|
3. Woche, 15. Tag Mittwoch, 8.6.2005
Und es hat sich das Wetter gebessert!
Kurzentschlossen neu geplant und beschlossen, den Icefields Parkway teilweise jetzt schon runterzufahren.
Vorher noch schöne Fotos vom Pyramid Lake gemacht.
Über den Parkway kann man sich durch eine Broschüre recht gut informieren und orientieren. Wanderung auf dem Valley of the Five Lakes Trail. Super (zumindest bei schönem Wetter). Geht an einigen kleinen Seen vorbei, die nicht sehr tief sind. Tolle Aufnahmen machen können. 1,5 Stunden incl. einiger Fotostops gebraucht.
Zurück auf dem Parkway an fast jedem Viewpoint angehalten, ein paar Punkte am Anfang des Parkways hatte ich ja schon gestern angefahren.
Noch ein paar Wolken auf den Bergspitzen, ansonsten Super-Aussichten.
Die Sunwapta Falls sind ganz nett (ja ja nach Wells Gray .....). Danach geht es hoch hinauf, die Berge treten ein wenig zurück und man durchfährt eine karge Ebene.
Die ersten Gletscher kommen in Sicht und dann ist man am Columbia Icefield. Am Info-Center mich informiert. Die Fahrt mit den sogenannten Snow Coaches hab ich mir gespart; da wird man für teures Geld kurz auf den Gletscher gefahren, darf 10 min im Schnee rumlatschen und das war es. Dafür bin ich lieber auf den Parkplatz in der Nähe des Gletschers gefahren und zum Gletscher gelaufen. Unterwegs sieht man einige Jahreszahlen, wo sich der Gletscher im Jahre so und so befand. Hat ganz schön abgenommen! Man darf sogar ein kurzes abgegrenztes Stück zu Fuß auf den Gletscher laufen, ist aber sehr rutschig und man sollte auf dem begrenzten Gebiet bleiben, da man sonst in einige Löcher fallen könnte.
(Jetzt war ich auch mal auf einem Gletscher.)
Da der vielgepriesene Parker Ridge Trail noch gesperrt ist (noch zu viel Schnee und einhergehende Naturzerstörung, weil sich die Wanderer alle ihren eigenen Trail suchen), bin ich das erste Stück des Wilcox Trails gelaufen.
Als der Athabasca Glacier gut zu sehen war, hatte ich eigentlich keine Lust mehr weiterzugehen, es war ganz schön kalt und das erste kurze Stück ist auch ganz schön anstrengend. Zwei mir entgegenkommende Wanderer meinten, man könnte sowieso nicht viel weiter oder man müsste durch tiefen Matsch waten.
Auf den Rückweg nach Jasper gemacht. Jetzt sind fast keine Wolken mehr am Himmel, alle Berge zu sehen. Was ist das für ein Panorama! Unglaublich! Einfach toll! Jede Menge zu sehen, nicht nur an den Viewpoints, ...der Parkway ist bei schönem Wetter ein einziger Viewpoint.
Einige Fotos neu gemacht, da jetzt die Berge wolkenlos sind. Das hat richtig Spaß gemacht und kann man nur empfehlen.
Noch zum Jasper Tramway gefahren, das ist eine Gondel hoch auf den Whistler Mountain. Kostenpunkt 22 $ aber ein Muss bei schönem Wetter. Eine einzigartige Aussicht auf Jasper und die Berge rundherum. Jede Menge Panoramafotos gemacht. Es gibt auch einen Trail auf die Bergspitze (1 km) und der ist sehr steil. Sollte man aber auf sich nehmen, es gibt einen tollen Blick auf die südlicheren Berge.
Kurzentschlossen noch mal zum Maligne Lake gefahren und einige Sonnenfotos gemacht...
Festgestellt, dass ich mir vor allem die Ohren ganz prima von der Sonne verbrannt habe. Es ist hier sehr hoch und ich habe nicht ausreichend Sonnenschutz aufgetragen. (Tja, selbst schuld!) Hoffentlich wird es morgen wieder so ein Supertag!
