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2.Woche-8.Tag
Mittwoch, 4.Mai 2005
Nach angenehmer Nacht und leckerem Frühstück sind wir dann nach Santa Fe aufgebrochen. Mitten in der Stadt gibt es ein Visitor-Center beim New Mexico Government. Hier haben wir uns mit Info-Material versorgt, da uns die Stadt etwas unübersichtlich schien. Rund um die Plaza gibt es irre viele Kunstgewerbeläden und Galerien, sowie etliche Restaurants. Die Gegend scheint nicht gerade billig zu sein. Es gibt hier sehr sehr schöne Weißblecharbeiten, u.a. mit religiösen Motiven. Wir haben uns ein kleines Blechkreuz mit eingelegten, dekorativen Keramikfliesen gekauft. Eine schöne Kirche haben wir auch besichtigt. Hier durfte man nicht mit Blitz fotografieren. Darum habe ich an einem Altar den Blitz abgestellt und ein Foto gemacht. Leider kam doch ein Blitz,... huch ;-)
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Santa Fe ist eine schöne Stadt. Sie besteht hauptsächlich aus Adobe- Bauten. Wir haben den ganzen Tag in der Innenstadt verbracht. Leider war das Wetter auch hier nicht besser. Es war ziemlich kalt und hin und wieder fing es an zu regnen. Also haben wir die Zeit hauptsächlich mit shoppen verbracht. Das ist wie man weiß, anstrengender als jeder Trail in der Natur. Deshalb waren wir anschließend ziemlich kaputt, zumal wir später auf der Cerillos Road auch noch in einem Outlet-Center waren, um ein paar Sachen für unsere Töchter zu besorgen. Die Cerillos-Road beherbergt auch eine große Zahl von Motels. Hier hatten wir uns das Days Inn ausgeguckt. Saubere Zimmer, continentales Frühstück und im Frühstücksraum stand ein PC, mit dem man kostenlos ins Internet konnte. Das müßte es überall geben, vor allem für Leute die kein Notebook mithaben.
2.Woche-9.Tag
Donnerstag, 5. Mai 2005
Am nächsten Morgen rissen die Wolken auf und wir machten uns auf den Weg zum Turquoise Trail. Das ist ein alter Türkis-Handelsweg.
Bei Cerillos gibt es alte Silber und Türkis-Minen und Madrid war früher eine Stadt mit Kohlenbergbau. Hier gibt es auch ein Coalmine-Museum. Die Landschaft am Trail gefiel uns sehr gut. Eine Gegend mit kleinen kegeligen, runden Bergen. Ich fühlte mich hier wie in Spanien
In Madrid haben wir einen größeren Stopp eingelegt. Die alte Bergwerkssiedlung war wohl in den 50er Jahren schon verlassen, wurde aber nach und nach durch Künstler und Aussteiger (Hippies) wieder belebt. Die alten Häuser wurden sehr schön wieder hergerichtet. Viele Leute betreiben Shops mit Kunstgewerbe..
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Im Haus (siehe Foto) hat sich vor 6 Jahren ein Ire niedergelassen und es lt. seiner Aussage noch keine Minute bereut. Im Sommer wäre es wegen der Höhenlage angenehm und im Winter ziemlich mild. Und tatsächlich gingen die Temperaturen jetzt zum ersten mal über 20 Grad. Herrlich.
