|
2. Woche 8. Tag, Sonntag 25. Dezember Nach einem reichen Frühstück am Frühstück-Buffets des Hotels fahren wir von Alice Springs zum Kings Canyon. Eigentlich sollten die Tankstellen heute geschlossen haben. Es ist ja Weihnachten. Ist aber doch nicht Fall. Deshalb fahren wir doch zum Kings Canyon. Wir wären mit einer Tankfüllung plus Zusatztank sonst nicht hingekommen. Um der Fahrt die Langweile zu nehmen, fahren wir eine Gravel Road. 100 km über Geröll und Sand. Erny hat seinen Spaß, für mich ist es eher anstrengend, weil ich unser Hab und Gut festhalten muß. Trotzdem hat sich die Abkürzung quer feldein gelohnt...
Wir treffen auf Kamele.
Ich bin froh als wir wieder festen Boden unter den Rädern haben.
Der Kings Canyon war ganz schön. Wir unternehmen die kleine abgespeckte Wanderung. Es sind 38°C, die wir aber kaum bemerken. Es ist trocken und windig.
Wir fahren ca. 100 km wieder zurück zu unserem nächsten Ziel, dem Ayers Rock Resort.
Auf dem Lasseter Highway sehen wir nach einiger Zeit einen großen Berg. Der Mount Conner, ein Tafelberg. Nach einiger Zeit erscheint auch der Ayers Rock oder Uluru wie der Berg hier heißt.
Als wir im Hotel ankommen, sind wir fast 600 km gefahren. Wir haben uns abgewechselt, no worries, wie der Australier sagt…..
Wir beziehen unser Zimmer im Desert Gardens Hotel. Das Zimmer überbietet was wir bisher hatten. Bademäntel, ein riesen Badezimmer und auch das Zimmer ist sehr schön groß. Nach einer kleinen Pause fahren wir zum Ayers Rock, der nur wenige Kilometer entfernt ist. Bald geht die Sonne unter und das wollen wir sehen.
Eintritt müssen wir nicht mehr bezahlen, weil die Station schon geschlossen ist. Der Ranger weist allerdings darauf hin, daß wir wegen der Buschfeuer nicht links um den Berg herumfahren können. Es gibt speziell einen Parkplatz für Sonnenuntergang-Betrachter. Wir reihen uns ein und warten mit den anderen. Leider schieben sich Wolken vor die Sonne. Aber egal, wir haben ihn gesehen und sind beeindruckt.
Wir fahren nicht sofort zum Hotel zurück sondern näher an den Berg heran. Morgen wollen wir drum rum wandern. 10 Kilometer lang ist der Weg.
Wir machen uns im Hotel frisch und laufen zum Outback Pioneer Hotel, wo ein Pioneer BBQ ist. Das ganze Resort besteht aus verschiedenen Hotels verschiedener Klassen. Vom Backpacker bis zum Luxushotel ist alles dabei. Wirklich sehr schön gemacht.
Das BBQ ist ganz witzig. Man kauft das rohe Fleisch, wie Emu, Kängeruh, Krokodil, aber auch Chicken, Rindswürste, Fisch und Steaks, und grillt es. Beilagen aller Art gibt es dazu.
Im Hintergrund gibt’s Live-Musik. Sehr nett und wir wollen morgen nochmal hin. Wir laufen den Weg zurück in unser Hotel. Warscheinlich ist man hier gar nicht auf Fußgänger eingerichtet. Es ist stockdunkel und wir arbeiten uns voran. Der Sternenhimmel ist durch diese absolute Finsternis sehr gut zu sehen und soll nirgends so schön wie im Outback sein. Stimmt. Einfach toll !
Gefahren: ca. 600 km
2. Woche, 9. Tag Montag 26. Dember Wir versuchen zeitig aufzustehen. Für den Sonnenaufgang sind wir zu spät. Wir hätten sowieso nicht gewußt, ob es nicht zu wolkig gewesen wäre.
Der Supermarkt im Resort macht erst um 8.30 Uhr. Wir brauchen dringend Wasser. So haben wir die Gelegenheit uns die Geschäfte in dem Shopping-Center anzusehen. Hier sind sie besser ausgestattet als in mancher „Stadt“.
