USAFreunde
1.Woche 3.Woche

2.Woche-8.Tag
Do-17.06.2004

So die erste Woche ist um und noch geht es uns ziemlich gut. Auch die ersten Blessuren sind am schwinden. Sonnebrände, Nacken, Schultern und Mägen sind wieder reiseresistent.

Vorab noch ein Wort zum Wetter. Bitte schickt uns dringend Regenschirme und Winterjacken. Hier hat es jeden Tag um die 90 ° F also wir erfrieren beinahe ;-) ;-). Irgendwann werden uns die kurzen Hosen und die Sonnenmilch ausgehen, dann ist wirklich Hilfe angesagt..... Vielleicht kann Susanne ne Tube Nivea und ein paar Shorts mitbringen.

Doch zum Tagesgeschehen. Nach einer niesfreien Nacht gings über das Küstenvorgebirge nach Florence. Dort meldete sich der Hunger so nachdringlich dass wir sofort in das Bliss 101 Restaurant einkehren mussten. Nettes Restaurant, vor allem wenn man in einem 50 er Jahre Vehikel sein Frühstück einnimmt. Auch das Essen war gut (Pigs in a blanket – na kennt das jemand?) und der Kaffee verdiente halbwegs den Namen. Danach gings zu den Dunes. Nein nicht auf den Wüstenplaneten sondern in die Oregon Dunes State Parks. Sind ganz schön teuer. 5 $ pro Park, da wird man ja arm. Nun gut ein kurzer View, und schnell weg bevor der Ranger vom Klo kommt. Jetzt geht’s direkt nach Norden auf der 101 entlang.

Peter6

Links ist das Meer, gesäumt von Klippen, Klüften und Gezeitenpools. Wir halten an der Sea Lions Cave, die 7.50 $ für etwas verlangt, was man am nächsten Aussichtspunkt für free haben kann, nämlich –Seelöwen. Viel wichtiger ist gleich danach das Heceta Lighthouse.

Dort blättert die Farbe vom Haus ab, so oft wird dieser Leuchtturm fotografiert. Nun ganz so schlimm ist es nicht, aber wer erklärt uns warum ein Leuchtturm auch am Tag leuchtet????

Weiter geht´s jetzt kommen die schönen Beaches. Namenlos schön, aber immer einen Stop wert. Bild folgt auf Bild. Sogar das Auto muss als Stativ herhalten. Ein Chevrolet Blazer trägt auf dem Dach 88 kg (Wer das ist verraten wir nicht) ohne Dellen zu bekommen. Hat man ´nen schönen Blick von..... Auch Gezeitenpools schauen wir uns an. Die Muscheln dort würden locker für Suppe und Hauptgericht reichen – eine Woche lang, dazu Seestern garniert. Die Robben lachen uns aus. Freche Biester, kommen ran und schauen mal ganz frech rüber um rechtzeitig vor dem Foto abzutauchen. Cape Perpetua wäre der nächste Stop, aber dort wird grade ein neuer Giftshop gebaut. Sind schon wichtig diese Shops. Man baut am besten einen vor die Aussicht, damit man dann darin Postkarten kaufen kann, die die frühere unversperrte Aussicht zeigen. Amerikaner lieben so etwas, können sie doch den Lieben daheim etwas kaufen/zeigen, das sie gesehen hätten, wenn sie am Giftshop vorbei zum Lookout gegangen wären. Sind aber gut anzufahren diese Shops, kaum 5 m vom Parkplatz weg, also gerade noch zu bewältigen. Nächster Ort Yachats (gesprochen Yahaats, Yakatz, Yahoo?) Jetzt muss ein Snack her. Der Snack ist im Kofferraum, wo ist der Picknickplatz mit View? Hier: No name. Egal Coke und Cookies, Banana und Garlicbread (wer isst so was?). Frisch gestärkt nach Yaquina Bay. Das Lighthouse dort und Newport folgen als weitere Points of interest. Sehr schön und viele viele blaue Bilder. Als letztes Highlight soll der Otter Creek Loop folgen. Aber der Loop ist kein Loop und Devils Punch Bowl muss man erst mal finden. Dem vermeintlichen Loop folgend kommt man nach Point Foulweather. Wir haben Prime Weather. Captain Cooke hatte damals wohl Captain Morgan getrunken als er diesen Punkt benannt hat. Leider steht der Giftshop dem schönsten Blick wieder im Weg.