Madrid liegt in einem Flußtal, und kam uns wie eine Oase vor. Im weiteren Verlauf der Straße sind wir dann zu den Sandia Mountains abgebogen. Der Sandia Peek ist ein bekanntes Skigebiet, und über 3200 Meter hoch. Wir sind dann aber nicht ganz den Berg hoch, sondern über eine unpaved Road durch den Wald nach Placitas und anschließend nach Bernalillo gefahren. Diese Dirtroad hatte es wahrlich in sich. Für die 7 Meilen brauchten wir etwa 2 Std. Ich brauchte kein einziges Mal Gas geben, da es stetig bergab ging. Die Straße war übersäht mit ziemlich tiefen Schlaglöchern, hat uns aber trotzdem total gefallen. Unterwegs haben wir nur einen Schmetterlingsfänger, sowie eine Schulklasse, die mit einem kleinen Bus hier rauf gekommen war gesehen. Die Kinder haben versucht mit Tüchern, die in den Wildbach bei der Straße gelegt, und dann plötzlich von beiden Seiten hochgerissen wurden, Forellen zu fangen. Fazit: Der Turquoise Trail hat sich für uns sehr gelohnt. Von Bernalillo aus ging es dann auf Highway 44. Bei San Ysidro sind wir auf den Jemez Mountain Trail abgezweigt. Wir wollten über Jemez Springs und dann über die Dirtroad 126 wieder zurück auf die 44 bei Cuba fahren um dort zu übernachten. Ziemlich am Anfang des Trails kommt man zum Jemez Pueblo. Dies ist eine relativ große Ansammlung von älteren Adobe-Bauten. Die Landschaft hat mir hier gut gefallen. Im Tal floß ein relativ wilder Bach, drumherum das frische Grün der Bäume und Sträucher und dahinter dann rote Felswände zu beiden Seiten. Schön! Hier mußten wir wegen Straßenbauarbeiten zum ersten Mal hinter einem Pilotcar herfahren.
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Gegen Ende des asphaltierten Teils der Straße, gibt es einen New Mexico Statepark.
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Für 3 $ Eintritt konnte man hier eine alte Indianersiedlung besichtigen. Die Ruinen war gut restauriert, die Wege dazwischen sauber angelegt. Auf verschiedenen Hinweistafeln wurde die Historie dokumentiert. Auf einem Schild stand, man solle die Klapperschlangen respektieren. Das veranlaßte meine Frau, die Füße keinen Millimeter vom Pfad weg zu bewegen.
Beim Rausgehen fragte ich den Ranger nach dem Zustand der ungeteerten Straße 126. Leider teilte er mir mit, daß die Straße wegen Winterschäden noch gesperrt wäre. So mußten wir also den Trail durchs Tal zurückfahren um wieder auf die 44 zu gelangen. Von dort ging es dann nach Cuba. Kein einladender Ort. Ein paar Tankstellen und wenige Motels zu beiden Seiten der 44. Haben uns dann für ein Motel am Ortsausgang entschieden, welches Zimmer auf beiden Straßenseiten hatte. Lt. Vermieterin haben wir dann ein Zimmer im besseren Teil bekommen. Wie mag dann aber der schlechtere ausgesehen haben? Nachdem wir einer Kneipe ein Ribeye Steak gegessen und ein paar Bier getrunken haben, gings müde ins Bett.
2.Woche-10.Tag
Freitag, 6. Mai 2005
Von Cuba ging es dann am nächsten Morgen weiter Richtung Monument Valley. Die 44 von Cuba nach Farmington ist ziemlich eintönig. Allerdings gibt es nach ca. 2 Dritteln der Strecke graue bis schwarze verwitterte Errosionshügel. Das sind wohl Ausläufer der Bisti Badlands. Die Orte Bloomfield und Farmington gehen fast ineinander über uns sind von der Ausdehnung ziemlich groß. Da es hier m.E. nichts besonderes zu Sehen gab, haben wir nur einen kurzen Tankstopp eingelegt. Unweit hinter Farmington kommt der dann der imposante Shiprock ins Blickfeld. Allerdings sind wir dem Felsen nicht wirklich nahe gekommen. Bei Teec Noc Pos einem Indian Trading Post, haben wir einen Zwischenstopp. Hier gehen auch die Indianer einkaufen. Es gibt dort auch Indian Jewlery, allerdings zu gesalzenen Preisen. Hier sind wir von der 64 abgebogen, am 4 State Corner vorbei und auf die 262 bis Bluff. Vor Bluff wird die Gegend schon wieder viel interessanter. Ein erstes Highlight sind die imposanten Twin Rocks, die sich gefährlich über dem darunter gebauten Trading Post nebst Restaurant auftürmen.
