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2.Woche-8.Tag: Port Angeles-Olympic NP- Aberdeen
Nach dem ersten Tag Olympic NP waren wir natürlich äußerst gespannt,... wie das Ganze weitergeht. Und es begann wieder außergewöhnlich:
- Wir fuhren den Scenic HW 101 entlang und kamen nach kurzer Zeit an den Lake Crescent, ein aus der Eiszeit übriggebliebeneer See. Unglaublich groß und unglaublich schön. Der HW 101 geht am gesamten Ufer entlang und wird auf der Südseite von Berghängen eingerahmt. Es ist erst kurz nach 8.00 h und es sind noch nicht viele Menschen unterwegs. Wie wir so fahren sehen wir in eineigen Metern Entfernung einen großen Vogel mit weißem Kopf und majestätisch langsamem Flügelschlag über den weg und in einen Baum fliegen. Solch ein Getier war uns bisher noch nicht untergekommen. So drehen wir um, fahren zurück und schleichen uns an die Stelle heran. Der Vogel war wieder zurückgekehrt gewesen, als er uns bemerkte, nahm er erneut reißaus. An der Stelle hielten wir an und sahen einen imposanten ca. 30 cm großen Fisch liegen, dem gerade der Kopf und andere für Vögel genießbare Teile entfernt worden waren. Erst jetzt wurde uns klar, dass es sich wohl um einen Weißkopfadler gehandelt haben musste. Ein guter Start.
Vom HW 101 haben wir einen Abstecher über HW 110 an die Küste bei La Push gemacht und dort kamen wir von der Sonne in den Nebel. Die Küste ist "naturbelassen", d.h. man findet Bäume überall herumliegen. Der Sand ist fast schwarz und von einer sehr groben Konsistenz. Das ganze macht einen irgendwie bedrohlichen Eindruck. Zwischendurch sieht man immer wieder die Ergebnisse der intensiven Holzwirtschaft,
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d.h. kahle Berghänge. Andererseits findet man immer wieder Schilder mit der "Geschichte" des Waldes, will sagen wann abgeholzt, wann mit was aufgeforstet, und wann wieder abgeholzt wird. Weiter zum Regenwald. Es gibt den Zugang zum Hoh Rain Forest.
Wir hatten wiedermal herrlichen Sonnenschein und so konnten wir die moosbehängten Bäume in ihrer vollen Schönheit genießen. Es war wirklich ein Erlebnis
- Getoppt wurde das Ganze durch eine Wanderung zum Wasserfall Lac Duc am Ende des Weges. Der Weg ist mit knapp 1 mile recht kurz und geht über viele Steigungen und Gefälle. Das Bild ist wirklich sehenswert. Kurz vor den Fälle steht eine Holzhütte, die von einem umgefallenen Baum zerstört wurde. Beim Abstieg hatten wir, oder besser gesagt Sigi, mal wieder Feindberührung. Jedenfalls beinahe. Ich lief, da der weg für 2 zu eng war, ca. 1-1,5 m vor ihr und für mich war alles ganz normal.
- Plötzlich ein lauter Ausruf. Ich frage:"Was ist los?" Sie:"Eine Schlange!" Ich konnte das gar nicht glauben, bis ich das Vieh am Wegrand sah: Ca. 40 cm lang, schwarz und mit gelber Zeichnung. Sie war zwischen uns beiden durchgehuscht und hatte für Aufregung gesorgt. Da ich mich mit Reptilien überhaupt nicht auskenne, habe ich keinerlei Ahnung, um was es sich da gehandelt hat. ´Ne Rattlesnake war es wohl nicht. Also mit den beschriebenen Viechern war das schon eine ganz schöne Wildausbeute für heute.
Zurück zum Auto und weiter auf HW 101. Am Lake Quinault verlassen wir den Olympic NP und fahren weiter über unspektakuläre Wege nach Aberdeen. Unterkunft im Red Lion mit Coupon für stolze 52$. War ganz o.k., die Gegend ist halt was teurer.