Das Tagesziel steht damit auch fest : Lincoln City. Warum das Lincoln City heisst? Keine Ahnung. Wir suchen ein Motel und klopfen bei Comfort Inn an. Draussen stehen 39 $ drinnen kostet das Zimmer 69 $. Muss an der Klimaanlage liegen, zu hoch gedreht, auf Wiedersehen.

Gleich nebenan ist das Lincoln City Inn. Draussen steht 54.99 $ drinnen kostet das Zimmer 54.99 $ und wir bekommen ein 2 Queen Bed Zimmer zum Preis von einem King Bed Zimmer! Weiterhin bekommen wir ganz umsonst den Tipp fürs Essen und das Zimmer (4. Stock) hat direkt Oceanview. Der Tipp zum Essen erweist sich als goldrichtig: Hilltop Inn (ja Restaurant, auch wenn Nicole meint das wäre ein Hotel). Das Essen ist vorzüglich, wobei das Skillet so heiss ist dass die Steaksauce verdampft. Könnte eine Klage zur Folge haben, wenn einer mit der Hand drauffasst. So nun sind wir papp aber noch nicht satt. Weil Biers und Weins müssen noch her. Vor lauter Gier verpassen wir Dummies den Sonnenuntergang, können aber immerhin jetzt unsere 1. Woche begiessen. Gute Nacht......

Spruch des Tages: „ wir wollen hier ja nicht übernachten“ – (Peter vor dem Motel auf die Frage wir lange wir denn hier bleiben wollen) – Nicht übernachten? Ja was denn dann? Kochen, Duschen und wieder ab?

Hotel: Lincoln City Inn ***
Meilen: 172,1

 

2.Woche-9.Tag
Fr-18.06.2004

Ein neuer Tag beginnt etwas später. Grosszügig gönnen wir uns eine halbe Stunde extra Schlaf. Danach geht’s direkt zum Pancake House Frühstück einwerfen. Aber entweder werden die Portionen immer grösser oder der Hunger immer kleiner. Jedenfalls sind mehr als 2 Pfannkuchen nicht drin. Das Wetter sieht im Moment so lala (Hi Volker) aus, aber das kann ja noch werden. Im Cyber Garden bei einem psychedelischen Typen aber super Einrichtung schauen wir ins Internet um in Portland eine billige Absteige zu buchen. Das gelingt auch sofort und wir haben den Bunker für die Nacht (Was kann man für 64 $ gross erwarten?). Dann kann´s ja weitergehen. Öffnungszeiten von dem Laden sind übrigens 8-8 aber an der Tür steht 7-9. Überhaupt. Glaubt nicht was an der Tür steht. Jeder schreibt was er will und hat auf wie er Lust hat. Das war bei North Face in Chaos City (Tahoe) nicht anders wie in Lincoln City oder in Eugene. Also alles etwas Glückssache. Doch weiter geht’s nach Norden. Erster Stop Kape Kiwanda. Das Cape ist kaum zu finden. Und das Wetter hier ist trocken und komische Geblide am Himmel. Dem vernehmen nach könnten das Wolken sein. Kannten wir bislang noch nicht. Dennoch schiessen wir ein paar nette Bilder. Weiter geht’s immer am Wolkenrand entlang. Sie weicht nicht, aber sie tropft auch nicht. Das nächste Kap Cape Lookout ist gar nicht da. Weil der Aussichtspunkt nämlich anders heisst (Anders Viewpoint). Aber schön ist er. Superschön, weil grade auch mal die Sonne die Oberhand hat. Der Cape Scenic Look ist überhaupt schön, nur nicht am Meer entlang wie man annimmt. So die Halbinsel weiter hinauf nach Cape Meares. Dort steht ein Leuchtturm und der berühmt berüchtigte Octopus Tree. Weiter brüten dort grade Morres. Vögel die so sind wie Pinguine aber keine Pinguine sind. Erklärt uns ein Vogelforscher der grade Falcons beobachtet. Ach ja wer kennt den Unterschied zwischen Falcon und Hawk?