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Da es noch relativ früh am Tag war, sind wir noch weiter bis zum Gooseneck Statepark gefahren, der zwischen Bluff und Mexican Hat vom Highway abzweigt. Hier hat der San Juan River mehrere Gänsehälse tief in den Sandstein gegraben. Der Sandstein ist hier nicht so schön rot, eher grau, aber trotzdem sehenswert. In einer Blechkiste befindet sich ein Gästebuch in dem man sich verewigen kann. Leider bekommt man den ganzen schönen Blick nich aufs Foto. Man müßte hier schon einen extremes Weitwinkelobjektiv haben. Am Horizont erahnt man schon die ersten Felsen des Monument Valley.
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Nach den Goosenecks sind wir dann zurück nach Buff, weil es in Mexiccan Hat ja nicht so viele Motels geben sollte. Der Grundmann hat das Kokopelli Inn empfohlen. Das kann ich so weitergeben. Angenehmes sauberes Motel unter indianischer Leitung. Später sind wir dann ein Stück die Hautstraße rauf zum Cottonwood Steakhouse. Das Restaurant ist im Westernstil erbaut. Man kann auch sehr gut draußen sitzen. Der Grill befindet sich ebenfalls draußen. Wir hatten dort beide ein super leckeres Steak mit Westernkartoffeln und Bohnen. Die Bohnen waren meiner Meinung nach einfach göttlich. Neben allerlei Westernutensilien gibt es draußen am Grill eine goße Tafel, auf denen zahlreiche Besucher ihre Namen oder Sprüche hinterlassen haben. Es waren wohl auch schon einige Deutsche aus verschiedenen USA-Foren hier. Daneben gibt es eine Grabstelle in der drei Cowboys begraben sind. Einer davon fand sogar hochkant seine letzte Ruhe.
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2.Woche-11.Tag
Samstag, 7. Mai 2005
Das Ziel des nächsten Tages war Flagstaff. Der Mexican Hat Felsen ist relativ klein und aus der ferne unscheinbar. Hinter Mexican Hat fährt man über eine Brücke des San Juan River. Hier gibt es an einer Seite ein ineressantes Motel mit offenem Restaurant. Beides ist direkt am Rand der Schlucht gebaut. Auf dem Weg zum Monument Valley werden die charakteristischen Felsen langsam immer größer. Irgenwann gehts es dann nach links, an zahlreichen Verkaufsbuden vorbei zum Parkeingang. Man kann zwischen einer von Indianern geführten Runde oder dem selbstgefahrenen Loop entscheiden. Wir sind selbst gefahren. Zunächst geht es ziemlich steil runter ins Tal. Die rote Staubstraße war ziemlich gut befahrbar, da es wahrscheinlich schon einige Tage nicht geregnet hatte.
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Der Loop nimmt einen interessanten Streckenlauf zwischen den bekannten Felsen hindurch. Bei einigen besonders schönen Viewpoints boten Indianer Schmuck an. Der Ort hat für mich etwas mystisches. Die Weite, die Farben, die einzelnen hohen Felsen. Das ist schon eine besondere Gegend.
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Die Gegend bei Kayenta ist landschaftlich noch sehr schön, nachher wird die Strecke aber ziemlich eintönig. Hinter Tuba City ging es dann auf die 89. Beim Cameron Trading Post haben wir nochmal gehalten. Es waren gerade mehrere Busse angekommen, deren Insassen sich gerade in den großen Souveniershop ergossen. Hier war also ziemlich der Bär los. Unterwegs nach Flagstaff sind wir nochmal abgefahren um das Sunset Crater NM zu besuchen. Die Straße durch den Wald schlängelt sich ständig höher. Oben war es dann schon wieder ziemlich schattig. Nachdem ich alle wärmeren Sachen, nebst Halstuch angezogen habe, bin ich bei leichtem Schneegestöber den Lava Flow Trail gelaufen. Vor über 900 Jahren haben sich hier Unmengen von Lava ergossen. Toll wie inzwischen mitten in der Lava Bäume gewachsen sind.