Morgen geht die Fahrt nach McMinville, im Wine Country.
2.Woche-9. Tag: Aberdeen-Scenic Coast Route-McMinville
Aberdeen verlassen wir im Hochnebel. Das erste Mal während dieser Reise. Der erste Teil ist wirklich nicht spektakulär. Erst ab Astoria wird's interessant.
- Hier sagen wir auch tschüß zum Staat Washington und begeben uns nach Oregon.
Der erste Weg geht über 5 km Brücke. Gleich danach geht's zum Ft. Stevens State Park, wo wir die ersten wunderschönen Sandstrände bewundern. Ab jetzt werden wir immer wieder an gigantisch schönen Viewpoints Halt machen, um die wild zerklüfteten Strände Oregons zu bewundern. · Einer davon ist Cannon Beach mit dem Haystay Rock, wie der Name schon sagt, einem heraussragenden Felsen. · Bald darauf kommt Arch Cape, · und dann, d.h. am HW101 Richtung Süden, folgt Manzanita. Das ist ein kleines Nest, findet hier Erwähnung, weil es einen Mexicaner gibt, der die absolut besten Burritos , und davon hatten wir schon einige, macht. Blödsinnigerweise habe ich den Namen vergessen, aber ich glaube, wenn man vom HW Richtung Strand fährt, dort links nach öffentlichem WC rechts einen Parkplatz findet, und gegenüber den Mexicaner mit einem Überweg zum Nachbargebäude entdeckt, und der auch noch eine Sonnenterasse vor der Kneipe hat, ist man da. 5$ mit allem Drum und Dran- SUUUUUPER!
Wie gesagt, jagt ein Aussichtspunkt den anderen. In Erinnerung geblieben ist der Ort Garibaldi, nicht zuletzt wg. der sprachlichen Verwandtschaft zu den Monegassen Grimaldi. Der Ort selbst ist sehenswert.
In Tillamook ist eine Käsefabrik, die wir, da es solche auch im Allgäu gibt, ausgelassen haben. Kurz hinter Tillamook geht es links in den Wald, man kommt nach 20 min Weg an einen sehr schönen Wasserfall, von dem ich schon wieder den Namen vergessen habe. Altersheimer lässt grüßen.
Bei Beaver verlassen wir HW101 und fahren durch den Nat. Forest nach McMinville, der Weinstadt Oregons. Der Wein hat einen sehr guten Ruf, ich habe die ¾ Liter-Flasche Merlot nicht unter 15$ gesehen. Der Kalifornische ist um 40% billiger, bei sehr guter Qualität, also bleiben wir bei dem. Das Hotel ist wieder ein Red Lion, mit 36$ + Geb. von Priceline das bisher beste Hotel unserer Reise, cont. BF incl. Morgen geht's wieder an die Küste zurück und ab nach Süden bis Coos Bay.
2.Woche-10 Tag: Mc Minville-Neskowin-Lincoln City-Newport-Florence-Coos Bay
Eigentlich ist der Bericht von heute ziemlich kurz, wären da nicht ein paar Kuriositäten gewesen, über die es zu berichten lohnt.
Die erste ist ein Postamt, das den Namen Amt mit aller MACHT VERDIENT: Ich habe 2 Karten, die nach D-Land gehen sollen. Ich frage die Beamtin: "How much is a Postcard to Germany?" Sie antwortet: "70 cts". Ich sage:"Pls. give me 2." Sie: " I don´t have 70´s here." Ich. "Give me 2 for 37 cts." Sie: "My 37´s are such big, they will cover your whole card. Please go to another office". Ich: There´s no other on my way." Sie: "I have 80cts, but that´s too much for a card." Ich: "Don´t worry, 80 is o.k.". Sie: "Oh, thanks. " Ich gebe 2 Bucks. Sie: "Sorry, I can´t change". Ich: "How can?" Sie: "Today is a bad day for me, I should close the office." Ich: "That´s true. I´ll check what other coins I have.". Ich krame im Portemonnaie und finde exact 1$ 59 cts.. Ich: "This is not true. There is 1 ct missing." Sie: "Oh you took the 80 cts instead 70, I´lltake the 1 by myself." Soviel zum Thema Amer. Postoffice.
