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USA-Freunde12




3. Woche, 15. Tag,
 Sonntag 1.01.2006
Wir stehen relativ zeitig auf, daß heißt Erny steht zum ersten mal früher auf, duscht und macht so einen Krach dabei, daß auch ich aufwache.

Wir verlassen Sydney in Richtung Wollongong und fahren den Princess Highway gen Süden an der Küste entlang. Unser erster Stop ist das Blowhole unterhalb von Woolongong. Leider kann man soviel nicht sehen, weil es nicht windig genug ist.

 


 
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In Ulladulla halten wir des Namens wegen und essen dort ein Eis. Es ist mittlerweile ziemlich heiß geworden Die heiße Luft bläßt uns wie ein Fön engegen. Das Thermometer steigt auf 46°C.
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In Moruya sehen wir, daß ein Rodeo heute stattfindet. Da müssen wir hin. Hut auf, Sonnencreme aufgelegt und los geht’s. Es ist wie ein Sportfest und alle können mitmachen. Kinder reiten auf Rodeo auf Kälbern, denen es auch zu heiß ist, Männer wie Frauen versuchen Kälber mit dem Lasso einzufangen. Oder es wird einem Rind einen Zettel auf den Rücken gepeppt und zwei Reiter müssen versuchen diesen aufzureißen. Es ist also für jeden etwas etwas dabei. Wir verlassen schweren Herzens den Rummelplatz und fahren weiter, nicht ohne den Ratschlag auf Buschfeuer aufzupassen, mitzunehmen.
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Unser Reiseführer schlägt uns vor in ein Dorf namens Tilba zu fahren. Es gibt Tilba und Tilba Tilba. Tilba Tilba ist ein Historical Village und sticht durch die Bauweise der Holzhäuser von den anderen Orten ab. Außerdem gibt es eine Käsefabrik. Wir sind durch bevor wir merken wo wir sind und das wir überhaupt da waren. Es kommt nichts mehr und wir wollen nicht umdrehen um nochmal Fotos zu machen.

Unser Nachtquartier beziehen wir in Bega
und nächtigen dort im Southtown Motor Inn.
Der Besitzer ist sehr nett und schickt uns zum dinieren in eine Asia Restaurant. Auch in Bega gibt es eine Käsefabrik und Bob, der Motelbesitzer,
bringt uns eine kleine Kostprobe davon aufs Zimmer.

Viel gibt es in Bega nicht, deshalb kehren wir beim Chinesen ein.
Es ist nicht schlecht – aber gut ist es auch nicht…

3. Woche, 16. Tag
 Montag 2.01. 2006
Wir verlassen Bega nach einer heißen Nacht in unserem Zimmer. Draußen ist immer noch Hitze und die Klimaanlage ist so laut, daß wir sie ausstellen, um schlafen zu können. Richtig schlafen können wir trotzdem nicht, es ist zu heiß.

In Merimbula machen wir Halt um uns Sandwiches und Kaffee zu kaufen. Ich muß dazu sagen, daß wir bisher immer Kaffee und einen Kühlschrank auf dem Zimmer hatten.

Der nächste Halt ist der Drummer Rainforest. Wir laufen einen Rundweg, der mir nicht behagt, weil ich Sandalen und keine Turnschuhe trage. Ich bin wegen der Schlangen und Spinnen etwas unentspannt und froh als wir festen Boden unter den Füssen haben. Allerdings haben wir außer diversen Vögeln und Salamandern keine Tieren gesehen. Sie sind einfach gut getarnt…

Am frühen Nachmittag sind wir am Cape Coran.
Wir lassen das Auto stehen und spazieren am Strand entlang.
Von der Aussicht her wunderschön. Kilometer langer Strand und kaum Leute unterwegs. Wir gehen einen mit Holzwegen ausgebauten Weg über Klippen und Sand. Es liegt verwesendender Seetank am Strand, der so bestialischer stinkt,
daß ich fast brechen muß. Also schnell weg hier…
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Es geht mir besser und wir machen in Marlo, einem kleinen Ferienort, halt.
 In dem scheinbar einzigen Restaurant trinken wir Kaffee
und essen ein Stück sehr süßen Schokoladenkuchen.