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In Flagstaff angekommen, war das Wetter immer noch grausam. Hagel schauer wurden von einem eisigen Wind begleitet. Ziemlich am Anfang haben wir uns für das Days Inn an der Route 66 entschieden, haben eingecheckt und sind dann noch ein bißchen in die Altstadt, was bei dem Wetter aber kein Vergnügen war. Schließlich haben wir dann den Abend mit einem lecker Essen bei Sizzlers beschlossen.
2.Woche-12.Tag
Sonntag, 8. Mai 2005
Da wir wir wegen des schlechten Wetters unterwegs 2 Tage zu früh dran waren, haben wir heute einen Schlenker von Flagstaff, nach Sedona und Jeroma gemacht. Wir kannten die Orte schon aus dem Vorjahr. Die Strecke hatte uns allerdings so gut gefallen, daß wir hier gerne nochmal lang wollten. Wir sind also den Oak Creek Canyon runtergefahren. Oben am Viewpoint war ein indianischer Schmuckmarkt aufgebaut. Die Händler kamen fast alle aus Tuba City. Hier haben wir noch ein paar Mitbringsel gekauft. Sedona ist von der Lage her einer meiner Lieblingsorte. Heute schien auch die Sonne, die wir natürlich genossen haben. In Jerome war ziemlich viel Betrieb. Unzählige Motorbiker waren waren mit ihren schweren Harleys unterwegs. In einer Kneipe spielte eine sehr gute Liveband. Von Jerome ging es dann wieder nördlich zur I 40 bei Ash Fork und noch weiter bis nach Seligman. Hier haben wir in einem Motel übernachtet, das unter indischer Verwaltung war. Mit der Sauberkeit wurde es nicht so ganz genau genommen. Als ich ins Bett ging mußte ich erstmal einige Krümel entfernen, die der Vormieter zwischen Betttuch und Decke hinterlassen hatte. Gegenüber des Motels war ein Laden mit reichlich Schaufensterpuppen auf dem Haus.
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2.Woche-13.Tag
Montag, 9. Mai 2005
Am nächsten Morgen ging es über die Historic Route 66. Na ja, vom Flair ist nicht viel übrig geblieben. Nur der urige Hackberry Store hat mir gefallen. Draußen stehen etliche Oldtimer rum, innen hat der Besitzer jede Menge alte Sachen gesammelt. Auf dem Gelände gibt es noch ein Burro-Gehege, einen Koi-Teich. Einige Harley-Fahrer haben sich hier mit Route 66 Tees und Bandanas eingedeckt. Außerdem war gerade ein Reisebus mit Franzosen angekommen, die alle wie wild fotografiert haben.
Mit der Corvette im Bild fährt der Besitzer übrigens noch rum.
Die Eselchen waren ganz süß und ließen sich streicheln.
Kurz vor Kingman haben wir uns einen großen Flohmarkt angesehen. Hier konnte man fast alles, von Hundewelpen über asiatische Kampfschwerter, Wurfsterne, echte Revolver bis zum 12 Personen- Blechgeschirr. Der m.E. schönste Teil der Route 66 fängt aber in Kingman an und führt nach Oatman. Zuerst fängt es ziemlich flach an, bevor sich die schmale Straße dann ins Gebirge windet, den Sitgreaves Pass überquert und dann nach Oatman wieder runtergeht. Die Straße hat mir ausgezeichnet gefallen. Für amerikanische Verhältnisse sehr eng, führt sie teilweise ganz nah am Abgrund vorbei.
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Oatman selbst ist von der Lage her sehr schön, aber hier herrscht ein ziemlicher Tourinepp. In den unzähligen Andenkenläden gibt es nichts besonderes zu kaufen. Ganz nett sind noch die Burros, die frei in der Stadt rumlaufen. Die stündliche Schießerei zwischen 2 alten "Cowboys" ist auch nicht das gelbe vom Ei.