Dann fahren wir zum Uluru-Kata Tjuta National Park, in dem der Ayers Rock und die Olgas zu sehen sind. Der Eintritt kostet 25 AUS$ pro Person. Erster Stop ist das Culture Centre der Aboriginals.Wir schauen uns um, lesen von Riten und Gesetzten, aber was wir nicht sehen, sind die Ureinwohner. Alles fest in weißer Hand. Wir frühstücken dort und dann geht’s weiter. Es ist bewölkt und es sieht heute nicht ganz so heiß aus. Ist es aber. Wir wollen einmal rund um den Berg wandern. Für jeden reichlich zu trinken, Hut auf und für mich den Fliegenschutz. Erny will seinen nicht. Harte Männer halten die Fliegen aus… er wedelt sie mit einem Prospekt weg.
In etwa 2,5 Stunden sind wir rum. Und das ist gut so. Es ist mittlerweile sehr heiß geworden. Über 36°C, weil dann der Aufgang auf den Berg geschlossen wird. Heute sogar schon ziemlich früh. Naja, wäre ich sowieso nicht hoch gegangen. Erstens bin ich keine Gemse und zweitens soll man das nicht, weil die Aboriginals das nicht möchten. Wir sind alle Gäste dort und sollten das eigentlich akzeptieren. Was einige aber natürlich nicht stört…
Unterwegs war ein Teil der Steppe um den Berg herum verbrannt. Dort hatte es gestern das Buschfeuer gegeben. So groß habe ich mir das nicht vorgestellt. Es lodert immer noch. … und wir mitten drin. Wir machen Halt auf einer Bank, worauf schon eine Frau sitzt. Sie fragt, ob ich Feuer für ihre Zigarette habe. Hatte ich. Sie steht auf und geht den Weg in Richtung Feuer, wo ein Ranger immer noch mit den Löscharbeiten beschäftigt ist. Fällt mir erst nachher auf, daß dadurch sicher die Buschfeuer entstehen und hoffe, sie ist vorsichtig.
Man darf übrigens an den interssanten Stellen nicht fotografieren, weil es heilige Stätten sind.
Eigentlich wollten wir sofort weiter zu den Olgas ( Kata Tjuta ). Aber wir sind erst mal platt und fahren ins Hotel zurück. Dort genehmigen wir uns ein schönes großes Eis. Falsch – ich habe das große Eis. Ich bestelle ein Eis mit 2 Bällchen. Das ist etwa so groß wie der Ayers Rock. Erny bestellt dann gleich ein kleineres.
Wir ruhen uns noch ein wenig auf dem Zimmer aus. Ich schreibe Karten und Erny schläft. Dann fahren wir zu den Olgas. Sie sind 50 km vom Resort entfernt. Die Sicht ist nicht richtig klar und wir sehen die Berge nur schemenhaft näherkommen.
Sie sind bei entsprechendem Licht genauso rot wie der Ayers Rock. Das Valley of the Winds ist für Wanderungen gesperrt. Ab 38°C wird der ganze Zugang gesperrt. Also nehmen wir den kürzeren Weg in eine Schlucht. Mit uns mehrere Reisebusse mit Menschen aus allen Ländern dieser Welt. Es hätte sich sicher besser verteilt, wenn beide Wege geöffnet gewesen wären.
Wir laufen wieder zurück und sehen, daß noch mehr Reisebusse auf den Parkplatz fahren. Schnell weg… Auf der Strasse zurück nach Yulara, so heißt der Ort in dem das Resort ist, sehen wir endlich mal ein Kängeruh-Schild, aber immer noch keine Kängeruhs…
Zurück im Hotel entscheiden wir wieder zum Pioneer BBQ zu gehen. Erny probiert heute die Aussie Outback Combo bestehend aus Rinds- und Emu-Würstchen und Krokodil- und Kängeruh-Spieß. Ich bleibe beim guten alten Chicken und grille mir Maiskolben dazu. Erny ist es zu heiß am Grill (mir etwa nicht ?) und er besorgt uns schon mal kaltes Bier. Wer da mal hinkommt, wir können das nur empfehlen. Beilagen wie Mais, Folienkartoffeln, Salate, Obst, Brot sind all you can eat. Ich probieren zum Abschluss noch Traditional Bead Pudding mit Beerensoße. Nicht das ich nicht satt geworden wäre…
So geht wieder ein Tag zuende. Wir sitzen noch ein wenig beim Bier und hören dem Musiker zu, der gestern auch schon Musik gemacht hat und sind froh nicht in einem Restaurant sitzen zu müssen…
Gefahren : 150 km
2. Woche, 10. Tag Dienstag 27. Dezember Wir nehmen noch ein kleines Frühstück zu uns und verlassen dann den Ayers Rock Resort... Leider... Dort hat es uns gut gefallen.