Das Light House ist erst seit 1931 ein Lighthouse. Vorher gabs keinen Strom nur Kerosin und es war eine Lightstation und der Stationsvorsteher lief bestimmt tag für Tag im Petrolirium herum. Die Gläser im Leuchtturm stammen im übrigen aus Paris. Klar die Ami´s haben ja keinen Durchblick. Der Octopus Tree ist eine Sitka Spruce die aus den Fugen geraten ist. Wahrscheinlich haben die Amis unter dem Cap Atomtests durchgeführt. Würde vieles erklären. Auch den Excuse me Wahn. Amerikaner sagen Excuse me. Immer – und überall. Schon Kindern wird das eindoktroniert. Vermutlich gibt es auch Excuse me Camps und Excuse me Besserungsanstalten. Weil wenn man sich einem Amerikaner auf ca. 5 m nähert, dann beginnt er excuse me zu sagen und wirft sich zur Not auch die Klippe hinab um einem nur aus dem Weg zu gehen. Kindern wird das ab dem Säuglingsalter beigebracht. Mütter haben ein Excuse me Gen, das implantiert und weitervererbt wird.

Von Cape Meares geht’s nach Tillamook. Hier herrscht akutes Käserisiko. Peter der Käse über alles liebt (Lebensgefahr) will am liebsten hier bleiben. Aber es bleibt beim Foto und weiter Kanonen suchen. Nämlich in Cannon Beach. Würde das ganze umbenennen in Missile Beach. Wäre doch viel moderner oder? Aber der Haystack Rock ist ganz nett, wenn nur die vielen Leute den Strand bitte für unsere Fotosession räumen würden. Weg da, Platz da Ihr Nasskappen. Gut die Bilder sind gemacht und der Sheriff fährt auch nur zufällig hinter uns her..... pfffffft. Glück gehabt. Letzter Stop Ecola State Park. 5 $ für 5 Minuten. Nein das lassen wir heute zumal es schon spät ist. Auf geht’s weiter nach Portland. Die 26 entlang alle Hindernisse aus dem Weg räumen. Dazu gehören vor allem langsame Autos deutscher Bauart... (Stern). Nach Portland geht es flott hinein und wir finden fast sofort den Schuppen der unser Hotel sein soll. Oh je 23 $. Ach so fürs Parken. Na ja wie gesagt für 64 $ kann man einfach nicht mehr als 4 * erwarten. Müssen wir halt durch. Einchecken ist sehr zuvorkommend und Ela fragt ob wir eine Wohnung gebucht haben, nachdem der Weg ins Zimmer erst mal um die Ecke führt. Kann man gerade so lassen. Jetzt geht’s zum Essen. Als alte Fahrensleute steuern wir sofort die Rock Bottom Brewery an. Paar Biere und dazu was zum mampfen. Ribs, Wings, Tacos, Tomatocrisps. Alles Fad ( Heul, trän, keuch rot anlauf)

Danach noch eine kleine Runde durch die Stadt leider ist es nach 8 und die Bürgersteige sind schon hochgeklappt. Zurück im Hotel noch ein Schock. Holger bekommt die Mini-Bar nicht mehr auf.. unser Bier , wie kommen wir an unser Bier. Kurz vor dem Tod durch Verschmachten und dem Einsatz von brachialer Gewalt dreht sich der Schlüssel und dieser Bericht kann glücklicherweise geschrieben werden.

Peter7

Gute Nacht.
Hotel: 5th Avenue Suites Hotel ****
Meilen: ca. 195

Spruch des Tages: “die Wings hätten gerne ein wenig schärfer sein dürfen” Holger der seine Geschmacksnerven verloren hat, nach einem Dutzend chicken wings in der Rock Bottom Brewery. Da helfen auch die Volksweizen nicht mehr.