Die nächste Attraktion ist der 90 Miles Beach. Blauäugig wie wir sind, denken wir wir würden die ganze Zeit am Wasser entlang fahren. Der Strand und das Wasser sind da, es trennt uns allerdings ein Wald mit Eukalyptus. Schilder versprechen uns Koalas, aber die sind nicht zu sehen – wie der Pazifik auch. Ein  paar Mal machen wir Halt. Der Strand ist menschenleer, nur ein paar Angler bevölkern den Strand. Wir machen den Wasser-Kältetest.

Zum Schwimmen ist es nicht warm genug.
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In Traralgon suchen wir uns ein Hotel. Das Städtchen scheint wie ausgestorben. Wir wählen das Best Westen aus. Die Besitzer sind vor ewigen Zeiten aus Holland eingewandert und freuen sich auf ein Pläuschen mit uns.
Nicht ohne uns Tips für die Weiterreise zu geben.

Wir fragen nach einem Restaurant für den Abend. Es ist Feiertag in Australien
(2. Januar) und die meisten Restaurants sind geschlossen. Das von ihnen empfohlene ist zwar geöffnet, aber die Küche hat seit einer halben Stunde kalte Töpfe. Es bleibt noch McDoof oder Pizza Hut. Also Pizza Hut.

So etwas schmieriges haben wir noch nicht gesehen. Der Hunger läßt und trotzdem dort vom All-You-Can-Eat-Buffet essen. Ich frage nach neuem Besteck, weil meins noch deutliche Gebrauchtspuren vom Vorbenutzer aufweist. Der Manager lächelt mich an, How are you today ? Das was er noch an Zähnen im Mund hat,
 ist schwarz. Kein Wunder, daß der Laden so aussieht.
Wir verzichten auf Nachtisch,
 wer weiß,  wann die Eismaschine zum letzten Mal gereinigt worden ist…?

3. Woche, 17. Tag
Dienstag 3.01.2006
Es regnet ! Nicht doll, aber immer immerhin. Und frisch ist es auch. Nur noch 14°C. Über 30 Grad weniger als vor 2 Tagen. Ich halte noch einen Schwatz mit den Hotel-Besitzern. Es ist im Moment nicht viel los in Traralgon. Ihr Hotel wird von vielen Deutschen besucht, die hier für Simens arbeiten. Aber weil ja die Feiertage waren, steht das Hotel fast leer.

Wir frühstücken in einer Bäckerei und das Wetter wird besser. Die Sonne kommt raus ! Wir entschließen uns doch nach Phlipp Island zu fahren. Von der Pinguin Parade haben wir nichts Gutes gehört und wollten deswegen eigentlich nicht auf die Insel. Es ist zu kommerziell. Es gibt allerdings Koalas, was uns die Entscheidung ab nimmt doch dorthin zu fahren.

Philipp Island ist nicht so sehr groß und ist eigentlich bekannt
 durch das Motorradrennen, daß dort jährlich stattfindet.
Wir halten am Koala Conservation Park. Dort sind die Koalas freilebend in einem großen Gehege und man muß die Augen offen halten um sie zu sehen.
Wir machen Koalas zu unseren Lieblingstieren.
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20 Stunden am Tag schlafen sie, die restlich Zeit verbringen sie damit zu essen (Eukalyptus – was sonst) und sich gegenseitig den Pelz zu kraulen.
Wir können uns nur schwer trennen.
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Der nächste Halt ist bei den Robben. Leider sind die sehr weit weg auf ihrem Seal Rock im Wasser. Man hat trotzdem ein Visitor Center und einen Weg durch die Klippen gebaut. Die Sonne scheint, aber es ist furchtbar windig. Einen Pinguin sehen wir in seiner Höhle sitzen. Für die Pinguin Parade hat man übrigens ein eigenes Stadion gebaut. Für viel Eintritt sitzt man auf der Tribüne und die Pinguine sind mit Strahlern beleuchtet. Die ganze Strasse entlang des Strandes wir bei einsetztender Dämmerung gesperrt, damit niemand ohne Eintritt zu zahlen einen Blick auf die Pinguine werfen kann.  Nee, ohne uns.
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Wir verlassen Philipp Island wieder und fahren bis Sorrento von wo wir die Fähre nach Queenscliff nehmen.