Die nächsten 500 km versprechen auch wieder nur Steppe und Tierkadaver am Strassenrand. Unser Mittagsstopp ist an der Kreuzung Lesseter Highway und Stuart Highway im Erldunda Roadhouse. Es ist windig in der Wüste und sehr heiß. Mir fällt Freddy Quinns Lied ein vom brennend heißen Wüstensand…. Nachdem Auto und Insassen satt sind, fahren wir weiter Richtung Alice Springs. Wir freuen uns über entgegenkommende Fahrzeuge, raten wieder welches Tier zu Knochen am Rand gehört und sind wieder aufgeregt, wenn wir ein Schild passieren. Das Radio findet immer noch keinen Sender – wir sind von der Außenwelt abgeschnitten.
Ca. 100 km vor Alice Springs fahren wir eine Gravel Road zum Valley of Rainbows, nur für 4x4 Geländewagen befahrbar. Ein PKW wäre öhne Allrad nicht durch den tiefen Sand gekommen. Das Valley wird übrigens nur kurz im Reiseführer erwähnt Nach 22 km haben wir unser Ziel erreicht. Die Steinformationen sind in vielen Farben zu sehen. Eben wie ein Regenbogen. Wir gehen einen Trail entlang. Mit Hut und Wasser, aber leider in Trekkingsandalen. Der Steinweg wird zu Sand, der ist kochend heiß ist. Wieder fällt mir dieses Lied von Freddy Quinn ein… und ich verbrenne mir die Füße. Trotzdem halte ich bis zu den Felsen durch. Der angrenzende See ist völlig ausgetrocknet.
Es ist wunderschön hier ! Keine Menschenseele und keine Busse mit knipsenden Asiaten... Nur wir...
Wir fahren zurück auf die befestigte Strasse, die allerdings auch nicht viel besser ist.
Unser Hotel in Alice ist schnell gefunden. Wir waren ja schon auf dem Hinweg im All Seasons Oasis. Die Dame an der Rezeption freut sich uns wieder zu sehen. Wir fragen, ob sie ein Restaurant empfehlen kann. Wir sind mittlerweile nicht mehr so empfindlich, wollen aber nicht nochmal mit Kakerlaken essen. Sie empfiehlt uns das Overlanders Steakhaus. Man kann dort alles essen was kreucht und fleucht, Krokodil, Emu, Kamel und co. . Sie reserviert sofort einen Tisch für uns und gibt uns einen Voucher für ein Freigetränk.
Bis wir los müssen ist erstmal waschen angesagt. Unsere Kleidung steht vor Staub. So nehmen wir Hosen, Shirt und Schuhe sauber mit nach Sydney.
Das Restaurant ist schon urtümlich und endlich höre ich mal „Walzing Mathilda“ hier in Australien. Und… wir sehen keine Kriechtiere …. Wir bekommen ein deutsches Fähnchen auf den Tisch gestellt und bei näherem Hinsehen befindet sich das Restaurant fest in deutscher Hand. Es werden Singspielchen gemacht. Wir haben zum Glück gerade unser Essen bekommen. Apropos Essen… Erny bekommt ein halbes Rind. Ein 750 g Steak + Beilagen bringen ihn fast an die Grenze. Ich habe wieder mal gegrillten Barramundi, einen sehr leckeren heimischen Fisch.
Im Hotel angekommen versuche ich mich nochmal mit dem Internet. Meine Daten kann ich wieder nicht loswerden. Der Rechner mit Windows 98 streckt die Flügel. Erny wartet in der Bar auf mich und wir trinken noch ein kühles Bier. Es sind immer noch 30°C heute Abend.