 

2.Woche-10.Tag
Sa-
19.06. 2004

Guten Morgen Deutschland. Wir stehen in der Absteige auf und schauen, dass wir den Wagen aus der Tiefgarage geliefert bekommen. Das geht auch aber der Aufbruch ist hektisch. Prompt verfahren wir uns auch gleich bei der Auffahrt auf die 5 (405) Dann finden wir Elmer nicht. Kennt Ihr Elmer? Elmer Fudd ist es nicht. Elmer ist ein nettes Restaurant, Denny´s nicht unähnlich. Dort gibt’s echten Kaffee und deutsche Pfannkuchen. Die Rechnung dauert länger, aber irgendwann kommen wir los. Der Weg führt zum Mt. St. Helens. Eine elende Strecke und die Strassen dies lt. Karte geben soll gibt’s gar nicht, oder viel später. Eine langweilige Fahrt und viele Ami Schleicher vor uns. Nur Formel 1 fahren hilft. Trotzdem ist der Weg zur Windy Ridge lang. Der Berg kommt und geht, mal sichtbar mal weniger. Ein Aussichstpunkt jagt den anderen und lässt tlw. spektakuläre Blicke auf den Krater zu. Ein Hoppel hat Glück, dass Peter Tierfreund ist, sonst hätte es MiniHasenbraten gegeben (so wird’s halt ein fades Steak). So endlich oben gibt sich der Berg geniert und versteckt sich hinter Wolken. Aber wir geben nicht auf und hasten die 435 Stufen zum Lookout bei Windy Ridge hinauf. Das sieht so aus. Holger lässig vorneweg, Peter mit hecheln hinterher, danach Pause und 2 leicht rotwerdenden Gesichter schieben sich über die Kante...... So der Berg hat verloren, Sonne schiebt sich über den Spirit Lake heran und wir knipsen solange die Lücke anhält. Aber was ist das? Wasser das vom Himmel fällt? Hat einer einen Stein in den See geworfen? Und was ist das graue Gebilde über unseren Köpfen. Alles sehr sehr merkwürdig. Aber wir haben genug und gehen 435 Stufen wieder hinab. Runter ist ja viel einfacher. Nach 2-3 Tropfen ist die Luftfeuchtigkeit wieder vorbei und der Vulkan kann in Ruhe weiter an seinem nächsten Ausbruch arbeiten. Wir begutachten noch ein paar Reste seines letzten Ausbruchs, dergestalt, dass ganze Wälder auf den Hängen liegen. Umgepustet vom Vulkanwind. Hinab geht’s die 25 entlang quer durch nichts und niemand. Dann überlegen wo wollen wir hin – Centralia (West) oder Yakima (Ost). Es wird Yakima und wir driften weiter durch die nette Landschaft Washingtons. Flüsschen und Felsformationen säumen unseren Weg, ehe wir die Grosstadt mit Fruchtmark erreichen. Die Weltstadt zeigt sich gleich von der besten Seite weil wir das Doubletree aus dem Couponheft suchen, aber partout nicht finden. Quer durch, längs zurück, aber weit und breit kein Doppelbaum. Wo ist es hin? Rechts lagern viele Hölzer, hat man es etwas abgerissen? Couponhefte lügen nicht, oder doch ? Kurz vor einer Verzweiflungstat (Days Inn) merkt Ela dass Clarion und Doubletree in zwei Heften die exakt gleiche Adresse haben. Zufall oder Methode? Ein getarntes Doubletree? Und sieht voll aus das Clarion Doubletree. Bestimmt keine Couponrate mehr. Doch O Wunder (hier tagen Gottes Lutherische Schwestern, ob das wohl half?) es gibt noch Räume für 55 $. Und die sind nicht mal so schlecht. Das Doubletree ist jetzt ein Clarion, hat hier Tradition, mal kurz den Namen wechseln. EINgecheckt und auf zum Essen. Bei der Stadtrundfahrt ist uns das Black Angus (Bläck Änguss) aufgefallen. Hinein und Hunger. Steak und Steak und Steak. Das macht satt und gibt Kraft. Jetzt noch kurz Grundnahrungsmittel kaufen. Vor allem Bier. Genau. Wir finden jetzt das Hotel sofort, nur einmal kurz verfahren. Aufs Zimmer und losgetippt. Vorher noch nen Schuss gesetzt, nein wir sind nicht auf Drogen, obwohl, heute konnte man das fast annehmen. Priceline ist der Schuss und der 3. sitzt. In Seattle. Wieder so ne miese Absteige, nur *** und Sheraton und dann wollen die 42 $ dafür. Tss. Aber was tut man nicht alles für ein Dach über dem Kopf. Prost.
Und gute Nacht....

Sprüche des Tages: „In Wirklichkeit sieht die Realität ganz anders aus.“ Holger als...
Strassen aus dem Nichts auftauchen und aus 0.1 Meilen lt. Mapquest plötzlich 10 werden.