3. Woche, 16. Tag Donnerstag, 9.6.2005
Vor 7 Uhr losgefahren, das Wetter ist nach einem starken Nachtregen wieder brauchbar bis gut. Erst mal den Icefields Parkway bis zum Columbia Icefield recht zügig durchgefahren. Ein paar Nebelfotos gemacht und auch das Columbia Icefield ist trotz Sonne in Wolken; das kann einem wohl auch bei schönem Wetter passieren.
Stop bei den Bridal Veil Falls; es soll hier auch irgendwo einen Trail zu den Panther Falls geben, der war für mich aber zu versteckt.
Eigentlich jeden Viewpoint angefahren, z.B. Weeping Wall, Howse & Mistaya River Valleys.
Runter zum Mistaya Canyon gelaufen. Dort hat sich das Wasser recht seltsam seinen Weg gebahnt (insgesamt 1 km).
Da schon die Zufahrt zum Campground und auch dem Trailhead gesperrt war, entfiel der Chephren Lake Trail.
Außerdem futterte dort gerade ein Grizzly am Straßenrand!
Zum Peyto Lake Viewpoint konnte man doch durchfahren, ich hatte noch die Info, dass man ein gutes Stück laufen muss.
Sehr schönen Blick auf den Lake Peyto.
Habe den sogenannten Bow Summit (Trail) gleich mitgemacht.
Kurz dahinter dann doch noch gewandert nämlich den Bow Glacier Falls Trail. Dieser Hike hat mir sehr gut gefallen. Er geht zunächst am Bow Lake vorbei, dann ein Stück über eine große Geröllwüste am Fluss lang. Danach wird es für eine Zeit sehr steil die Stufen hinauf (irgendwann mussten die 180 m Höhenunterschied ja kommen) und dann ist man auch in Sichtweite der Falls, die von einem Gletscher gespeist werden. Wer will kann auch noch näher ran, dazu hatte ich keine Lust mehr. Diesen Trail über insgesamt 9 km (2 Stunden)kann ich wirklich nur empfehlen, es gibt einiges abwechslungsreiches zu sehen.
Noch ein paar Viewpoints...
und dann ist man auch in Lake Louise, dem Ende des grandiosen Icefields Parkways. Kurz das Infocenter aufgesucht. Sind keine Trails wegen Bären gesperrt bzw. man muss nicht in Gruppen wandern. Da noch Zeit war, habe ich wegen des schönen Wetters auch hier den Lift Lake Louise Gondola hoch hinauf genommen.
Zum ersten Mal in meinem Leben in so einer Ski-Schaukel gesessen. Es ist jetzt bewölkter, aber die Berge sind noch frei. Oben führt ein kurzer Weg zu einem Zentrum, in dem auch kleine Vorführungen abgehalten werden (neben der Dauerausstellung der im Park vorkommenden Tiere). Wer will kann nach einem kleinen Plan auch noch weiter hoch wandern, mir hat die tolle Aussicht schon so gereicht. Auf der Rückfahrt von dem Lift aus einen Grizzly unter mir beobachtet.
Eingecheckt in der Deer Lodge. Eigentlich ein ganz nettes altes Gebäude. Leider war das Zimmer mangelhaft. Nicht nur dass es sehr klein war, es war auch renovierungsbedürftig und unglaublich laut wegen des Holzbaus. Außerdem gab es keinerlei elektrische Geräte wie Klimaanlage, Telefon, TV, Kaffeemaschine, Kühlschrank oder Fön. (Ich muss ja nicht immer alles davon haben, aber diese Ausstattung war mir zu basic! Und wie sich herausstellte war „noisy“ stark untertrieben.)
Kurz zum Lake Louise und den bekanntesten See in den Rockies angeschaut.
Leider wird das ganze von dem riesigen Hotelkomplex Fairmont Chateau Lake Louise beherrscht, einer grandiosen Bausünde!
Abendessen im Diner am Parkplatz im „Ort“, nicht so dolle!