Morgen heißt es Abschied nehmen vom Outback. Wir sind uns beide eigentlich einig – wir freuen uns auf Zivilisation…
Gefahren : ca. 500 km
2. Woche, 11. Tag Mittwoch 28. Dezember
Wir frühstücken im Hotel, packen unsere Sachen zusammen und fahren zum Flughafen. Das Auto stellen wir einfach ab und werfen den Schüssel in einen Briefkasten. Mir kommt es ein wenig komisch vor, scheint aber richtig zu sein. Hatten wir bisher noch nie so einfach.
Der Flughafen von Alice Springs ist sehr übersichtlich, aber größer als Paderborn. Die 2 Stunden Wartezeit gehen schnell rum.
Nach etwas über 2 Stunden sind wir in Sydney. Hätte gar nicht gedacht, daß es so schnell geht. Der Zeitunterschied … wir sind jetzt 2,5 Stunden weiter als in Alice.
Am Flughafen nehmen wir auch unser Auto in Empfang. Wir fragen nach einem Upgrading für ein Cabrio. Erstens haben sie kein Cabrio und zweitens ist es doppelt so teuer wie der Holden Astra, den wir bekommen. Das ist es uns nicht wert, außerdem wäre ja eh keins da gewesen.
Unser Hotel haben wir schnell gefunden. Wir haben das Ibis Airport. Über Silvester sind die Hotels in der Stadt so teuer, daß wir uns entschieden haben dieses zu nehmen. Es ist 15 Minuten mit dem Auto von der Innenstadt entfernt.
Wir packen das wichtigste aus und fahren in die Stadt. Wir wollen zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man das Opera House und die Harbour Bridge gut sehen kann, geraten aber auf eine falsche Fahrspur und landen auf der Brücke. Zurück zu finden war gar nicht so einfach…
Wieder auf der richtigen Seite finden wir schnell einen Parkplatz. Uns dünkt ein wenig der Hunger und wir essen bei McDoof einen Hamburger.
Es ist jetzt leider für den Sonnenuntergang zu spät. Also laufen wir zum Opera House. Als wir dort ankommen, sind wir überrascht, hier tobt der Bär ! Entlang des Piers ist eine Bar an der anderen und es gibt jede Menge Restaurants.
Wir genehmigen uns ein Gläschen und laufen um die Circular Bay zu „The Rocks“, einem alten Stadteil. Hier möchte ich morgen zu Abend essen !
Im Hafen liegt ein Segelboot der Luxusklasse. Interessant anzusehen.
Wir laufen zurück zum Auto und fahren ins Hotel, wo wir uns noch einen Absacker genehmigen.
2. Woche, 12. Tag Donnertag 29. Dezember Ersteinmal schlafen wir lange. Der Zeitunterschied. Wir fahren mit dem Auto in die Stadt, suchen uns einen Parkplatz am Botanischen Garten und laufen zum Aussichtspunkt „Mrs. Macquaries Point“. Sie ist die Frau eines Govanors gewesen und hat dort immer die schönes Aussicht genossen. Von dort aus kann man die Skyline, The Rocks, das Opera House und die Harbour Bridge. Der angrenzende Botanische Garten ist sehr schön. Es wimmelt dort von riesigen Fledermäusen. Unheimlich...
Wir fahren wieder in Richtung Stadt und parken dort in einem Parkhaus. Das ist nicht ganz billig. Sagen wir es so, unser Abendessen war preisgünstiger… Aus Fehlern lernt man.
Ich bekomme Hunger und wir machen Stop in einem der zahlreichen Cafés am Circular Bay Hafen. Danach geht’s zu einer Hafenrundfahrt. In der einen Stunden sehen wir viel und verbrennen uns ziemlich den Pelz. Immer haben wir uns eingecremt und waren sehr vorsichtig mit der Sonne. Heute ausgerechnet nicht. Die Strafe folgt…
Wir laufen ein wenig durch die Strassen von „The Rock“ und wollen gerne einen Kaffee trinken. Wir sichten ein Café mit schattigen Plätzen. Die Bedienung trägt Lederhosen und Dirnd’l und aus dem Lautsprecher tönt Rudi Carells „Wann wird es wieder richtig Sommer“. Wir denken, schlimmer kanns nicht werden, da kommt noch das Schlumpflied und Andrea Jürgens. Das ist genau das was wir immer vermeiden wollten….