Weiter findet man Scenic Places überall. Letztendlich landen wir am Yaquina Lighthouse, mit 30 m der höchste Leuchtturm in in Oregon. Und aufgrund der Lage an zahlreichen Felsen der mit dem von tausenden Vögeln und deren Exkrementen verursachten schärfste Guanogeruch, den ich je erlebt habe. Zu Hause nimmt man das als Dünger. Dort kann man den Kopf in einen ganzen Sack stecken, das Erlebnis ist sicher geringer, als hier. Ich steige schließlich die über 100 Stufen nach oben und bin ob der Aussicht enttäuscht, dafür habe ich später einen Muskelkater.
- Währenddessen kann Sigi noch 2 Vögel beim Vögeln beobachten, auch mal interessant. Well, und dann genehmigen wir uns im Steakhouse gegenüber Baby Ribs, die waren super.
Und noch Viecher: Sea Lions auf ihrem Felsen, die gerade wieder ins Wasser springen, so ca. 7-8 Stück. Der Ort heißt Sea Lions Cave. Ihr Weg führt sie bis zu 20 miles ins Meer. Die Weiterfahrt zu unserem Ziel bringt schließlich den obligatorischen Feindkontakt. Auf einer Brücke an einem Ortsausgang kommt plötzlich der Verkehr zum Stehen. Keiner weiß warum, bis wir schließlich einen jungen Hirschen auf unserer Fahrbahn sehen. Auf der anderen sind es 2 Rehe, die von einem Cop über die Straße geleitet werden. Nachdem es nicht so klappt, macht der Sheriff die Sirene an und die Viecher trollen sich Richtung Wald. Nochmal gutgegangen.
- Weiter fahren wir durch die Dünenlandschaft, fast wie die Sahara, manche sind bis 150m hoch. Die Attraktion sind die Dune Buggys, Dünenmotorräder, die man mieten kann.
Morgen werden wir Oregon verlassen, und unsere Reise nach California weiterführen.
2.Woche-11. Tag: Coos Bay- Crescent City
- Heute ist der Bericht kurz:
- Ein Viewpoint für tolle Strandabschnitte nach dem anderen. Die schönsten Felsen im Meer, die man sich vorstellen kann. Der Wind ist heute so stark, dass man teilweise nichtmal fotografieren kann. Wieder sehen wir Leuchttürme und besuchen sie, um von ehrenamtlichen Rangern etwas über deren Geschichte zu erfahren.
Und wieder ist das Wetter so schön, dass wir mit Chicken und Salaten ein Picknick veranstalten. Wir finden einen Platz, der einfach herrlich ist. Uns gefällt das mittlerweile fast so gut, wie den Amis. Wenn´s morgen schön ist, machen wir das wieder so, es gibt ja fast in allen Stores Fertiggerichte, wie Buffalo Wings, Frühlingsrollen u.Ä. zum Mitnehmen.
Und weiter, die Küste entlang. Schließlich kommen wir nach Crescent City, dem Anfang des Redwood NP. Hier holen wir uns die nötigen Informationen für den morgigen Besuch des Parks und suchen ein Hotel. Nach mehrfachem hin-und her nehmen wir ein Travelodge, das beim ersten Hinsehen ganz ordentlich war, jedoch nach dem Einzug einige Mängel aufwieß. Aber auch das wird vorübergehen.
- Kurze Anekdote zum Schluß: 1 Block weiter ist ein Denny´s, normalerweise ein sicherer Ort zum Essen. Diesmal ist der Eindruck nach dem Auftreten des schmuddeligen und mit Zahnausfall gestraften Managers eher zweifelhaft. Die Bedienung ist ganz o.k. Dann kommt der 2. zahnlose Oberkellner, uns wird schon ganz komisch. Aber, wir sind ja einiges gewohnt. Die Krönung kommt, als sich ein Typ, der vor Dreck strotzt, mit schulterlangem Haar, oder vielmehr vor Dreck und wahrscheinlich Läusen und Flöhen wuselnt, direkt neben uns an die Bar setzt. Nun wallt er seine Haarpracht, um die Viecher gut zu verteilen, ich kann den Mageninhalt gerade noch an seinem Platz halten.