„Wasser gibt keine Colaflecken“ Peter auf der Holperpiste zur Windy Ridge, als das Wasser aus der Flasche schwappt. (ertrunken ist bis jetzt daran noch keiner).

Hotel: Clarion Hotel (oder Doubletree inkognito?) ** ½*

Meilen: 266,8 (Holper Holper)

 

2.Woche-11.Tag
So- 20.06.04 - Wetter: 30 Grad ohne Wolken...
Heute steht der alte Rainer zur Besichtigung an. Vom berühmten Yakima nicht allzu weit entfernt. Nur 70 Meilen bis zur Sunrise Road. Früh geht es los. Frühstück soll heute kurz sein. Aber es gibt nichts passendes. Nur ein Frühstücksrestaurant namens Gateway mit einem Inhaber wie Lou Costello, der uns stolz sein Neu Schwanstein ( nieu schweinstein) Bild anpreist. Wir müssen uns gleich ins Gästebuch eintragen. Nach einer Runde French Toast geht’s Richtung Sunrise. Dort angekommen der Schock – Road closed. Warum nur? Wir werden das herausfinden, aber erst mal zum White River Campingplatz. Weil Nicole und Ela müssen auf die Toilette. Aber auch hier nix los, alles geschlossen. Zwar steht überall Road closed also Strassenklosett aber die sind zu, alle und ausnahmslos. Was soll den das. Dann werden halt die Beine übereinandergeklemmt und nach Ohanapecosh gefahren der nächsten offenen Rangerstation. Dort endlich Erleichterung. Aber zu sehen gibt es nichts. Also weiter. Juhuu wir sind im Paradies. Doch wirklich der Ort heisst Paradise. Und die Amerikaner irren sich nie. Hier erfahren wir auch, warum Sunrise geschlossen ist. Es gibt nicht genug Ranger. Sind alle im Irak anstatt uns die Strassen und die Toiletten freizumachen. Sauerei. Und noch mehr News. Das weisse Haus hat angeordnet, dass für Ronny den Cowboy 30 Tage Staatstrauer angeordnet sind. Wer ist denn da gestorben? Der Papst , Dalai Lama und der König auf einmal. Egal. Wir konzentrieren uns auf den Nisqually Trail. Was heisst hier Trail ne Mischung aus Gletscher, Loipe und Matschweg ist das. Auf allen vieren robben wir voran. Wenigstens gibt’s paar Viewpoints die die Mühe mal so wert sind. Mit letzten Kräften geht’s zurück zum Parkplatz, der aus allen Nähten platzt. Für Peter letzte Rettung, die Bewegung hat anderes in Bewegung gesetzt (Volker weiss Bescheid). Sonntag, Amerika ist on the Road und Vatertag dazu. Also in Cincinnati um 3.30 Uhr Freitags los und schnell zum
Mt. Rainier.
Peter8

Kurz aussteigen, 3 Fotos und schnell zurück nach Ohio.
Und wir mittendrin. Nun gut, noch die Narada Falls. Schön und man wird nass. Aber durchaus eine angenehme Abkühlung bei der Hitze. Der Planet sticht heftig, kein Wölkchen am Himmel. Genug gerainert. Raus hier, das Hotel in Seattle wartet. Sheraton in Bellevue. Wieder so ein mieser billiger Schuppen und dann auch noch die gleiche Adresse wie das Hilton, das wir 5 Tage später haben. Na ahnt ihr es schon? Genau, man will uns mal wieder für dumm verkaufen. Das Hilton ist jetzt das Sheraton. Betrug. So geht das nicht. Ständig die Namen wechseln, wer soll das verstehen. Wenigstens ist das Zimmer zu ertragen. Jetzt noch was fürs leibliche wohl. Togo´s – hat zu, Pizza – hat auch zu. Tote Hose in dem Kaff. Aber da die Rettung- Applebees. Rein und zugelangt. Leider ist der Riblets & Chickenplatter eine Familienportion wie Peter feststellen muss. Dennoch gibt er sein bestes bis kurz vor dem Platzen. Genug es reicht. Mehr geht heut nicht. Zurück ins Hotel. Morgen müssen wir früh raus die Fähre erreichen.

Gute Nacht.

