House.


Light House


Der Hafen von Crescent City


Hafen von Crescent City


Der erste volle Tag an der Pazifikküste
neigte sich dem Ende zu. Es war ein schöner Tag,
 zumal sich glücklicherweise das Wetter stark gebessert hatte.


Pazifikküste


Pazifikküste_Sonnenuntergang


Pazifikküste_Sonnenuntergang


Am nächsten Morgen ging die Fahrt nach Süden weiter.

Dieser Felsen ist, wenn ich mich recht erinnere,
der Castle Rock.


Castle_Rock


Farmer


An der Mündung des Klamath River gibt es eine
Abfahrt zu einem sehr schönen, hochgelegenen Viewpoint.
Von dem man einen tollen Überblick
auf den Ozean und das Flußdelta hat.


Klamath River


Überall an der Küste und teilweise auch in den
Redwoods wachsen wilde Rhododendronbüsche
(oder sind es Azaleen?),
die teilweise eine stattliche Größe erreichen.
Das Klima hier, scheint für diese Pflanzen ideal zu sein.


Blumen


Nachdem wir hinter dem Klamath River auf den
Coastel Drive gefahren sind, kamen wir
wieder auf die 101 und das erste Mal in die Redwoods.

Im Prairie Creek Redwood State Park bin
ich einige kleinere Trails gelaufen.
Einen schöneren Wald habe ich bisher noch nicht gesehen.
Die riesigen Bäume, die toll angelegten Trails,
die sich wildromantisch durch den durchaus
nicht flachen Wald zogen, fand ich einfach umwerfend.


 




Leider kann man die Größe der Bäume kaum auf Fotos festhalten,
wenn man keinen Größenvergleich hat.
Das Ende der Bäume kann man sowieso nicht sehen.


Prairie Creek Redwood State Park


Mehr als 20 Minuten habe ich mich aber nicht
von der Straße entfernt,
weil ich immer im Hinterkopf hatte,
daß man in Bärengebieten möglichst nicht alleine unterwegs sein sollte.
Außerdem hatte ich vor der Reise im Internet gelesen,
daß ein Mann in einem Redwood Statepark
von einem Puma angefallen und schwer verletzt wurde.


Prairie Creek Redwood State Park_1



Die Redwood Bäume scheinen sogar gegen Feuer
ziemlich unempfindlich zu sein.
Durch die riesig dicke Rinde sind sie wohl gut geschützt.
Ich habe manchen angekokelten Baum gesehen,
der aber trotzdem weitergelebt hat.


Redwood1


Redwood_1


Alte umgefallene Bäume bleiben liegen und werden
nur beschnitten, wenn der Trail dadurch versperrt wird.
Auf dem toten Holz wächst wieder neues Leben.


Redwood_2


Prairie Creek Redwood State Park_2


Auf einer großen Lichtung in den Redwoods
gab es einen Wildlife Viewpoint.
Im hohen Gras lagen jede Menge äsende Elks,
die sich auch nicht durch die 15 Meter
entfernten Menschen stören ließen.


Elks


Elks_1


Dort wo die 101 sich wieder dem Ozean
zuwendet gibt es ein Visitor Center direkt am Strand.
Hier kann man sich mit kostenlosem
Infomaterial und Karten zur Küste und den Redwoods versorgen.

Hier und überhaupt an Oregons- und Nordkaliforniens-Küste
gibt es ein Tsunami-Warnsystem,
da es hier häufig zu Erd- und Seebeben kommt.
Die Schilder mit "Tsunami Hazard Zone"
sieht man allenthalben.


 




An diesem Strand waren schon vier Surfer
durch sogenannte Sneaker Waves gestorben.


Tsunami Hazard Zone


Unser heutiges Übernachtungsziel war Eureka.
Vorher haben wir aber noch einen längeren Stopp
am Trinidad Beach gemacht.

Das ist eine sehr schön große Bucht,
die von zahlreichen Felsen im Wasser geprägt ist.
Es scheint hier ein sehr beliebter
Platz für Bootseigner zu sein,
wie man an den vielen Segeljachten vor Anker sehen konnte.


Trinidad Beach


Der kleine Leuchturm war eine Nachbildung
eines Größeren, zu Ehren der auf dem Meer gebliebenen Seefahrer.
Auf mehreren Tafeln mit Namen konnte man erkennen,
daß ziemlich viele Menschen vermißt wurden,
davon auch viele aus neuerer Zeit.


Trinidad Beach_Leuchtturm


Trinidad Beach_1


Vom Leuchturm aus konnte man eine
lange Treppe zum ausgezeichneten,
feinsandigen Strand runterlaufen.
Diese Treppe mit ihren 245 Stufen
(wenn ich richtig gezählt habe)
mußte man aber anschließend
auch wieder hoch steigen.
Was bei mir zu einer kurzen Atemnot geführt hat.
Man ist ja nicht mehr der Jüngste. 