3. Woche, 17. Tag Freitag, 10.6.2005
Gegen halb fünf wieder mal wach geworden und kurzentschlossen zum Sonnenaufgang an den Lake gegangen. Erst war ich völlig allein dort. Springende Fische in dem kalten Wasser haben mich fasziniert. Leider kamen doch noch Wolken im Osten auf, so dass es nichts wurde mit tollen Sonnenaufgangsfotos. Außerdem waren von den ungefähr 10 Personen am See zwei Asiatinnen und die haben den ganzen See mit ihrem Gequatsche beschallt.
Im Hotel gefrühstückt, sehr gut und sehr teuer.
Mich umgezogen und den Trail „Plain of Six Glaciers“ mit allen „add ons“ wie Lake Agnes und die beiden Beehives angegangen.
Startpunkt ist am Chateau. Es geht zunächst eine Zeitlang recht langweilig durch den Wald nach oben (3 km). Dann ist man am kleinen Mirror Lake. Hier hat man mehrere Möglichkeiten zum Weitermarsch, da ich den gesamten Trail gehen wollte, ging es erst mal hoch zum Little Beehive. Tolle Aussicht auf die Berge, leider etwas dunstig, die Berge waren aber frei. Schön zu sehen sind der Lake und das Chateau.
Man muss den größten Teil des Little Beehive Trails zurück, um zum Lake Agnes zu gelangen. Dort im Teahouse erst mal was getrunken. Der See war noch größtenteils zugefroren und liegt sehr idyllisch. Den See umrundet man teilweise, dort lag auch noch Schnee. Man steigt steile Serpentinen hoch zum Big Beehive und weiter zum dazugehörigen Lookout. Der Ausblick hier ist sehr ähnlich dem Blick vom Little Beehive, so dass man ersteren sich hätte sparen können; es ist aber ein etwas anderer Blick auf den Lake.
Durch den Wald geht es wieder abwärts, ab und zu schon gute Aussichten auf Berge und Gletscher. Man trifft auf den eigentlichen Plain of Six Glaciers Trail,
den man vom Lake Louise hin und zurück gehen kann. Durch eine karger werdende Landschaft geht man weiter aufwärts auch noch durch ein paar kleinere Schneefelder. Schließlich erreicht man ein weiteres Teahouse, wo man rasten kann.
Das letzte Stück geht nochmals recht steil hinauf, man läuft einen Grad entlang und erreicht eine steile Steinwüste – das Trailende. Super Aussicht auf Berge und Gletscher – ( ich bin aber nicht auf 6 Gletscher gekommen! Sehr alpin hier und wegen des schönen Wetters brennen auch schon wieder die Ohren). Während der Rast gab es einen lauten Knall und einiges an Schnee und Eis ging von dem Gletscher ab, der einem vom Lake unten ins Auge fällt.
Zurück ging es einige Kilometer über den gleichen Trail zurück, dann wandert man auf dem normalen Plain-Trail weiter abwärts. War alles nicht mehr sehr spannend, so dass ich nur anraten kann, den Weg so wie ich zu gehen, sonst ist es zu langweilig. Ab dem See waren die „Normal-Touristen“ wieder voll nervig. Ab dort sind es dann noch 2 restliche Kilometer. Insgesamt waren es ungefähr 18 km und ich habe mit Pausen und Fotostops 6,5 Stunden gebraucht. Man kann diesen Trail guten Gewissens empfehlen, man sollte aber auch die hier gewählte Trailkombination wählen, ( evtl. den Little Beehive auslassen.)
Wegen des schönen Wetters noch zum Lake Moraine gefahren und ein paar Aufnahmen vom Viewpoint des Rockpile Trails gemacht.
Abendessen im Mountain Diner an der Tankstelle. Wesentlich besser als das Dinner gestern. (Total platt!)
 |
3. Woche, 18. Tag Samstag, 11.6.2005
Heute den Paradise Valley Trail angefangen; dieser Hike führt in ein schönes Tal, das man dann durchwandern kann.
Mäßiges Wetter, sehr nebelig/wolkig. Bin die ersten 5 km bis zum Lake Annette gewandert und dann umgekehrt, die Berge und das Tal lagen so in Wolken, dass hatte leider keinen Zweck.