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Da wir erst montags wieder in Las Vegas sein mußten, sind wir von Oatman nach Bullhead City gefahren. Wir wollten dort mal einen Blick auf den Colorado werfen uns später ein Motelzimmer nehmen. Die Temperaturen waren inzwischen auf schätzungsweise 30 Grad geklettert. Nach den ersten kühlen Tagen war das natürlich total angenehm. In Bullhead City angekommen haben wir erstmal Ausschau nach einem Motel gehalten. Der Ort schien ziemlich groß zu sein, bzw. eine große Ausdehnung zu haben. Motels haben wir nicht viele gesehen, plötzlich waren wir fast wieder aus dem Ort raus gefahren und haben von der Straße aus den Colorado gesehen. Sind dort auf einen großen Parkplatz mit Zugang zum Wasser gefahren. Der Colorado war hier eher seenartig. Knallblaues Wasser und ein großer Strand. Mehrere große, schattenspendene Dächer mit Bänken und Tischen darunter, waren über den Strand verteilt, und es gab bei jedem Platz einen feststehenden Grill. Viele Leute schwammen im Wasser und es fuhren jede menge Jetboote herum. Dieser Platz war sehr schön angelegt, und das ohne Eintrittskosten. Auf der gegenüberliegenden Seite konnte man 2 Hochhäuser sehen, die wohl dem Harrahs aus Las Vegas gehörten.
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Das wollten wir uns mal ansehen. Später sind wir die Straße noch ein Stück weiter gefahren und sahen auf der gegenüberliegenden Seite jetzt ganz viele Hotelbauten. Ein Hotel an der Wasserseite war von der Optik her wie ein Mississippi Schaufelraddampfer aufgebaut. Ein Stück weiter gab es dann eine Brücke, über die wir auf die andere Seite gefahren sind. Jetzt wurde uns erst klar, daß es sich bei dieser Hotelansammlung um Laughlin handelte. Casino an Casino reihte sich hier zu beiden Seiten der Straße. Bekannte Casinos aus Las Vegas, wie z.B. das Flamingo haben hier Niederlassungen. Wir haben uns dann überlegt, daß wir auch hier übernachten könnten und dies wahrscheinlich auch nicht teurer sei als ein Motel. So war es auch. Wir sind zur Rezeption vom Edgewater Hotel gegangen und haben nach einem Zimmer gefragt. Es war zwar zimlich viel Betrieb (Sonntag), aber es waren genügend Zimmer frei. Das billigste Zimmer sollte 28 $ kosten , wir haben uns aber für ein Zimmer im Turm mit herrlichem Blick auf den Colorado entschieden. Kostenpunkt 43 $ inkl. Tax. Hier hat nur noch ein Balkon gefehlt, und wir wären restlos glücklich gewesen. Zumal das Zimmer sehr geräumig und sauber war. Abends haben wir dann das hauseigene Buffet genossen und wie immer bei Buffets zu viel gegessen . Mit dickem Bauch sind wir dann noch ein bißchen an der Wasserfront vorbeigelaufen. Man kann dort praktisch von Casino zu Casino gelangen. Auf dem Colorado konnte man Boottouren, z.B. mit einem kleinen Schaufelraddampfer machen. Im klaren Wasser hielten sich jede Menge dicker Karpfen auf. Das nächste Bild zeigt einen Blick von der Terasse des Edgewater.