Nach einer Übernachtung im Super 8 in Eureka,
haben wir etwas weiter südlich ein
Schild mit einem Hinweis auf Wildlife Viewing gesehen.
Wir sind die kleine Straße reingefahren
und waren plötzlich mitten in einer idyllischen Wiesenlandschaft.
Schon auf dem Weg trotteten einige Elks über die Straße.

Es gab ein kleines Visitor Center und dahinter
konnte man auf Holzstegen die Feuchtwiesen begehen.
Hier konnte man zahlreiche Vögel beobachten.


Eureka2


Viele Schwalben hatten unter dem Dach
des Besucherzentrums ihre Nester gebaut.


Schwalbe1


Elk2



Bei Fernbridge sind wir auf die Straße 211 abgebogen.
Ferndale ist ein Ort mit sehr hübschen,
alten Holzhäusern, die wie aus dem vergangenen Jahrhundert aussehen.


Ferndale


Hier beginnt auch die sogenannte Mattole Road.
Über diese Straße hatte ich in
einem amerikanischen Motorradforum gelesen,
aß sie sehr beliebt bei kalifornischen Moppedfahrern ist.

Das konnten wir gut nachvollziehen.
Die Straße ist unglaublich vielseitig.
Zuerst fängt sie bei Ferndale ziemlich
landwirtschaftmäßig, mit Farmen,
Weiden und Feldern an,
geht dann in die Hügel mit viel Wald,
durchquert dann ein hochgelegenes
Grasland und fällt dann steil zur Küste hin ab.

Hier führt sie ein Stück an der Lost Coast entlang,
die ziemlich einsam und unbesiedelt ist.
 Anschließend geht es wieder in Hügel und Weiden,
bis sie schließlich mitten im Humboldt Redwood Forest endet.

Die Straße ist zwar sehr schmal und teilweise
in schlechtem Zustand, aber doch sehr sehenswert.
Wer etwas Zeit hat, sollte diesen Umweg in Kauf nehmen.
Wir haben allerdings mit kleineren Stopps
ungefähr 4 Stunden dafür gebraucht.


Lost Coast


Lost Coast_1


Der Teil des Humboldt Forest,
in dem die Mattole Road endet,
hat mir fast noch besser gefallen,
als die Avenue of Giants an der 101.


Humboldt Forest_


Die Straße führt hier sehr schmal
durch die riesigen Bäume.
Es passen kaum 2 Autos nebeneinander.


Humboldt Forest_1


In einem Grove steht der Giant Tree.
Er soll der zweithöchste Baum auf der Erde sein,
mit einer Höhe von 110,64 Metern.
Das ist auch vom Umfang her der mächtigste Baum,
den ich je gesehen habe.


Giant Tree


Fort Bragg war der nächste Übernachtungsort.
Hier haben wir uns wieder ein Inn direkt an der Steilküste ausgeguckt.
Man hatte hier einen Balkon mit Seeblick
auf dem man den güldenen Sonnenuntergang genießen konnte.


Fort Bragg


Fort Bragg_1


Von Fort Bragg ging es weiter südwärts
auf dem Highway 1, der auch
Shoreline Highway genannt wird.
Die Straße verläuft hauptsächlich
hoch oberhalb des Meeres, mit schönen Viewpoints.


Shoreline Highway


Bei Point Arena haben wir einen
Abstecher zum Lighthouse gemacht,
der gleichzeitig ein Statepark ist.


Point Arena_Ligthhouse


Die Stateparks an der Küste verlangen meist eine
Parkgebühr von 6 $. Bei den vielen Stateparks
könnte man hier arm werden. Allerdings haben wir erfahren,
daß die Gebühr für den ganzen Tag,
also auch in anderen Stateparks gilt.

Unterwegs haben wir an einem in einem
kleinen Ort gehalten, an dem es einen
esoterischen Shop mit allerlei asiatischen Dingen
wie Buddhas, Räucherstäbchen und Büchern gab.

Nebenan war ein Gärtnerei die draußen mehrere
große Dinosaurier aus Metall für den Vorgarten anboten.
Im Haus selbst gab es wunderschöne
ca 1 Meter große Engel aus Holz in verschiedenen Ausführungen.

Davon hätten wir gerne einen mitgenommen,
 wenn sie nicht so groß und schwer gewesen wären.


Dino1


Auch im weiteren Verlauf der Küste
gibt es zahlreiche bizarre Felsformationen.


Coast


Bei Gualala gibt es an der Einmündung eines
Flusses eine kleine Halbinsel mit einer Sandbank.
Hier haben sich sehr viele Sea Lions getummelt.
Von Oben hatte man einen schönen Überblick.