Hotel: Sheraton Bellevue *** (Bessere Absteige – ex Hilton)

Meilen: 252,8

Sprüche des Tages: Da vorne ist ein Strassenklo. (Peter zum Schild „road closed”, als Nicole und Ela auf Tö müssen)

Die Ranger hat Bush alle für den Krieg abgezogen (Holger als Sunrise geschlossen ist und wir erfahren, dass der NPS nicht genug Leute hat)

 

2.Woche-12.Tag
Mo- 21.06.04-
Wetter: 30 Grad ohne Wolken...

Kanada ruft. Heute folgen wir der Ruf der Wildgänse und stehen genauso früh auf. Um 7.00 Uhr geht’s los. Keine grossen Staus auf der I 405. Also kommen wir gut durch und driften durch Nord Washington. An der Grenze geht es auch zivilisiert zu. Der Grenzbeamte erweist sich als Fussballexperte und wir diskutieren die deutschen und englischen Chancen. Sehr nett. Pünktlich erreichen wir das Fährterminal in Tsawwassen (sprich Za waasen). Zum Glück haben wir eine Reservierung und kommen sowohl auf die Fähre, als auch in privilegierte Position. Die Überfahrt ist ruhig und schön, beschaulich zwischen den Inseln hindurch.
Peter9

Ein wenig verwedelt kommen wir in Swartz Bay an. Runter von der Fähre.
Und rauf auf die Insel. Wir suchen einen Marine Scenic Drive auf.
Von Marine nix zu sehen. Wir denken der Immobilinmakler hat den Drive empfohlen. Angewidert wenden wir uns dem Hotel zu. Lt. Reservierung ein Days Inn. Ist es ein Comfort Inn, eine Travelodge oder ein Motel 6? Nein, es ist ein Days Inn, hat sogar 5 Days Inn Sonnen und 3 ½ Canada Hotel Sterne. Kann man lassen. Zimmer sind schon fertig. Jetzt in die Stadt. Doch was ist das? Holger vergisst die Kamera. Sonne, Kanada oder was verwirrt ihn derart, dass er das wichtigste überhaupt (na ja knapp nach Ela) vergisst. Gut zurück Kamera ab und ab. In die Stadt. Parken laufen. The Empress, Inner Harbor, Thunderbird Park und Houses of Parliament (ja nicht State Capitol, das gibt Platzverweis) sind die Spots. Nach kompletter Fotodokumentation geht es weiter zum Laurel Point Park. Dort herrscht reger Verkehr. Wasserflugzeuge starten und landen, gekreuzt von Booten, Schiffen, Yachten und Fähren. Der Foto vermag all dem Treiben kaum zu folgen. Hungrig und müde trotten wir durch das alte Viertel. Essen oder Essen lautet die Frage. Wir entscheiden uns für Essen. Aber wo. Holger hat keine Meinung bzw. verbirgt sie in seinem Magen (die anderen Tippen auf MCD!!!-pfui) Nicole will Restaurant und Peter und Ela in den Pub. Also Pub. Pitcher Bier und Sandwich (witch?). Nachos für die Ladies, weil’s dabei länger dauert müssen die Männer noch ein Bierchen trinken. Gut. Fertig. Zurück zum Parkplatz und ins Days Inn, das auch heute Abend immer noch ein Days Inn ist. Leider voller deutscher Touris. Kegelklub Klein Kleckersdorf. Hilfe wir sind kein Star, holt und trotzdem raus.
Good nite (damit man uns nicht als Deutsche erkennt).

Sprüche des Tages: „ Die Sonne ist hier andersrum“ (Ela auf der Fähre) Also Kanada ist ja als liberal bekannt, aber dass sogar die Sonne gay ist, wer hätte das geahnt.

„Leuchttürme stehen immer an der Küste“ (Peter als wir auf einer billigen Karte das Fisgard Lighthouse suchen) Recht hat er !

Hotel: Days Inn Gorge Road ** ½ *

Meilen: 167,9

 

2.Woche-13.Tag
Di- 22.06.04

Im Vorhof der Hölle.