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Mücken gab es unten am Colorado keine, war vielleicht noch zu früh im Jahr. Allerdings krochen draußen vor den Hotels Unmengen von großen schwarzen Käfern rum (keine Kakerlaken). Sie sind sogar teilweise auf die Sitzbänke am Ufer geklettert. Dazu später mehr. Nach einem schönen Sonnenuntergang haben wir noch ein bißchen Geld bei den Einarmigen Banditen gelassen. Die Verluste hielten sich aber in Grenzen
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2.Woche-14.Tag
Dienstag, 10. Mai 2005
Am nächsten Morgen waren wir noch im Laughlin Outletcenter, gegenüber vom Flamingo. und sind dann über163 und 95 zurück nach Las Vegas gefahren. Die Landschaft auf der Strecke war wüstenartig, eben mojavemäßig. Auf dieser Strecke haben wir unglaublich viele plattgefahrene Hasen gesehen. Praktisch alle 20/25 Meter sah man Fellreste auf der Fahrbahn. Die Hasen-Population muß hier gewaltig sein.
In Las Vegas angekommen, sind wir direkt zur I 15 Richtung Los Angeles weitergefahren. Wir hatten schon viel über das Outletcenter in Primm gehört und wollten dort noch einige letzte Dinge für die Kinder besorgen. Der Weg ist ziemlich weit, ca. 46 Meilen, wenn ich mich nicht täusche. Dafür hat es sich nicht gelohnt. Am nächsten Tag waren wir dann noch in einem Outletcenter am Strip südlich des Flughafens, das hat uns wesentlich mehr zugesagt. Auf der Rückfahrt von Primm nach LV klagte meine Frau über ein ständiges Kneifen am Rücken. Sie hatte wegen der warmen Temperaturen, nochmal das gleiche luftige Kleid von gestern angezogen. In LV hat sie es nicht mehr ausgehalten. Wir sind rechts rangefahren und ich mußte gucken, was sie so stört. Ich konnte zunächst nichts entdecken. Als sie aber den Oberstoff des Kleides hochzog, viel aus dem Futter, einer dieser fetten, schwarzen Käfer aus Laughlin und erhob sich fliegenderweise in die Lüfte. Das Tier hatte also die ganze Fahrt im Futter überlebt und meine Frau gepeinigt, weil es keinen Weg nach draußen gefunden hatte.
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Im Barbary Coast gabs dann eine Überraschung, unser vorgebuchtes Zimmer für die letzten beiden Nächte war schon vergeben. Aber ohne mit der Wimper zu zucken, hat uns die freundliche Dame ein kostenloses Upgrate auf eine Suite gegeben. Wow, Glück muß man haben. Das Zimmer war riesig. Links auf einem Podest das große Kingsize-Bett, ein Tisch mit 2 Stühlen und eine Duschbad mit WC. In der Mitte eine Bar mit Kühlschrank. Rechts stand eine schwere, schwarze Ledergarnitur mit Couchtisch und zum Fenster hin, ein Podest aus schwarzem Marmor, mit eingelassener Jakuzzi-Badewanne. Daneben noch ein weiterer Raum mit einem zweiten WC und Waschbecken. Die Suite war im japanischen Stil gehalten. Eine der Wände war z.B. rot lackiert.
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Und Alles für das gleiche Geld wie ein normales Zimmer. Herrlich, hier hätte man es gerne noch etwas länger ausgehalten. Das Barbary Coast kann ich auch ohne Upgrate ruhigen Gewissens empfehlen. Es läuft hier alles etwas gemächlicher ab als in den großen Strip-Hotels, z.B. gab es keine riesigen Schlangen beim Einchecken. Allerdings wollten wir nach dem Frischmachen im Hotel essen gehen, es waren aber keine Plätze frei. So sind wir ins benachbarte Flamingo und haben uns dort das Buffet gegönnt. War ganz gut, aber wie bei allen Buffets, waren die Augen größer als der Magen. Also brauchten wir mit einem Spaziergang am Strip, in nördlicher Richtung, erstmal etwas Bewegung Wir sind dann irgendwo vor dem Venetian in ein Casino gegangen (den Namen weiß ich leider nicht mehr). Direkt links vom Eingang war eine offene Bar vor der jede Menge Leute rumstanden und saßen. Hier gab es ein sogenanntes Piano-Duell. 2 Pianospieler saßen sich an 2 Flügeln mit jeweiliger Rhytmus-Maschine gegenüber und bekamen vom Publikum Zettel und 5 $ Noten zugesteckt. Auf den Zetteln konnte die Besucher angeben welchen Musiktitel sie gespielt haben wollten. Das war sagenhaft, was die Typen alles spielen konnten. Von Elton John über Madonna zu den B52s oder Bon Jovi hatten die Spieler alles im Repertoire. Dazu machten sie andauern Späße und bezogen das Publikum mit ins Geschehen ein. Hier hätte ich ewig zugucken können. Leider waren alle Sitzplätze an den Tischen besetzt und man konnte nur vom Casino aus das Treiben bewundern. Dadurch bekam man auch nichts zu trinken. Im Barbary haben wir noch etwas gespielt und natürlich verloren. Aber das gehört dazu. Am Ende gewinnt immer das Casino. Entschädigt wurden wir durch die kostenlosen Margaritas und Buds.