Gualala_Sea-Lions


Bei Bodega Bay sind wollten wir mal sehen,
ob das alte Schulhaus aus dem Film die Vögel
noch stehen würde. Wir sind einmal
um die halbe Bay gefahren
konnten aber kein ähnliches Gebäude entdecken.
Es gab auch nirgendwo Hinweise auf die Filmlokationen.
Der Ort hätte ruhig etwas mehr Werbung damit machen können,
daß hier so ein berühmter Film gedreht wurde.

Hinter Bodega Bay haben wir dann die Küste verlassen
und sind wieder auf die 101 gefahren.
Die Orte wurden langsam wieder größer.
In San Francisco haben wir den Aussichtspunkt
vor der Golden Gate Bridge angefahren.
Man hatte heute eine tolle Sicht ohne jeglichen Nebel


Golden_Gate_Bridge1


San-Francisco1


Auf der anderen Seite der Brücke, ging es dann bei
der Ausfahrt Lombard Street von der 101 runter.
Wir hatten im America's Best Inn auf der
Van Ness Ave. ein Zimmer für 2 Nächte vorgebucht.

Das Motel war nichts besonderes,
hatte aber eine tolle Lage.
Man brauchte nur die Van Ness runterlaufen
und war schon am Meer und Fishermen's Wharf,
außerdem konnte man hier kostenlos parken.
Für San Francisco Verhältnisse
war es auch noch relativ günstig.

Nach dem Einchecken im Motel sind wir noch zum
Pier 39 gelaufen, haben dort ein bißchen geshoppt
und anschließend sehr gut in einem Fischrestaurant gegessen.


San-Francisco_1


Am nächsten Tag wollten wir noch ein
paar Besorgungen in Downtown machen.
Wir sind vom Hotel aus die Lombardstreet hoch gelaufen,
die in diesem Stück supe steil ist.
Dort wo die bekannten Kurven der Lombard Street
sind gibt es eine Haltestelle der Cablecar.


Lombard Street


Als wir auf die Bahn gewartet haben,
ist das verrückteste der ganzen Reise passiert.
Es kam eine Stretch-Limousine angefahren,
deren Fahrer doch tatsächlich die engen Kurven
der Lombard Street runterfahren wollte.


Lombard Street_1


Für die erste Kurve hat er schon über
5 Minuten gebraucht. Er ist mehrfach angeeckt
und mußte auch ein paar mal zurücksetzen.
Davon ließ sich der Fahrer aber nicht beirren.
In der zweiten Kehre ist er dann stecken geblieben.

Nachdem schon mehrere wartende
Autos lautstark gehupt haben,
hat er aufgegeben und ist von der Lombard,
über eine glücklicherweise vorhandene
Seitenstraße nach links abgefahren.

Ich habe mir vorgestellt, das im Wagen vielleicht
ein Prominenter gesessen hat,
der unbedingt die Kurven runterfahren wollte
und seinen Fahrer dazu gezwungen hat.
Der Wagen hat dadurch sicher einige Macken bekommen.

Nach dem Einkaufen in der Stadt,
sind wir mit der Cable Car wieder zurück
zur Hide Street gefahren. Die Tageskarte kostet
inzwischen 11 $ pro Person, die Einzelfahrt 5 $.
Den Tag ließen wir wieder am Pier 39 ausklingen,
wo wir in der ersten Etage eine leckere Pizza gegessen,
den Seehunden auf den Plattformen zugesehen,
und noch ein bißchen Sonne mit
Blick auf Alcatraz getankt haben.

Dabei ist mir aufgefallen,
daß Alcatraz fast selbst wie ein Schiff aussieht.


Pier_40


Fazit:

Die Reise war wider ganz toll.
Wir haben in den 2 Wochen unglaublich viel gesehen
und hatten auch größtenteil (bis auf anderthalb Tage)
Glück mit dem Wetter.

Der Norden von Kalifornien und der
Süden von Oregon sind auch sehr schön.

Allerdings ist das reine Autofahren
teilweise ziemlich langweilig.
Das liegt an den reichlich vorhandenen Wäldern in der Region.
Eigentlich bin ich ein großer Waldfreund.
Wenn man aber halbe Tage lang nur durch Wald fährt,
hat man keine großen Ausblicke
auf die Gegend und die Fahrerei macht dementsprechend müde.

Auch die Tour zu den Lava Beds
würde ich nicht mehr machen wollen.
die Gegend ist einfach zu unatraktiv für mich.

Bei der nächsten USA-Reise wir es wieder
nach Utah Arizona und New Mexico gehen.
Da gibt es nach 2 Reisen noch sehr viel für uns zu entdecken


 




Buff_2005usa-stammtisch