Wir befinden uns jetzt an der Port Phillip Bay, unterhalb von Melbourne.
Die Fähre nehmen wir erstens weils schöner ist und wir zweitens nicht um Melbourne fahren wollen um zur Great Ocean Road zu kommen.

 Die Fähren fahren stündlich und wir müssen nicht lange warten. Nach 45 Minuten sind wir auf der anderen Seite und setzten  die Fahrt nach Torquay fort. Wir überlegen erstmal etwas Essen zu gehen und dann nach einem Zimmer zu suchen. Torquay ist überfüllt und versuchen es in Richtung Inland. Keine Chance. Die Australier haben Sommerferien uns sind scheinbar alle hier. Dabei ist das Wasser zum Schwimmen viel zu kalt…  Wir fahren und fahren und entschließen uns dann es in Geelong zu versuchen. Also fast wieder am Ausgangspunkt auf dieser Seite. Auf dem Weg dort hin in Waurn Ponds sehen wir ein Schild mit Country Cottages. Mittlerweise ist es fast 22.00 Uhr.

Wir bekommen eine kleine Ferienwohnung mit
Küche, Eßplatz, Schlaf- und Wohnzimmer und einem schönen großen Badezimmer. Eigentlich viel zu schade für nur eine Nacht.
Weil es schon so spät ist und wir auch keine offizielle Rechnung brauchen, bekommen wir das Cottage für 120 AUS$ (ca. 75,- €).
Die Besitzer wollen uns noch etwas zum Essen organisieren,
was wir aber dankend ablehen...Nett wars trotzdem.  

3. Woche, 18. Tag
Mittwoch 4.01.2006
Am nächsten Morgen unterhalten wir uns noch ein wenig mit den netten Cottage Besitzern. Im Hellen ist alles noch schöner auf ihrem kleinen Landsitz. Sie züchten unter anderem Rennpferde. Der Garten gefällt uns auch sehr gut. Ich habe endlich die Gelegenheit nach Blumen zu fragen, die mir die ganze Zeit schon aufgefallen sind. Sie wollen mir einen Topf  mit einer Pflanze mitgeben. Weil es schwierig mit dem Transport und dem Einführen werden könnte, lasse ich es lieber. Also packen sie mir ein paar Samen ein, um es hier selbst zu versuchen. Und sie schenken uns zum Abschied einen Strauss mit diesen Blumen. Wir trennen uns nur schwer. Der Blumenstrauss muß schon nach der ersten Kurve entsorgt werden. Er ist voll mit Armeisen…

Am Himmel hängen dicke Wolke. Hoffentlich bleibt es trocken.

Wir fahren zurück auf die Küstenstrasse nach Anglesea. Wir hoffen auf eine Tourist Information, weil wir besser Karten brauchen. Und natürlich Tips. In Anglesea frühstücken wir und fragen nach einem Büro. Dort gibt es aber nur ein Info-Büdchen, das nicht besetzt ist.

Bevor wir weiter die Küstenstrasse fahren,
biegen wir ab zu einem ausgeschilderten Golfplatz.
Nein, nicht um Golf zu spielen...
Wer noch nie ein paar hundert Kängeruhs auf einer grüner Wiese zwischen umherfliegenden Golfbällen gesehen hat, sollte dort hinfahren.
Der Golfplatz ist australienweit für seine Beuteltier-Population bekannt.
Wir werden nicht enttäuscht…
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In Lorne werden wir fündig. In der Tourist Information erhalten wir Strassenkarten sowie Informationen über Sehenswertes in der Gegend.