Guten Morgen Deutschland. Hier sind wir live aus Victoria, BC. Heute beginnt der Tag reichlich chaotisch um ebenso im Chaos zu enden. Chapter 1 : Der Tag sollte um 8.30 Uhr beginnen. Für Peter und Nicole beginnt er um 8.47 Uhr als es an der Tür klopft. Das blinde vertrauen in Kanadische Technik führt zum versagen derselben – verschlafen. Blitzstart. Nach 17 Minuten geht es los. Frühstück – Denny´s ist der erste der auf dem Weg liegt. Rein und Kaffee einwerfen, gegen alle möglichen Gebrechen.
Gut,... jetzt auf zum Parliament ...
Peter10
..und zu den Wasserfliegern. Das klappt hervorragend. Nach 300 Bildern von Start und Landung (ist hier mehr los als in Heathrow?) sind alle Shots im Kasten und wir fahren Richtung Port Renfrew. Wir kaufen zunächst im Dollar Shop allerhand Sachen (auch teurer als 1 $) zum Grillen, da wir heute unabhängig von den Ausbeutern der Gastronomie sein wollen. Voll bepackt geht es nach Pt. Renfrew. Dann fällt das Thermometer. Von 78 auf 58 Grad und Nebel zieht auf. Was soll das eigentlich? Haben wir das bestellt? Nein trotzdem bleibt der Nebel hartnäckig. Nun gut. Die Natur ist trotzdem schön, nur leicht frisch mit kurzen Höschen. Hier beginnt auch der berühmte Pacific Rim Trail. Aber der ist uns entscheidend zu kurz. Anderes mal dann. Und auch die Viecher die hierher gehören scheinen sich heute in wärmere Gefilde zurückgezogen zu haben. Kein Bär, kein Adler. Bähhh. Wir rollen zurück über Holper und Stolper Stein und halten Ausschau nach einem Grillplatz. Den perfekten Grillplatz finden wir am Jordan River, aber wir müssen Rücksicht auf Einzelschicksale nehmen und sehen von Gefriergrillen ab. Na ja werden schon noch einen Platz finden. Viele Kilometer weiter als das Thermometer wieder 23 ° zeigt biegen wir auf die Happy Valley Road ab. Hört sich gut an uns sollte zu einem Recreation Park führen. Lt. Map (umsonst) sollte das nicht weit sein, aber wie schon berichtet sieht die Realität in Wirklichkeit anders aus. Endlich..... doch was ist das? Statt Grillplatz am Meer und Park entpuppt sich das Ende der Strasse als Munitions Depot der Canadian Army. Kreisch Schrei. Doch wir geben nicht auf. Nebenan ist ein Rv Campground, mit Tischen und schaut nett aus. Also den Turbogrill angeschmissen. Die Kohlen liegen schon bei- selbstentzündend. Aber was? Die Hitze reicht grade um ein Bier zu wärmen. Aber wir haben ja Ersatzkohle mit. Auch selbstzündend. Drauf damit. Hilft aber nix. Die Kohle taugt nix und die Packungsbeilage sagt nicht stapeln. Muss man aber, sonst wird’s nicht wärmer als 60 ° Wäsche. Letztendlich lässt sich Peter überzeugen und die Temperatur steigt langsam und reicht grade um ein paar Stücke Fleisch zu grillen. Aber die Sonne geht und nimmt die Wärme mit. Bevor wir alle hier erfrieren und doch ziemlich satt brechen wir das Grillexperiment ab und entfernen uns vom Ort des Grauens. Dabei sehen wir noch ein paar Leute mit Ihren Zwei-Mann/Frau Zelten. Wir sind uns einig, darin kann kein Mensch leben und was macht man wenn’s abends dunkel und kalt wird? Wir gehen ins Hotel und trinken erst mal ein Molson bzw. einen White Zinfandel. Prost und guats Nächtle.

P.S. selbstzündende Kohle nur zum Sockenwärmen kaufen. Zu mehr taugt sie nicht.

Spruch des Tages: „das ist ein Kajak aus Spezialkunststoff der von selber schwimmt“ (Peter zu einem 3.500 teuren Kajak im Outdoorshop). Wir hoffen, dass der Kajak schwimmt, sonst wird’s etwas feucht um die Knie.......