- Well, was uns nicht tötet, macht uns nur härter.
- Morgen geht's in den Redwoods NP. Wie immer voller Spannung.
2.Woche-12. Tag: Crescent City- Redwoods NP- Eureka
Das im Preis inbegriffene Continental BF war zum ersten Mal mehr als lausig, weshalb wir nach dem Versuch, wenigstens den O-Saft zu genießen, weggefahren sind. Mit dem Saft haben wir übrigens auf dem Parkplatz den Blumen was zu Trinken gegeben. Hoffentlich haben die das überlebt.
Unterwegs kamen Zweifel auf, wo mein Handy abgeblieben war. Nachdem mir das gestern mit meiner Armbanduhr, die ich im Hotel liegen ließ, und mit einer halben Stunde Umweg wieder bekommen hatte, schon mal passiert war, sind wir gleich zum Hotel zurück. Hier merkte Sigi, dass das Gerät neben meiner Gürteltasche an selbigem befestigt war, wo es auch hingehörte. O.k., da sich neben dem Hotel außer dem beschriebenen Dennys (auf das ansonsten sehr gute Frühstück in Restaurants dieser Kette haben wir nach den gestrigen Erfahrungen lieber verzichtet) ein Gasthaus zum Goldenen M befand, sind wir dort eingekehrt und haben die alles über den Haufen werfenden Bagels mit Ei und Bacon nebst Hash Browns verdrückt. Einmal im Urlaub geht das ja schon.
Das erste Ereignis heute war der Besuch der Trees of Mystery. Dahinter verbirgt sich eine Art Erlebnispark mit Gondelbahn, die über mehrere der gigantischen Redwood Bäume führt. Die haben alle eine Bezeichnung aus dem Familienleben, z.B. Mutterbaum, und eine mystische Geschichte. Ist ganz interessant, kostet aber 17$ p.P. Viel schöner für uns war das Indianermuseum, wo eine Unmenge an Exponaten die Lebensweise der verschieden Indianerstämme, aufgeteilt nach Provinzen, erläutert. So erfährt man, dass die Apachen im Süden alleine aufgrund der klimatischen Bedingungen ganz andere Kleidung, Schuhe und Werkzeuge benötigten, als ihre Kollegen in den nördlichen Westkanadaprovinzen, nämlich die Eskimos. Heute darf man nicht mehr Eskimo sagen, sondern muß die Jungs und Mädels als Innuit bezeichnen.
Im Museum gibt es natürlich einen Gift-Shop, wo man allerhand Indianer- und Holzartikel zu , man lese und staune, nicht übertriebenen Preisen kaufen kann.
- · Vor dem Park steht übrigens ein überdimensionales Gebilde des legendären Paul Banyon und seines Ochsen Babe. Paul ist 49,5 Ft hoch (ca. 17m) und wiegt 30.000 lbs (am. Pfund). Seine Axt alleine ist 24 Ft lang. Babe ist 35 Ft hoch und wiegt auch Kalifornien durchmarschiert ist. Babe war sein treuer Begleiter.
- Übrigens war heute zum ersten Mal neblig und kalt, aber kein Regen. Trotzdem hatten wir am Morgen die Heizung im Auto an. Zu Hause haben die eine richtige Hitzewelle, mit 35°C! Nun geht's weiter über eine Brücke mit links und rechts einem goldenen Bären auf dem Geländer. Wir verlassen den HW101 auf Anraten einer Rangerin, weil der Umweg more scenic sein soll. Es ist eine narrow, rough and partially unpaved road, closed for trailers and RV´s. Wir legen los und fahren zunächst am Meer entlang, wo wir herrliche Felsformationen sehen. Es ist total wolkig, zum Teil sogar neblig. Dadurch entsteht ein fast gespenstiger Eindruck.