Am nächsten Tag waren wir, wie erwähnt, beim Outlet-Center am südlichen Strip. Auf dem Rückweg sind wir ins Parkhaus vom Luxor gefahren und haben uns das Hotel angeguckt. Von Innen sieht die Pyramide noch viel größer aus. Es gab auch ein Imax-Kino für das man verschiedene Touren buchen konnte. Wir haben uns für eine Fahrt durch ein Vampirschloß entschieden. War gut gemacht, vorne läuft ein Film ab und die ganze Ebene mit den Kinositzen wackelt passend dazu, rauf und runter, links und rechts mit einigen abrupten Stopps. Leider war die ganze Fahrt ziemlich kurz. Anschließend haben wir uns noch ein Stündchen an die Pool-Landschaft gelegt. Diese hat uns sehr gut gefallen. Man wurde hier auch nicht gefragt, ob man Hotelgast sei. Heute war unser letzter Tag. Wir wollten nicht so spät schlafen gehen. Nach einem Essen in einem der Flamigo-Restaurants haben wir noch ein bißchen gezockt und sind dann zu einer kurzen Nacht schlafen gegangen. Am nächsten Morgen um vier Uhr aufgestanden und uns abreisefertig gemacht. Leider war der Quick Checkout am TV noch nicht in Betrieb (geht viel schneller). So mußten wir an der Rezeption auschecken. Haben dann den Wagen bei Alamo abgegeben. In der Windschutzscheibe war eine kleine Macke, weil irgenwo unterwegs ein Truck einen Stein aufgewirbelt hatte, und an der Fahrertüre wa eine kleine Delle (war ich nicht ßß ). Der Alamo-Angestellte hatte diese Mängel aber nicht erwähnt. Dann gings mit dem Shuttle zum Flughafen. Pünktlich um 07:20 Uhr ging es dann nach Dallas. Ein letztes Foto von Unterwegs:
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Bis Dallas waren es ca. 2 1/2 Stunden, dann ca. 2 Std. Aufenthalt und nochmal ca 9 1/2 Std. bis Frankfurt und anschließend noch knapp 3 Stunden mit dem Auto. Ist schon eine ziemlich lange Zeit. Beim nächsten Mal würden wir wahrscheinlich lieber einen Direktflug mit LTU oder Condor nehmen, auf ein bißchen Beinfreiheit verzichten und dafür lieber nicht Umsteigen müssen.
Fazit: Wie schon im letzten Jahr war der Urlaub, trotz des teilweise eher durchwachsenen Wetters, wieder wunderbar. Wir haben in den 2 Wochen unglaublich viel gesehen und freuen uns schon auf das nächste mal. Evtl. würden wir dann doch den Sommer als Reisezeit bevorzugen. Es ist dann zwar in vielen Gebieten ziemlich heiß, allerdings in höheren Lagen total angenehm und nicht so schattig, wie auf unserer Tour.
Den Bericht zu schreiben hat total Spaß gemacht. Man konnte sich so die gesamte Strecke nochmal vor Augen führen und die Gedanken ordnen. Gruß Michael
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