Hotel: Immer noch Days Inn, Victoria (keine nächtliche Änderung)

 

2.Woche-14.Tag
Mi-23.6.04

Kanada wählt, das sehen wir nur zu deutlich auf dem Weg von Victoria nach Ucluelet. Überall Wahlplakate und alle wollen immer die besten sein. Was gewählt wird erfährt man aber leider nicht. Provinz, Regional oder Land??? Egal, freundlich lächeln muessen die Kandidaten während wir immer weiter gen Norden der Wildnis entgegen fahren. Heute geht es an die Westküste von Vancouver Island. Wir wollen das volle Programm an Tieren mitnehmen. Seeadler Bären und morgen Wale. Ach ja gefrühstückt haben wir im weissen Fleck. Hier eine bekannte Kette und das Essen ist mehr als annehmbar. In Chemainus halten wir an, dort gibt es bemalte Wände zu besichtigen. Szenen aus der Entwicklung der Zivilisiation auf Vancouver Island. Nett, aber weiter. In Nanaimo wird nochmal Kohle nachgeladen. Heute werden wir den Grill verglühen lassen. SO nächster Stop der Little Qualicum Falls Provincial Park. Lt. Reiseführer ein must see. Weniger must und weniger see würden wir sagen. 2 kleine Wasserfälle etwas Wald das wars. Jetzt geht’s über die 4 durchs Inselgebirge. Baustelle. Extreme Baustelle. Wir warten ca. eine halbe Stunde, was ein Wahnsinn, wegen paar Metern Asphalt. Die Baustellenmamsell klärt uns auf, wie lange es dauert. Was die sich wohl alles anhören darf. Das kann ja Katastrophen auslösen. Fähre weg, Hochzeit verpasst, was auch immer. Man läst uns durch und wir fahren zum Sproat Lake Prov. Park. So jetzt wird gegrillt. Wir häufen einen Berg Kohle auf den Grill dass dieser beinahe zusammenbricht. Brandbeschleuniger drauf und los geht das Höllenfeuer. Tatsächlich, die Steaks sind recht schnell durch, dazu gibt’s Maiskolben und gebratene Zwiebeln. Lecker. Und die Sonne lcht uns auch. Sie lacht so stark, dass wir anfangen unter der Hitze zu leiden. Es brennt. Egal, das Picknick wird beendet. Im See sind 2 Grossraumwasserflugzeuge zur Brandbekämpfung geparkt, die können 27 Tonnen Wasser auf einmal abwerfen. Wir gehen davon aus, das dies demnächst passiert, spätestens wenn wir den Wald anzünden........ Es geht alles gut.. Jetzt noch das letzte lange Stück und noch ein Stop bei Long Beach. Wickannimish heisst der Stop. Ein Bär ist in der Gegend. Steht auf dem Schild. Und wir laufen den Trail. Aber kein Bär. Dafür ein kleines Vögelchen. Nicht das im Fotoapparat, sondern ein ausgewachsener Weisskopfseeadler. Stolz der Amerikaner. Aber der hier gehört Kanada – Ätsch. Das Tierchen tut uns auch noch den Gefallen eines Jagdfluges, runter vom Baum, Krallen raus und zielgereichtet auf den Fisch. Zack, hat ihn. Genial. Die Mahlzeit wird nur gestört von einer lebensmüden Spottdrossel die etwas wirr um den Adler kreist. So jetzt ist der Tag vorbei. Wir fahren das letzte Stück nach Ucluelet. Unser Hotel heisst Thornton Motel. Hmm, sieht nach nicht viel aus. Und der Inhaber ist ein wortkarger Geselle. Aber das Zimmer ist ganz O.K. Der Charm der 60 er strahlt uns entgegen, aufgepeppt mit etwas Firnis und Farbe. Aber alles sauber und bei den Preisen im Ort gibt’s wenig Alternativen, wenn man nicht grade Paris Hilton heisst. Da die Bürgersteige hochgeklappt sind, gehen wir bald ins Bett. Die Wale warten.....

Spruch des Tages: „Frauen wollen immer nur das eine“ (nein, nicht was ihr jetzt alle denkt, sondern eine freie Toilette) Peter als die beiden Mädels wieder kollektiv nach PiPa rufen.
„Die Hitze hat die Sonne verbrannt“ (Peter dem die Hitze das Hirn verbrannt hat)

Meilen: 198,7
Hotel: Thornton Hotel Ucluelet (Dubiose Suite..... mit 2 Bedrooms)