Am Prairie Creek Redwood State Park sehen wir endlich die berühmten Riesenbäume.
Einer nach dem anderen. Es ist ein wirklich überragender Eindruck, der sich einem bietet. Eine Wurzel teil sich manchmal in 5 Einzelbäume auf, die 100m nach oben gehen. Als die Seefahrer das Land "besetzten", hatten sie auch gleich mit dem Abholzen begonnen. Das ging lange Jahre so, bis Präsident Lyndon B. Johnson 1968 dem Nationalpark ausrief. Jetzt steht Einiges unter Naturschutz, genau gesagt 80% des Bestandes, zum Dank an ihn gibt es den LadyBird Johnson Wald, in Memoriam of his wife. Wow, für die paar Meilen heute schreibt sich's ganz schön lang.
Next point: "Big Tree": DAS Riesenmonster schlechthin: 92,6m hoch, Durchmesser 6,6m, Umfang (d mal pi) 20,7m, Alter: ca. 1500 Jahre. An wegen Windbruch gefällten Bäumen hat man 2200 Jahresringe gezählt! Jetzt geht's zum Lost Man Creek, wenig spektakulär.
Weiter am mittlerweile wieder HW101 treffen wir auf das Restaurant eines Deutsch-Schweizers, mit Namen Rolf. Der bietet Wienerschnitzel, Rolf´s Special, d.h. Rahmschnitzel mit toll angerichtetem Salat und einer Mischung aus Nudeln und Bratkartoffeln, nebst Sauer-und Rotkraut.
- Sigi´s choice. Ich nehme Steak auf Toast mit den gleichen Beilagen. Das Restaurant war übrigens von Günter, der da auch übernachtet hatte, empfohlen. Alles in Allem, wie immer, viel zu viel.
- Jetzt das Highlight des Tages: Wildlife as it is: Neben dem Restaurant geht ein Weg nur ein paar Meter weg, und wir stoßen auf eine Elchherde, die am Wegerand grast. Die Tiere sind, obwohl wild und ohne Zaun, so zutraulich, dass man sich bis auf wenige Meter nähern kann. Wir haben tolle Fotos gemach, die leider hier fehlen. Die Herde war ca. 30 Elche stark, wir konnten nur 2 Geweihträger identifizieren.
- Nach dem wundervollen View auf die Elchherde scheint der Blick etwas getrübt: Ich entdecke vom Auto aus eine Herde, die nach Wildlife aussieht. Aber die in erster Näherung scheinenden Elche entpuppen sich als Kühe! What a shame! Weiter geht es an vielen Holzschnitzereien vorbei nach Trinidad. Hier kann man mit dem Womo am Strand übernachten. Man endet in Manila, auf den Philippinen, oder besser, in CA
BTW: Handy mit D2 Ist hier nicht! Morgen: Richtung Mendocino.
- Die Alten werden es noch kennen;
"Auf der Straße, nach San Fernando ......................Mendocino.............."
2.Woche-13. Tag: Eureka- Avenue of the Giants-Keggett Valley und zurück
Eureka hat neben einer sehenswerten "Altstadt" mit dem Carson Mansion auch einen Applebees, wo es bekanntlich sehr gutes, preiswertes Futter gibt, insbesondere haben es uns die Fajitas, Tex-Mex Tacos mit Fleischstreifen, Gemüse und Sour Creme, sowie, wers mag, Guakamole, angetan. Mann, sind die gut!!!!
Zurück zum Carson Mansion: Ein Haus aus Redwood Holz,
das so angestrichen ist, als sei es aus Stein. Carson war früher ein Holzbaron, heute dient das wirklich sehr schöne Gebäude als Heim für einen Men´s Club, entrance for members only.
- Verläßt man Eureka Richtung Süden, fährt man rechts zum Humboldt Wildlife Viewing Point.