In Kenneth River fahren wir zur Grey River Road und lassen erstmal den Wagen stehen. In dieser Strasse, die mit einem Campingplatz anfängt und Wald aufhört, leben etwas 60 Koalas in freier Wildbahn. Man hat immer die Change ungefähr 10 davon zu sehen. Das Glück ist mit uns und den anderen Koala-Freunden.

Die Great Ocean Road führt nicht immer direkt am Wasser entlang und erinnert dort wo man Klippen sieht an den Highway No. 1 zwischen San Francisco und Los Angeles. Kurz bevor wir bei den Twelve Apostels sind, kommt die Sonne raus und der Himmel wird blau. Was wollen wir mehr !

Für die Menschenmassen ist bei den Aposteln
ein Parkplatz und Visitor Center gebaut. Das ist auch gut so.
Ich hätte gar nicht gedacht, daß so viele Besucher dort hin kommen.
Es ist neben Ayers Rock das meist fotografierteste Monument in Australien.
Na, schön sind sie ja auch, die verblieben Aposteln.
Zwölf sind es jedenfalls nicht mehr.
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Weiter geht’s es zu Loch Ard Gorge und der London Bridge, wovon ein Teil vor ein paar Jahren ins Wasser gestürzt ist. Wäre noch nicht so tragisch gewesen,
wenn nicht Besucher auf dem verbliebenen Pfeiler gestanden hätte.
Wie die wohl geschaut haben… ?
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Es ist später Nachmittag und wir verlassen die Küstenstrasse.
Unsere Zimmervermieter haben uns alle als Tip mit auf den Weg gegeben nach Ballarat zu fahren. In Ballarat war der große Goldrausch.
1858 wurde dort ein 68 kg schwerer Goldklumpen gefunden.
Für den würde ich glatt Übergepäck bezahlen. Also auf  nach Ballarat – uns juckt es in den Finger, wir wollen Goldschürfen.

Mitten auf dem platten Land umgeben von saftigen Wiesen auf denen saftige Rinder und Schafe weiden, verliert unser Auto an Schwungkraft. Bergab ist es willig, bergauf fahren wir Schrittempo. Erny diagnostiziert einen zusitzenden Spritfilter. Und das in der Pampa. Mit Ach und Krach schleppen wir uns nach Ballarat und wählen unser Hotel danach aus, wo es abschüssig ist. Berghoch kommen wir nicht mehr. Wir steigen im Mid City Hotel ab. Man erklärt uns dort auch wo in der Stadt (zum Glück !) die AVIS Station ist. Es ist jetzt schon spät und wir vertagen das auf morgen. Wir beziehen unser Zimmer und machen uns auf Nahrungssuche.

Ballarat ist keine kleine Stadt, aber alles ist geschlossen.
Wir finden das Bistro „Sebastiaans“. Das Essen ist vorzüglich und überhaupt ist man sehr nett hier. Wir lesen Eggplants auf der Karte.
Wußte ich auch mal was das war. So sehr ich mich auch anstrenge,
ich weiß nicht mehr was das auf deutsch heißt.
Die Kellnerin beschreibt es uns als etwas sehr ekeliges, weiches, rundes.
Wir kommen immer noch nicht drauf und
wollen es auch jetzt nicht mehr wissen, geschweige denn essen.

Zuhause schlage ich nach – es waren Aubergine….

3. Woche, 19. Tag
Donnerstag 5.01.2006
Als erstes kriechen wir zur AVIS Station. Der freundliche Angestellt dort möchte das Auto gerne fahren. Kann er. Er kommt zurück und sagt, er wüßte gar nicht was wir haben, das Auto fährt doch. Uns klappt die Kinnlade runter.
Er lacht und fragt uns wie wir überhaupt noch damit fahren konnten.