Kurzfristig mich für eine Fahrt auf dem #1A, dem Bow Glacier Parkway, entschieden. Das ist eine Parallelstrasse zum Highway 1 mit einigen Viewpoints und man soll viele Tiere sehen können, zu deren Schutz der Parkway auch im Frühjahr von 18:00 bis 09:00 gesperrt ist.
Neben dem Besuch der Viewpoints habe ich den Johnston Canyon angegangen, ein Hike zu den Lower und Upper Falls und weiter noch zu den Ink Pots. Da der erste Teil asphaltiert ist, wird dieser auch gerne bis zu den Lower Falls von vielen Leuten incl. Bustouristen besucht.
Es ist dennoch ein sehr zu empfehlender Trail, der schon am Anfang über einen sogenannten Catwalk geführt wird. Die Lower Falls sind ganz nett, insbesondere weil man durch ein kleines Loch ganz nah ans Wasser kommen kann. Das ist sehr laut und nass, hab darum kein Foto gemacht. Bin lieber weiter hoch und habe das Ganze von oben aufgenommen. Es geht weiter am Fluss entlang mit kleineren Fällen und auch wieder mal ein Stück davon weg. Alles ist noch asphaltiert. Die Upper Falls sind um einiges höher und man läuft wieder auf einem Catwalk, um zum besten Aussichtspunkt zu gelangen. Die weitere Wanderung zu den Ink Pots sollte man sich gut überlegen, denn es geht noch 2 km rauf und dann wieder 1 km runter, was insgesamt ganz schön anstrengend ist. Das zieht sich doch heftig. Die Ink Pots sind 5 kleinere Wasserlöcher in türkiser, blauer und gelber Farbe. Etwas ähnliches habe bisher nur in Yellowstone gesehen. Hier gibt’s auch wieder Berge zu sehen, die 3 km Wanderung sind eher öde. Leider fing es auf dem Rückweg heftig an zu regnen, was den schlammigen Boden nur noch rutschiger machte. Unter der Regenjacke nassgeschwitzt und drum herum nassgeregnet. Insgesamt braucht man 3,5 Stunden für die Ink Pots und vielleicht 1,5 Stunden für die Upper Falls. Am Parkplatz hat es dann aufgehört zu regnen!
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Bis zum Ende der#1A durchgefahren, es gab noch weitere Viewpoints, davon ist der Backswamp Viewpoint am schönsten.
Zurück nach Jasper und wieder im Mountain Diner zu Abend gegessen
3. Woche, 19. Tag Sonntag, 12.6.2005
Heute geht’s weiter in Richtung Westen. Ziel sind die kleineren Nationalparks der Rocky Mountains, der Yoho, Glacier und Mt. Revelstoke NP. Kurzes Frühstück im Cafe am Parkplatz in Lake Louise. Kann man empfehlen, zumindest was das Gebäck angeht.
Man fährt ein kurzes Stück auf dem TCH in den Yoho NP und beim Kicking Horse Pass gelangt man an den „Lower Spiral Tunnel View“. Hier sind für die Eisenbahn insgesamt zwei große spiralförmige Tunnel in den Fels gehauen worden, damit die Züge die enormen Steigungen bewältigen können. Man kann den Ein- und Ausgang von einem Punkt aus sehen, bei langen Zügen sieht man die Lok schon wieder aus dem Tunnel fahren, während die letzten Waggons noch gar nicht in den Tunnel hineingefahren sind. Es kam sogar ein Personenzug vorbei, aber der war zu kurz für oben geschilderten Blick. Der „Upper Spiral Tunnel View” und die Takakkaw Falls waren leider unzugänglich, da die Zufahrtsstrasse noch gesperrt ist. ( Blöde lange Wintersperren!)
Auf dem Weg zum Emerald Lake an einer Natural Bridge Halt gemacht; wer schon mal im Südwesten der USA war, findet die eher albern! Der See war leider wolkenverhangen.
Im Yoho NP noch die Wapta Falls besucht, 2 km Schotterstrasse und 2 km Trail (one way). Der Wasserfall ist ok, die vielen Mücken nerven allerdings. An den meisten Stellen ist es den Viechern wohl noch zu kalt, aber manchmal tauchen sie doch geballt auf.