- Viel besser als der Point ist ganz am Anfang des Weges ein Feld, auf dem sich eine ganze Schar Raubvögel mit beachtlicher Spannweite aufhält. Da wir nicht ganz so nah wie an die Elche rankamen, war nicht endgültig klar, um was für Tierchen es sich handelte. Bei einigen konnten wir am Kopf ein Gebilde sehen, das an einen Truthahn erinnerte. In einem Buch fanden wir ein passendes Bild, darunter Stand: Californian Condor. Jetzt sind mir diese Viecher aus den Anden bekannt, da haben sie deutlich größere Spannweiten. Also bleibt die Lösung wiedermal im dunkeln. Ein Paar Meter weiter trafen wir auf eine Zuchtfarm für Alpacas. Das sind sonderbar ausschauende Tiere, die etwas vom Schaf, Lama und was weiß ich nicht noch alles haben. Die sehen, frisch geschoren, so was von lustig aus, wir haben uns göttlich amüsiert.
- Nun zum Highlight für heute: Die Avenue of Giants.
- Gestern hatten wir den Redwoods NP, die Avenue toppt ihn noch. Überhaupt: Wenn man sowieso durch den NP kommt, ist die beschrieben Nebenroute absolut zu empfehlen. Wenn man aber deswegen einen Umweg von einem Tag machen muß, ist die Avenue sicher ein vollwertiger Ersatz. Die Bäume sind gigantisch, vielleicht haben wir heute auch bei strahlendem Sonnenschein einen noch tolleren Eindruck bekommen, als gestern im Nebel. Einer der Höhepunkte ist der Immortal Tree. Er ist 950-1000 Jahre alt, und war ursprünglich 298 Ft hoch. 1908 hat ein Blitz ihm den Kopf abgeschlagen, seitdem misst er noch 248 Ft. 1964 stellte eine Flut den unteren Teil ca. 5 m unter Wasser. Der Durchmesser über der Wurzel ist 14,5 Ft, am Kopf immer noch 3 Ft. Das Holzvolumen beträgt 104,380 cubicFt, "enough to build several houses.
Die Fahrt geht am Eel River weiter, immer wieder von Redwood-Riesen unterbrochen. Am Ende sehen wir südlich von Garber Ville noch einen hohlen Baum, der als Tree House mit elektrischem Strom versorgt wird, und in dem el. Lampen brennen.
- Wir verlassen die Avenue of the Giants und fahren durch einen Canjon neben einem Fluß entlang, landschaftlich eine superschöne Ecke.
- Leider müssen wir wiedermal an Road Works anhalten und uns 20 min um die Ohren schlagen. Unterwegs wollen wir an einem Parkplatz mit Bänken und Tischen Pause machen, man will aber nur so und sonst für nix 4$ von uns. Dieser Nepp geht mir schon auf den Nerv und so fahren wir weiter. Schließlich kommen wir nach Mendocino County. Wir fahren über atemberaubende Serpentinen über den Berg und landen an der wunderschönen Pazifikküste. Weiter Richtung Fort Bragg und durch die Berge (wir brauchen für 25 miles über eine Stunde) zurück auf den HW 101.
- Morgen wollen wir einen langen Fahrtag einlegen, denn es geht nach San Jose´. Das sind ca. 6 Std. reine Fahrzeit. Die Route werde ich morgen je nach Wetter und Laune festlegen. Also dann!
2.Woche-14. Tag: Eureka- Trinity River Valley- San Jose (Fremont)
2 Routen standen zur Auswahl: Wieder wie gestern HW101 am Pazifik entlang oder durch die Berge der scenic route durch das Trinity River Tal und dann die Interstate 5 bis San Jose. Ich entscheide demokratisch für uns beide die Variante 2. Das entpuppt sich zwar am Ende als ein nicht endendwollender Weg, aber der erste Teil ist landschaftlich so schön, dass er dafür entschädigt.
- Es geht durch den Shasta Trinity National Forest.