Er macht ein paar Telefonanrufe um zu klären, was nun zu machen ist. Er überlegt, ob wir in eine Werkstatt fahren und das Auto reparien lassen können. Negativ. Wir haben keine Lust den Tag in einer Werkstatt zu verbringen. Also bekommen wir ein anderes Auto. Das muß aber erst sauber gemacht werden. No worries – wir frühstücken erstmal in der angrenzenden Bäckerei.
Wir bekommen einen Holden (Opel) Commodore.

Die Sonne scheint und es ist angenehme 23°C warm !

Jetzt können wir endlich zum Freilichtmuseum Sovereign Hill, das Gold wartet !!
Es gibt eine Schule, Schmiede, Bäckerei, Druckerei, Geschäfte und Saloons.
Alles sehr nett gemacht und einen Besuch wert.
Etwa 100 Statisten in Originalkostümen beleben neben den Touristen die Strassen. Wir machen einen Minentour wobei uns sehr genau und witzig erklärt wird,
wie man hier das große Geld gemacht hat, vorausgesetzt man hatte
die richtige Stellung im Leben.
Für die Arbeiter war es eher hartes Brot.
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Erny ist schon ganz hibbelig und will endlich zum Goldwaschen.
Es gibt dort Schüsseln und Schüppen und mit den anderen
Kindern und Männern beginnt er mit dem Schürfen.
Leider ist er nicht sehr geduldig und gibt irgendwann auf.
Schade, die 68 kg Gold hätten mir gut gestanden…

Am Nachmittag verlassen wir das Städtchen.

Melbourne ist nur noch etwas über 100 km entfernt.
Wir kommen natürlich zur Rush Hour an, eine Baustelle unterbricht dann auch noch den sowieso zähen Verkehr. In Melbourne frage ich Taxifahrer wie wir zu der Strasse, in der unser Hotel steht, kommen. Man berät zu dritt und ist sich nicht einig. Dabei habe ich einen Stadtplan dabei und wir wissen nur nicht wo wir sind (weils noch nicht auf der Karte ist).

Wir finden trotzdem noch das Hotel. Es ist das Batman’s Hill. Supertolles Hotel. Wir bekommen ein Upgrading auf ein deluxe Zimmer ohne dafür bezahlen zu  müssen. Es liegt in der 4. Etage und vom Verkehrslärm ist nichts zu hören. Weiter verfügt das Zimmer über einen Internetzugang über den Fernseher ! Herz was willst Du mehr. Leider funktionier das bei uns nicht, ebensowenig wie die Fernbedienung des Fernsehers. Die ist aber am nächsten Tag ausgetauscht (schauen die Zimmermädchen fern beim Putzen ?).

Nach einer kleinen Auszeit gehen wir in Richtung Bourke Street,
der Einkaufsstrasse in Melbourne. Hier haben die Geschäfte auch noch geöffnet. Ich kaufe nichts, denn unsere 20 kg Gepäck pro Person sind schon ausgeschöpft… Wir schauen uns dies und das an.
Chinatown, Flinders Street Station, St. Paul’s Cathedrale.
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Wir gönnen uns ein Bierchen in einem Pub.
Die Pubs in Australien sind wie die englischen sehr einladend. 
Essen wollen wir im Hyatt Food Court. Foot Courts gibt es wie Sand am Meer hier. Der Hyatt Food Court wird im Reiseführer empfohlen.
Leider ist der bis Mitte Januar geschlossen.
Also gehen wir Pizza essen. War auch nicht schlecht.

Zurück im Hotel genehmigen wir uns noch einen Schlummertrunk in der Bar.

3. Woche, 20. Tag
Freitag 6.01.2006
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n Melbourne gibt es eine Strassenbahn, die kostenlos einmal rings um die Innenstadt fährt. Die wollen wir nehmen um heute Morgen zum Queen Victora Market zu kommen. Wir und die anderen Touris stehen sich die Beine im Bauch bis endlich eine Bahn kommt.
In der Zeit wären wir zu Fuß schon 10 mal dort gewesen.