Wir sitzen im Löwenbräu ! Der Apfelstrudel ist aber gut und die deutsche Bedienung entschuldigt sich mehr oder weniger für die Musik - das besänftig ein wenig.
Es ist noch Geschäftszeit und wir fahren zum Queen Victoria Building, einem antiken Einkaufszentrum. Die Geschäfte sind ziemlich nobel und wir begnügen uns mit dem ansehen der Schaufenster. Im Café Vienna lassen wir uns zu einem Eiskaffee hinreißen.
Uns ist nach einem kleinen Päuschen und wir fahren zurück ins Hotel. Abends fahren wir zurück zu „The Rock“. Es gibt dort sehr viele nette Restaurants und Pubs. Wir finden ein italienischen Restaurant und bekommen auch schnell einen Tisch. Nach dem Essen gehen wir in einen Pub, wo wir mit einer Irin ins Gespräch bekommen. Wir freuen uns gemeinsam darüber, daß das Wetter in Irland und Deutschland nicht annähernd so schön ist wie hier. Sie rät uns mal nach Manly zu fahren.
Wir fahren bald darauf zu unserem Hotel. Meine Schultern und Arme brennen wie Feuer.
2. Woche, 13. Tag Freitag 30. Dezember Nach einem Frühstück im Hotel fahren wir zum Koala Park Sanctuary außerhalb der Stadt in Pennant Hills. Dort halten wir erstmal bei einem Chemist, weil ich Brandblasen auf den Schultern habe und dort etwas Sonnenbrand kaufen möchte.
Dann geht’s in den Park. Er ist nicht sehr groß und auch nicht besonders gepflegt, aber wir wollten ja Koalas und Wombarts sehen. Sie sind wirklich zum Knuddeln, wir könnten sie glatt mitnehmen. Auch verschiedene Arten von Kängeruhs sind dort zum Anfassen. Wir sind begeistert...
Weil wir schon mal nördlich von Sydney sind, fahren wir nach Manly. Ich hatte überhaupt keine Vorstellung von dem Ort, wußte nur, daß dort ein Strand ist. Tausende von Menschen lagen dort nebeneinander gereit zum kollektiven Brutzeln in der Sonne. Also nichts für uns mit unserem Sonnenbrand. Wir laufen noch ein wenig am Strand entlang, trinken einen Kaffee in einem der zahlreichen Cafés und fahren dann mit dem Auto zurück. Natürlich nicht bevor Erny einmal seine Füße in den Pazifik getunkt hat.
Nach einer Pause im Hotel fahren wir wieder in die City. Wir wollen uns den Sonnenuntergang ansehen. Erny möchte gerne auf den Sydney Tower. Von dort ist die Aussicht einmalig über die Stadt und wir hätten auch endlich unseren Sonnenuntergang. Wir stehen ewig an um die Tickets zu bekommen. Die Zeit ist zwar knapp, aber wir müßten es noch schaffen. Dann sehen wir eine neue Schlange vor den 3 Aufzügen. Als wir oben ankommen, ist die Sonne weg und wir haben nur einen diesigen Ausblick über die Stadt. Wir halten uns nicht so sehr lange dort oben auf und sehen uns noch eine Show an, die im Preis inbegriffen ist. Sie soll einen Einblick in die Geschichte Australiens geben. Naja…
Wir laufen zum Darling Harbour, der Flaniermeile am Hafen. Es gibt dort zahlreiche Bars und Restaurants. Wir entscheiden uns wieder für ein italienisches Restaurant. War nicht so gut wie am Vortag. Wir laufen die Runde noch zuende, fahren zurück zum Hotel und genehmigen uns dort noch einen Gute-nacht-Drink.
2. Woche, 14. Tag Silvester – Samstag 31. Dezember Wir schlafen erstmal aus und verzichten aufs Frückstück. Ein Kaffee auf dem Zimmer reicht uns aus.