- Hier ragen rechts und links der Fahrbahn und des Flusses schroffe Felswände nach oben. Das Wasser leuchtet in einem wunderschönen Grünton. Die Fahrt dauert ca. 3 Std. Am Anfang hängt noch etwas Hochnebel herum, der von der Sonne schnell weggebraten wird, was uns einen weiteren Supersonnentag beschert. Wie immer sind auch jede Menge Baustellen, die das Leben erschweren. Es sind mehrfach Höhen bis zu 3000 Fuß zu erklimmen und über 10%-ige Gefällstrecken wieder abzubauen. Weaverville ist als schöne alte Westernstadt mit dem State Historical Park ein Begriff. Ein weiteres Highlight auf der tollen Strecke ist der Whiskeytown Lake, ein wunderschön gelgener großer See, der den HW mehrfach untergräbt.
Am Ende des scenic byways liegt Shasta, wo am beindruckendsten die Häuserruinen aus Stein sind, die ebenfalls eine alte Westernstadt dargestellt haben. Irgendwie erinnert das an eine Europäische Stadtmauer aus dem Mittelalter.
Der Rest der Fahrt, die am Ende mit 2 Pausen über 8 Std, gedauert hat, ist schnell erzählt: Zu erst fährt man an einer kilometerlangen Wand aus rotem, weißem, dunkel-und hellrosafarbenem Rhododendron vorbei. Ein tolles Farbenspiel. Die Büsche sind ca. 2,50 m hoch. Hier mal ein paar Worte zu den Spritpreisen: In WA und OR lagen sie bei moderaten 1,35-1,50$. In CA steigen sie mit südlichem Küstenverlauf auf 1,90$, hier liegen sie bei 1,75$. So, dann habe ich mich, weil ich dachte, nicht auf die Karte schauen zu müssen, auch noch verfahren, was eine Std. extra gekostet hat, weil wir in die Rush Hour gekommen sind. Am Hilton angekommen sind wir von unserem Hotel ganz begeistert. Es laufen aber jede Menge Asiaten rum, man meint, man sei in Peking. Wo die nur alle herkommen, da muß doch in Asia keiner mehr zu Hause sein!
Schließlich findet im Hotel noch eine größere Festivität statt. Der Anzahl und Aufmachung der Gäste (kleine Mädchen in weißen Brautkostümen) entsprechend tippen wir auf eine Hochzeit, aber weit gefehlt: Es ist "nur" ein 18. Geburtstag. Jeder feiert halt auf seine Art, die 100 Chinese haben Ihren Empfang und das Esse genossen. Jetzt sind sie alle voll und randalieren auf dem Parkplatz.
- Am Ende auch noch was Positives: Bei Albertson´s (Food- und sonstiges) gibt´s eine Preferred Saving Card, mit der kann man echt Geld sparen: Sie hat uns 20% unseres gesamten Einkaufs gebracht. Es ist so einfach da dran zu kommen: Hingehen, am Customer Service danach fragen, ausfüllen, einkaufen, beim Bezahlen vorlegen und schon ist die Kohle gespart. Nur bei dem Formular nicht verraten, dass man aus Germany ist, sondern einfach bei State DE eintragen. Könnte Deutschland sein. Ist aber Delaware. Und dann noch als Tel. die Handy Nr. ohne Null, schon klappts.
- Viel Spaß beim Sparen. Und ein Restaurant zum richtig sattwerden gabs auch noch: "The Country Way" in Fremont, CA. Gehört 3 Griechen, die in der Familie einen Vielfraß haben müssen, sonst kann man so was nicht essen. Und das bei super Qualität. Nachdem wir uns über die Menge "beschwert" hatten, meinte die waitress: "You´ll come twice a week and that´s enough for the rest". Aha!
- Morgen geht's nach San Francisco, the City by the Bay. Warum kommt mir hier nur immer der Song von Journey ins Gedächtnis: When the lights go down in the city, and the sun shines on the bay, oh I wanna be back in my city, oh oh oh. Yes I want to be back in the city by the bay ,yeah!
 
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