Weiterfahrt bis zum Glacier NP. Leider ist die Bergwelt in Wolken gehüllt, so dass die Fahrt über den Rogers Pass nicht viel her gab. Es wird allerdings irgendwie steiler und karger. Den Illecillewaet Trailhead angefahren, von dem viele Wanderungen ausgehen. In Ermangelung von guter Sicht nur den „Meet the Waters Trail“ gegangen, für die 20 min sehr schön.
Nett ist auch der nicht ausgewiesene „Rockgarden Trail“ ein Stück weiter am TCH. Man spaziert 15 min durch diverse Felsen und Wald. Unbedingt machen!
Kurz darauf am Hemlock Groove Trail 400 m auf einem Boardwalk durch die Hemlockbäume gewandert.
Hier endet schon der kleine Glacier NP und 16 km weiter beginnt der noch kleinere Mt. Revelstoke NP.
Den Giant Cedar Trail von nur 500m sollte man unbedingt machen, auch wenn man vom Regenwald her durch Vancouver Island verwöhnt ist.
Letzter Punkt war schon der Skunk Cabbage Trail, ein 1,2 km langer Boardwalk Loop durch Sumpf und Feuchtgebiet. (Sehr schön... und viele seltsame Vögel zu sehen.)
Eigentlich könnte man noch weiter bis zur Stadt Revelstoke fahren (20 km). Dort beginnt der „Meadows to the Sky Parkway“ 26 km den Mt. Revelstoke hinauf. Leider ist dieser nur zum Teil schon befahrbar und außerdem ab 17:00 Uhr gesperrt. Das lohnte dann jetzt um 16:00 Uhr nicht mehr; wer allerdings zur Hauptsaison hier sein sollte, der Parkway incl. seines kurzen „Meadows in the Sky“-Trails ist eigentlich Pflichtprogramm.
Musste dann ungefähr 100 km zurück nach Golden, wo ich in einem Durchschnittsmotel „Marys Motel“ eingecheckt bin.
Unterwegs einem der superlangen Güterzüge begegnet und versucht zu knipsen ( die sind einfach zu lang.)
Gab noch Fastfood und im TV NBA-Finals - Pistons gegen Spurs.
3. Woche, 20. Tag Montag, 13.6.2005
Gegen 7 Uhr schon wieder zurück Richtung Banff NP aufgebrochen. Zunächst nur Sauwetter, nichts von den Bergen zu sehen, und wenn dann Neuschnee.
In Fields mal kurz angehalten, am Bahnhof standen einige dieser schon gestern kurz gesehenen Riesengüterzüge. Eigentlich unmöglich diese auf ein Foto zu bannen.
Am Lower Spiral Tunnel View von gestern noch mal angehalten und BINGO, gerade fuhr einer der langen Güterzüge in den Tunnel. Somit konnte ich es doch noch erleben, wie ein Zug vorne rausfährt obwohl er hinten noch gar nicht ganz im Tunnel ist.
In Banff (Town) wurde das Wetter freundlicher, zunächst die Vermillion Lakes angefahren.
Weiter zum Banff Springs Hotel, eines dieser monumentalen Hotels, die an einigen Stellen der Rockies gebaut wurden, um den Tourismus im 19. Jahrhundert anzukurbeln. Diese Hotels wurden dann immer weiter vergrößert und renoviert.
In der Nähe die Bow Falls angeschaut.
Bei dem sehr wechselhaftem Wetter (Sonne und immer wieder Schauer) zum Lake Minnewanka... 10 km nördlich gefahren.
Dort den „Stewart Canyon Trail“ gelaufen ungefähr 3 km one way. Nach der Hälfte der Strecke geht man über eine Brücke und blickt in den Canyon. Ab da wird es erst interessant, man läuft durch den Wald immer am Canyon lang. Ende ist an einem kleinen Zufluss des Canyonflusses, dort beginnt bzw. endet auch der eigentliche Canyon. (Schöne Wanderung!)