Wir laufen von unserem Parkhaus zu „The Rocks“ um dort im Visitor Center nachzufragen, wo wir am besten hin können heute Abend. Das Auto haben wir schon strategisch günstig geparkt. Der freundliche Herr dort erklärt uns, wir sollen zu Mrs. Macquaries Point gehen. Möglichst ab 18.00 Uhr da sein. Oder wie er zuhause vor dem Fernseher das Spektakel ansehen.
In „The Rocks“ soll samstags ein Markt sein. Ist natürlich nicht wegen Silvester. Schade...
Es ist mittlerweile Mittagszeit und wir kehren nochmal bei „La Mila“ ein. Die anderen Restaurants sagen und nicht so sehr zu ($$$)…. Das Restaurant war zwar auch nicht günstig, aber gut.
Wir starten heute an Silvester unseren Rundgang am Opera House. Doch drum rum kommen wir nicht. Es campieren schon die ersten dort für das Sivesterfeuerwerk und große Teile sind abgesperrt. Egal. Aber als wir zu Mrs. Macquaries Point rüberschauen, ist dort auch kaum noch ein Stückchen grüne Wiese zu sehen. Ups… Es ist noch zu früh um sich dort einzuquatieren. Also nehmen wir ein Wassertaxi und fahren zum Darling Harbour. Von dort laufen wir zu Paddy’s Market, ein Markt ähnlich dem in Covent Garden in London.
Es ist nun doch Zeit Quartier zu beziehen. Unterwegs kaufen wir noch ein grosses handtuch, wo wir drauf sitzen können. Um 16.30 Uhr sind wir im Park und die Plätze im Schatten sind natürlich weg. Wir setzten uns in die Sonne und cremen uns erstmal richtig ein. Noch einen Sonnenbrand möchte ich nicht. Ganz in der Nähe von uns wird ein Fleckchen im Schatten frei bzw. die Sonne bewegt sich. Gerade groß genug für unser Handtuch. Die Menschen ziehen scharenweise an uns vorbei, beladen mit Klappstühlen, Zelten, Kühltaschen. Alkoholische Getränke dürfen nicht mit. Erny stellt sich an für ein Armbändchen, was ihn berechtig Alkohol zu kaufen. Nachher erfahren wir wir, daß das nur für Teenies ist, nicht für die älteren Semester, bei denen klar ist, daß sie keine 18 mehr sind. Aber irgendwie muß der Tag ja rum gehen…
Neben mir hockt ein Paar aus der Schweiz. Der Mann ist aus Freiburg. Wir kommen schnell ins Gespräch und tauschen Erfahrungen aus. Sie waren vor 9 Jahren schon mal hier und es war wesentich unkonventioneller. Keine Getränke- und Fressbuden und schon lange nicht so viel Menschen. Erny stellt sich immer mal wieder für Getränke an. Die Schlange ist mittlerweile 100 Meter lang.
Um 21.00 Uhr gibt es das erste Feuerwerk – für die Kinder. Na, wenn das schon das kleine Feuerwerk war, was erwartet uns später ? Unsere beiden Mitstreiter haben die Nase voll vom warten und wollen versuchen einen Platz in einer Kneipe zu bekommen. Wir harren aus. Mein Hintern tut weh und ich kann nicht mehr auf dem harten Boden sitzen. Wir sind dreckig und verschwitzt. Ich fühle mich nicht besonders wohl. Wir schnappen uns unsere Handtuch und laufen noch ein bischen. Wir finden einen Weg, auf dem man direkt zum Wasser kommt und eine wahnsinns Aussicht auf die Brücke hat. Immer wieder werden wir und die anderen von den Security Leuten auseinander getrieben. Irgendwann geben die auf, weil wir doch zu viele sind. Dann kommt das Feuerwerk. Von mehreren Punkten aus auf dem Wasser sind die gleichen Lichter zu sehen und dann die Brücke ! Es ist wirklich wunderschön und besser als alles was wir bisher gesehen haben.
Als es vorbei ist, schieben sich die Massen in Richtung Parkausgang. Es geht relativ fix. Hätten wir nicht gedacht. Auch beim Auto sind wir schnell und ebenso schnell aus dem Parkhaus raus. Die Strassen sind etwas voll, aber wir sind um 1.30 Uhr schon im Hotel.
Es ist noch früh und wir hätten gerne noch etwas an der Bar getrunken. Die war aber schon geschlossen.
 
|