Der  Queen Vicoria Market ist mit über 1000 Marktständen der größte des Kontinents ist. Ein Gewusel von Menschen jeder Nationalität schiebt sich durch die überdachten und geschlossenen Markthallen. Neben Frischfleich, Fisch, Geflügel und Farmerzeugnissen gibt es Kunsthandwerk, Textilen und viel Ramsch.  Wir sind natürlich auch „Bargain Hunters“ und kaufen hier noch einige Souvenirs und Mitbringsel.

Wir frühstücken in einem Café.
Das Frühstück besteht aus glibberigen Rühreiern und Schafswürsten. Das die Eier glibberig sind, habe ich gesehen und sie nochmals in der Pfanne brutzeln lassen. Das die Würste vom Schaf sind, hab eich erst beim Reinbeißen gemerkt… uahhh… Das war überhaupt nichts.
Ich muß den Schafsgeschmack mit einem Schokodaughnut übertünchen …
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Wir laufen kreuz und quer durch die Stadt,
schauen uns das Parlamentsgebäude an, gehen in den Fitzroy Garden (Park),
wo das James-Cook-Haus steht, trinken eine Cola im Hard Rock Café,
machen Stop in dem einen oder anderen Einkaufszentrum
(wovon es hier eine Menge gibt) und fahren den Rialto-Tower hoch.
Von dort aus hat man einen wunderbaren Blick über die Stadt.
Wir sehen die Formel 1 – Rennstrecke und den Tennis Court.
Unser Ticket lassen wir abstempeln,
was uns zu einem Nachtbesuch des Towers berechtigt.
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Das Hotel ist nur wenige Meter entfernt und wir ruhen uns ein wenig aus.

Mit neuem Elan machen wir uns auf zum Abendprogramm. Nachmittags hatten wir einen netten Pub in einer kleinen Seitenstrasse entdeckt. Den suchen wir jetzt auf. Die Börse ist um die Ecke und der Pub scheinbar ein beliebter Treff zum After-Work-Bierchen-trinken für Börsianer. Wir trinken unser Bier aus und wollen nach Chinatown zum Essen.

Unterwegs kommen wir an einer andren Seitenstrasse vorbei, in der Restaurants mit Tischen draußen  und eine Band Live-Musik spielt. Wir gehen einmal durch die Strasse und treffen dann unsere Wahl. Der Kellner wartet schon mit den Speisenkarten. Er ist leider nur so lange nett bis wir sitzen. Ab da sind wir Geschichte… Unser essen kommt irgendwann. Teure und übersichtlich. Nur teuer wäre ja nicht so schlimm, aber dann wollen wir wenigstens satt werden. Wir bitten fast auf Knien um die Rechnung. Unser Geld wollen sie dann scheinbar auch nicht mehr – meine Kreditkarte setzt Grünspan an… Ich habe die Nase voll und gehe mit Rechnung und Karte ins Lokal und versuche dort zu bezahlen. Man mufft uns nur an, daß viel zu tun ist. Hä, ist uns da was entgangen ? Sorry, das wäre Ihr Trinkgeld gewesen….

Die Live-Musik hat übrigens ihre gewerkschaftliche 2-stündige Pause angefangen als wir gesessen haben und sich erst wieder ihre Instrumente gegriffen als wir gegangen sind.

Wollten wir nicht eigentlich nach Chinatown etwas essen ?

Wir gehen nochmal zum Rialto Towner und sehen uns Mebourne bei Nacht
von oben an. Damit beenden wir unser Sightseeing Tour für heute und
schleppen uns müde ins Hotel.

3. Woche, 21. Tag
Samstag 7.01.2006
Wir frühstücken heute im Hotel. Ich hatte vorher nicht damit gerechnet, daß es brandteuer ist. Wir wollen etwas haben fürs Geld und schlagen uns den Wanst voll mit den Köstlichkeiten vom Buffet. Mir ist jetzt schlecht.