Weiterfahrt vorbei am Two Jack Lake zum Johnson Lake. Gut gefallen hat mir „Cascade Ponds“.
Zurück nach Banff und an den Vermillion Lakes
den kurzen Fairland Trail gewandert, die Rehe kommen hier einem ganz schön nahe – (da standen plötzlich welche hinter mir.)
Noch am Canada Place die kostenlose Ausstellung angeschaut und die Cascade Gardens. Die Touristenmeile „Banff Avenue“ langgelaufen,
Dinner mal wieder in einem der Restaurants der „Spaghetti Factory“.
3. Woche, 21. Tag Dienstag, 14.6.2005
Am Morgen ein wunderschöner sonniger Tag – strahlendblauer Himmel.
Frühstück im Starbucks Coffee und zur Banff Gondola. Kostet 22 $ um hinauf in die Berge zu gelangen – bei dem schönen Wetter aber ein MUSS. Ein herrlicher Ausblick auf Banff und vor allem die Berge rund herum. Klasse!
Natürlich auch den kurzen Boardwalk zum Summit gemacht. Einfach Spitze!
Die Upper Hot Springs Pools kann man sich sparen (außer man will mal in so eine heiße Badewanne hüpfen); gut ist aber das „Cave & Basin“ (National Historic Site).
Man kann auch von außen einiges sehen bzw. den Boardwalk machen, aber die 4 $ Eintritt lohnen sich für den Besuch der Höhle, wo alles für Banff begann und auch das gesamte National Park System. Aber: durch den aufsteigenden Schwefel stinkt es gewaltig, in den unterschiedlichen Pools blubbert es teilweise ganz gut. (Empfehlenswert.)
Vor der Cave liegt der kleine Boardwalk des Marsh Trails – netter Spaziergang durchs Marschland.
Im Anschluss daran den Sundance Trail gewandert (Roundtrip 9,5 km). Zu Beginn ist der Weg asphaltiert bis zum 2,5 km Loop. Zunächst geht’s am Wasser lang, dann wird es eher langweilig durch den Wald. Den Loop linksherum nehmen und man geht den Canyon lang, teilweise recht steil über Stufen und immer wieder mal über kleine Brücken über den Fluss. (Sehr schön!) Sobald der Loop den Fluss verlässt, kommt der etwas unspektakuläre Teil durch den Wald zum Loopende und man muss den Asphaltweg wieder zurücklaufen. Man kann zwar teilweise den Marsh Loop Trail nehmen (dann 1,5 km länger), nach dem Marsh Boardwalk ist das aber nicht mehr so interessant. Außerdem wird dieser stark von Reitern benutzt und ist daher sehr matschig. Insgesamt hab ich incl. Lunch 2,5 Stunden gebraucht.
Danach den Tunnel Mountain Drive/Road mit einigen Viewpoints langgefahren. Zuletzt sieht man da auch Hoodoos – (kein Vergleich mit Southwest USA.)
Jetzt eigentlich alles von Banff abgehakt, und da noch Zeit war, bin ich noch 20 km weiter bis nach Canmore gefahren. Das war eine Olympiasportstätte von 1988. Am Infocenter den Tipp zum Grassi Lake Trail, 3,6 km retour bekommen.
Hinauf die „Easy Variante“ genommen. (Die beiden Lakes sind klasse!) Auf der Suche nach alten Felsenzeichnungen bin ich dann noch höher gestiegen und das würde ich nicht unbedingt weiterempfehlen. Sehr steil und holperig, teilweise mit Holzstufen und ich weiß gar nicht, ob ich die richtigen Felsenzeichnungen wirklich gefunden habe. Zwar ein toller Blick von dort, ist aber nicht ganz ungefährlich. Zurück zum Parkplatz die „More difficult Variante“ gewählt. Der Weg ist recht steil und „cliffig“, belohnt wird man aber durch einen tollen Blick auf den Wasserfall, den man auch schon vom Parkplatz sieht.
Das Nordic Center 1,5 km in der Nähe war eine Pleite (ist ja auch Sommer). In Banff mal wieder Fastfood eingeworfen und NBA-Finals geguckt.
|