Unser Koffer sind gepackt und es heißt langsam Abschied nehmen von Australien. Unser Flieger geht am Nachmittag. Den Vormittag wollen wir nochmal am Strand verbringen und fahren nach St. Kilda.
Erny möchte nicht in der Innenstadt fahren, weil die Melbourner eine für uns unverständliche Rechtsabbiegeregelung an den großen Kreuzungen haben:

In Australien ist ja Linksverkehr. Die meisten großen Strassen in der Innenstadt sind Zweispurig. Ich bin also auf der linken Spur und normalerweise ordne ich mich rechts ein um nach rechts abzubiegen. In Melbourne aber fährt man auf die linke Spur bis fast vor die Haltelinie der gegenüberliegenden Fahrbahn. Dort wartet man den Sekundenaugenblick ab bis alle Ampeln auf Rot sind (oder die Melbourner zuhause und man alleine auf der Strasse)  um dann wieselflink rechts rum zu fahren. Das sieht sehr gefährlich aus, soll aber der allgegenwärtigen Strassenbahn jederzeit Vorfahrt gewähren. Da wäre ich mir nicht so sicher.

Jedenfalls will Erny kein Abenteuer mehr und
wir fahren raus aus der Stadt ans Wasser.
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Wir laufen ein wenig an den kleinen Cafés vorbei, wo Leute draußen sitzen,
 gehen am Strand und auf einem Pier spazieren.
Wir haben nicht auf Anhieb nach St. Kilda gefunden, weshalb wir zeitig in Richtung Flughafen aufbrechen. Wer weiß, vielleicht finden wir auch nicht wieder raus….

Kurz vor dem Flughafen tanken wir das Auto nochmal voll und geben es dann bei AVIS wieder ab. Wir haben noch Zeit und sehen uns die Geschäfte am Flughafen an. Wir beziehen Quartier in der Wartezone und ich schreibe noch ein wenig an meinen Berichten. Die Zeit geht schnell rum und wir können ins Flugzeug.

Der Flug nach Singarpur dauert 7 Stunden. Die Videoanlage in diesem Flugzeug ist ausgefallen, was Erny ärgert.
Ich habe mit Bill Brysons „Frühstück mit Kängeruhs“ angefangen und hätte gar keine Lust auf Fernsehen gehabt. Das Buch ist einfach köstlich.
In Singarpur haben wir 1,5 Stunden Aufenthalt bevor es weiter für 12 Stunden nach Frankfurt geht. Ich bin so müde, daß ich den Start schon verschlafe.
Wir haben für den langen Flug Schlaftabletten genommen. Ich hätte sicher auch ohne geschlafen. Erny schläft noch nicht mal mit…

Von Frankfurt aus fliegen wir mit Lufthansa (zum ersten mal !!)
 nach Paderborn. Der Flug dauert 30 Minuten .
Kaum sind wir oben, geht’s auch schon wieder runter.

Als wir in Paderborn den Flughafen verlassen, trifft uns der Kälteschock.
Ich habe zum Glück meine (eiskalte) Jacke im Auto….

Fazit

Der Urlaub war wirklich sehr schön.
Die Menschen down under sind sehr freundlich und das was wir gesehen haben
war interssant und ein Erlebnis.
Ayers Rock war ein Erlebnis – mächtig und mystisch,
 Devils Marbles umwerfend,
 die Olgas knubbelig.

Im Norden allerdings liegt auch alles sehr weit auseinander und
man verbingt viel Zeit im Auto. Dazwischen ist nichts.
Es ist gut, daß wir das alles gesehen haben,
aber für mich müßte es nicht nochmal sein.

Sydney ist eine wunderschöne Stadt, wo ich sicher noch mal hin möchte.
Beim nächsten mal kommt bestimmt auch die Ostküste dran,
wozu wir jetzt keine Zeit hatten.
Australienkarte


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